Ich bin kein Engel – Dreißigster Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr B

Jesus heilt BlindeEin Bekannter meinte, dass wir früher alle Engel waren. Ich glaube das nicht. Es gibt vielleicht Schutzengel, die mich beschützen. Aber dass ich vor meiner Geburt ein Engel war, glaube ich nicht. Ich nehme an, dass ich auf der Erde entstanden bin und meine Eltern mich gezeugt haben. Aber ich glaube, dass wir unser Herz öffnen können und dann wird Gott in uns gegenwärtig. So wie er zu Moses sagte: Ich bin, der ich da bin.
Ich nehme an, dass im Herzen des blinden Bartimäus Gott im Spiel war. Deshalb konnte er erkennen, dass Jesus nicht irgendwer, sondern der Messias und der große Lehrer ist. Der blinde Bartimäus ist mein Bruder geworden. Durch ihn spricht der Geist Gottes. Er zeigt mir meinen Erlöser und macht mich Blinden sehend. In manchen meiner Mitmenschen ist mehr als ich vermutete.

Wir laden ein:
30. Sonntag im Jahreskreis, 28. Oktober 2018, 9:00 Gottesdienst + Sacré Coeur Kaffee
Wolfgang Aumann schreibt: Liebe Sängerinnen & Musikerinnen, liebe Musiker & Sänger, wieder darf ich euch zu einer Messe einladen, wo wir im Sacré Coeur zur Ehre Gottes und zur Freude der Mitfeiernden singen und musizieren wollen/werden: Es gibt eine kleine Schola – ich orgle – Treffpunkt 8:30 Uhr Orgel. ACHTUNG: ZEITUMSTELLUNG!!!!!!  Eine Stunde länger schlafen!!!!
31. Sonntag im Jahreskreis, 4. November: Dankmesse zum 70.Geburtstag von Fr. Dr. Inge Dirnbacher, die Jahrzehnte das SC mitgeprägt hat. Treffpunkt 8 Uhr beim Klavier (mit Philipp an den weißen und schwarzen Tasten) Weiterlesen

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Soll ich Papst werden? – Neunundzwanzigster Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr B

Das letzte Abendmahl. Confessio
Ich bekenne, ich möchte nicht der Größte in der christlichen Gemeinschaft sein. Ich möchte einfach nur der Hannes unter anderen sein. Die zwei Söhne des Zebedäus wollen rechts und links von Jesus sitzen und die Welt regieren. Das will ich auf keinen Fall. Jesus spricht einen Satz gelassen aus, der es in sich hat: „Wer bei euch groß sein will, der soll euer Diener sein“ Mit dem zweiten Teil könnte ich mich anfreunden, wenn es nicht eine Überforderung ist. Gebraucht zu werden, nützlich zu sein und anderen behilflich zu sein ist wunderbar. Aber man muss sich auch Ruhe gönnen. Da hilft schon der Hinweis auf Jesu Handlungen. Einerseits heilt er Kranke, lehrt die Menschen und dann zieht er sich in die Einsamkeit mit Gott-Vater zurück. Das könnte ich jetzt auch machen. Weiterlesen

Wie komme ich in den Himmel? – Achtundzwanzigster Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr B

Nicolae Grigorescu: Der reiche Jüngling

Der reiche Jüngling fragt Jesus nach dem ewigen Leben. Bild: Nicolae Grigorescu

Was muss ich tun, um das ewige Leben zu gewinnen? Wenn jemand Gutes tut, kommt er dann in den Himmel? Ist das wie bei einem Vertrag? Ich gebe Gott gute Taten und er gibt mir das ewige Leben im Himmel. Das ist wie ein Automat, wie der Karma-Mechanismus in Indien. Ich frage mich, ob das bei Gott, der über allem steht, auch so ist. Ich glaube nicht, dass er einen Automaten hat. Jesus zeigt es mir: Bei Gott geht es um Beziehung, speziell um eine ungleiche Beziehung. Es ist eine Form von Liebe, die anders ist als Liebe unter Menschen. Dieser Gott, der alles geschaffen hat, schenkt mir seine Liebe ohne zu sagen, warum. Er schenkt mir Augenblicke der Freude und der Freiheit ohne dass ich ihm etwas dafür gegeben habe und ohne dass ich ihm etwas dafür im Nachhinein geben muss. Das ist seine Art der Liebe. Eine starke Sache!

Wir laden ein: 28. Sonntag im Jahreskreis, 14. Oktober 2018, 9:00 Gottesdienst + SC Kaffee
29. Sonntag im Jahreskreis, 21. Oktober 2018, 9:00 Gottesdienst + Sacré Coeur Kaffee Weiterlesen

Jesus befreit von der höllischen Angst – Sechsundzwanzigster Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr B

Die Angst begleitet mich mein Leben lang. Es ist nicht die Angst, die mich dazu bringt, im Straßenverkehr vorsichtig zu sein. Es ist die existenzielle Angst, die Angst vor der Verurteilung. Ich hatte in meiner Jugend eine Panikattacke, als ich in einem Bus die vielen Menschen sah, die mich verurteilen könnten. Ich habe Gott im Vater Unser angerufen. Er hat geholfen. Es gibt viele gute Erfahrungen gegen Panikattacken, eine davon ist sicher, wenn man sein Herz Gott öffnet.

Wir laden ein:
25. Sonntag im Jahreskreis, 30. September 2018, 9:00 Gottesdienst + Sacré Coeur Kaffee

26. Sonntag im Jahreskreis, 7. Oktober 2018, 9:00 Gottesdienst + Sacré Coeur Kaffee Weiterlesen

Jesus stellt ein Kind in die Mitte – Fünfundzwanzigster Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr B

Mein Bruder liegt zurzeit im Krankenhaus, er kann nicht mehr viel reden. Am Dienstag habe ich ihm ein kleines Kreuz aus Olivenholz mitgebracht. Er hat es ganz fest in seiner Faust gehalten. Zum Abschluss meines Besuches fragte ich ihn, ob ich das Kreuz auf den Nachttisch legen soll. Er hielt das Kreuz aber ganz fest und ließ es nicht los. Es ist für mich ein Zeichen, dass wir uns an Christus ganz fest anhalten können und sollen. Das hat Folgen im Alltag.
Von den ersten Jüngern wird erzählt, dass sie darüber redeten, wer von ihnen der Größte sei. Jesus sagte: Wer der Größte sein will, soll der Diener aller sein. In den Mitmenschen kommt uns Jesus entgegen. „Du bist nicht allein. Ich bin mit dir.“

Jesus stellt ein Kind in die Mitte und sagt: Wer ein unscheinbares Kind aufnimmt, nimmt mich auf und den, der mich gesandt hat.
(Heute würde er den Missbrauch an Kindern anklagen und sagen: Wer ein Kind missbraucht, missbraucht mich und meinen Vater. Hört die Klagen! Der Wiener Dechant Jansen schreibt im aktuellen Sonntag, der Kirchenzeitung dazu: Sie töten Jesus.) Weiterlesen

Die älteste Malerei, die Schrift und Jesus – Vierundzwanzigster Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr B

Ich bin ganz hingerissen von der ältesten Malerei der Menschheitsgeschichte, die in einer Höhle in Südafrika entdeckt wurde. 73.000 Jahre alt sind die roten Linien, die einer Raute ähneln. Sie sehen aus wie die Buchstaben, die Israeliten entwickelten, um die Erlebnisse mit dem unsichtbaren, aber anwesenden Gott aufzuschreiben. Da sie die Bibel zu wörtlich nahmen und sie göttlich verehrten, musste Gott Mensch werden, um zu zeigen, dass die Beziehung zu ihm wichtiger ist als die Bibel. Der Philosoph Nordhofen bemerkte, dass Jesus den Bibelkult mit einem neuen Kult ersetzte. Jesus sagte: „Ich bin das Brot des Lebens.“ In der Messe essen wir das Gottesbrot und verbinden uns mit dem einzigen und unsichtbaren Gott, der kein Teil des Universums ist, sondern es erschaffen hat. Das ist ein Abenteuer. Weiterlesen

Paul McCartney: Ich habe Gott gesehen – Dreiundzwanzigster Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr B

Paul McCartney glaubt an die Existenz eines höheren Wesens. Er habe während eines Drogentrips vor vielen Jahren eine besondere Begegnung gehabt, sagte der 76 Jahre alte Ex-Beatle der Londoner „Times“. Die Wege des Herrn sind staunenswert. Da kann auch ein kleiner Drogentrip einem für Gott blinden Ex-Beatle die Augen öffnen. „Ich denke da ist etwas Höheres“ sagte Paul McCartney der London Times. Die natürliche Substanz DMT wird auch kultisch bei indigenen Kulturen Südamerikas verwendet. Ich selber brauche hingegen keine Substanzen, um mit Gott in Kontakt zu kommen. In der Kontemplation spüre ich die unermessliche Größe Gottes. Es ist wie bei Moses am Berg. Der anwesende Gott spricht zu ihm: „Ich bin der ich da bin.“ Es ist auch wie bei Jesus. Der Sohn Gottes sagte zum Taubstummen: „Öffne dich!“ und dieser konnte hören und reden. Weiterlesen