Irrtümer – Vierzehnter Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr B

Geistige Reduktion erzeugt Ideologien

Der Irrtum beginnt mit der geistigen Reduzierung. Wenn die Marxisten alles auf die wirtschaftlichen Bedingungen reduzieren, verfallen sie einer Ideologie. Wenn Rassisten alles auf die Genetik reduzieren, gehen sie in die Irre. Wenn Zeugen Jehovas alles auf einige Bibelsätze reduzieren, verfehlen sie die Wahrheit. Wenn orthodoxe Juden oder Moslem die Evolution ablehnen, sind sie blind für den Heiligen Geist, der uns Wissenschaft treiben lässt. Wenn Atheisten und Naturalisten alles auf die Wissenschaft reduzieren, bleiben sie im Irrtum. Wie arm wäre unsere Welt, wenn wir nicht offen wären für die liebenden Propheten der Nacht, die Nelly Sachs erwähnt: Wenn die Propheten einbrächen durch Türen der Nacht, … mit ihren Worten Wunden reißend in die Felder der Gewohnheit, … und ein Ohr wie eine Heimat suchten – Ohr der Menschheit du nesselverwachsenes, würdest du hören? … Wenn die Propheten aufständen in der Nacht der Menschheit wie Liebende, die das Herz des Geliebten suchen, Nacht der Menschheit würdest du ein Herz zu vergeben haben?

Wir laden ein: 14. Sonntag im Jahreskreis, 8. Juli 2018, 9:00 Gottesdienst + Sacré Coeur Kaffee im Barat-Saal.
15. Sonntag im Jahreskreis, 15. Juli 2018, 9:00 Gottesdienst + Sacré Coeur Kaffee im Barat-Saal.

Hier kommt die gute Nachricht zum Sonntag: Jesus wundert sich
In Nazaret staunen zuerst viele über Jesus. Als sie ihn aber als einen der ihren erkennen, lehnen sie ihn ab. Sie werden neidisch, dass er, ein Nachbar, so berühmt wurde. Sie wünschen ihn weit weg. Dann können sie stolz auf ihn als einen berühmten Sohn ihres Dorfes sein.
In jener Zeit kam Jesus in seine Heimatstadt; seine Jünger begleiteten ihn. Am Sabbat lehrte er in der Synagoge. Und die vielen Menschen, die ihm zuhörten, staunten und sagten: Woher hat er das alles? Was ist das für eine Weisheit, die ihm gegeben ist! Und was sind das für Wunder, die durch ihn geschehen! Ist das nicht der Zimmermann, der Sohn der Maria und der Bruder von Jakobus, Joses, Judas und Simon? Leben nicht seine Schwestern hier unter uns? Und sie nahmen Anstoß an ihm und lehnten ihn ab. Da sagte Jesus zu ihnen: Nirgends hat ein Prophet so wenig Ansehen wie in seiner Heimat, bei seinen Verwandten und in seiner Familie. Und er konnte dort kein Wunder tun; nur einigen Kranken legte er die Hände auf und heilte sie. Und er wunderte sich über ihren Unglauben. Jesus zog durch die benachbarten Dörfer und lehrte. (Evangelium nach Markus 6,1b-6)

Die erste Lesung aus dem Buch Ezechiel: Er sendet mich zu den harten Herzen.
Ezechiel sieht die Herrlichkeit und fällt auf sein Gesicht. Der Geist richtet ihn auf. Gott sendet ihn zu den harten Herzen. Sie sollen erkennen, dass mitten unter ihnen ein Prophet war.
In jenen Tagen, als ich, Ezechiel, die Erscheinung der Herrlichkeit des Herrn sah, fiel ich nieder auf mein Gesicht. Und ich hörte, wie jemand redete. Er sagte zu mir: Stell dich auf deine Füße, Menschensohn; ich will mit dir reden. Als er das zu mir sagte, kam der Geist in mich und stellte mich auf die Füße. Und ich hörte den, der mit mir redete. Er sagte zu mir: Menschensohn, ich sende dich zu den abtrünnigen Söhnen Israels, die sich gegen mich aufgelehnt haben. Sie und ihre Väter sind immer wieder von mir abgefallen, bis zum heutigen Tag. Es sind Söhne mit trotzigem Gesicht und hartem Herzen. Zu ihnen sende ich dich. Du sollst zu ihnen sagen: So spricht Gott, der Herr. Ob sie dann hören oder nicht – denn sie sind ein widerspenstiges Volk -, sie werden erkennen müssen, dass mitten unter ihnen ein Prophet war. (Ez 1,28b-2,5)

Die zweite Lesung aus dem 2. Korintherbrief: Wenn ich schwach bin, dann bin ich stark.
Paulus könnte stolz sein, dass er diese einzigartige Offenbarung bekommen hat, die auch die Apostel bekommen haben. Er aber sieht, dass ihm ein „Stachel ins Fleisch“ gestoßen wurde, damit er nicht überheblich wird. Er rühmt sich seiner Schwachheit, damit die Kraft Christi auf ihn herabkommt.
Brüder und Schwestern!
Damit ich mich wegen der einzigartigen Offenbarungen nicht überhebe, wurde mir ein Stachel ins Fleisch gestoßen: ein Bote Satans, der mich mit Fäusten schlagen soll, damit ich mich nicht überhebe. Dreimal habe ich den Herrn angefleht, dass dieser Bote Satans von mir ablasse. Er aber antwortete mir: Meine Gnade genügt dir; denn sie erweist ihre Kraft in der Schwachheit. Viel lieber also will ich mich meiner Schwachheit rühmen, damit die Kraft Christi auf mich herabkommt. Deswegen bejahe ich meine Ohnmacht, alle Misshandlungen und Nöte, Verfolgungen und Ängste, die ich für Christus ertrage; denn wenn ich schwach bin, dann bin ich stark. (2 Kor 12,7-10)

Informationen:
Zehn Tage kontemplative Exerzitien und Tage der Stille 2018 im Kapuzinerkloster Irdning
Mission Manifest 10 Thesen für das Comeback der Kirche
Tagesevangelium der Erzabtei St. Martin in Beuron
Evangelium Tag für Tag, für Handys gibt es davon eine APP (Evangelizo).
Die Gottesdienst-App „1000 Kirchen“ gibt es kostenlos in den App-Stores der Handys und Tablets. 1400 Kirchen in Wien, Weinviertel und Industrieviertel von NÖ mit ihren Gottesdiensten.
Die Bischöfe Österreichs laden ein, jeden Tag für einen Jugendlichen zu beten.
Das Key2Life Festival 2018 findet von Do 23. bis So 26. August 2018 im Schlosspark Marchegg statt.

Liebe Grüße und für dich: Die liebenden Propheten!
Hannes Daxbacher
Sacré Coeur Cafétier und Ostiarius (Türöffner)
Katholische Gottesdienstgemeinde Sacré Coeur, 3021 Pressbaum, Klostergasse 12, Österreich

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