Jesusfreundschaft statt innerer Leere am 2. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr B

Die Johannesjünger fragen Jesus, wo er wohne. Jesus sagt: Kommt und seht!

Die Johannesjünger fragen Jesus, wo er wohne. Jesus sagt: Kommt und seht!

Ich hörte den Soziologen und Philosophen Zygmunt Bauman in Kreuz und Quer und fand es interessant, was er zu unserem europäischen Leben sagt. Das Interview ist am Ende einer Doku über die unglücklichen Schweden, die das Ich über alles stellen.

Ist die Vereinsamung das Ziel?
Wenn Menschen alleine in ihren Wohnungen sterben und erst nach Monaten gefunden werden, dann wird unsere Gesellschaft angeklagt: Warum haben die Nachbarn nichts gemerkt? Gab es keine Gemeinschaft in der Nachbarschaft? Aber diese Vorwürfe greifen zu kurz. Die Vereinsamung wird hervorgerufen, weil die meisten nur „unabhängig“ leben wollen. Neben dem sinnvollen Streben gibt es das krankhafte Streben nach Unabhängigkeit, das Liebe, Beziehung und Gemeinschaftssinn verhindert. Das Selbst oder das Ich wird über alles gestellt.
Zygmunt Bauman sagt: „Ein glückliches Leben heißt Schwierigkeiten überwinden. Wir haben alles. Aber eines fehlt: Teil einer Gemeinschaft zu sein. Das muss man selbst schaffen. Je „unabhängiger“ man ist, desto weniger ist man in der Lage, diese Unabhängigkeit durch eine sehr angenehme gegenseitige Abhängigkeit zu ersetzen. Am Ende der Unabhängigkeit steht also nicht etwa das Glück, sondern die Leere, die Bedeutungslosigkeit des eigenen Daseins und absolute, vollkommene unvorstellbare Langeweile.
Ich denke mir, Jesus heilt uns von Langeweile und führt uns alle zur Gemeinschaft mit ihm. Die Jesusfreundschaft füllt die trübe innere Leere auf.

Hier kommt die gute Nachricht zum Sonntag: Jesus, wo wohnst du?
Die Johannesjünger fragen Jesus, wo er wohne. Jesus sagt: Kommt und seht! Jesu Heimat ist hier auf Erden und bei seinem Vater im Himmel. Das sollen sie sehen. Dabei sagt er ihnen, wer sie sind. Dem Petrus erklärt er, wer er ist, nämlich Fels in der messianischen Zeit.:
In jener Zeit stand Johannes am Jordan, wo er taufte und zwei seiner Jünger standen bei ihm. Als Jesus vorüberging, richtete Johannes seinen Blick auf ihn und sagte: Seht, das Lamm Gottes! Die beiden Jünger hörten, was er sagte, und folgten Jesus. Jesus aber wandte sich um, und als er sah, dass sie ihm folgten, fragte er sie: Was wollt ihr? Sie sagten zu ihm: Rabbi – das heißt übersetzt: Meister -, wo wohnst du? Er antwortete: Kommt und seht! Da gingen sie mit und sahen, wo er wohnte, und blieben jenen Tag bei ihm; es war um die zehnte Stunde. Andreas, der Bruder des Simon Petrus, war einer der beiden, die das Wort des Johannes gehört hatten und Jesus gefolgt waren. Dieser traf zuerst seinen Bruder Simon und sagte zu ihm: Wir haben den Messias gefunden. Messias heißt übersetzt: der Gesalbte (Christus). Er führte ihn zu Jesus. Jesus blickte ihn an und sagte: Du bist Simon, der Sohn des Johannes, du sollst Kephas heißen. Kephas bedeutet: Fels (Petrus). (Evangelium nach Johannes 1, 35-42)

Wir laden ein:
2. Sonntag im Jahreskreis, 14. Jänner 2018, 9:00, Gottesdienst + SC Kaffee im Barat-Saal.
3. Sonntag im Jahreskreis, 21. Jänner 2018, 9:00, Gottesdienst + SC Kaffee im Barat-Saal. Musikalische Gestaltung: Saxophonquartett von Mag. Manfred Schwingshandl mit anschließendem Konzert.

1.Lesung, aus dem ersten Buch Samuel: Rede, Herr, dein Diener hört.
Der Sinn des Lebens kommt vom Hören: Was wirklich entscheidend ist, können wir uns selbst nicht sagen. Wir können es uns nur sagen lassen. Und dafür müssen wir hellwach sein wie Samuel, der Gottes Stimme hört und ein Leben mit Gott beginnt.:
In jenen Tagen schlief der junge Samuel im Tempel des Herrn, wo die Lade Gottes stand. Da rief der Herr den Samuel und Samuel antwortete: Hier bin ich. Dann lief er zu Eli und sagte: Hier bin ich, du hast mich gerufen. Eli erwiderte: Ich habe dich nicht gerufen. Geh wieder schlafen! Da ging er und legte sich wieder schlafen. Der Herr rief noch einmal: Samuel! Samuel stand auf und ging zu Eli und sagte: Hier bin ich, du hast mich gerufen. Eli erwiderte: Ich habe dich nicht gerufen, mein Sohn. Geh wieder schlafen! Samuel kannte den Herrn noch nicht und das Wort des Herrn war ihm noch nicht offenbart worden. Da rief der Herr den Samuel wieder, zum dritten Mal. Er stand auf und ging zu Eli und sagte: Hier bin ich, du hast mich gerufen. Da merkte Eli, dass der Herr den Knaben gerufen hatte. Eli sagte zu Samuel: Geh, leg dich schlafen! Wenn er dich (wieder) ruft, dann antworte: Rede, Herr; denn dein Diener hört. Samuel ging und legte sich an seinem Platz nieder. Da kam der Herr, trat (zu ihm) heran und rief wie die vorigen Male: Samuel, Samuel! Und Samuel antwortete: Rede, denn dein Diener hört. Samuel wuchs heran und der Herr war mit ihm und ließ keines von all seinen Worten unerfüllt. (Samuel 3, 3b-10.19)

2. Lesung aus dem ersten Brief des Apostel Paulus an die Korinther: Mein Leib ist ein Tempel des Heiligen Geistes
Das Christentum ist nicht leibfeindlich. Der Leib ist nicht der Ort des Bösen. Der Leib darf nicht abgetötet werden. Er ist der Ort, in dem der Heilige Geist wohnt. In ihm gelangen wir in Beziehung zu Gott.:
Brüder und Schwestern! Der Leib ist nicht für die Unzucht da, sondern für den Herrn, und der Herr für den Leib. Gott hat den Herrn auferweckt; er wird durch seine Macht auch uns auferwecken. Wisst ihr nicht, dass eure Leiber Glieder Christi sind? Wer sich an den Herrn bindet, ist ein Geist mit ihm. Hütet euch vor der Unzucht! Jede andere Sünde, die der Mensch tut, bleibt außerhalb des Leibes. Wer aber Unzucht treibt, versündigt sich gegen den eigenen Leib. Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch wohnt und den ihr von Gott habt? Ihr gehört nicht euch selbst; denn um einen teuren Preis seid ihr erkauft worden. Verherrlicht also Gott in eurem Leib! (1 Kor 6, 13c-15a.17-20)

Informationen:
Doku „Liebe in Schweden“ mit Zygmunt Bauman
Buchvorstellung in Ö1 von Zygmunt Bauman
Zehn Tage Kontemplative Exerzitien und Tage der Stille 2018 im Kapuzinerkloster Irdnig
Fünf Tage Schweigeexerzitien im Stift Göttweig
Mission Manifest 10 Thesen für das Comeback der Kirche
Tagesevangelium der Erzabtei St. Martin in Beuron
Evangelium Tag für Tag, für Handys gibt es davon eine APP (Evangelizo).
Die Gottesdienst-App „1000 Kirchen“ gibt es kostenlos in den App-Stores der Handys und Tablets. 1400 Kirchen in Wien, Weinviertel und Industrieviertel von NÖ mit ihren Gottesdiensten.
Die Bischöfe Österreichs laden ein, jeden Tag für einen Jugendlichen zu beten.
Lesungen und Evangelium des Sonntags und der Feiertage im Bibelwerk.

Liebe Grüße und für dich: Lebendige Gemeinschaft!
Hannes Daxbacher
Sacré Coeur Cafétier und Ostiarius
Katholische Gottesdienstgemeinde Sacré Coeur, 3021 Pressbaum, Klostergasse 12, Österreich

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Liebe, Tod und Halloween – Allerheiligen und Allerseelen 1. November 2017 A

Jesus ist für dich auferstanden

Jesus ist für dich auferstanden

Eines ist sicher: Das Leben hier auf Erden hat ein Ende. Aber Gott will nicht, dass es endet. Er zeigt uns ein Leben nach dem Tod, in seiner Herrlichkeit, in seinem Paradies, in seiner himmlischen Stadt, in der er uns schon Wohnungen gesichert hat.

Denn das könnte einigen so passen, dass mit dem Tod alles aus ist. Dann wären das Leid und die Ungerechtigkeit für immer fixiert. Die Auferstehung ist die Antwort Gottes gegen Leid und Ungerechtigkeit. Sie ist der Protest Gottes gegen den oberflächlichen Umgang mit dem Tod. Er möchte auch noch ein Wörtchen mitreden, das nicht nur beim Wörtchen bleibt.
Diese zwei Tage erinnern uns an die Verstorbenen. An jene, die uns sehr nahe waren und noch sind.
Sie erinnern uns aber auch an unseren eigenen Tod.
Wir halten an Jesus Christus fest und halten damit unsere Hoffnung auf die Auferstehung wach.

Jesus öffnete die Tür in die Herrlichkeit

Jesus öffnet die Tür in die Herrlichkeit

Christus ist für jeden von uns von den Toten auferstanden und hat die Toten mit in die Herrlichkeit genommen. Er schloss die Tür der Herrlichkeit für alle Menschen auf, den Toten und den Lebenden. Allerheiligen und Allerseelen ist damit ein kleines Osterfest im Herbst.
Heilige werden verehrt (nicht angebetet), weil man gesehen hat, dass sie intensiv mit Gott und Christus gelebt haben. Das Volk Gottes, die Kirche nimmt an, dass sie relativ sicher schon in der Herrlichkeit Gottes sind.
Man muss nicht sterben um heilig zu sein. Alle, die in der Gegenwart mit Jesus Christus und dem Hl. Geist leben und Gott und den Nächsten lieben, sind jetzt schon heilig.
Viele bitten Gott in diesen Tagen, dass er den Verstorbenen und ihnen selber einen guten Übergang in die Herrlichkeit schenken möge.
Das Fest mit Gott ist ein Gemeinschaftsfest. Gott ist in sich selber Vater, Sohn und Geist. Wenn dann noch die Heiligen, die Verstorbenen, die Engel und alle mitfeiern, die zum Gottesdienst in der Kirche kommen, ist das dann ein großes wunderbares Volksfest.

Hier kommt das Evangelium, die gute Nachricht zu Allerheiligen:
In jener Zeit, als Jesus die vielen Menschen sah, stieg er auf einen Berg. Er setzte sich, und seine Jünger traten zu ihm. Dann begann er zu reden und lehrte sie. Er sagte: Selig, die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Himmelreich. Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden. Selig, die keine Gewalt anwenden; denn sie werden das Land erben. Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit; denn sie werden satt werden. Selig die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden. Selig, die ein reines Herz haben; denn sie werden Gott schauen. Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Söhne Gottes genannt werden. Selig, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihnen gehört das Himmelreich. Selig seid ihr, wenn ihr um meinetwillen beschimpft und verfolgt und auf alle mögliche Weise verleumdet werdet. Freut euch und jubelt: Euer Lohn im Himmel wird groß sein. Matthäus 5,1-12a Lesejahr A

Das Wort Halloween kommt von All Hallows‘ Eve, dem Abend vor Allerheiligen. Halloween ist ein nach seriösen historischen Studien urchristliches Fest, das mit vielen falschen Sagen fast zu einem heidnischen Fest gemacht wurde.

Wir brauchen Trauerzeiten und Trauerorte

Wir brauchen Trauerzeiten und Trauerorte

Trotz der christlichen Hoffnung, dass wir nach dem Tod in Gottes Herrlichkeit volles Leben haben, ist die Trauerzeit eine sehr wichtige Phase, in der wir einen Ort und eine Zeit brauchen, um Abschied von einer oder einem Verstorbenen zu nehmen und um uns neu in der Welt zu orientieren.

Wir laden ein:
Mittwoch, 1. November 2017, Allerheiligen, 9:00 Gottesdienst +SC Kaffee im Barat-Saal, Lesejahr A
Diakon Wolfgang Aumann lädt alle Sängerinnen und Sänger ein – er ist  diesmal Organist – eine kleine Schola zu bilden. Treffpunkt: 8:30 Uhr bei der Orgel.
31. Sonntag im Jahreskreis, 5. November 2017, 9:00 Gottesdienst +SC Kaffee im Barat-Saal, Lesejahr A

Liebe Grüße und für dich Gottes nicht vom Tod begrenzte Liebe!
Hannes Daxbacher
Sacré Coeur Cafétier und Ostiarius

Katholische Gottesdienstgemeinde Sacré Coeur, 3021 Pressbaum, Klostergasse 12, Österreich

Sehnsucht nach Heilung 15. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr A

Ich höre etwas, kann es aber nicht verstehen. Es ist wie eine fremde Sprache. Es kommt mir Spanisch vor. Ich sehe etwas, kann es aber nicht erklären. Es ist wie abstrakte Malerei. Und bei Gott geht es mir auch so. Ich höre etwas, das seine Worte sein könnten, kann sie aber nicht verstehen. Ich sehe seine Zeichen an der Wand, kann sie aber nicht erklären. Ich verstehe nur Bahnhof. Wer hilft mir, seine Worte und Zeichen zu verstehen?

Liebe Gottesdienstgemeinde im Sacré Coeur!

Hier kommt das Evangelium zum Sonntag: Gott gibt sein Geheimnis preis.
Die Matthäusgemeinde erinnert an das Gleichnis von den Samenkörnern, die nicht überall einen guten Boden finden. Das Wort Gottes will gehört und verstanden werden, damit es heilt.

An jenem Tag verließ Jesus das Haus und setzte sich an das Ufer des Sees. Da versammelte sich eine große Menschenmenge um ihn. Er stieg deshalb in ein Boot und setzte sich; die Leute aber standen am Ufer. Und er sprach lange zu ihnen in Form von Gleichnissen. Er sagte: Ein Sämann ging aufs Feld, um zu säen. Als er säte, fiel ein Teil der Körner auf den Weg und die Vögel kamen und fraßen sie. Ein anderer Teil fiel auf felsigen Boden, wo es nur wenig Erde gab, und ging sofort auf, weil das Erdreich nicht tief war; als aber die Sonne hochstieg, wurde die Saat versengt und verdorrte, weil sie keine Wurzeln hatte. Wieder ein anderer Teil fiel in die Dornen und die Dornen wuchsen und erstickten die Saat. Ein anderer Teil schließlich fiel auf guten Boden und brachte Frucht, teils hundertfach, teils sechzigfach, teils dreißigfach. Wer Ohren hat, der höre!
Da kamen die Jünger zu ihm und sagten: Warum redest du zu ihnen in Gleichnissen? Er antwortete: Euch ist es gegeben, die Geheimnisse des Himmelreichs zu erkennen; ihnen aber ist es nicht gegeben. Denn wer hat, dem wird gegeben, und er wird im Überfluss haben; wer aber nicht hat, dem wird auch noch weggenommen, was er hat. Deshalb rede ich zu ihnen in Gleichnissen, weil sie sehen und doch nicht sehen, weil sie hören und doch nicht hören und nichts verstehen. An ihnen erfüllt sich die Weissagung Jesajas: Hören sollt ihr, hören, aber nicht verstehen; sehen sollt ihr, sehen, aber nicht erkennen. Denn das Herz dieses Volkes ist hart geworden und mit ihren Ohren hören sie nur schwer und ihre Augen halten sie geschlossen, damit sie mit ihren Augen nicht sehen und mit ihren Ohren nicht hören, damit sie mit ihrem Herzen nicht zur Einsicht kommen, damit sie sich nicht bekehren und ich sie nicht heile.
Ihr aber seid selig, denn eure Augen sehen und eure Ohren hören. Amen, ich sage euch: Viele Propheten und Gerechte haben sich danach gesehnt zu sehen, was ihr seht, und haben es nicht gesehen, und zu hören, was ihr hört, und haben es nicht gehört. Hört also, was das Gleichnis vom Sämann bedeutet. Immer wenn ein Mensch das Wort vom Reich hört und es nicht versteht, kommt der Böse und nimmt alles weg, was diesem Menschen ins Herz gesät wurde; hier ist der Samen auf den Weg gefallen. Auf felsigen Boden ist der Samen bei dem gefallen, der das Wort hört und sofort freudig aufnimmt, aber keine Wurzeln hat, sondern unbeständig ist; sobald er um des Wortes willen bedrängt oder verfolgt wird, kommt er zu Fall. In die Dornen ist der Samen bei dem gefallen, der das Wort zwar hört, aber dann ersticken es die Sorgen dieser Welt und der trügerische Reichtum und es bringt keine Frucht. Auf guten Boden ist der Samen bei dem gesät, der das Wort hört und es auch versteht; er bringt dann Frucht, hundertfach oder sechzigfach oder dreißigfach. (Evangelium nach Matthäus, Erklärungen im Bibelwerk: Matthäus 13, 1-23)

  1. Lesung aus dem Buch des Propheten Jesaja: Ich freue mich über die Gottesrede.
    Die jüdische Gemeinde erinnert an eine Gottes Rede, die wie der Regen ist, der die Pflanzen zum Keimen und Wachsen bringt.

So spricht der Herr: Denn wie der Regen und der Schnee vom Himmel fällt und nicht dorthin zurückkehrt, sondern die Erde tränkt und sie zum Keimen und Sprossen bringt, wie er dem Sämann Samen gibt und Brot zum Essen, so ist es auch mit dem Wort, das meinen Mund verlässt: Es kehrt nicht leer zu mir zurück, sondern bewirkt, was ich will, und erreicht all das, wozu ich es ausgesandt habe. (Erklärungen im Bibelwerk: Jesaja 55, 10-11)

  1. Lesung aus dem Brief des Apostel Paulus an die Römer: An uns soll etwas offenbar werden.
    Paulus erinnert die römische Gemeinde, dass die Schöpfung und die Menschen ein unbändiges Ziel haben. Sie sehnen sich nach der Freiheit und nach der Herrlichkeit der Kinder Gottes.

Ich bin überzeugt, dass die Leiden der gegenwärtigen Zeit nichts bedeuten im Vergleich zu der Herrlichkeit, die an uns offenbar werden soll. Denn die ganze Schöpfung wartet sehnsüchtig auf das Offenbarwerden der Söhne Gottes. Die Schöpfung ist der Vergänglichkeit unterworfen, nicht aus eigenem Willen, sondern durch den, der sie unterworfen hat; aber zugleich gab er ihr Hoffnung: Auch die Schöpfung soll von der Sklaverei und Verlorenheit befreit werden zur Freiheit und Herrlichkeit der Kinder Gottes. Denn wir wissen, dass die gesamte Schöpfung bis zum heutigen Tag seufzt und in Geburtswehen liegt. Aber auch wir, obwohl wir als Erstlingsgabe den Geist haben, seufzen in unserem Herzen und warten darauf, dass wir mit der Erlösung unseres Leibes als Söhne und Töchter offenbar werden. (Erklärungen im Bibelwerk: Römer 8, 18-23)

Wir laden ein:
15. Sonntag im Jahreskreis, 16. Juli 2017, 9:00 Gottesdienst +SC Kaffee im Barat-Saal, Kinder, Betreuerinnen und Betreuer des Sommerlagers sind zurück.
16. Sonntag im Jahreskreis, 23. Juli 2017, 9:00 Gottesdienst +SC Kaffee im Barat-Saal

Informationen:
Die Charismatische Erneuerung feiert 50 Jahre Mi 23. -26. August 2017 – Windischgarsten / OÖ
Das Jugendfestival Key2Life Do 17.- So 20. August 2017 Schlosspark Marchegg
Lesungen und Evangelium des Sonntags und der Feiertage im Bibelwerk.
Für Handys gibt es ein APP, das die Evangelien und Lesungen für jeden Tag anzeigt.
Die Natürliche Gemeinde-Entwicklung zeigt, wie eine christliche Gemeinde wachsen kann.
Die Katholische Jugend Österreich

Liebe Grüße und für dich: Die Geheimnisse Gottes!
Hannes Daxbacher
Sacré Coeur Cafétier und Ostiarius

Katholische Gottesdienstgemeinde Sacré Coeur, 3021 Pressbaum, Klostergasse 12, Österreich

Geschlossene Gesellschaft. 12. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr A

Ohne Gott ist die Gruppe krankJean-Paul Sartre lässt in seinem Stück „Geschlossene Gesellschaft“ drei Menschen aufeinander losgehen. Die dunklen Geheimnisse werden aufgedeckt und in den Wunden der anderen wird gebohrt. Garcin kommt zur fürchterlichen Erkenntnis: „Also dies ist die Hölle. Niemals hätte ich es geglaubt. Die Hölle, das sind die andern.“ Am Ende geht die Tür ihres Gefängnisses auf, sie trauen sich aber nicht hinaus. Es ist die gottlose Situation, in der die Freiheit Angst macht und man lieber in der kranken Gruppe bleibt. Im Evangelium zum Sonntag geht es um die Erlösung von der kranken Angst durch die Hilfe Gottes. Im Lied „Herr, deine Liebe ist wie Gras und Ufer“ singen wir: Herr, du bist Richter. Du nur kannst befreien. Wenn du uns freisprichst, dann ist Freiheit da.

Liebe Gottesdienstgemeinde im Sacré Coeur!

Hier kommt das Evangelium zum Sonntag: Ich fürchte keine Menschen.
Das Urteil der Menschen kann grausam sein. Die Gemeinde des Matthäus erinnert sich an die Aussendung der Jünger und die Zusage Gottes, in seiner Stärke uns zu helfen.

In jener Zeit sprach Jesus zu den Aposteln: Fürchtet euch nicht vor den Menschen! Denn nichts ist verhüllt, was nicht enthüllt wird, und nichts ist verborgen, was nicht bekannt wird. Was ich euch im Dunkeln sage, davon redet am hellen Tag, und was man euch ins Ohr flüstert, das verkündet von den Dächern. Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht töten können, sondern fürchtet euch vor dem, der Seele und Leib ins Verderben der Hölle stürzen kann. Verkauft man nicht zwei Spatzen für ein paar Pfennig? Und doch fällt keiner von ihnen zur Erde ohne den Willen eures Vaters. Bei euch aber sind sogar die Haare auf dem Kopf alle gezählt. Fürchtet euch also nicht! Ihr seid mehr wert als viele Spatzen. Wer sich nun vor den Menschen zu mir bekennt, zu dem werde auch ich mich vor meinem Vater im Himmel bekennen. Wer mich aber vor den Menschen verleugnet, den werde auch ich vor meinem Vater im Himmel verleugnen. (Evangelium nach Matthäus 10, 26-33)

  1. Lesung aus dem Buch Jeremia: Gott rettet mich vor meinen Verfolgern.
    Jeremia schildert die Verfolgung, unter der er sehr leidet. Er ist das Mobbingopfer, dem aber der mächtige Gott zur Seite steht. Jeremia fordert uns auf, Gott für seine Fürsorge zu rühmen.

Jeremia sprach: Ich hörte das Flüstern der Vielen: Grauen ringsum! Zeigt ihn an! Wir wollen ihn anzeigen. Meine nächsten Bekannten warten alle darauf, dass ich stürze: Vielleicht lässt er sich betören, dass wir ihm beikommen können und uns an ihm rächen. Doch der Herr steht mir bei wie ein gewaltiger Held. Darum straucheln meine Verfolger und kommen nicht auf. Sie werden schmählich zuschanden, da sie nichts erreichen, in ewiger, unvergesslicher Schmach. Aber der Herr der Heere prüft den Gerechten, er sieht Herz und Nieren. Ich werde deine Rache an ihnen erleben; denn dir habe ich meine Sache anvertraut. Singt dem Herrn, rühmt den Herrn; denn er rettet das Leben des Armen aus der Hand der Übeltäter. (Jeremia 20,10-13)

  1. Lesung aus dem Brief des Apostel Paulus an die Römer: Wir sind in der messianischen Zeit.
    Paulus erinnert die römische Gemeinde, dass es drei Abschnitte in der Geschichte gab: Der Abschnitt ohne dem jüdischen Gesetz, der Abschnitt mit dem Gesetz und der Abschnitt der Gnade. Die ersten beiden Abschnitte sind geprägt durch Adam, der dritte Abschnitt ist geprägt von Jesus, dem Messias.

Durch einen einzigen Menschen kam die Sünde in die Welt und durch die Sünde der Tod und auf diese Weise gelangte der Tod zu allen Menschen, weil alle sündigten. Sünde war schon vor dem Gesetz in der Welt, aber Sünde wird nicht angerechnet, wo es kein Gesetz gibt; dennoch herrschte der Tod von Adam bis Mose auch über die, welche nicht wie Adam durch Übertreten eines Gebots gesündigt hatten; Adam aber ist die Gestalt, die auf den Kommenden hinweist. Doch anders als mit der Übertretung verhält es sich mit der Gnade; sind durch die Übertretung des einen die vielen dem Tod anheim gefallen, so ist erst recht die Gnade Gottes und die Gabe, die durch die Gnadentat des einen Menschen Jesus Christus bewirkt worden ist, den vielen reichlich zuteil geworden.
(Römer 5,12-15)

Wir laden ein:
11. Sonntag im Jahreskreis 25. Juni 2017 9:00 Gottesdienst +SC Kaffee im Barat-Saal
12. Sonntag im Jahreskreis 2. Juli 2017 9:00 Gottesdienst +SC Kaffee im Barat-Saal
13. Sonntag im Jahreskreis 9. Juli 2017 9:00 Gottesdienst +SC Kaffee im Barat-Saal

Liebe Grüße und für dich: Gottes Fürsorge!
Hannes Daxbacher

Gott hat Mitleid und holt Hilfe. 11. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr A

Gott entlastet vor der VerantwortungViele Menschen leiden unter Überforderung und schlittern in Depressionen. Es gibt viele Ursachen einer Depression, aber eine Ursache ist die zu große Verantwortung, die man sich selber auferlegt. Man möchte zu viel in der Familie oder in der Welt verbessern und fällt, da es nicht gelingt, in ein tiefes Loch. Da ist es wichtig, die Entlastung, die Gott einem schenkt, anzunehmen. Gott kennt einen und weiß, wozu er einen beruft. Er überfordert nicht sondern gibt überschaubare Aufgaben. Er sorgt sich um uns und möchte, dass wir die Verantwortung ihm übergeben können. „Du, Gott, bist jetzt für das verantwortlich, was ich nicht machen kann. Dann kann ich ruhig sein, ruhig sein in dir

Hier kommt das Evangelium zum Sonntag: Gott-Sohn hat Mitleid und holt Hilfe.
Die Gemeinde des Matthäus erinnert sich an das Mitleid Jesu mit den Müden und Erschöpften und die Berufung und Aussendung der Apostel, um die Menschen mit Gottes Botschaft aufzurichten.

In jener Zeit. als Jesus die vielen Menschen sah, hatte er Mitleid mit ihnen; denn sie waren müde und erschöpft wie Schafe, die keinen Hirten haben. Da sagte er zu seinen Jüngern: Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden.

Dann rief er seine zwölf Jünger zu sich und gab ihnen die Vollmacht, die unreinen Geister auszutreiben und alle Krankheiten und Leiden zu heilen. Die Namen der zwölf Apostel sind: an erster Stelle Simon, genannt Petrus, und sein Bruder Andreas, dann Jakobus, der Sohn des Zebedäus, und sein Bruder Johannes, Philippus und Bartholomäus, Thomas und Matthäus, der Zöllner, Jakobus, der Sohn des Alphäus, und Thaddäus, Simon Kananäus und Judas Iskariot, der ihn später verraten hat. Diese Zwölf sandte Jesus aus und gebot ihnen: Geht nicht zu den Heiden und betretet keine Stadt der Samariter, sondern geht zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel. Geht und verkündet: Das Himmelreich ist nahe. Heilt Kranke, weckt Tote auf, macht Aussätzige rein, treibt Dämonen aus! Umsonst habt ihr empfangen, umsonst sollt ihr geben. (Evangelium nach Matthäus, Erklärungen im Bibelwerk: Matthäus 9, 36-10,8)

Lesung aus dem Buch Exodus: Gott macht mich zu etwas Besonderen.
Die jüdische Gemeinde erinnert sich, dass sie wie auf Adlers Flügel zu Gott gebracht wurden und berufen wurden, ein besonderes Eigentum Gottes zu sein. Auch die christliche Gemeinde wird von Gott berufen, als ein liebevolles Volk Gott und den Menschen zu dienen.

in jenen Tagen kamen die Israeliten in die Wüste Sinai. Sie schlugen in der Wüste das Lager auf. Dort lagerte Israel gegenüber dem Berg. Mose stieg zu Gott hinauf. Da rief ihm der Herr vom Berg her zu: Das sollst du dem Haus Jakob sagen und den Israeliten verkünden: Ihr habt gesehen, was ich den Ägyptern angetan habe, wie ich euch auf Adlerflügeln getragen und hierher zu mir gebracht habe. Jetzt aber, wenn ihr auf meine Stimme hört und meinen Bund haltet, werdet ihr unter allen Völkern mein besonderes Eigentum sein. Mir gehört die ganze Erde, ihr aber sollt mir als ein Reich von Priestern und als ein heiliges Volk gehören. (Erklärungen im Bibelwerk: Exodus 19, 2-6a)

Lesung aus dem Brief des Apostel Paulus an die Römer: Ich lasse mich von Gott-Sohn retten.
Paulus erinnert die römische Gemeinde, dass Gott den ersten Schritt tut, um uns zu seinen Freunden zu machen und uns in Jesus Christus vor der tödlichen Feindschaft rettet.

Christus ist schon zu der Zeit, da wir noch schwach und gottlos waren, für uns gestorben. Dabei wird nur schwerlich jemand für einen Gerechten sterben; vielleicht wird er jedoch für einen guten Menschen sein Leben wagen. Gott aber hat seine Liebe zu uns darin erwiesen, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren. Nachdem wir jetzt durch sein Blut gerecht gemacht sind, werden wir durch ihn erst recht vor dem Gericht Gottes gerettet werden. Da wir mit Gott versöhnt wurden durch den Tod seines Sohnes, als wir noch Gottes Feinde waren, werden wir erst recht, nachdem wir versöhnt sind, gerettet werden durch sein Leben. Mehr noch, wir rühmen uns Gottes durch Jesus Christus, unseren Herrn, durch den wir jetzt schon die Versöhnung empfangen haben. (Erklärungen im Bibelwerk: Römer 5,6-11)

Wir laden ein:
Elfter Sonntag im Jahreskreis 18. Juni 2017 9:00 Gottesdienst +SC Kaffee im Barat-Saal
Zwölfter Sonntag im Jahreskreis 25. Juni 2017 9:00 Gottesdienst +SC Kaffee im Barat-Saal
Dreizehnter Sonntag im Jahreskreis 1. Juli 2017 9:00 Gottesdienst +SC Kaffee im Barat-Saal

Liebe Grüße und für dich: Gottes Entlastung!
Hannes Daxbacher
Sacré Coeur Cafétier und Ostiarius
Katholische Gottesdienstgemeinde Sacré Coeur, 3021 Pressbaum, Klostergasse 12, Österreich, Gottesdienst an Sonn- und Feiertagen: 9:00

Hoffnung im Alltag 6. Sonntag der Osterzeit Lesejahr A

Theater der Träume und Play Together Now

Theater der Träume und Play Together Now

Wenn im Iran gewählt wird, dann kann ich nicht vergessen, dass unsere Freundin nicht mehr in den Iran zurückkehren kann, weil sie Christin geworden ist. Sie kann ihre Eltern nicht mehr besuchen, ihr droht die Todesstrafe. Sie ist mit ihrer Schwester vor zwei Jahren zu Fuß und mit Bussen aus dem Iran geflohen, hat sich in Wien ein Jahr auf die Taufe vorbereitet, besucht jetzt eine Schule, spielt beim Theater der Träume mit und setzt sich im Verein „Play Together Now“ für Freizeitgestaltung von Flüchtlingen ein. Die Sehnsucht nach Liebe und Freiheit lässt sich auf Dauer nicht unterdrücken.

Evangelium zum Sonntag: Ich lasse mich von Gott lieben
Die Gemeinde des Johannes erinnert sich an den Abschied Jesu. Er lässt sie nicht als Waisen zurück, sondern er verspricht zwei Dinge: Er gibt den Christen den helfenden Geist der Wahrheit und er gibt ihnen seine und seines Vaters liebende Gegenwart.

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn ihr mich liebt, werdet ihr meine Gebote halten. Und ich werde den Vater bitten und er wird euch einen anderen Beistand geben, der für immer bei euch bleiben soll. Es ist der Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, weil sie ihn nicht sieht und nicht kennt. Ihr aber kennt ihn, weil er bei euch bleibt und in euch sein wird. Ich werde euch nicht als Waisen zurücklassen, sondern ich komme wieder zu euch. Nur noch kurze Zeit, und die Welt sieht mich nicht mehr; ihr aber seht mich, weil ich lebe und weil auch ihr leben werdet. An jenem Tag werdet ihr erkennen: Ich bin in meinem Vater, ihr seid in mir und ich bin in euch. Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt; wer mich aber liebt, wird von meinem Vater geliebt werden und auch ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren. (Evangelium nach Johannes, Erklärungen im Bibelwerk: Johannes 14,15-21)

Lesung aus der Apostelgeschichte: Ich freue mich über die alltäglichen Wunder.
In der Gemeinde des Lukas wird an Philippus erinnert, der predigt, heilt, falsche Geister austreibt und so Christus im Alltag der Menschen erfahrbar macht. Dazu kommt die Kraft des Heiligen Geistes, die die Menschen stärkt und in Bewegung bringt.

In jenen Tagen kam Philippus in die Hauptstadt Samariens hinab und verkündigte dort Christus. Und die Menge achtete einmütig auf die Worte des Philippus; sie hörten zu und sahen die Wunder, die er tat. Denn aus vielen Besessenen fuhren unter lautem Geschrei die unreinen Geister aus; auch viele Lahme und Krüppel wurden geheilt. So herrschte große Freude in jener Stadt.
Als die Apostel in Jerusalem hörten, dass Samarien das Wort Gottes angenommen hatte, schickten sie Petrus und Johannes dorthin. Diese zogen hinab und beteten für sie, sie möchten den Heiligen Geist empfangen. Denn er war noch auf keinen von ihnen herabgekommen; sie waren nur auf den Namen Jesu, des Herrn, getauft. Dann legten sie ihnen die Hände auf und sie empfingen den Heiligen Geist. (Erklärungen im Bibelwerk: Apostelgeschichte 8,5-8,14-17)

Lesung aus dem ersten Brief des Apostel Petrus: Ich nehme die Hoffnung in mir wahr.
Der erste Petrusbrief gibt Anregungen, wie Christen Rede und Antwort stehen können. Sie sollen die Hoffnung wahrnehmen, die in ihrem Herzen ist und dies denen mitteilen, die nach einer Hoffnung fragen und suchen.

Schwestern und Brüder! Haltet in eurem Herzen Christus, den Herrn, heilig! Seid stets bereit, jedem Rede und Antwort zu stehen, der nach der Hoffnung fragt, die euch erfüllt; aber antwortet bescheiden und ehrfürchtig, denn ihr habt ein reines Gewissen. Dann werden die, die euch beschimpfen, weil ihr in (der Gemeinschaft mit) Christus ein rechtschaffenes Leben führt, sich wegen ihrer Verleumdungen schämen müssen. Es ist besser, für gute Taten zu leiden, wenn es Gottes Wille ist, als für böse. Denn auch Christus ist der Sünden wegen ein einziges Mal gestorben, er, der Gerechte, für die Ungerechten, um euch zu Gott hinzuführen; dem Fleisch nach wurde er getötet, dem Geist nach lebendig gemacht. (Erklärungen im Bibelwerk: 1Petrus 3,15-18)

Wir laden ein:
6. Sonntag der Osterzeit, 21. Mai 2017 9:00 Gottesdienst +SC Kaffee im Barat-Saal
Donnerstag, 25. Mai 2017: Christi Himmelfahrt ist um 9 Uhr Firmung im Sacré Coeur (am gleichen Tag ist Erstkommunionfeier in der Pfarre Pressbaum)
7. Sonntag der Osterzeit, 28. Mai 2017 9:00 Gottesdienst +SC Kaffee im Barat-Saal

Informationen:
Information zur neuen Einheitsübersetzung des Bibelwerkes
Lesungen und Evangelium des Sonntags und der Feiertage im Bibelwerk.
Für Handys gibt es ein APP, das die Evangelien und Lesungen für jeden Tag anzeigt.
Das Stundenbuch (Laudes, Vesper) im Web
Für Handy gibt es ein Stundenbuch-APP in den APP-Stores
Die Natürliche Gemeinde-Entwicklung zeigt, wie eine christliche Gemeinde wachsen kann.
Liebe Grüße und für dich: Gottes Liebe!
Hannes Daxbacher
Sacré Coeur Cafétier und Ostiarius
Katholische Gottesdienstgemeinde Sacré Coeur, 3021 Pressbaum, Klostergasse 12, Österreich
Gottesdienst an Sonn- und Feiertagen: 9:00

Gesund durch Beziehung: Die gute Nachricht zum 5. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr B

HeilungIn Kafarnaum, einem Ort am See Genesaret, lehrte er in der Synagoge und heilte einen seelisch Kranken. In diesem Ort wohnten auch Simon und Andreas mit ihren Familien. Es war Sabbat. Jakobus und Johannes kamen mit Jesus in ihr Haus, wo die Schwiegermutter des Simon mit Fieber im Bett lag. Sie sprachen mit Jesus über sie. Er ging zu ihr, fasste sie an der Hand und richtete sie auf. Da wich das Fieber von ihr. Die Berührung machte sie gesund. Sein Aufrichten half ihr. Ihre Antwort war, dass sie für die Gruppe sorgte.
Am Ende des Sabbats, als es dämmerte, brachte man alle körperlich und seelisch Kranken zu Jesus. Er heilte viele, die an allen möglichen Krankheiten litten und „trieb viele böse Geister aus“. Für uns Europäer ist der Geisterglaube sehr fremd. Geister kommen eher in Horrorfilmen vor. Nun gibt es auch heute Menschen, die seelisch krank sind, die Stimmen hören und diesen antworten, die Personen sehen, die andere nicht sehen. Man kann durchaus davon ausgehen, dass Jesus seelisch kranke Menschen in Kafarnaum geheilt hat. Die schlechten Geister wären dann Ausdrucksformen der seelischen Krankheiten, die durch eine neuartige Beziehung zum liebenden Gott geheilt werden. Jesus sagt dabei öfters: deine Absonderung (ein anderes Wort für Sünde) ist dir vergeben und dein Vertrauen (eine Form des Glaubens)  hat dich geheilt. Diese seelischen Krankheiten werden durch die neue Beziehung zum Mittler Jesus geheilt. Sie sind Reaktionen auf eine schlechte Beziehungskultur, die durch die neue Beziehung zu Jesus und Gott geheilt werden.
Jesus verbot den schlechten Geistern zu reden, weil er noch am Anfang seiner Sendung stand. Am Tag davor schrie ein Kranker: „Ich kenne dich. Du bist der Heilige Gottes.“ Darauf befahl ihm Jesus zu schweigen. Jesus wollte nicht von anderen, sondern nur von seinem Vater seine Identität bekommen.
Die nächste Nacht war kurz. Noch bevor es dämmerte stand er auf und ging an einen einsamen Ort um zu beten. Wir wissen von anderen Stellen der Evangelien, dass er seinen Vater mit einem familiären „Abba“ anredete. Von ihm bekam er die Erfahrung „Du bist mein geliebter Sohn.“ Was Gott-Vater von ihm wollte, wurde in den nächsten Stunden klarer.
Simon und seine Begleiter suchten ihn und als sie ihn fanden informierten sie ihn über die Erwartungen der Kafarnaumer Bevölkerung: „Alle suchen dich.“ Jesus aber wollte die Erwartungen der Leute nicht erfüllen, sondern den Willen des Vaters tun. Er sagte: „Lasst uns anderswo hingehen, in die benachbarten Dörfer, damit ich auch dort predige. Denn dazu bin ich gekommen.“ Er zog durch ganz Galiläa, predigte und trieb die schlechten Geister aus. Er wusste jetzt, wozu er gekommen ist.
Das Sperrige an der Geschichte ist die Praxis der Vertreibung der „bösen“ Geister. Die Kranken litten anscheinend sehr unter diesen schlechten Geistern, die sie fest im Griff hielten. Sie waren Ausdruck der miesen Beziehungskultur. Viele bezogen ihre Identität nicht von Gott, sondern vom Vergleich mit anderen und der Abgrenzung zu anderen. Dieser Vergleich mit anderen führte zu Selbstgerechtigkeit, Hochmut, aber auch zu Neid und Egoismus. Diese Unkultur lässt Menschen an Neurosen und Psychosen erkranken. In so eine neurotische und psychotische Gesellschaft kam Jesus mit seiner guten Nachricht: Gottes Reich ist nahe, Gott erbarmt sich seines Volkes. Richtet euch nach ihm aus.
Für uns in Europa bedeutet das, dass wir krank werden, wenn wir unsere Identität durch Vergleich und Abgrenzung bekommen. Wir können uns von der Unkultur befreien lassen, wenn wir unsere Identität von Gott und Jesus beziehen. Unsere europäischen Gesellschaften werden neurotischer und psychotischer, wenn wir uns nicht wie die Kranken von Jesus heilen lassen. Danach sollten wir uns ein Beispiel an der Schwiegermutter des Simon nehmen und für die Menschen um uns sorgen.

Lesejahr B, 5. Sonntag im Jahreskreis, Mk 1, 29-39