Kein Kampf um die Ehrenplätze – 22. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr C

14431_fulltextEin Bekannter kam von einer Reise zu einer Hochzeit zurück und erzählte, dass seine Reisegruppe über die Feier immer wieder abfällige Bemerkungen fallen ließ. Er selbst fühlte sich in der Gruppe unwohl, weil er Angst hatte, etwas falsch zu machen. Könnte es sein, dass die Teilnehmer untereinander misstrauisch waren, rivalisierten und einen Außenfeind suchten, der die Gruppe zusammenschweißt? Vielleicht.
Jesus sieht in die Herzen der Menschen und bemerkt ihre Rivalität bei einem Mahl im Haus eines führenden Pharisäers. Er bemerkte, wie sich die Gäste die Ehrenplätze aussuchten und sich gegenseitig genau beobachten.
Hilfreich, so meinte Jesus, sind dabei in seinen Augen drei Sachen:
1. Ich steige nicht in den Rivalitätskampf ein und nehme beim Fest einen unteren Platz ein.
2. Ich lade Arme ein. Das bewahrt mich vor dem Blick auf die Berühmten.
3. Ich pflege eine gute Nächstenliebe und Gottesliebe. Ich lasse mich von Gott beschenken.
Diese Handlungen machen uns zu erlösten und befreiten Menschen, die einen Platz in der Welt und bei Gott haben.

Wir laden ein:
1. September 2019 22. Sonntag im Jahreskreis, 9:00 Gottesdienst, gestaltet von einer ehemaligen BAKIP Klasse (Jubiläumstreffen) + Sacré Coeur Kaffee
8. September 2019 23. Sonntag im Jahreskreis, 9:00 Gottesdienst + goldene Hochzeit Wiesinger + Sacré Coeur Kaffee
Ab Sonntag, 15. September 2019 ist der Gottesdienst um 9:30.

Hier kommt das Evangelium zum Sonntag:
Es wird uns alles in Fülle geschenkt werden.
Ein Festessen kann voll Rivalität und Konkurrenz sein. Beim jüdischen Sabbatessen war es damals ähnlich. Die Gäste beobachteten einander und vor allem Jesus genau und suchten sich die Ehrenplätze aus. Da erzählte Jesus ein Gleichnis von einer anderen Feier, einem Hochzeitsmahl:
Jesus kam an einem Sabbat in das Haus eines führenden Pharisäers zum Essen. Da beobachtete man ihn genau. Als er bemerkte, wie sich die Gäste die Ehrenplätze aussuchten, erzählte er ihnen ein Gleichnis. Er sagte zu ihnen: Wenn du von jemandem zu einer Hochzeit eingeladen bist, nimm nicht den Ehrenplatz ein! Denn es könnte ein anderer von ihm eingeladen sein, der vornehmer ist als du, und dann würde der Gastgeber, der dich und ihn eingeladen hat, kommen und zu dir sagen: Mach diesem hier Platz! Du aber wärst beschämt und müsstest den untersten Platz einnehmen. Vielmehr, wenn du eingeladen bist, geh hin und nimm den untersten Platz ein, damit dein Gastgeber zu dir kommt und sagt: Mein Freund, rück weiter hinauf! Das wird für dich eine Ehre sein vor allen anderen Gästen. Denn wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt, und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden.
Mahl_der_Sünder1Dann sagte er zu dem Gastgeber: Wenn du mittags oder abends ein Essen gibst, lade nicht deine Freunde oder deine Brüder, deine Verwandten oder reiche Nachbarn ein; sonst laden auch sie dich wieder ein und dir ist es vergolten. Nein, wenn du ein Essen gibst, dann lade Arme, Krüppel, Lahme und Blinde ein. Du wirst selig sein, denn sie haben nichts, um es dir zu vergelten; es wird dir vergolten werden bei der Auferstehung der Gerechten. (Evangelium nach Lukas 14,1.7-14. Erklärung im Bibelwerk)

Ich höre dir zu mit Herz und mit Ohr.
Jesus Sirach zeigt Hilfreiches auf: Wenn du bescheiden bleibst, findest du bei Gott Gnade und rühmst ihn. Hochmütige sind krank, eine giftige Pflanze hat Wurzeln in ihnen geschlagen. Weise Menschen sehnen sich nach dem Zuhören mit Herz und Ohr.
Lesung aus der Buch Jesus Sirach:
Mein Kind, bei all deinem Tun bleibe bescheiden und du wirst geliebt werden von anerkannten Menschen! Je größer du bist, umso mehr demütige dich und du wirst vor dem Herrn Gnade finden! Denn groß ist die Macht des Herrn, von den Demütigen wird er gerühmt.
Es gibt keine Heilung für das Unglück des Hochmütigen, denn eine Pflanze der Bosheit hat in ihm Wurzel geschlagen.
Das Herz eines Verständigen wird einen Sinnspruch überdenken und das Ohr des Zuhörers ist die Sehnsucht des Weisen. (Erklärung im Bibelwerk Sir 3,17-18.20.28-29)

Der lebendige Gott ist in unserer Mitte
Der Hebräerbrief stellt die neue Gotteserfahrung der Christinnen und Christen der alten Erfahrung Gottes am Berg Sinai gegenüber. Mose war voll Angst und Schrecken. Die Christenheit ist voll Vertrauen zu einer himmlischen Versammlung und zu Jesus hingetreten.
Lesung aus dem Brief an die Hebräer:
Schwestern und Brüder! Ihr seid nicht zu einem sichtbaren, lodernden Feuer hinzugetreten, zu dunklen Wolken, zu Finsternis und Sturmwind, zum Klang der Posaunen und zum Schall der Worte, bei denen die Hörer flehten, diese Stimme solle nicht weiter zu ihnen reden; denn sie ertrugen nicht den Befehl: Sogar ein Tier, das den Berg berührt, soll gesteinigt werden. Ja, so furchtbar war die Erscheinung, dass Mose rief: Ich bin voll Angst und Schrecken. Ihr seid vielmehr zum Berg Zion hinzugetreten, zur Stadt des lebendigen Gottes, dem himmlischen Jerusalem, zu Tausenden von Engeln, zu einer festlichen Versammlung und zur Gemeinschaft der Erstgeborenen, die im Himmel verzeichnet sind, und zu Gott, dem Richter aller, und zu den Geistern der schon vollendeten Gerechten, zum Mittler eines neuen Bundes, Jesus. (Erklärung im Bibelwerk: Hebr 12, 18-19.22-24a)

INFORMATIONEN:
. Für Samstag, 14. September 2019 lädt Wolfgang Aumann zu einer Sacré-Coeur-Wallfahrt nach Maria Taferl ein. Anmeldung bei Maria und Wolfgang Aumann.
. In einer politisch turbulenten Zeit wird für die Politiker und Politikerinnen Österreichs gebetet: www.prayforaustria.at. W. Sandler: Wenn wir beten, kann Gott helfen.
. Hilfe für Arme: Caritas
. Weltkirche: Missio
. Hilfe für Christinnen und Christen in Not
. Das Mission Manifest besteht aus 10 Thesen für das Comeback der Kirche.
. Glauben.Leben heißt die App für Handys der Erzdiözese Wien mit Evangelium zum Tag, den Gottesdiensten der Umgebung, interaktiven Gebeten und den Tagesheiligen.
. Die Bischöfe Österreichs laden ein, jeden Tag für einen Jugendlichen zu beten.

Liebe Grüße, mein Wunsch für dich: Vertrauen!
Hannes Daxbacher

Sacré Coeur Cafétier und Ostiarius (Türöffner)

Der Witz der Woche: Der Pfarrer traut gerade ein Paar in der Kirche und sagt: „Und hiermit erkläre ich euch zu Mann und Frau.“ Da fragt der Bräutigam: „Und was waren wir vorher?“

Katholische Gottesdienstgemeinde Sacré Coeur, 3021 Pressbaum, Klostergasse 12

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