Die Kirche reicht in das Jenseits – Sonntag der Heiligen Familie im Lesejahr C

Warum gehe ich am Sonntag in die Kirche? Ich liebe Gott. Ich fühle mich hingezogen. Aber ich habe mich auch dafür entschieden. Es gibt für mich gute Gründe, am Sonntag in die Kirche zu gehen. Ich nenne einmal drei. 1. Es ist wahr: Gott erschuf das Universum, gab der Natur Ziele und beschenkte uns mit seinem Sohn. Mit ihm als Grund kann ich mein Lebenshaus bauen. Der Gottesdienst vermittelt mir dies. 2. Sein Sohn nahm uns in seine Familie, die Kirche auf, die in das Jenseits reicht. Nach unserem Tod werden wir am himmlischen Mahl teilnehmen, ähnlich wie wir es jeden Sonntag machen. 3. Mein persönliches Gebet vereinigt sich mit dem Gottesdienst-Gebet der Kirche. Ich stimme mich ein auf diese göttliche „Liturgie“, die meiner Seele Licht, Freiheit und seelische Gesundheit gibt und mich vor Chaos, Unfreiheit und seelischer Krankheit bewahrt.
Ich danke Gott dafür, dass er uns den Sonntag und den Gottesdienst geschenkt hat.

Wir laden ein:
Sonntag der Heiligen Familie 30.12. 2018 9:00 Gottesdienst + Sacré Coeur Kaffee
Sonntag, Fest der Heiligen Drei Könige, Erscheinung des Herrn, Epiphanie 6.1.2019 9:00 Gottesdienst + Sacré Coeur Kaffee

Hier kommt die gute Nachricht zum Sonntag: Wir gehen mit Jesus zum Vater
Jesus lehrt schon als 12-Jähriger und die anderen erkennen seine Weisheit und Intelligenz. Jesus distanziert sich von den Eltern und orientiert sich nach seinem himmlischen Vater: Wusstet ihr nicht, dass ich bei denjenigen sein muss, die sich mit meinem Vater beschäftigen? Später wird er über seine Familie sagen: „Meine Mutter und meine Brüder sind die, die das Wort Gottes hören und tun.“
Die Eltern Jesu gingen jedes Jahr zum Paschafest nach Jerusalem. Als er zwölf Jahre alt geworden war, zogen sie wieder hinauf, wie es dem Festbrauch entsprach. Nachdem die Festtage zu Ende waren, machten sie sich auf den Heimweg. Der Knabe Jesus aber blieb in Jerusalem, ohne dass seine Eltern es merkten. Sie meinten, er sei in der Pilgergruppe, und reisten eine Tagesstrecke weit; dann suchten sie ihn bei den Verwandten und Bekannten. Als sie ihn nicht fanden, kehrten sie nach Jerusalem zurück und suchten nach ihm. Da geschah es, nach drei Tagen fanden sie ihn im Tempel; er saß mitten unter den Lehrern, hörte ihnen zu und stellte Fragen. Alle, die ihn hörten, waren erstaunt über sein Verständnis und über seine Antworten. Als seine Eltern ihn sahen, waren sie voll Staunen und seine Mutter sagte zu ihm: Kind, warum hast du uns das angetan? Siehe, dein Vater und ich haben dich mit Schmerzen gesucht. Da sagte er zu ihnen: Warum habt ihr mich gesucht? Wusstet ihr nicht, dass ich in dem sein muss, was meinem Vater gehört? Doch sie verstanden das Wort nicht, das er zu ihnen gesagt hatte. Dann kehrte er mit ihnen nach Nazaret zurück und war ihnen gehorsam. Seine Mutter bewahrte all die Worte in ihrem Herzen. Jesus aber wuchs heran und seine Weisheit nahm zu und er fand Gefallen bei Gott und den Menschen. (Lukas 2,41-52)

Die eine der ersten Lesungen aus dem ersten Buch Samuel: Wir gehen mit Hanna vor das Angesicht des HERRN.
Hanna erbat von Gott inständig einen Sohn und versprach, sie werde ihn dem Herrn im Tempel von Schilo übergeben. Der junge Samuel wuchs heran und wurde ein wichtiger Prophet, der Saul und David zu Königen salbte.
Hanna, die Frau Elkanas, wurde schwanger. Sie gebar einen Sohn und nannte ihn Samuel, denn sie sagte: Ich habe ihn vom HERRN erbeten. Als dann Elkana mit seiner ganzen Familie wieder hinaufzog, um dem HERRN das jährliche Opfer und die Gaben, die er gelobt hatte, darzubringen, zog Hanna nicht mit, sondern sagte zu ihrem Mann: Ich werde den Knaben erst, wenn er entwöhnt ist, hinaufbringen; dann soll er vor dem Angesicht des HERRN erscheinen und für immer dort bleiben. Als sie ihn entwöhnt hatte, nahm sie ihn mit hinauf, dazu einen dreijährigen Stier, ein Efa Mehl und einen Schlauch Wein. So brachte sie ihn zum Haus des HERRN in Schilo; der Knabe aber war damals noch sehr jung. Als sie den Stier geschlachtet hatten, brachten sie den Knaben zu Eli und Hanna sagte: Bitte, mein Herr, so wahr du lebst, mein Herr, ich bin die Frau, die damals neben dir stand, um zum HERRN zu beten. Ich habe um diesen Knaben gebetet und der HERR hat mir die Bitte erfüllt, die ich an ihn gerichtet habe. Darum lasse ich ihn auch vom HERRN zurückfordern. Er soll für sein ganzes Leben ein vom HERRN Zurückgeforderter sein. Und sie beteten dort den HERRN an. (1 Sam 1,20-22.24-28)

Die andere der ersten Lesungen aus dem Buch Jesus Sirach: Die Kinder nehmen sich der Eltern an.
Im Buch Jesus Sirach geht es um das Verhalten im Angesicht Gottes. Die erwachsene Generation hat für die ältere Generation zu sorgen, sie zu ehren, sie nicht zu kränken auch wenn ihr Verstand nachlässt.
Der Herr hat dem Vater Ehre verliehen bei den Kindern und das Recht der Mutter bei den Söhnen bestätigt. Wer den Vater ehrt, sühnt Sünden, und wer seine Mutter ehrt, sammelt Schätze. Wer den Vater ehrt, wird Freude haben an den Kindern und am Tag seines Gebets wird er erhört. Wer den Vater ehrt, wird lange leben, und seiner Mutter verschafft Ruhe, wer auf den Herrn hört. Kind, nimm dich deines Vaters im Alter an und kränke ihn nicht, solange er lebt! Wenn er an Verstand nachlässt, übe Nachsicht und verachte ihn nicht in deiner ganzen Kraft! Denn die dem Vater erwiesene Liebestat wird nicht vergessen; und statt der Sünden wird sie dir zur Erbauung dienen. (Sir 3,2-6.12-14)

Die eine der zweiten Lesungen ist aus dem ersten Brief des Johannes: Jetzt sind wir Kinder Gottes
Die Kirche als Familie Gottes soll durchdrungen sein von der Liebe. Dies gelingt nur in Verbindung mit Gott-Vater, seinem Sohn und dem Heiligen Geist.
Schwestern und Brüder!
Seht, welche Liebe uns der Vater geschenkt hat: Wir heißen Kinder Gottes, und wir sind es. Deshalb erkennt die Welt uns nicht, weil sie ihn nicht erkannt hat. Geliebte, jetzt sind wir Kinder Gottes. Doch ist noch nicht offenbar geworden, was wir sein werden. Wir wissen, dass wir ihm ähnlich sein werden, wenn er offenbar wird; denn wir werden ihn sehen, wie er ist. Geliebte, wenn das Herz uns aber nicht verurteilt, haben wir gegenüber Gott Zuversicht; und alles, was wir erbitten, empfangen wir von ihm, weil wir seine Gebote halten und tun, was ihm gefällt. Und das ist sein Gebot: Wir sollen an den Namen seines Sohnes Jesus Christus glauben und einander lieben gemäß dem Gebot, das er uns gegeben hat. Wer seine Gebote hält, bleibt in Gott und Gott in ihm. Und daran erkennen wir, dass er in uns bleibt: an dem Geist, den er uns gegeben hat. (1 Joh 3,1-2.21-24)

Die andere der zweiten Lesungen ist aus dem Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Kolossä: Wie der Herr uns vergeben hat, so vergeben auch wir!
Dem Paulus geht es um das konkrete Verhalten der Familie Gottes, der Kirche. Sie sollen einander vergeben, einander lieben, Gott preisen, danken, ihm Lieder singen, sich gegenseitig unterszuordnen und sich nicht über andere erheben. Der Satz über die Frauen darf nicht aus dem Zusammenhang gerissen werden.
Schwestern und Brüder!
Bekleidet euch also, als Erwählte Gottes, Heilige und Geliebte, mit innigem Erbarmen Güte, Demut, Milde, Geduld! Ertragt einander und vergebt einander, wenn einer dem andern etwas vorzuwerfen hat! Wie der Herr euch vergeben hat, so vergebt auch ihr! Vor allem bekleidet euch mit der Liebe, die das Band der Vollkommenheit ist! Und der Friede Christi triumphiere in eurem Herzen. Dazu seid ihr berufen als Glieder des einen Leibes. Seid dankbar! Das Wort Christi wohne mit seinem ganzen Reichtum bei euch. In aller Weisheit belehrt und ermahnt einander! Singt Gott Psalmen, Hymnen und geistliche Lieder in Dankbarkeit in eurem Herzen! Alles, was ihr in Wort oder Werk tut, geschehe im Namen Jesu, des Herrn. Dankt Gott, dem Vater, durch ihn! Ihr Frauen, ordnet euch den Männern unter, wie es sich im Herrn geziemt! Ihr Männer, liebt die Frauen, und seid nicht erbittert gegen sie! Ihr Kinder, gehorcht euren Eltern in allem; denn das ist dem Herrn wohlgefällig! Ihr Väter, schüchtert eure Kinder nicht ein, damit sie nicht mutlos werden. (Kol 3,12-21)

Informationen:
. Christliche Partnersuche – Himmlisch Plaudern
. Katholische Partner suchen und finden
. Katholische Partnervermittlung
. Zehn Tage kontemplative Exerzitien und Tage der Stille 2018 im Kapuzinerkloster Irdning sind sinnvoll
. Das Mission Manifest besteht aus 10 Thesen für das Comeback der Kirche
. Hilfe gegen Panikattacken
. Glauben. Leben heißt die App für Handys der Erzdiözese Wien mit Evangelium zum Tag, den Gottesdiensten der Umgebung, interaktiven Gebeten und den Tagesheiligen.
. Die Bischöfe Österreichs laden ein, jeden Tag für einen Jugendlichen zu beten.

Liebe Grüße und für dich: Den Segen Gottes!
Hannes Daxbacher

Sacré Coeur Cafétier und Ostiarius (Türöffner)

Katholische Gottesdienstgemeinde Sacré Coeur, 3021 Pressbaum, Klostergasse 12, Österreich

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