Der Wolf lernt die Macht zu teilen – Zweiter Adventsonntag, Lesejahr A

Je mehr die Mächtigen Angst bekommen, umso mehr kontrollieren sie. Einige schrecken nicht vor Morden zurück. Die chinesische Regierung hat Angst vor den Islamisten und unterdrückt die moslemischen Uiguren. Die Mächtigen in Malta bekamen Angst vor der Journalistin Daphne Caruana Galizia und ermordeten sie mit einer Autobombe. Johannes der Täufer machte Herodes Antipas und seiner Frau Herodias Angst, worauf sie ihn köpften. Johannes erwartete einen Gott-König, der ein allmächtiger Rivale der führenden Köpfe sein sollte. Auch das Friedensreich bei Jesaja baut auf einen politischen Nachfolger des König Davids, der seine Rivalen, die Frevler tötet. Dann liegt der Wolf friedlich neben dem Lamm und der Löwe frisst Heu. Eine Utopie, aufgebaut auf ein machtvolles Eingreifen Gottes. Dieses Eingreifen Gottes bleibt aber aus. Es passiert ein anderes Eingreifen Gottes. Das geschieht im Stillen. Ein junges Mädchen wird gefragt, ob es Gott als Mensch auf die Erde bringen will. Diese junge Frau wuchs in Nazaret auf und wir feiern am 8. Dezember ihre Zeugung. Ihre Eltern waren Anna und Joachim. Ihr Sohn, den sie in Betlehem zur Welt bringt, wird Menschen heilen und Arme seligpreisen. Er wird ohne Waffen und Soldaten auftreten und die führenden Köpfe werden trotzdem Angst bekommen. Sie werden ihn umbringen. Er aber wird den Tod besiegen und Menschen mit seinem Geist der Liebe anhauchen. Bis heute.
Dieser Liebesgeist hilft den Ohnmächtigen kleine Schritte zu gehen und er hilft auch den Mächtigen, keine Angst zu haben und ihre Macht zu teilen.

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Gott kommt uns zu Hilfe – Erster Adventsonntag, Lesejahr A

Wenn es jetzt im Advent finster wird, beleuchten viele ihre Häuser und Balkone. Ich frage mich, ob wir das auch machen sollen. Schön ist es schon, wenn wir aus dem Fenster schauen und Lichter in der Finsternis sehen. Gott sei Dank scheint die Sonne auf unsere Erde, sodass wir genug Energie haben, um die Finsternis zu erhellen. Ohne sie wäre ein Leben nicht möglich. Sie hat aber ein Ablaufdatum. Wenn in rund fünf Milliarden Jahren in der Sonne der Wasserstoff verbraucht ist, bläht sich unsere Sonne zu einem roten Riesenstern auf und wird dabei unsere Erde schlucken. Sie wird nach einiger Zeit zu einem weißen Zwergstern zusammensinken. Für das Leben auf der Erde ist aber schon viel früher Schluss. Die Intensität der Sonnenstrahlung nimmt etwa um ein Prozent in 120 Millionen Jahren zu. Schon in 500 Millionen Jahren ist die Erde nur noch ein lebensfeindlicher Felsklumpen im All. Für mich ist die Aussicht, dass es einmal keine Menschen auf der Erde gibt, genauso wie mein eigener Tod eine offene Frage. Wozu habe ich gelebt, wenn ich im Nichts verschwinde? Wozu hat es Menschen gegeben? Christus gibt mir da die Antwort: Gott erschafft für uns eine neue Welt. Dem Seher Johannes wurde es auf Patmos gezeigt. Er schreibt mir: „Dann sah ich einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen. Gott wird bei uns Menschen wohnen. Er wird alle Tränen von unseren Augen abwischen: Der Tod wird nicht mehr sein, keine Trauer, keine Klage, keine Mühsal. Denn was früher war, ist vergangen.“ Ich frage mich, ob Gott jetzt schon an dieser neuen Welt baut und ob diese unsere Welt ein Teil davon wird – und ob wir mitbauen.
(Aus: Hamburger Abendblatt Forschung, Bibel, Offenbarung 21)

Wir laden ein:
1. Dezember 2019, 1. Adventsonntag 9:30 Familienmesse mit der VS + Segnung der Adventkränze
Dienstag, 3.12.2019, 7,00 Rorate bei Kerzenschein + einfaches Frühstück
8. Dezember 2019, 2. Adventsonntag, Hochfest Mariä Empfängnis 9:30 Gottesdienst + S. C. Kaffee
Weitere Termine der Weihnachtszeit siehe unten

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