Den Teufelskreis der Gewalt durchbrechen und eine Liebesbeziehung mit Gott eingehen. 21. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr C

Wenn ich die Nachrichten höre, bin ich schwer enttäuscht. Die Staaten und Nationen streiten sich und kündigen die Verträge. Die USA kündigen die Verträge mit dem Iran und mit Russland. Großbritannien kündigt den Vertrag mit der EU. Es ist überall überhebliche Blindheit, die nur zu Kämpfen führt. Auch im Islam glauben Sunniten im Auftrag Gottes gegen Schiiten kämpfen zu müssen. In St. Pölten wird ein Parteilokal der FPÖ von verirrten Linksextremen angezündet und in Deutschland der Politiker Walter Lübcke von einem verblendeten Rechtsextremen ermordet. Jedes Opfer ist zu viel. Gewalttäter sind auch jene, die mit ihren Worten abfällig urteilen und anderen die Menschenwürde absprechen. Da kann sich niemand davon ausnehmen. Jesus klärt uns auf, dass wir Menschen ohne diesen Gott gewaltbereit sind. Er ruft zur Umkehr zu Gott und zum Gewaltverzicht auf. Es sind dies zwei Aufforderungen an uns.
Die erste ist: Kehren wir zu Gott um. Lassen wir uns von ihm beschenken. Auch über den Tod hinaus. Der Wissenschaftler Hans Joas sagt: Wenn ich überzeugt bin, dass Gott mich liebt, kann ich nicht glauben, dass Gott die Liebesbeziehung im Augenblick meines physischen Todes abbricht. Es wird nach dem physischen Tod eine Gottesbeziehung geben. Darin liegt die Hoffnung des Christentums.
Die zweite Aufforderung ist: Leisten wir dem, der uns etwas Böses antut, keinen Widerstand. Lieben wir unsere Feinde und beschimpfen wir niemanden. Die moralische zweite Forderung allein würde sinnlos überfordern. Erst durch die Beziehung zu Gott ist sie möglich. In der Liebesbeziehung mit ihm können wir einen der vielen Teufelskreise der Gewalt brechen. So kann das Gute wachsen und Frucht bringen.

Wir laden ein:
25. August 2019 21. Sonntag im Jahreskreis, 9:00 Gottesdienst + Sacré Coeur Kaffee
1. September 2019 22. Sonntag im Jahreskreis, 9:00 Gottesdienst + Sacré Coeur Kaffee

Hier kommt das Evangelium zum Sonntag: Ich kehre zu Gott um und lasse den Streit.
Jesus fordert Umkehr zu Gott JETZT. Wer nicht zu Gott umkehrt bleibt im Unrecht verhaftet. Menschen streiten miteinander und bekämpfen sich bis aufs Messer. Abraham lässt im Streit die Hirten Lots auf die besseren Weiden, weil er eine bereichernde Gottesbeziehung hat. So ist er im Reich Gottes. Wer hingegen Jesus nur zuhört und nicht zu Gott umkehrt ist nicht im Reich Gottes.
In jener Zeit zog Jesus auf seinem Weg nach Jerusalem von Stadt zu Stadt und von Dorf zu Dorf und lehrte.

Einer fragt nach der Dringlichkeit, Jesus fordert die Umkehr zu Gott jetzt
Da fragte ihn einer: Herr, sind es nur wenige, die gerettet werden? Er sagte zu ihnen: Bemüht euch mit allen Kräften, durch die enge Tür zu gelangen; denn viele, sage ich euch, werden versuchen hineinzukommen, aber es wird ihnen nicht gelingen.
Ihr seid damals nicht zu Gott umgekehrt und habt Unrecht getan
Wenn der Herr des Hauses aufsteht und die Tür verschließt und ihr draußen steht, an die Tür klopft und ruft: „Herr, mach uns auf!“, dann wird er euch antworten: Ich weiß nicht, woher ihr seid. Dann werdet ihr anfangen zu sagen: Wir haben doch in deinem Beisein gegessen und getrunken und du hast auf unseren Straßen gelehrt. Er aber wird euch erwidern: Ich weiß nicht, woher ihr seid. Weg von mir, ihr habt alle Unrecht getan! Dort wird Heulen und Zähneknirschen sein, wenn ihr seht, dass Abraham, Isaak und Jakob und alle Propheten im Reich Gottes sind, ihr selbst aber ausgeschlossen seid.
Viele werden von überall kommen
Und sie werden von Osten und Westen und von Norden und Süden kommen und im Reich Gottes zu Tisch sitzen. Und siehe, da sind Letzte, die werden Erste sein, und da sind Erste, die werden Letzte sein. (Evangelium nach Lukas 13,22-30)

Alle Völker kommen und sehen die Herrlichkeit.
Gott wendet sich allen Völkern zu und versammelt sie um sich.
Lesung aus der Buch Jesaja:
So spricht der HERR: Ich kenne ihre Taten und ihre Gedanken und komme, um alle Nationen und Sprachen zu versammeln, und sie werden kommen und meine Herrlichkeit sehen. Ich stelle bei ihnen ein Zeichen auf und schicke von ihnen einige, die entronnen sind, zu den Nationen: nach Tarschisch, Pul und Lud, die den Bogen spannen, nach Tubal und Jawan, zu den fernen Inseln, die noch keine Kunde von mir gehört und meine Herrlichkeit noch nicht gesehen haben. Sie sollen meine Herrlichkeit unter den Nationen verkünden. Sie werden alle eure Brüder aus allen Nationen als Opfergabe für den HERRN herbeibringen auf Rossen und Wagen, in Sänften, auf Maultieren und Kamelen, zu meinem heiligen Berg nach Jerusalem, spricht der HERR, so wie die Söhne Israels ihre Opfergabe in reinen Gefäßen zum Haus des HERRN bringen. Und auch aus ihnen nehme ich einige zu levitischen Priestern, spricht der HERR. (Jes 66,18-21)

Ich bin aus der Evolution entstanden. Gott schaut liebevoll auf mich.
Der Schreiber des Hebräerbriefes versucht das Leid als Liebesbeweis Gottes zu erklären und irrt sich gewaltig. Er muss dadurch das Mitleid Gottes mit den Leidenden verschweigen. Ja, Gott mutet uns das Leiden zu, weil wir sonst nicht in der Evolution entstanden wären. Wir leben mit Krankheitserregern und Wucherungen, die die biologische Evolution hervorruft. Das mutet uns Gott zu und gleichzeitig begleitet und trägt er uns. Der Lesungstext stammt aus einer anderen Zeit, in der die harte körperliche Züchtigung von Söhnen durch die Väter an der Tagesordnung war. Dies ist für uns heute nicht mehr zu tolerieren. Ich hoffe, wir sagen im Gottesdienst nicht, dass dies ein Wort Gottes ist. Ziel des Briefes ist die Stärkung des Glaubens verunsicherter Christinnen und Christen. Er regt an, trotz dem falschen Beispiel über das Mitleid Gottes und die Erlösung nachzudenken.
Lesung aus dem Brief an die Hebräer:
Schwestern und Brüder! Ihr habt die Mahnung vergessen, die euch als Söhne anredet: Mein Sohn, verachte nicht die Zucht des Herrn und verzage nicht, wenn er dich zurechtweist! Denn wen der Herr liebt, den züchtigt er; er schlägt mit der Rute jeden Sohn, den er gern hat. Haltet aus, wenn ihr gezüchtigt werdet! Gott behandelt euch wie Söhne. Denn wo ist ein Sohn, den sein Vater nicht züchtigt? Jede Züchtigung scheint zwar für den Augenblick nicht Freude zu bringen, sondern Leid; später aber gewährt sie denen, die durch sie geschult worden sind, Gerechtigkeit als Frucht des Friedens. Darum macht die erschlafften Hände und die wankenden Knie wieder stark, schafft ebene Wege für eure Füße, damit die lahmen Glieder nicht ausgerenkt, sondern vielmehr geheilt werden!. (Erklärung im Bibelwerk: Hebr 12, 5-7.11-13)

INFORMATIONEN:
. Eine Woche Frei-Zeit mit Jesus vom 18.-24. August in Windischgarsten: Die katholische Charismatische Erneuerung bietet eine Wohltat für Seele und Geist an.
. KEY2LIFE Festival 22.-25- August 2019 im Schlosspark Marchegg
. Wolfgang Aumann scheibt: Am Samstag, 14. September 2019 lade ich zu einer Sacré-Coeur-Wallfahrt nach Maria Taferl ein. Anmeldung bei Maria und Wolfgang Aumann. Liebe Grüße, Wolfgang
. In einer politisch turbulenten Zeit wird für die Politiker und Politikerinnen Österreichs gebetet: www.prayforaustria.at. W. Sandler: Wenn wir beten, kann Gott helfen.
. Hilfe für Arme: Caritas
. Weltkirche: Missio
. Hilfe für Christinnen und Christen in Not
. Das Mission Manifest besteht aus 10 Thesen für das Comeback der Kirche.
. Glauben.Leben heißt die App für Handys der Erzdiözese Wien mit Evangelium zum Tag, den Gottesdiensten der Umgebung, interaktiven Gebeten und den Tagesheiligen.
. Die Bischöfe Österreichs laden ein, jeden Tag für einen Jugendlichen zu beten.

Liebe Grüße, mein Wunsch für dich: Sanftmut!
Hannes Daxbacher

Sacré Coeur Cafétier und Ostiarius (Türöffner)
Katholische Gottesdienstgemeinde Sacré Coeur, 3021 Pressbaum, Klostergasse 12

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