Wir kümmern uns um andere – Sechszehnter Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr B

Der Fisch stinkt vom Kopf. Eine Firma, die schlecht geführt wird, hat viele Krankenstände. Das Arbeitsklima wird von der Leitung geprägt. Gute Leiter kümmern sich nicht nur um ihre Leute. Sie haben einen Blick dafür, wer am Rand steht oder wer in Gefahr gerät, unter die Räder zu kommen.
Bei Jesus und bei den Propheten werden die guten Hirten zu Vorbildern für diejenigen, die für die Schwächeren verantwortlich sind. Sie gehen den Verlorenen nach, bis sie sie finden. Sie stellen wie Jesus die Kranken und die Kinder in die Mitte.
Den Aufbruch ins Unbekannte wagen 15 junge Erwachsene, die in Kürze ihren Freiwilligendienst im Ausland beginnen. Ein Pressbaumer, Georg Grossinger, ist auch dabei. Im Rahmen von „VOLONTARIAT bewegt“ werden sie in Kinder- und Jugendsozialprojekten der Salesianer in Afrika, Asien oder Lateinamerika tätig werden. Weiterlesen

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Der Auferstandene stärkt uns – am zweiten Sonntag der Osterzeit, Lesejahr B

Verbunden mit dem Heiligen GeistIch erlebe Mitchristen, die traurig sind, dass der Glaube in Europa immer weniger wird. Ich habe mich davon auch einige Tage anstecken lassen. Heute in der Früh kam mir der Gedanke, dass Gott in unser Leben eingreift. Er handelt so, wie sein Sohn die ängstlichen Jünger sandte und ihnen den Heiligen Geist brachte. Das heißt: Gott handelt. Nicht ich muss alles tun. Gott schafft mehr.
Ich habe jetzt den Eindruck, dass mich Christus die letzten Tage führte. Gestern rief ein Freund an und fragte, ob ich mich bei einem Türschloss auskenne. Ich packte Werkzeug ein und fuhr zu ihm. Im Nachhinein weiß ich, dass mich Christus zu ihm führte.
Nicht nur das. Er führte mich auch zu meinem Bruder ins Krankenhaus, er beschenkte mich mit einem Anruf einer Bekannten aus Klosterneuburg, er führte mich in das Konzert meines Sohnes, er beschenkte mich mit dem Kommen eines Freundes, der eine gute Stimmung mitbrachte.
Christus beschenkte mich auch mit den Gesprächen beim Sacré-Coeur-Kaffee. Ich staunte, als ich erfuhr, dass einer einen riesigen Festbraten für seine große Familie und eine moslemische Familie kochte. Ähnliches erlebte ich, als wir zu Ostern Freunde und Kinder einluden. Es war ein Geschenk, als 14 Leute kamen und die Gespräche sich an den Tischen um Gott und die Welt drehten. Das erinnert mich an Kardinal Lustiger von Paris, der sagte: Die Zukunft des Christentums liegt noch vor uns! Weiterlesen

Gut, dass es dich gibt! 5. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr B

Die Schwiegermutter des Petrus

Jesus heilt Schwiegermutter des Petrus in Kafarnaum

Liebe Leute! Gestern ist mir etwas Aufregendes passiert. Ich darf mich zuerst vorstellen. Ich bin die Schwiegermutter des Fischers Simon Petrus. Gestern, am Sabbat war ich krank. Ich lag mit Fieber im Bett. Da kam der bekannte Rabbi Jesus aus Nazaret in unser Haus. Es ist ja nicht üblich, dass Männer mit uns Frauen reden. Aber er betrat mein Zimmer und schaute mich an. Er sagte: „Gut, dass es dich gibt!“ Da ging mir mein Herz auf. Als er meine Hand nahm, spürte ich eine wunderbare, warme Kraft von ihm ausgehen. Mein Herz klopfte mir bis zum Hals. Er sagte: „Steh auf!“ Ich bemühte mich aufzustehen. Er half mir, mich aufzurichten. Ich stammelte „Danke!“ Da spürte ich, dass das Fieber mich verließ, und ging schnell in die Küche. Ich musste mich von der Aufregung erst erholen. Was ist mit mir geschehen? Nachdem ich mich beruhigte, begann ich, den Gästen das gewärmte Sabbatessen zu bringen. Ich musste diesen Jesus immer wieder anschauen. Es ist so gut, dass es ihn gibt! Weiterlesen

Alles läuft auf Christus zu Am 34. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr A

Alles läuft auf Christus zu

Ich liebe das Universum. Es hat noch viele Geheimnisse. Aber ob es sich immer weiter und weiter ausdehnt oder sich wieder zusammenzieht ist noch unklar.
Jedenfalls dehnt es sich immer schneller aus und die dunkle Materie gibt Rätsel auf. Die Naturwissenschaft löst immer mehr Rätsel. In unserem christlichen Glauben fördert Gott die Wissenschaft.
Dadurch ändert sich das Weltbild, aber nicht der Glaube. Der Glaube sagt: Das Universum hat sein Ziel in Gott. Die Schöpfung hat sein Ziel im kosmischen Christus.
In unserer Religion ist Gott der Anfang und das Ende, das Alpha und das Omega, der Urheber des Urknalls und der Vollender des Universums. Er ist der Urgrund der biologischen Evolution und der Inspirator der kulturellen Geschichte. Jeder Mensch ist Teil der Evolution und Teil der Geschichte und wir alle haben das Ziel in Gott und dem kosmischen Christus. Weiterlesen

Mit ganzem Herzen! Am 30. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr A

Liebe Gott und die Nächsten, die du siehstWas ist das wichtigste Gebot? Du sollst nicht töten? Nein. Du sollst Gott und den Nächsten lieben. Die Bekehrung in meinem Leben erlebte ich in einer Phase meines Lebens, als ich den politischen Forderungen nach Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung nachging.

Die Befreiung war, als ich sah, dass ich Gott und den Nächsten lieben soll. Für mich als Christ, der ich in der österreichischen katholischen Kirche groß geworden bin, war in den 80er Jahren Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung das zentrale Gebot. In allen Lebensbereichen erkannte ich die großen Herausforderungen, die dieses Gebot mit sich brachte. Ich fühlte mich dabei überfordert. Ich fragte mich: Was muss ich nicht noch alles tun? Ich wurde Gott sei Dank nicht depressiv. Es gab zwei befreiende Faktoren.
Die eine große Hilfe für mich war die Kreativität, die ich in meinem Beruf als Religionslehrer und die wir in unserer Familie pflegten.
Die andere Hilfe für mich wurde die Liebe zu Gott. In dieser Liebe erkannte ich, dass der dreifaltige Gott überall am Werk war. Er war so viel aktiver als ich. Ich durfte meine Grenzen anerkennen. Ich war nicht für alles und alle verantwortlich. Ich konnte zu ihm in voller Freiheit sagen: Dein Wille geschehe, führe mich und mach mit mir, was du willst. Du bist die große vernünftige Kraft und die wunderbare Liebe. (Wenn du willst, gehen wir Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung gemeinsam an.) Weiterlesen

Ich liebe dich und du kannst es! Am 29. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr A

Sebastian Kurz und Christian Kern sind wie alle von Gott berufen an einer liebevollen Kultur zu bauen

Sebastian Kurz und Christian Kern sind wie alle von Gott berufen an einer liebevollen Kultur zu bauen.

Gott arbeitet im Hintergrund an der Welt und an uns. Diese Erfahrung habe ich heute gemacht. Ich wollte etwas zur Trennung von Politik und Religion schreiben. Aber als ich heute in der Früh mein Herz Gott öffnete, bekam ich eine bessere Idee: Wir sind doch alle von Gott berufen, auch die Politikerinnen und Politiker. Gott ist der beste Politikberater für Putin, Merkel, Trump, Kurz, Kern und Strache, wenn sie ihr Herz für ihn öffnen. Jesus sagt zu den Pharisäern: „Gebt dem Kaiser was des Kaisers ist und Gott, was Gottes ist“. Die Pharisäer sollen ihr Herz nicht dem Kaiser, sondern Gott geben. Sie sollen in der Stille für Gott „da sein“. Und der Missionssonntag erinnert an Gottes Zusage an jeden Menschen: Ich liebe dich, du kannst es! Er ermächtigt alle Menschen, in Freiheit eine Kultur der Liebe mit ihm aufzubauen. Weiterlesen

Ich muss es nicht allen recht machen Am 26. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr A

Kaplan Christian Olding

Kaplan Christian Olding

Jeden Freitag treffe ich mich mit einem Freund zum Fischessen. Dabei kamen wir überein, dass nicht nur Frauen, sondern auch Männer vor allem in der Arbeit Nein sagen können, ohne dass die Nächstenliebe darunter leidet. Tags darauf sprang mir ein Video ins Auge, bei dem ein Kaplan mit einem glattrasierten Kopf erklärt, warum Christen Nein sagen können. Ich schickte das Video meinem Freund und der war begeistert. Kaplan Christian Olding fragt in dem Katholisch.de-Video: Bedeutet Christ sein, dass ich nie Nein sagen darf, wenn mich jemand um etwas bittet? Er erklärt, wie man sich in diesen Situationen als Christin oder Christ verhält und kommt zu einem überraschenden Ergebnis. Als Christ muss man nicht alles mit sich machen lassen. Jesus hat sich auch zurückgezogen und hat Nein gesagt. Kaplan Christian Olding aus dem Bistum Münster: Nein zum Bösen, Ja zum Guten. Wir müssen Nein sagen zu dem, was nicht mit dem Willen Gottes gedeckt ist. (Klartext zu ist „Nein sagen“ unchristlich?) Weiterlesen