Hass oder Liebe 20. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr C

Die Krimis sind für mich faszinierend. Jeder kann der Mörder oder die Mörderin sein. Am Ende wird aufgedeckt, wer die Schuld hat. Das Motiv der Tat liegt meist im Zorn und im Neid. Typischer Krimi ist der erste Mord in der Bibel. Kain wird neidisch auf Abel und erschlägt ihn aus Zorn. Das Unheil breitet sich dann wie die Pest aus. Nur einer wie Noah, der an Gott festhält und auf ihn hört, wird aus dem Meer von Hass gerettet.
In einem nächsten Schritt decken die Propheten und Jesus die Neigung zur Gewalt auf, die in unserem Herzen steckt. Jesus sagt in seiner berühmten Bergpredigt: „Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt worden ist: Du sollst nicht töten; wer aber jemanden tötet, soll dem Gericht verfallen sein. Ich aber sage euch: Jeder, der seinem Bruder auch nur zürnt, soll dem Gericht verfallen sein.“ Jesus deckt den Anfang des Verbrechens auf. Der Zornige spricht sich damit selbst das Urteil. Jesus sieht schon im Keim des Zornes den angepeilten Mord.
Er ruft in einem nächsten Schritt dazu auf, die Feinde zu lieben und nicht aus Ärger zurückzuschlagen. Das gelingt, wie er zeigt, nur in einer festen Gottesbeziehung. Dann laufen die Freundschaften und die Familien nicht in Gefahr, gespalten zu werden. Sie werden durch die Inspirationen und Geschenke Gottes gefestigt.

Wir laden ein:
18. August 2019 20. Sonntag im Jahreskreis, 9:00 Gottesdienst + Sacré Coeur Kaffee
25. August 2019 21. Sonntag im Jahreskreis, 9:00 Gottesdienst + Sacré Coeur KaffeeHier kommt das Evangelium zum Sonntag: Ich entscheide mich!
Lukas bringt einen Einblick in Jesu Herz. Er ist so verbunden mit dem Heiligen Geist, dass er die Feuerzungen von Pfingsten schon jetzt auf die Erde werfen möchte. Aber vorher bekommt er die Bluttaufe durch die Gewalttäter. Da wird Spaltung sichtbar. Einige sind hasserfüllt, einige liebevoll. Einige verhärten ihr Herz, einige öffnen ihr Herz: Terror oder Liebe zu Gott und den Nächsten.
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Ich bin gekommen, um Feuer auf die Erde zu werfen. Wie froh wäre ich, es würde schon brennen!
Ich muss mit einer Taufe getauft werden und wie bin ich bedrängt, bis sie vollzogen ist.
Meint ihr, ich sei gekommen, um Frieden auf der Erde zu bringen? Nein, sage ich euch, sondern Spaltung. Denn von nun an werden fünf Menschen im gleichen Haus in Zwietracht leben: Drei werden gegen zwei stehen und zwei gegen drei; der Vater wird gegen den Sohn stehen und der Sohn gegen den Vater, die Mutter gegen die Tochter und die Tochter gegen die Mutter, die Schwiegermutter gegen ihre Schwiegertochter die Schwiegertochter gegen die Schwiegermutter.
(Bibelwerk: Lukas 12,49-53)

Der Prophet soll getötet werden.
Der Prophet Jeremia verkündet das Wort Gottes. Die Bündnispolitik des Jerusalemer Königs führt in den Untergang. Die Ägypter helfen nicht und Jerusalem soll sich den Babyloniern unterwerfen, die Jerusalem belagern. 
Lesung aus der Buch Jeremia:
In jenen Tagen sagten die Beamten zum König: Jeremia muss getötet werden, denn er lähmt die Hände der Krieger, die in dieser Stadt übriggeblieben sind, und die Hände des ganzen Volkes, wenn er solche Worte zu ihnen redet. Denn dieser Mann sucht nicht Heil für dieses Volk, sondern Unheil. Der König Zidkija erwiderte: Siehe, er ist in eurer Hand; denn der König vermag nichts gegen euch. Da ergriffen sie Jeremia und warfen ihn in die Zisterne des Königssohns Malkija, die sich im Wachhof befand; man ließ ihn an Stricken hinunter. In der Zisterne war kein Wasser, sondern nur Schlamm und Jeremia sank in den Schlamm.
Der Kuschiter Ebed-Melech, ein Höfling, sagte zum König: Mein Herr und König, schlecht war alles, was diese Männer dem Propheten Jeremia angetan haben; sie haben ihn in die Zisterne geworfen, damit er dort unten verhungert. Denn es gibt in der Stadt kein Brot mehr. Da befahl der König dem Kuschiter Ebed-Melech: Nimm dir von hier dreißig Männer mit und zieh den Propheten Jeremia aus der Zisterne herauf, bevor er stirbt. (Bibelwerk: Jer 38, 4-6.7a.8b-10)

Ich möchte auf Jesus blicken.
Uns umgeben die Zeugen der Liebe Gottes. Auch in der düstersten Stunde, in Bedrängnis und Verfolgung ist Gott gegenwärtig. Daher lohnt es sich, auf Jesus zu schauen, der uns entgegenkommt.
Lesung aus dem Brief an die Hebräer:
Schwestern und Brüder! Darum wollen auch wir, die wir eine solche Wolke von Zeugen um uns haben, alle Last und die Sünde abwerfen, die uns so leicht umstrickt. Lasst uns mit Ausdauer in dem Wettkampf laufen, der vor uns liegt, und dabei auf Jesus blicken, den Urheber und Vollender des Glaubens; er hat angesichts der vor ihm liegenden Freude das Kreuz auf sich genommen, ohne auf die Schande zu achten, und sich zur Rechten von Gottes Thron gesetzt. Richtet also eure Aufmerksamkeit auf den, der solche Anfeindung von Seiten der Sünder gegen sich erduldet hat, damit ihr nicht ermattet und mutlos werdet! Ihr habt im Kampf gegen die Sünde noch nicht bis aufs Blut Widerstand geleistet. (Erklärung im Bibelwerk: Hebr 12,1-4)

INFORMATIONEN:
. Eine Woche Frei-Zeit mit Jesus vom 18.-24. August in Windischgarsten: Die katholische Charismatische Erneuerung bietet eine Wohltat für Seele und Geist an.
. KEY2LIFE Festival 22.-25- August 2019 im Schlosspark Marchegg
. Wolfgang Aumann scheibt: Am Samstag, 14. September 2019 lade ich zu einer Sacré-Coeur-Wallfahrt nach Maria Taferl ein. Anmeldung bei Maria und Wolfgang Aumann. Liebe Grüße, Wolfgang
. In einer politisch turbulenten Zeit wird für die Politiker und Politikerinnen Österreichs gebetet: www.prayforaustria.at. W. Sandler: Wenn wir beten, kann Gott helfen.
. Hilfe für Arme: Caritas
. Weltkirche: Missio
. Hilfe für Christinnen und Christen in Not
. Das Mission Manifest besteht aus 10 Thesen für das Comeback der Kirche.
. Glauben.Leben heißt die App für Handys der Erzdiözese Wien mit Evangelium zum Tag, den Gottesdiensten der Umgebung, interaktiven Gebeten und den Tagesheiligen.
. Die Bischöfe Österreichs laden ein, jeden Tag für einen Jugendlichen zu beten.

Liebe Grüße, mein Wunsch für dich: Zärtlichkeit!

Hannes Daxbacher
Sacré Coeur Cafétier und Ostiarius (Türöffner)

Katholische Gottesdienstgemeinde Sacré Coeur, 3021 Pressbaum, Klostergasse 12

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