Gott handelt – Elfter Sonntag im Jahreskreis

tagetes-bluete-orange-1475342-blp-msgEine Frau besucht regelmäßig ihre Großmutter. Alle um sie herum bewundern sie, wie sie sich für ihre Großmutter einsetzt. Es ist ein kleiner Dienst, aber er hat auf die Umgebung eine große Wirkung. Die Liebe beginnt oft im Kleinen. Sie ist wie der Samen, den eine mir bekannte Gärtnerin in die Erde legte. Die Tagetes wuchsen und sie schenkte mir die kleinen Pflänzchen im Sacré-Coeur-Kaffee. Ich setzte sie in mein Tischbeet, wo sie jetzt wachsen und in einigen Tagen blühen werden. Der Naturwissenschaftler und Theologe Teilhard de Chardin sieht im Wachsen des Lebens ein geheimnisvolles Zentrum am Werk, das nicht nur das Wachsen beflügelt, sondern auch zur Liebe inspiriert und dem Leben Festigkeit über den Tod hinaus gibt. Es ist der göttliche Bereich. Jesus nannte es Reich Gottes. Paulus nannte es das Reich des Messias Jesus. Es ist unter uns am Werk. Es führt uns zusammen, sodass wir eine alle umfassende Weltgemeinschaft bilden. Damit können alle Menschen in allen Kulturen und Religionen sagen: Vater unser im Himmel. Dein Reich komme.

Wir laden ein:
11. Sonntag im Jahreskreis
, 17. Juni 2018, 9:00 Gottesdienst + Sacré Coeur Kaffee
Johannes der Täufer – Sonntag, 24. Juni 2018, 9:00 Gottesdienst + Sacré Coeur Kaffee

Hier kommt die gute Nachricht: Der Bereich Gottes wächst unter uns
Jesus beginnt sein öffentliches Auftreten mit einer guten Nachricht: Das Reich Gottes ist da. Wie das Reich Gottes wächst, und wie Gott unter uns handelt, erzählt er in Gleichnissen.:
In jener Zeit sprach Jesus zu der Menge: Mit dem Reich Gottes ist es so, wie wenn ein Mann Samen auf seinen Acker sät; dann schläft er und steht wieder auf, es wird Nacht und wird Tag, der Samen keimt und wächst und der Mann weiß nicht, wie. Die Erde bringt von selbst ihre Frucht, zuerst den Halm, dann die Ähre, dann das volle Korn in der Ähre. Sobald aber die Frucht reif ist, legt er die Sichel an; denn die Zeit der Ernte ist da. Er sagte: Womit sollen wir das Reich Gottes vergleichen, mit welchem Gleichnis sollen wir es beschreiben? Es gleicht einem Senfkorn. Dieses ist das kleinste von allen Samenkörnern, die man in die Erde sät. Ist es aber gesät, dann geht es auf und wird größer als alle anderen Gewächse und treibt große Zweige, sodass in seinem Schatten die Vögel des Himmels nisten können. Durch viele solche Gleichnisse verkündete er ihnen das Wort, so wie sie es aufnehmen konnten. Er redete nur in Gleichnissen zu ihnen; seinen Jüngern aber erklärte er alles, wenn er mit ihnen allein war. (Evangelium nach Markus 4,26-34)

Die erste Lesung aus dem Buch des Propheten Ezechiel: Gott ist der Herr des Lebens
Wie ein guter Gärtner sorgt Gott für sein Volk, das im Exil von Vernichtung bedroht ist. Und aus dem kleinen bescheidenen Anfang, dem zarten Zweig, wird ein prächtiger Baum. Gottes Handeln schenkt Zukunft und stellt scheinbar sichere Machtverhältnisse auf den Kopf. Gott greift in die Geschichte ein. Er will, dass alles wächst und gedeiht.
So spricht Gott, der Herr: Ich selbst nehme ein Stück vom hohen Wipfel der Zeder und pflanze es ein. Einen zarten Zweig aus den obersten Ästen breche ich ab, ich pflanze ihn auf einen hoch aufragenden Berg. Auf die Höhe von Israels Bergland pflanze ich ihn. Dort treibt er dann Zweige, er trägt Früchte und wird zur prächtigen Zeder. Allerlei Vögel wohnen darin; alles, was Flügel hat, wohnt im Schatten ihrer Zweige. Dann werden alle Bäume auf den Feldern erkennen, dass ich der Herr bin. Ich mache den hohen Baum niedrig, den niedrigen mache ich hoch. Ich lasse den grünenden Baum verdorren, den verdorrten erblühen. Ich, der Herr, habe gesprochen und ich führe es aus. (Ez 17, 22-24)

Die zweite Lesung aus dem zweiten Brief des Apostels Paulus an die Korinther: Wir sind zuversichtlich.
Paulus ist in der jüdischen und in der griechischen Kultur zuhause. Als Grieche möchte er aus dem Leib auswandern. Als Jude ist das undenkbar. Als Glaubender geht er den Weg mit Jesus. Damit ist er auch daheim beim Herrn. Das gibt ihm Zuversicht.
Wir sind also immer zuversichtlich, auch wenn wir wissen, dass wir fern vom Herrn in der Fremde leben, solange wir in diesem Leib zu Hause sind; denn als Glaubende gehen wir unseren Weg, nicht als Schauende. Weil wir aber zuversichtlich sind, ziehen wir es vor, aus dem Leib auszuwandern und daheim beim Herrn zu sein. Deswegen suchen wir unsere Ehre darin, ihm zu gefallen, ob wir daheim oder in der Fremde sind. Denn wir alle müssen vor dem Richterstuhl Christi offenbar werden, damit jeder seinen Lohn empfängt für das Gute oder Böse, das er im irdischen Leben getan hat. (2 Kor 5,6-10)

Informationen:
Zehn Tage kontemplative Exerzitien und Tage der Stille 2018 im Kapuzinerkloster Irdning
Mission Manifest 10 Thesen für das Comeback der Kirche
Tagesevangelium der Erzabtei St. Martin in Beuron
Evangelium Tag für Tag, für Handys gibt es davon eine APP (Evangelizo).
Die Gottesdienst-App „1000 Kirchen“ gibt es kostenlos in den App-Stores der Handys und Tablets. 1400 Kirchen in Wien, Weinviertel und Industrieviertel von NÖ mit ihren Gottesdiensten.
Die Bischöfe Österreichs laden ein, jeden Tag für einen Jugendlichen zu beten.
Das Key2Life Festival 2018 findet von Do 23. bis So 26. August 2018 im Schlosspark Marchegg statt.

Liebe Grüße und für dich: Die wachsende Saat!
Hannes Daxbacher
Sacré Coeur Cafétier und Ostiarius (Türöffner)
Katholische Gottesdienstgemeinde Sacré Coeur, 3021 Pressbaum, Klostergasse 12, Österreich

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