Im Herzen – Achter Sonntag im Jahreskreis Lesejahr C

Wir sind von einer befreundeten Frau eingeladen worden, den Film „Die Beste aller Welten“ anzusehen. Die autobiographische Geschichte handelt von einem Jungen, der bei einer drogensüchtigen, aber liebevollen Mutter aufgewachsen ist. Sein mittlerweile von der Drogensucht geheilter Adoptivvater erzählte nach der Vorführung, dass ihm und der Mutter die Beziehung zu Gott und zu Jesus geholfen hat, vom Heroin loszukommen. Es war ein sehr beeindruckender Abend, der mir gezeigt hat, dass Gott, wenn wir wollen, in unser Leben heilend eingreift.
Ich bin, wenn ihr das lest, im Kapuzinerkloster Irdning, wo ich das Jesusgebet praktiziere. Was da herauskommt und wie und ob Jesus Christus in mein Leben eingreift, weiß ich noch nicht. Weiterlesen

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Streit oder Nachgeben? – Siebenter Sonntag im Jahreskreis Lesejahr C

Ich wollte schon einen Streit beginnen, weil ich dachte, mein Freund ist übervorteilt worden. Es wäre ein aussichtsloser Rechtsstreit geworden. Mein Ärger schien aber berechtigt. – Da habe ich das Evangelium des nächsten Sonntags gelesen: Wenn dir jemand das Deine wegnimmt, verlang es nicht zurück! – Ich ärgerte mich. Ich dachte mir, dass das eine übertriebene Forderung Jesu sei. Da wäre ja jede Verteidigung des Eigentums sinnlos. Ich dachte nach und bemerkte, dass mir Gott sagt: Lass los! Der Rechtsstreit ist ohnehin aussichtslos. Verstrick dich nicht in diesen Kampf. – Ich war gefühlsmäßig aber noch nicht bereit. Ich brauchte Zeit, damit ich mich wirklich neu orientieren konnte. Weiterlesen

Alles ist möglich in der Beziehung zu Gott – Sechster Sonntag im Jahreskreis Lesejahr C

WüsteIch habe es erlebt. Mein Herz war leer wie eine Wüste. Ich fuhr mit Kollegen zu einem Gestaltpädagogik-Kurs. Ich erinnere mich noch gut, als ich auf der Fahrt sagte: „Ich bin innerlich leer.“ Langsam lernte ich in den nächsten Jahren mich selber besser wahrzunehmen und eine intensivere Beziehung zu Gott einzugehen. Eine Hilfe dazu waren die Seligpreisungen: Ich fühlte mich arm. Ich hungerte nach mehr. Ich habe geweint. Ich fühlte mich verstoßen. Aber Christus blieb mir treu. Ich freute mich und hängte mein Herz nicht an den Reichtum, an den Konsum, an den Spaß und an die Meinung der anderen. Das tat gut. Die Seligpreisungen und die Weherufe sind, so finde ich, gute Impulse in den Beziehungen zu Gott, zu mir und zu den Mitmenschen. Reich und arm sein, hungern und satt sein, traurig sein und lachen, verzweifelt sein und sich freuen, verspottet und gelobt werden – alles ist möglich in der Welt, wenn der weite Raum des liebenden Gottes mich trägt. Weiterlesen

Das Zeichen des Heiligen Geistes – Fünfter Sonntag im Jahreskreis Lesejahr C

Erzbischof Christoph Schönborn

Erzbischof Christoph Schönborn

Ich bin dankbar, dass die Kirche mir den wunderbaren Glauben vermittelte. Klosterschwestern, Priester und meine Eltern begleiteten mich in den 50er und 60er Jahren auf meinem Glaubensweg. Als ich in den 70er Jahren Theologie studierte, gab es immer gute Freunde und Freundinnen, die mit mir den Aufbruch nach dem 2. Vatikanischen Konzil reflektierten. Wir waren uns einig, dass die Kirche Demokratie, verheiratete Priester und Frauen als Priesterinnen braucht. Es war für viele eine Enttäuschung, dass die Hierarchie keine Änderung zuließ. In den letzten zwanzig Jahren wurden immer mehr Missbrauchsfälle bekannt. Dieses Aufdecken ist ein starkes Zeichen des Heiligen Geistes. Gott sei Dank gibt es einen Papst und einige Bischöfe (Erzbischof Schönborn), die den Opfern glauben und die Täter nicht mehr schützen. In den nächsten Tagen, vom 21. bis zum 24. Februar 2019 gibt es im Vatikan eine Missbrauchskonferenz. Ich kann nur hoffen, dass Kontrollinstanzen eingeführt werden, die Frauen, Kinder und Jugendliche vor Übergriffen, Vergewaltigungen und Pädophilie schützen. Wir als Kirche können da auf den Heiligen Geist vertrauen, der seine Zusammenarbeit anbietet. Danke, Heiliger Geist!

Wir laden ein: 5. Sonntag im Jahreskeis 10. Februar 2019, 9:00 Gottesdienst + Sacré Coeur Kaffee
6. Sonntag im Jahreskeis 17. Februar 2019, 9:00 Gottesdienst + Sacré Coeur Kaffee

Hier kommt die gute Nachricht: Die Volksmenge bedrängt Jesus und will das Wort Gottes hören
Jesus lehrt vom Boot aus die vielen Leute und befiehlt dem Petrus, hinauszufahren und die Netze auszuwerfen. Diese zwei Dinge gehören zusammen: Lehren und Netze auswerfen. Die vielen Fische bestätigen die Lehre Jesu. Petrus, der erste Papst, wirft die Netze aus und war ganz betroffen vom Eingriff Gottes. Ja, Gott kooperiert mit uns.
Es geschah aber: Als die Volksmenge Jesus bedrängte und das Wort Gottes hören wollte, da stand er am See Gennesaret und sah zwei Boote am See liegen. Die Fischer waren aus ihnen ausgestiegen und wuschen ihre Netze. Jesus stieg in eines der Boote, das dem Simon gehörte, und bat ihn, ein Stück weit vom Land wegzufahren. Dann setzte er sich und lehrte das Volk vom Boot aus. Als er seine Rede beendet hatte, sagte er zu Simon: Fahr hinaus, wo es tief ist, und werft eure Netze zum Fang aus! Simon antwortete ihm: Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen. Doch auf dein Wort hin werde ich die Netze auswerfen. Das taten sie und sie fingen eine große Menge Fische; ihre Netze aber drohten zu reißen. Und sie gaben ihren Gefährten im anderen Boot ein Zeichen, sie sollten kommen und ihnen helfen. Sie kamen und füllten beide Boote, sodass sie fast versanken. Als Simon Petrus das sah, fiel er Jesus zu Füßen und sagte: Geh weg von mir; denn ich bin ein sündiger Mensch, Herr! Denn Schrecken hatte ihn und alle seine Begleiter ergriffen über den Fang der Fische, den sie gemacht hatten; ebenso auch Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, die mit Simon zusammenarbeiteten. Da sagte Jesus zu Simon: Fürchte dich nicht! Von jetzt an wirst du Menschen fangen. Und sie zogen die Boote an Land, verließen alles und folgten ihm nach. (Lukas 5, 1-11)

Die Lesung aus dem Buch Jesaja: Es erbebten die Türzapfen des Tempels
So handelt Gott: Er beruft Menschen. Wenn sie sich unrein fühlen, dann reinigt sie Gott. Wenn unsere Kirche unrein ist, auch dann reinigt sie Gott.
Im Todesjahr des Königs Usija, da sah ich den Herrn auf einem hohen und erhabenen Thron sitzen und die Säume seines Gewandes füllten den Tempel aus. Serafim standen über ihm. Und einer rief dem anderen zu und sagte: Heilig, heilig, heilig ist der HERR der Heerscharen. Erfüllt ist die ganze Erde von seiner Herrlichkeit. Und es erbebten die Türzapfen in den Schwellen vor der Stimme des Rufenden und das Haus füllte sich mit Rauch. Da sagte ich: Weh mir, denn ich bin verloren. Denn ein Mann unreiner Lippen bin ich und mitten in einem Volk unreiner Lippen wohne ich, denn den König, den HERRN der Heerscharen, haben meine Augen gesehen. Da flog einer der Serafim zu mir und in seiner Hand war eine glühende Kohle, die er mit einer Zange vom Altar genommen hatte. Er berührte damit meinen Mund und sagte: Siehe, dies hat deine Lippen berührt, so ist deine Schuld gewichen und deine Sünde gesühnt. Da hörte ich die Stimme des Herrn, der sagte: Wen soll ich senden? Wer wird für uns gehen? Ich sagte: Hier bin ich, sende mich! (Jes 6, 1-2a.3-8)

Lesung aus dem ersten Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Korinth: Durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin
Paulus erinnert an die gute Nachricht. Christus ist für unsere Sünden gestorben, auferweckt worden und über 500 Menschen erschienen, auch ihm. „Ich bin es nicht wert, Apostel genannt zu werden.“ Er kooperiert mit der Gnade Gottes. Auch die Kirche kann sich auf die Gnade Gottes verlassen.
Ich erinnere euch, Brüder und Schwestern, an das Evangelium, das ich euch verkündet habe. Ihr habt es angenommen; es ist der Grund, auf dem ihr steht. Durch dieses Evangelium werdet ihr gerettet werden, wenn ihr festhaltet an dem Wort, das ich euch verkündet habe, es sei denn, ihr hättet den Glauben unüberlegt angenommen. Denn vor allem habe ich euch überliefert, was auch ich empfangen habe: Christus ist für unsere Sünden gestorben, gemäß der Schrift, und ist begraben worden. Er ist am dritten Tag auferweckt worden, gemäß der Schrift, und erschien dem Kephas, dann den Zwölf. Danach erschien er mehr als fünfhundert Brüdern zugleich; die meisten von ihnen sind noch am Leben, einige sind entschlafen. Danach erschien er dem Jakobus, dann allen Aposteln. Zuletzt erschien er auch mir, gleichsam der Missgeburt. Denn ich bin der Geringste von den Aposteln; ich bin nicht wert, Apostel genannt zu werden, weil ich die Kirche Gottes verfolgt habe. Doch durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin, und sein gnädiges Handeln an mir ist nicht ohne Wirkung geblieben. Mehr als sie alle habe ich mich abgemüht – nicht ich, sondern die Gnade Gottes zusammen mit mir. Ob nun ich verkünde oder die anderen: Das ist unsere Botschaft und das ist der Glaube, den ihr angenommen habt. (1 Kor 15, 1-11)

Informationen:
. Schüler aus Pressbaum treffen Papst in Panama
. Christliche Partnersuche – Himmlisch Plaudern
. Katholische Partner suchen und finden
. Katholische Partnervermittlung
. Zehn Tage kontemplative Exerzitien und Tage der Stille im Kapuzinerkloster Irdning sind sinnvoll
. Das Mission Manifest besteht aus 10 Thesen für das Comeback der Kirche
. Hilfe gegen Panikattacken
. Glauben. Leben heißt die App für Handys der Erzdiözese Wien mit Evangelium zum Tag, den Gottesdiensten der Umgebung, interaktiven Gebeten und den Tagesheiligen.
. Die Bischöfe Österreichs laden ein, jeden Tag für einen Jugendlichen zu beten.

Liebe Grüße und für dich: Mit Gott in Beziehung!
Hannes Daxbacher
Sacré Coeur Cafétier und Ostiarius (Türöffner)

Katholische Gottesdienstgemeinde Sacré Coeur, 3021 Pressbaum, Klostergasse 12, Österreich

Die Liebe hört niemals auf – Vierter Sonntag im Jahreskreis Lesejahr C

Ich bin ganz gerührt, wenn ich das Hohelied der Liebe lese. Einerseits erinnert es mich an die Liebe, die ich oft vergesse. Andererseits erklärt es mir die Liebe. Die Liebe ist ja kein Gefühl des Verliebtseins oder der Begeisterung. Beide können vergehen. Die Liebe hingegen hört niemals auf. Sie ist geduldig. Sie ist freundlich und gütig. Sie ereifert sich nicht. Sie prahlt nicht. Sie bläht sich nicht auf. Sie handelt nicht taktlos. Sie sucht nicht ihren Vorteil. Sie lässt sich nicht zum Zorn reizen. Sie trägt das Böse nicht nach. Sie freut sich nicht über das Unrecht. Sie freut sich an der Wahrheit. Sie erträgt alles. Sie glaubt alles. Sie hofft alles. Sie hält allem stand. Einige dieser sechzehn Eigenschaften der Liebe sind meine persönlichen Herausforderungen. Wenn die Liebe alles glaubt, ist sie dann leichtgläubig? Es könnte auch sein, dass die Liebe an Gottes Handeln in der Welt glaubt. Weiterlesen

Die sichere Religion – Dritter Sonntag im Jahreskreis Lesejahr C

Ich freute mich, als ein Freund mir erzählte, er sei so froh, dass es das Christentum und den Glauben an Gott gibt, der dem Ganzen einen Sinn gibt. Dass Gott so tief hinuntersteigt, dass er uns, wenn wir fallen, auffängt, ist erstaunlich.
Ich habe gestern die Tischler unterstützt, die die Küche brachten und ganz auf den Termin bei meinem geistlichen Begleiter vergessen. Ich habe mich entschuldigt und wir haben einen neuen Termin ausgemacht. Ähnlich passiert es mir, beim großen dreifaltigen Gott, wenn ich die Kontemplationszeit und das Gebet vergesse. Ich bin mir sicher, dass er mir, wenn ich mich entschuldige, mir verzeiht. Da bin ich Jesus sehr dankbar, dass er uns diese „Amazing Grace“, diese erstaunliche Gnade der Befreiung schenkte. Weiterlesen

Himmlische Hochzeit – Zweiter Sonntag im Jahreskreis Lesejahr C

Bischof OverbeckIch freute mich, als ein Mann mir erzählte, er gehe in die Kirche, weil er so dankbar ist, dass es uns so gut geht. Ich freue mich auch, dass der Bischof von Essen nach neuen Wegen sucht, wie Menschen mit Gott in Berührung kommen können. Er spricht in seinem „Wort des Bischofs“ von einer Zeitenwende der katholischen Kirche. Priesteramt, Hierarchie, Zölibat, Frauenamt und Sexualmoral stehen auf der Tagesordnung. Ich bin neugierig, wohin uns der Geist Gottes führt. Overbeck bittet darum, „in diesen schwierigen Zeiten achtsam und sehr behutsam miteinander umzugehen.“ Bischof Franz-Josef Overbeck bemerkt großes Interesse an christlichen Inhalten und eine Sehnsucht nach religiöser Erfahrung. Innerhalb der Kirche wachsen Offenheit und Ehrlichkeit.
Ich freu mich schon auf unseren Gemeindegottesdienst, wo ich mit Gott in Berührung kommen kann und wir behutsam miteinander umgehen. Weiterlesen