Wie komme ich in den Himmel? – Achtundzwanzigster Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr B

Nicolae Grigorescu: Der reiche Jüngling

Der reiche Jüngling fragt Jesus nach dem ewigen Leben. Bild: Nicolae Grigorescu

Was muss ich tun, um das ewige Leben zu gewinnen? Wenn jemand Gutes tut, kommt er dann in den Himmel? Ist das wie bei einem Vertrag? Ich gebe Gott gute Taten und er gibt mir das ewige Leben im Himmel. Das ist wie ein Automat, wie der Karma-Mechanismus in Indien. Ich frage mich, ob das bei Gott, der über allem steht, auch so ist. Ich glaube nicht, dass er einen Automaten hat. Jesus zeigt es mir: Bei Gott geht es um Beziehung, speziell um eine ungleiche Beziehung. Es ist eine Form von Liebe, die anders ist als Liebe unter Menschen. Dieser Gott, der alles geschaffen hat, schenkt mir seine Liebe ohne zu sagen, warum. Er schenkt mir Augenblicke der Freude und der Freiheit ohne dass ich ihm etwas dafür gegeben habe und ohne dass ich ihm etwas dafür im Nachhinein geben muss. Das ist seine Art der Liebe. Eine starke Sache!

Wir laden ein: 28. Sonntag im Jahreskreis, 14. Oktober 2018, 9:00 Gottesdienst + SC Kaffee
29. Sonntag im Jahreskreis, 21. Oktober 2018, 9:00 Gottesdienst + Sacré Coeur Kaffee

Hier kommt die gute Nachricht: Für Gott ist alles möglich.
Ein reicher Mann fällt vor Jesus auf die Knie und möchte wissen, wie er das ewige Leben gewinnen kann. Jesus zählt die negativen Gebote auf. Da der Mann mehr will, fordert ihn Jesus zur Nachfolge auf – und er soll seinen Reichtum aufgeben. Da fragt man sich: Ist das Verlassen Vorbedingung, um ins ewige Leben zu kommen? Nein, denn Gottes Gnade und Gottes Liebe sind größer. Es ist fast so wie das Verhalten Jesu: Er sieht ihn an und weil er ihn liebte, gab er ihm den Rat. Als Geschenk.
In jener Zeit lief ein Mann auf Jesus zu, fiel vor ihm auf die Knie und fragte ihn: Guter Meister, was muss ich tun, um das ewige Leben zu gewinnen? Jesus antwortete: Warum nennst du mich gut? Niemand ist gut außer Gott, dem Einen. Du kennst doch die Gebote: Du sollst nicht töten, du sollst nicht die Ehe brechen, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht falsch aussagen, du sollst keinen Raub begehen; ehre deinen Vater und deine Mutter! Er erwiderte ihm: Meister, alle diese Gebote habe ich von Jugend an befolgt. Da sah ihn Jesus an, und weil er ihn liebte, sagte er: Eines fehlt dir noch: Geh, verkaufe, was du hast, gib das Geld den Armen, und du wirst einen bleibenden Schatz im Himmel haben; dann komm und folge mir nach! Der Mann aber war betrübt, als er das hörte, und ging traurig weg; denn er hatte ein großes Vermögen. Da sah Jesus seine Jünger an und sagte zu ihnen: Wie schwer ist es für Menschen, die viel besitzen, in das Reich Gottes zu kommen! Die Jünger waren über seine Worte bestürzt. Jesus aber sagte noch einmal zu ihnen: Meine Kinder, wie schwer ist es, in das Reich Gottes zu kommen! Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt. Sie aber erschraken noch mehr und sagten zueinander: Wer kann dann noch gerettet werden? Jesus sah sie an und sagte: Für Menschen ist das unmöglich, aber nicht für Gott; denn für Gott ist alles möglich. Da sagte Petrus zu ihm: Du weißt, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt. Jesus antwortete: Amen, ich sage euch: Jeder, der um meinetwillen und um des Evangeliums willen Haus oder Brüder, Schwestern, Mutter, Vater, Kinder oder Äcker verlassen hat, wird das Hundertfache dafür empfangen: Jetzt in dieser Zeit wird er Häuser, Brüder, Schwestern, Mütter, Kinder und Äcker erhalten, wenn auch unter Verfolgungen, und in der kommenden Welt das ewige Leben. (Markus 10,17-30)

Die erste Lesung aus dem Buch der Weisheit: Ich liebte sie mehr als Gesundheit und Schönheit.
Die Weisheit und die Klugheit sind Geschenke, die aus der Beziehung zu Gott erwachsen. Er ist kein Teil dieser Welt. Dadurch wird meine Beziehung zu ihm anders als eine Beziehung zu einem Menschen. Diese Distanz zur Welt macht einen weise und klug.
Ich betete, und es wurde mir Klugheit gegeben; ich flehte, und der Geist der Weisheit kam zu mir. Ich zog sie Zeptern und Thronen vor, Reichtum achtete ich für nichts im Vergleich mit ihr. Keinen Edelstein stellte ich ihr gleich; denn alles Gold erscheint neben ihr wie ein wenig Sand, und Silber gilt ihr gegenüber so viel wie Lehm. Ich liebte sie mehr als Gesundheit und Schönheit und zog ihren Besitz dem Lichte vor; denn niemals erlischt der Glanz, der von ihr ausstrahlt. Zugleich mit ihr kam alles Gute zu mir, unzählbare Reichtümer waren in ihren Händen. (Weish 7,7-11)

Die zweite Lesung aus dem Hebräerbrief: Ich liege nackt vor Gott
In der Pfarrkirche Amstetten sah ich ein altes Bild mit Jesus als Richter auf den Wolken kommend und ein Schwert im Mund. Ich empfand diesen Jesus als Richter nicht sehr liebevoll. Oh Gott hilf!
Denn lebendig ist das Wort Gottes, kraftvoll und schärfer als jedes zweischneidige Schwert; es dringt durch bis zur Scheidung von Seele und Geist, von Gelenk und Mark; es richtet über die Regungen und Gedanken des Herzens; vor ihm bleibt kein Geschöpf verborgen, sondern alles liegt nackt und bloß vor den Augen dessen, dem wir Rechenschaft schulden. (Hebr 4,12-13)

Informationen:
. Christliche Partnersuche – Himmlisch Plaudern

. Katholische Partner suchen und finden
. Katholische Partnervermittlung
. Zehn Tage kontemplative Exerzitien und Tage der Stille 2018 im Kapuzinerkloster Irdning
. Mission Manifest 10 Thesen für das Comeback der Kirche
. Panikattacken
. Glauben. Leben heißt die App für Handys der Erzdiözese Wien mit Evangelium zum Tag, den Gottesdiensten der Umgebung, interaktiven Gebeten und den Tagesheiligen.
. Die Bischöfe Österreichs laden ein, jeden Tag für einen Jugendlichen zu beten.

Liebe Grüße und für dich: die Anwesenheit der göttlichen Person!
Hannes Daxbacher
Sacré Coeur Cafétier und Ostiarius (Türöffner)

Katholische Gottesdienstgemeinde Sacré Coeur, 3021 Pressbaum, Klostergasse 12, Österreich

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