Gott beschenkt, wer den Sonntag feiert – Neunter Sonntag, Lesejahr B

Todsünden

Andreas Vitasek und Schwester Michaela Gehart

Ich sah eine Szene im ORF, als Andreas Vitasek über Völlerei, einer schweren Sünde („Todsünde“), mit anderen plauderte.
Andreas Vitasek: Es ist ja nicht negativ, dass man aus diesem Leben – wo ich, so glaube ich, nur eines habe – so viel wie möglich herausholt. Sei es an Erfahrung, an Genuss.

Sr. Michaela Gehart: Ich möchte in meinem Leben nicht alles herausholen. Ich genieße auch hin und wieder einiges. Aber es ist nicht alles.

Andreas Vitasek: Sie wissen, sie treffen den Chef (Gott) irgendwann einmal.

Sr. Michaela Gehart: Wir alle treffen den Chef (Gott).

Andreas Vitasek: Ich nicht.
Ich weiß nicht, ob Andreas Vitasek Gott nicht trifft. Ich glaube er trifft ihn. Wir alle treffen Gott. Wir müssen nicht alles aus unserem Leben herausholen. Uns wird die Vollendung geschenkt. Ein Vorgeschmack soll der Sonntag sein.

Wir laden ein:
9. Sonntag im Jahreskreis, 3. Juni 2018, 9:00 Gottesdienst + Sacré Coeur Kaffee im Barat-Saal
10. Sonntag im Jahreskreis, 10. Juni 2018, 9:00 Gottesdienst + Sacré Coeur Kaffee im Barat-Saal

Hier kommt die gute Nachricht: Jesus verkündet den Willen Gottes.
Jesu Worte und Taten fordern Widerspruch heraus. Dabei ist der Grund der harten Auseinandersetzung zwischen ihm und den frommen Pharisäern kaum die verschiedene Auslegung des Sabbatgebotes; es geht vielmehr um den Anspruch Jesu, den Willen Gottes zu tun und zu verkünden.:
In jener Zeit ging Jesus an einem Sabbat durch die Kornfelder und unterwegs rissen seine Jünger Ähren ab. Da sagten die Pharisäer zu ihm: Sieh dir an, was sie tun! Das ist doch am Sabbat verboten. Er antwortete: Habt ihr nie gelesen, was David getan hat, als er und seine Begleiter hungrig waren und nichts zu essen hatten – wie er zur Zeit des Hohenpriesters Abjatar in das Haus Gottes ging und die heiligen Brote aß, die außer den Priestern niemand essen darf, und auch seinen Begleitern davon gab? Und Jesus fügte hinzu: Der Sabbat ist für den Menschen da, nicht der Mensch für den Sabbat. Deshalb ist der Menschensohn Herr auch über den Sabbat.

Als er ein andermal in eine Synagoge ging, saß dort ein Mann, dessen Hand verdorrt war. Und sie gaben Acht, ob Jesus ihn am Sabbat heilen werde; sie suchten nämlich einen Grund zur Anklage gegen ihn. Da sagte er zu dem Mann mit der verdorrten Hand: Steh auf und stell dich in die Mitte! Und zu den anderen sagte er: Was ist am Sabbat erlaubt: Gutes zu tun oder Böses, ein Leben zu retten oder es zu vernichten? Sie aber schwiegen. Und er sah sie der Reihe nach an, voll Zorn und Trauer über ihr verstocktes Herz, und sagte zu dem Mann: Streck deine Hand aus! Er streckte sie aus und seine Hand war wieder gesund. Da gingen die Pharisäer hinaus und fassten zusammen mit den Anhängern des Herodes den Beschluss, Jesus umzubringen. (Evangelium nach Markus 2,23-3,6)

Die erste Lesung aus dem Buch Deuteronomium: Der Gebote Gottes heilen.
Mose hat dem Volk eindringlich das Sabbatgebot mit auf den Weg gegeben, eines der größten Geschenke des jüdischen Gottesvolkes an die Menschheit, das im Christentum in der Sonntagsruhe verwirklicht wird. Denn der Mensch ist keine Maschine, die unaufhörlich läuft. Der Mensch braucht vielmehr einen Rhythmus. Er braucht aktive Phasen und Ruhephasen. Sonst wird er krank.
So spricht der Herr: Achte auf den Sabbat: Halte ihn heilig, wie es dir der Herr, dein Gott, zur Pflicht gemacht hat. Sechs Tage darfst du schaffen und jede Arbeit tun. Der siebte Tag ist ein Ruhetag, dem Herrn, deinem Gott, geweiht. An ihm darfst du keine Arbeit tun: du, dein Sohn und deine Tochter, dein Sklave und deine Sklavin, dein Rind, dein Esel und dein ganzes Vieh und der Fremde, der in deinen Stadtbereichen Wohnrecht hat. Dein Sklave und deine Sklavin sollen sich ausruhen wie du. Denk daran: Als du in Ägypten Sklave warst, hat dich der Herr, dein Gott, mit starker Hand und hoch erhobenem Arm dort herausgeführt. Darum hat es dir der Herr, dein Gott, zur Pflicht gemacht, den Sabbat zu halten. (Dtn 5,12-15)

Die zweite Lesung aus dem zweiten Brief des Apostels Paulus an die Korinther: Wir tragen den Schatz in zerbrechlichen Gefäßen.
In einer multimedialen und multikulturellen Gesellschaft kann man sich als Christ oder Christin profilieren. Oftmals kann das auch sehr schmerzhaft sein, wenn z.B. die Weitergabe des Glaubens an die eigenen Kinder nicht fruchtet. In einer solchen Situation nicht zu resignieren, sondern trotzdem weiter zu hoffen, dazu möchte uns heute der Apostel Paulus ermutigen:
Brüder und Schwestern! Es ist Gott, der sprach: Aus Finsternis soll Licht aufleuchten!

Er ist in unseren Herzen aufgeleuchtet, damit wir erleuchtet werden zur Erkenntnis des göttlichen Glanzes auf dem Antlitz Christi. Diesen Schatz tragen wir in zerbrechlichen Gefäßen; so wird deutlich, dass das Übermaß der Kraft von Gott und nicht von uns kommt. Von allen Seiten werden wir in die Enge getrieben und finden doch noch Raum; wir wissen weder aus noch ein und verzweifeln dennoch nicht; wir werden gehetzt und sind doch nicht verlassen; wir werden niedergestreckt und doch nicht vernichtet. Wohin wir auch kommen, immer tragen wir das Todesleiden Jesu an unserem Leib, damit auch das Leben Jesu an unserem Leib sichtbar wird. Denn immer werden wir, obgleich wir leben, um Jesu willen dem Tod ausgeliefert, damit auch das Leben Jesu an unserem sterblichen Fleisch offenbar wird. (2 Kor 4,6-11)

 

Informationen:
Zehn Tage kontemplative Exerzitien und Tage der Stille 2018 im Kapuzinerkloster Irdning
Mission Manifest 10 Thesen für das Comeback der Kirche
Tagesevangelium der Erzabtei St. Martin in Beuron
Evangelium Tag für Tag, für Handys gibt es davon eine APP (Evangelizo).
Die Gottesdienst-App „1000 Kirchen“ gibt es kostenlos in den App-Stores der Handys und Tablets. 1400 Kirchen in Wien, Weinviertel und Industrieviertel von NÖ mit ihren Gottesdiensten.
Die Bischöfe Österreichs laden ein, jeden Tag für einen Jugendlichen zu beten.
Das Key2Life Festival 2018 findet von Do 23. bis So 26. August 2018 im Schlosspark Marchegg statt.

Liebe Grüße und für dich: Das stille Geschenk von Jesus!
Hannes Daxbacher
Sacré Coeur Cafétier und Ostiarius (Türöffner)
Katholische Gottesdienstgemeinde Sacré Coeur, 3021 Pressbaum, Klostergasse 12, Österreich

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