In den Begegnungen schenkt sich Gott – 29. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr C

GottesbeziehungIch bitte Gott und was macht er?
Es gibt vieles, was ich erbitte und Gott erfüllt es nicht. Dann wiederum bitte ich ihn und er handelt, aber auf seine Weise. Ich kenne Menschen mit Krebs, die gläubig sind, beten, Behandlungen bekommen, abmagern und wieder gesund werden. Es gibt aber auch Glaubende, die ihr Herz Gott öffnen, krank werden und sterben. Dann gibt es wieder plötzliche Heilungen, Spontanremissionen, die Ärzte nicht erklären können. Der Natur gibt Gott das Wachsen und das sich Ordnen. Als Mensch bin ich mit meinem Körper ein Teil der Natur, kann dadurch krank werden – und ich werde auch sterben. Ich weiß mich dabei von Gott begleitet. Auch durch den Tod hindurch.

Unsere Bitten sind Einverständniserklärungen

Gott ist Freiheit und er gibt uns Freiheitsräume, die er nicht einschränkt. Als er Mensch geworden ist hat er Maria gefragt, ob sie einverstanden ist. Er greift nur ein, wenn wir unser Herz öffnen und zu seinem Willen „Ja“ sagen. Unsere Bitten sind Einverständniserklärungen, dass Gott etwas tun kann. Dadurch öffnet sich ein Handlungsspielraum für ihn. Es sind vor allem die Begegnungen, in denen Gott unsichtbar wirkt. Wenn ich mich ihm öffne, ändert er mein Inneres. Durch das Herz anderer kann Gott auf mich unbemerkt einwirken. Wenn ich Ja zu ihm sage, kann er, wenn er will, etwas in der Welt tun – und ich vieles mit ihm. Wir können untereinander, so glaube ich, Gottesmedien sein, durch die Gott bemerkt oder unbemerkt wirken, lieben und handeln kann.

Wir laden ein:
20. Oktober 2019, 29. Sonntag im Jahreskreis, 9:30 Gottesdienst, Missionssonntag, Chorgemeinschaft Purkersdorf / Wienerwald singt die Orgelsolomesse von Franz Aumann + Sacré Coeur Kaffee
27. Oktober 2019, 30. Sonntag im Jahreskreis, 9:30 Gottesdienst + Sacré Coeur Kaffee Hier kommt die gute Nachricht zum Sonntag:
Ich schreie Tag und Nacht zu dir. Du hilfst mir!
Jesus bestärkt die Jüngerinnen und Jünger, dass sie Gott in ihren Bitten vertrauen sollen. Gott hilft jenen Menschen zu ihrem Recht, die Tag und Nacht zu ihm schreien. Wenn es nicht in diesem Leben passiert, dann im Leben bei Gott. Aber den Vorgeschmack nehmen wir jetzt schon wahr.
In jener Zeit sagte Jesus seinen Jüngern durch ein Gleichnis, dass sie allezeit beten und darin nicht nachlassen sollten:
In einer Stadt lebte ein Richter, der Gott nicht fürchtete und auf keinen Menschen Rücksicht nahm. In der gleichen Stadt lebte auch eine Witwe, die immer wieder zu ihm kam und sagte: Verschaff mir Recht gegen meinen Widersacher! Und er wollte lange Zeit nicht. Dann aber sagte er sich: Ich fürchte zwar Gott nicht und nehme auch auf keinen Menschen Rücksicht; weil mich diese Witwe aber nicht in Ruhe lässt, will ich ihr Recht verschaffen. Sonst kommt sie am Ende noch und schlägt mich ins Gesicht.
Der Herr aber sprach: Hört, was der ungerechte Richter sagt! Sollte Gott seinen Auserwählten, die Tag und Nacht zu ihm schreien, nicht zu ihrem Recht verhelfen, sondern bei ihnen zögern? Ich sage euch: Er wird ihnen unverzüglich ihr Recht verschaffen. Wird jedoch der Menschensohn, wenn er kommt, den Glauben auf der Erde finden? (Evangelium nach Lukas 18,1-8)

Wir erflehen die Hilfe Gottes
Die Israeliten wurden nach dem Auszug aus Ägypten von den Amalekitern angegriffen. Sie verteidigten sich und schauten dabei immer wieder auf Moses, der am Berg mit seinem Gottesstab und mit seinen erhobenen Händen erfolgreich die Hilfe Gottes erflehte.
Lesung aus dem Buch Exodus:
In jenen Tagen kam Amalek und suchte in Refidim den Kampf mit Israel. Da sagte Mose zu Josua: Wähl uns Männer aus und zieh in den Kampf gegen Amalek! Ich selbst werde mich morgen mit dem Gottesstab in meiner Hand auf den Gipfel des Hügels stellen. Josua tat, was ihm Mose aufgetragen hatte, und kämpfte gegen Amalek, während Mose, Aaron und Hur auf den Gipfel des Hügels stiegen. Solange Mose seine Hand erhoben hielt, war Israel stärker; sooft er aber die Hand sinken ließ, war Amalek stärker. Als dem Mose die Hände schwer wurden, holten sie einen Steinbrocken, schoben den unter ihn und er setzte sich darauf. Aaron und Hur stützten seine Arme, der eine rechts, der andere links, sodass seine Hände erhoben blieben, bis die Sonne unterging. So schwächte Josua Amalek und sein Heer mit scharfem Schwert. (Erklärung im Bibelwerk: Ex 17,8-13)

Ich verkünde die gute Botschaft
Der Autor, ein Paulusschüler, weiß um den nahen Tod von Paulus. Er ermahnt Timotheus, die jüdische Bibel, die er von Kindheit auf kennt, mit Gewinn zu lesen und die Botschaft Jesu Christi zu verkünden.
Lesung aus dem zweiten Brief des Apostels Paulus an Timotheus:
Mein Sohn! Bleibe bei dem, was du gelernt und wovon du dich überzeugt hast. Du weißt, von wem du es gelernt hast; denn du kennst von Kindheit an die heiligen Schriften, die dich weise machen können zum Heil durch den Glauben an Christus Jesus. Jede Schrift ist, als von Gott eingegeben, auch nützlich zur Belehrung, zur Widerlegung, zur Besserung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes gerüstet ist, ausgerüstet zu jedem guten Werk. Ich beschwöre dich bei Gott und bei Christus Jesus, dem kommenden Richter der Lebenden und der Toten, bei seinem Erscheinen und bei seinem Reich: Verkünde das Wort, tritt auf, ob gelegen oder ungelegen, überführe (die Lügner), weise zurecht, ermahne, in aller Geduld und Belehrung!. (Bibelwerk: 2Tim 3,14-4,2)

INFORMATIONEN:
. In einer politisch turbulenten Zeit wird für die Politiker und Politikerinnen Österreichs gebetet, damit der Heilige Geist sie inspiriert: www.prayforaustria.at. W. Sandler: Wenn wir beten, kann Gott helfen.
. Hilfe für Arme, angeregt von Heiligen Geist: Caritas
. Hilfe für Christinnen und Christen in Not. Der Heilige Geist ist ihr Beistand in der Not.
. Glauben. Leben heißt die App für Handys der Erzdiözese Wien mit Evangelium zum Tag, den Gottesdiensten der Umgebung, interaktiven Gebeten und den Tagesheiligen.
. Die Bischöfe Österreichs laden ein, jeden Tag für einen Jugendlichen zu beten.

Liebe Grüße, mein Wunsch für dich: Du machst es richtig!
Hannes Daxbacher
Sacré Coeur Cafétier und Ostiarius (Türöffner)

Katholische Gottesdienstgemeinde Sacré Coeur, 3021 Pressbaum, Klostergasse 12

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.