Mit ihm überspringe ich Mauern. 27. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr C

Katze_auf_MauerIch staune über den Menschen, der so stark in Gott verwurzelt ist, dass er sagen kann: „Mit meinem Gott überspringe ich Mauern“ (Psalm 18,30b). Ich würde diesen starken Glauben gerne selbst haben. Dass der eiserne Vorhang fiel, das war lange nicht denkbar. Trotzdem ist das kommunistische System zusammengebrochen. Vielleicht hat Gottes Hilfe doch eine Rolle gespielt. Man kann ja nicht wissen, welche verschlungenen Wege Gott geht. Vielleicht können wir mit ihm zusammen mehr, als wir glauben. Ich höre viele sagen: „Das kann ich nicht. Wenn mich dieser Schicksalsschlag trifft, könnte ich es nicht aushalten.“ Jesus sieht das anders: „Wenn dein Glaube nur ein ganz kleines Senfkorn ist, dann kannst du es! In der Beziehung zu Gott sag zu diesem Berg: „Rück von hier nach dort!“ und er wird wegrücken. Nichts wird euch unmöglich sein“ (Matthäus 17,14-20). Ein Mädchen aus Schweden, Greta Thunberg krempelt die Stimmung in der Klimakrise um. Wenn sie gesagt hätte „Ich kann das nicht“ wäre nichts passiert. So ist es auch bei Jesus. Wenn er gesagt hätte „Ich kann nicht nach Jerusalem gehen“ wäre nichts passiert. So aber hat er sich ganz in die Hände seines himmlischen Vaters begeben können. Das ist Glauben. Aber noch größer ist die Liebe, sagt ein urchristliches Lied (1Korinther 13,13). Die Liebe zum Vater machte es für Jesus möglich, diesen Weg der schmerzhaften, aber siegreichen Liebe zu gehen.

Wir laden ein:
6. Oktober 2019, 27. Sonntag im Jahreskreis, 9:30 Gottesdienst, Familienmesse der Volksschule Sacré Coeur (erster Sonntag im Monat) + Sacré-Coeur-Kaffee.
13. Oktober 2019, 28. Sonntag im Jahreskreis, 9:30 Gottesdienst + Sacré Coeur Kaffee Weiterlesen

Werbeanzeigen

Fehlt uns der Heilige Geist? – Firmung am 25. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr C

holy-spirit-filled1Ich liebe den Heiligen Geist. Er ist für Überraschungen gut. Auf sieben Jugendliche wird in unserer Gemeinde der Heilige Geist herabgerufen, ihnen werden die Hände aufgelegt und sie werden mit Chrisamöl gesalbt. Es geschieht das, wovon Lukas in der Apostelgeschichte schreibt: Als die Apostel in Jerusalem hörten, dass Samarien das Wort Gottes angenommen hatte, schickten sie Petrus und Johannes dorthin. Diese zogen hinab und beteten für sie, dass sie den Heiligen Geist empfingen. Denn er war noch auf keinen von ihnen herabgekommen; sie waren nur getauft auf den Namen Jesu, des Herrn. Dann legten sie ihnen die Hände auf und sie empfingen den Heiligen Geist (Apg 8,14-17).
Auch Jesus war davor erfüllt vom Heiligen Geist. Er sagte allen in Nazaret: Der Geist Gottes ruht auf mir; denn er hat mich gesalbt. Er hat mich gesandt, damit ich den Armen eine frohe Botschaft bringe und ein Gnadenjahr des Herrn ausrufe. (Lukas 4,18a.19).
Für ihn hat diese Zeit mit ihm begonnen.
Das Gnadenjahr hieß, dass die Schulden gestrichen werden. Im Evangelium dieses Sonntags wird das Gleichnis vom Verwalter vorgelesen, der die horrenden Schulden verringert. Für Jesus ein Zeichen, dass die Gnadenzeit beginnt. Eine Zeit, in der alle vom Heiligen Geist erfüllt sind. Wie nehmen wir ihn in der Welt und in unserem Leben wahr?
Weiterlesen

Beten legt die Sehnsucht frei. – Zwölfter Sonntag im Jahreskreis C

Pfingsttreffen der Jugend in Salzburg 2019

Pfingsttreffen der Jugend in Salzburg 2019

„Ich bin von einer tollen Mitstudentin gefragt worden, ob ich mit nach Salzburg zum Fest der Jugend fahren wolle. Als ich kurz knapp vorher zugesagt habe (nach langem Überlegen), wusste ich noch nicht was mich dort erwartet. Ich habe noch nie den Heiligen Geist erfahren dürfen wie in Salzburg. Dieses eine Wochenende hat meinen Glauben richtig erneuert und verstärkt!“

Dominik ist einer von achttausend Jugendlichen, die zu Pfingsten auf Einladung der Loretto-Gemeinschaft nach Salzburg kamen.

Er schrieb: Es war schön, mit so vielen Menschen zu beten, zu singen, zu feiern und Lobpreis zu halten. Gott hat mich durch das Fest wieder zu sich berufen, und es fühlt sich sehr gut an. Wenn ich nicht von meiner Freundin gefragt worden wäre, wäre ich nie nach Salzburg gefahren, und Gott nähergekommen. So kann Gott auf der Erde in uns Menschen wirken. Ich freue mich jetzt schon auf das nächste Fest der Jugend 2020!

Wir laden ein:
23. Juni 2019 12. Sonntag im Jahreskreis, 9:00 Gottesdienst + Sacré Coeur Kaffee

+ Konzert des Stadtorchesters Pressbaum in der Pfarrkirche Pressbaum um 19:00 Uhr
30. Juni 2019 13. Sonntag im Jahreskreis, 9:00 Gottesdienst + Sacré Coeur Kaffee Weiterlesen

Mir wird ganz anders: Der Geist schenkt uns Liebe! – Dreifaltigkeitssonntag. Lesejahr C

Die Babylonier glaubten an unzufriedene Götter, die Diener brauchten. Deswegen würden sie fleißige Menschen erschaffen, die ihnen dienen. Die Babylonier warfen sich vor schönen Götter-Statuen nieder. Die Juden lachten, weil sie fanden, dass die Statuen von Menschen gemacht sind. Sie glaubten an einen unsichtbaren Gott, der alles erschuf und keine anderen Götter neben sich hatte. Aber ist dieser einzige Gott nicht einsam und vielleicht traurig?
Als ich einem Freund vom einsamen und traurigen Gott erzählte, meinte er: „Das ist eine Nasenbohrer-Frage.“ Gott ist kein Mensch und deswegen kann ich nicht wissen, ob er einsam und traurig ist. Nun, da kann er Recht haben.

Die Geschichte geht weiter. Dieser unsichtbare Gott zeigte sich den Juden als Jesus und als Heiliger Geist. Diese zwei Personen waren überhaupt nicht einsam und traurig. Sie heilten die Kranken und richteten die Traurigen auf. Jesus und der Heilige Geist zeigten damit einen Gott, der in sich dreifach und dreifaltig ist. Dieser Gott freut sich in dieser Dreifaltigkeit, er tanzt in dieser Dreiheit. Er hat aus seiner tiefen Freiheit und aus seiner unbändigen Freude die Welt erschaffen. Am Ende werden wir Menschen alle diesen Tanz der Dreifaltigkeit sehen. Vielleicht auch mittanzen. Wer weiß.

Es gibt Kirchen, die dieser Dreifaltigkeit geweiht sind. Zwei sind mir ans Herz gewachsen, die Pfarrkirche Pressbaum und die Georgenbergkirche in Wien Liesing.
Die Gemeinde Georgenberg erinnerte in einem Fest an die große Österreicherin Margarethe Ottillinger (Bild), die jetzt 100 Jahre geworden wäre. 1948 wurde sie entführt und bis 1955 in einem sowjetischen Straflager festgehalten. Nach ihrer Befreiung beauftragte sie den Künstler Fritz Wotruba, die Kirche am Georgenberg zu errichten. In ihrem einzigartigen Leben bemerke ich das Wirken des Heiligen Geistes!

Wir laden ein:
16. Juni 2019 Dreifaltigkeitssonntag, 9:00 Gottesdienst + Sacré Coeur Kaffee
23. Juni 2019 12. Sonntag im Jahreskreis, 9:00 Gottesdienst + Sacré Coeur Kaffee Weiterlesen

Es laufen ihnen Freudentränen über die Wangen – Pfingstsonntag. Pfingstmontag Lesejahr C

BegeisterungJeder, der den Heiligen Geist erfährt, spürt Liebe und merkt, wie sehr man von Gott geliebt wird. Oder man empfindet plötzlich aufrichtige uneingeschränkte Herzens-Liebe für Andere. – Das sagt Daniela Pavlon, eine Caritasmitarbeiterin und Leiterin von Alpha-Kursen. Für mich sehr berührend sind ihre Schilderungen von Geist-Erlebnissen. „Viele Menschen spüren richtiggehend körperliche Auswirkungen – es wird ihnen zum Beispiel ganz warm. Oder es laufen ihnen Freudentränen über die Wangen, weil sie so berührt sind. Oder sie spüren in ihrem Herzen, dass gerade Heilung passiert oder dass sie Ängste ablegen. Viele Leute spüren aber auch im Moment der Heilig-Geist-Erfahrung wenig oder gar nichts, merken aber im Nachhinein, dass sich ihr ganzes Leben verändert, spüren, dass sie der Heilige Geist führt.“ Also egal ob die Begegnung mit dem Heiligen Geist ein Gefühl erzeugt oder nicht – eines ist sicher: Die Auswirkungen auf das eigene Leben sind immer grandios. (Nachzulesen in der Zeitung Der Sonntag, 9.6.2019).

8000 vor allem junge Teilnehmer treffen sich zu Pfingsten in Salzburg. Der Papst lädt katholische charismatische Gruppen zum Pfingst-Treffen in den Vatikan ein. Was passiert am Sonntag und am Montag im Sacré Coeur Pressbaum? Weiterlesen

Werden wir uns im Himmel wiedersehen? – Christi Himmelfahrt. Lesejahr C

ascensionAlbert Einstein meinte: Abschiede sind Tore in neue Welten. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass das für mich, der ich zurückbleibe, nicht gilt. Als mein Vater vor 6 Jahren starb und als mein Bruder vor 6 Monaten starb, waren das für sie zwar Tore zu einer neuen Welt, aber ich blieb in meiner Welt. Ich glaube, dass beide in die neue göttliche Welt gekommen sind, dass sie zu Gott gekommen sind und sich beide im Himmel wiedergesehen haben. Vielleicht schauen sie einige Augenblicke kurz auf uns herab. Wenn ich sterbe, werde ich es wissen. Ein wenig Angst habe ich schon. Ich weiß ja nicht, was genau mich erwartet. Aber ich vertraue auf Gott und auf Christus.

In Brasilien besuchte ich eine Wallfahrtskirche zum guten Ende, zum Bon Fin. Die Christinnen und Christen beten dort für eine gute Sterbestunde. Das ist mir als Idee neu gewesen. Aber ich fand auch hier Christinnen und Christen, die um eine gute Sterbestunde beteten.

Am Donnerstag feiern wir Abschied. Das Fest Christi Himmelfahrt ist ein Abschiedsfest. Die Jünger und Jüngerinnen mussten sich vom Auferstandenen verabschieden, weil er endgültig auf die göttliche Seite der Welt wechselte. Er verließ die Jünger und gab ihnen ein Versprechen. Er bleibt unsichtbar anwesend und er wird den Heiligen Geist schicken. Sie werden nicht nur gefirmt, sondern auch stark werden, sodass sie Zeugen sein können für den guten Weg der Liebe. Weiterlesen

Geh deiner Sehnsucht nach – 6. Sonntag der Osterzeit. Lesejahr C

IbizaIch weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber ich fand die letzten Tage seit dem Ibiza-Video in Österreich sehr spannend. Ich musste immer wieder Nachrichten hören oder am Abend die Fernsehsendungen ansehen. Ein Vizekanzler trat zurück, ein Innenminister wurde entlassen und einige neue Minister wurden angelobt. Ob Kanzler Kurz den Misstrauensantrag nächste Woche übersteht ist fraglich. Da ist die EU-Wahl am Sonntag ganz in den Schatten gerückt. Mir hat gefallen, dass Bundespräsident Van der Bellen sagte: Wir kriegen das schon hin.

Ich würde sagen: Mit Gottes Hilfe kriegen wir vieles in unserem Leben hin. Wobei ich mein Herz Gott öffnen muss. Dann kann mir Gott die Zusage geben: Ich bin mit dir, ich helfe dir, ich heile dich in der Tiefe deiner Seele, ich ermächtige dich, das Gute und das Schöne zu tun. Es ist meine Freude, dass es dich gibt – ich habe dich gewollt. Du bist unendlich wertvoll in meinen Augen. Denn ich liebe dich! Ich freue mich mit dir über das, was du kennst und was dir gelingt. Wenn du schwach bist, bin ich deine Kraft.

Wenn dein Herz gebrochen ist, bin ich dir nahe. Wenn du scheiterst, trage ich dich. Ich wende mich nicht ab von dir. Fürchte dich nicht! Du bist nicht allein. Mit großer Leidenschaft kämpfe ich um dich. Ich gebe alles, was ich habe, für dich. Schau hinauf zum Himmel, streck dich mir entgegen: Deine Freiheit ist mir alles wert. Schau in die Augen der Menschen: jeden Tag begegnest du mir. Schau in dich hinein: Geh deiner Sehnsucht nach – Dein Leben ist so viel mehr. Ich will dir ein Leben in Fülle geben.

Wir laden ein:
26. Mai 2019 Sechster Sonntag der Osterzeit,
9:00 Gottesdienst + Sacré Coeur Kaffee + EU-Wahl

30. Mai 2019 Christi Himmelfahrt, 9:00 Gottesdienst + Sacré Coeur Kaffee
2. Juni 2019 Siebenter Sonntag, 9:00 Gottesdienst + Sacré Coeur Kaffee

Wie bitte?
Alle drei werden in mir wohnen?

Weiterlesen