Masken im Gottesdienst? – 15. Sonntag im Jahreskreis Lesejahr A

Ich empfehle sie, die Masken.

Eine Bekannte musste wegen eines Eingriffes ins Krankenhaus und wurde routinemäßig auf Covid19 getestet. Obwohl sie keine Symptome hat, war sie positiv. Jetzt kommt sie sich wie im Gefängnis vor. Eine Krankenschwester meinte, dass sie noch Glück habe. Sie betreute schon viele Patienten, denen es sehr, sehr schlecht ging, die nicht mehr gut atmen konnten und deren Organe aussetzten. Einige verstarben. Am Telefon meinte die Bekannte zu mir, dass wir in den Gottesdiensten aufpassen sollen, dass wir uns nicht anstecken. Daraufhin habe ich mich über die Übertragungsarten intensiver informiert. Die meisten medizinischen Artikel und Studien sehen die ganz leichten Schwebeteilchen, die „Aerosole“ als hauptsächliche Überträger des Virus. Sie werden durch die Atemluft ausgestoßen, fallen wie Gase kaum zu Boden und haben eine Reichweite von ca. 5 Metern. Vor allem beim Husten, Rufen oder Singen sind weite Distanzen möglich. In großen Produktionshallen, Klassenräumen und Großraumbüros kann eine ansteckender Person ohne Maske nach einer Stunde viele Aerosole in die Luft blasen.
Die erste gute Nachricht: Nicht jeder und jede Infizierte ist ansteckend.
Die zweite gute Nachricht: Je weniger Viren ich inhaliere, umso geringer sind die Symptome.
Die dritte gute Nachricht: Die normalen Masken für den Mund- und Nasenbereich können die Aerosole gut abhalten. Sie schützen meine Nächsten und ich werde geschützt, wenn meine Nächsten Masken tragen.
Aus diesen Überlegungen heraus empfehle ich, in der Kirche einen Mund- und Nasenschutz zu tragen.
Im Eingangsbereich der Kirche lege ich Masken auf. Jeder und jede kann sich einfach eine nehmen.
Liebe Grüße, Hannes
Mehr Information dazu

Wir laden ein:
Sonntag, 12. Juli 2020 Gottesdienst 9:30. Fünfzehnter Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr A + Sacré Coeur Kaffee mit Abstand und eventuell Masken. Taufe von Michael Kilian Clark-Wilson (Heuböck). + Zoom. Wir feiern in der Kirche mit 1m Abstand nach vorne, nach hinten, rechts und links. Ich empfehle Mund- und Nasenschutz, vor allem beim Singen. Masken liegen am Eingang auf.
Sonntag, 19. Juli 2020 Gottesdienst 9:30. Sechzehnter Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr A. + Sacré Coeur Kaffee mit Abstand und eventuell Masken. Wir feiern in der Kirche mit 1m Abstand nach vorne, nach hinten, rechts und links. Ich empfehle Masken, vor allem beim Singen. Sie liegen am Eingang auf.

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Ein brennendes Herz unter uns – 13. Sonntag im Jahreskreis Lesejahr A

Die starke Beschränkungen der Coronazeit ist vorbei. In den öffentlichen Verkehrsmitteln und beim Friseur gibt es sie noch, die Maskenpflicht. Einige sagen mir, sie wollen die Maske beim Einkaufen weiterverwenden. Sie ist ein Zeichen, dass das Virus unsichtbar noch unter uns ist. Unsichtbar ist auch Gott unter uns. Da macht es Sinn, wenn sich Menschen in Gruppen treffen (mit Abstand) und sich auf die Suche nach Gott machen. Ich möchte mich dem anschließen und mich mit anderen auf die Suche machen. Ich möchte Gott unter uns suchen. Gott hat sich dem Moses gezeigt mit seinem Namen: Ich bin der, der da ist. Es muss kein brennender Dornbusch sein, der nicht verbrennt. Aber ein brennendes Herz unter uns würde einen Anfang machen. Da möchte ich mich auf die Suche nach den brennenden Herzen unter uns machen. Ich bin mir sicher, es gibt sie – die Liebe unter uns.

Wir laden ein: Sonntag, 28. Juni 2020 Gottesdienst 9:30. Dreizehnter Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr A + Sacré Coeur Kaffee mit Abstand. Wolfgang Aumann lädt zu einer Musikprobe um 8:30 Uhr ein. Lieder: 926 156 408 175.6 893 878.2 661.8 876 462 (Chor mit Abstand und aufgeteilt in allen 1.Reihen). Wir feiern in der Kirche mit 1m Abstand nach vorne, nach hinten, rechts und links.
Sonntag, 5. Juli 2020 Gottesdienst 9:30. Vierzehnter Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr A. + Sacré Coeur Kaffee mit Abstand. Wir feiern in der Kirche mit 1m Abstand nach vorne, nach hinten, rechts und links.

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Die Götter, die Schrift und das Brot – Fronleichnam Lesejahr A

Das neue Medium ist keine Götterstatue, kein heiliges Buch, es ist das ungesäuerte Brot, durch das der Sohn Gottes spricht: Direkt in unser Herz.

Unser lebendiges Brot
In den Götterstatuen der Antike wohnten die Götter, denen Opfer gebracht wurden, um ihre Hilfe zu bekommen. Statt der heiligen Götterstatuen verehrten die Juden die Schrift, in der der heilige Name Gottes, Jahwe geschrieben stand.
Der Kult der Götterstatuen konnte abgelöst werden, weil es einen neuen Kult gab, den Kult der heiligen Schrift.
Was Gott will
Durch dieses Medium war den Juden nach dem Babylonischen Exil klar, was der Wille Gottes war: Die Gesetze der Tora, der fünf Bücher Moses, mussten eingehalten werden. Jesus fand das nicht falsch, aber er setzte auf zwei Liebesgebote, die in der Tora stehen: Gott und die Nächsten zu lieben. Das war sein Herzensanliegen. Paulus wird später sagen: Die Gesetze von Moses sind aufgehoben.
Das neue Gottesmedium
Jesus schrieb nichts auf, er setzte ein neues Gottesmedium ein, das ungesäuerte Brot. Er identifizierte sich mit dem speziellen Brot, das er bricht und den Aposteln austeilt. Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird. Die Jünger in Emmaus erkannten ihn beim Brotbrechen. Er offenbart: „Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist.“ Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben.
Von Herz zu Herz
Das neue Medium ist keine Götterstatue, kein heiliges Buch, es ist das ungesäuerte Brot, durch das der Sohn Gottes spricht: Direkt in unser Herz. Wenn wir ihn aufnehmen, werden wir Gottesmedien und Kinder Gottes. Und wir merken: Gott ist da – für uns und die anderen.

Wir laden ein:
Fronleichnam Donnerstag 11. Juni 2020 Gottesdienst 9:30 Lesejahr A. + Sacré Coeur Kaffee (eventuell im Birkenhof). Wir feiern mit mehr Feiernden in der Kirche. Musik mit Orgel.
Sonntag, 14. Juni 2020 Gottesdienst 9:30. Elfter Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr A + Sacré Coeur Kaffee. Wir feiern mit mehr Feiernden in der Kirche. Musik mit Klavier.

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In den Begegnungen schenkt sich Gott – 29. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr C

GottesbeziehungIch bitte Gott und was macht er?
Es gibt vieles, was ich erbitte und Gott erfüllt es nicht. Dann wiederum bitte ich ihn und er handelt, aber auf seine Weise. Ich kenne Menschen mit Krebs, die gläubig sind, beten, Behandlungen bekommen, abmagern und wieder gesund werden. Es gibt aber auch Glaubende, die ihr Herz Gott öffnen, krank werden und sterben. Dann gibt es wieder plötzliche Heilungen, Spontanremissionen, die Ärzte nicht erklären können. Der Natur gibt Gott das Wachsen und das sich Ordnen. Als Mensch bin ich mit meinem Körper ein Teil der Natur, kann dadurch krank werden – und ich werde auch sterben. Ich weiß mich dabei von Gott begleitet. Auch durch den Tod hindurch.

Unsere Bitten sind Einverständniserklärungen

Gott ist Freiheit und er gibt uns Freiheitsräume, die er nicht einschränkt. Als er Mensch geworden ist hat er Maria gefragt, ob sie einverstanden ist. Er greift nur ein, wenn wir unser Herz öffnen und zu seinem Willen „Ja“ sagen. Unsere Bitten sind Einverständniserklärungen, dass Gott etwas tun kann. Dadurch öffnet sich ein Handlungsspielraum für ihn. Es sind vor allem die Begegnungen, in denen Gott unsichtbar wirkt. Wenn ich mich ihm öffne, ändert er mein Inneres. Durch das Herz anderer kann Gott auf mich unbemerkt einwirken. Wenn ich Ja zu ihm sage, kann er, wenn er will, etwas in der Welt tun – und ich vieles mit ihm. Wir können untereinander, so glaube ich, Gottesmedien sein, durch die Gott bemerkt oder unbemerkt wirken, lieben und handeln kann.

Wir laden ein:
20. Oktober 2019, 29. Sonntag im Jahreskreis, 9:30 Gottesdienst, Missionssonntag, Chorgemeinschaft Purkersdorf / Wienerwald singt die Orgelsolomesse von Franz Aumann + Sacré Coeur Kaffee
27. Oktober 2019, 30. Sonntag im Jahreskreis, 9:30 Gottesdienst + Sacré Coeur Kaffee Weiterlesen

In meinem Herzen – 23. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr C

Jesus möchte mit den Menschen reden. Einer sagt: Ich kann nicht, ich muss meine Mutter besuchen. Eine Frau sagt: Ich muss auf Kur fahren. Ein Jugendlicher sagt: Ich muss auf die Geburtstagsparty.
Da sagt Jesus: Wenn du deine Mutter besuchst, wenn du auf Kur fährst, wenn du zu einer Geburtstagsparty gehst, dann nimm mich in deinem Herzen mit. Dann kannst du meine befreite Jüngerin, mein erlöster Jünger sein.
Lieber Jesus! Mit einem Herzen bin ich bei meiner Familie und den Freunden und mit dem anderen Herzen bin ich bei dir, Jesus, mein Gott. „Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust“ (J. W. von Goethe, 1749 – 1832). Diese doppelte Existenz sehe ich auch im Alltag, wenn ich Notwendiges mache und dann wieder Kreatives. Anscheinend sind wir Menschen so gestrickt. Sonst würden wir krank werden. Meist vergessen wir die Gottesbeziehung und werden krank. Der Politologe und Philosoph Eric Voegelin (1901-1985) sagte: Pneumapathologie, Geisteskrankheit kommt von der Transzendenzlosigkeit. Ich, Hannes, würde sagen: von der Ablehnung der Jesusbeziehung. Weiterlesen

Es brennt im Herzen – Dreizehnter Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr C

herzjesufeuer-kartitschSich entscheiden für Christus ist eine Entscheidung für die Freiheit. In unserer Bibelrunde beklagen wir uns, dass manche Texte uns einschränken. Wenn Jesus sagt: Wenn einer hinter mir hergehen will, verleugne er sich selbst“, fühlen sich viele durch das Verleugnen abgewertet.
Es ist unklar, in welcher Situation dies Jesus spricht. Wir wissen aber, dass Jesus uns heilen, erlösen und befreien möchte. Wenn uns in dem Text nichts Befreiendes entgegenkommt, dann kann man den Satz vergessen. Paulus sagt: „Der Buchstabe tötet, der Geist aber macht lebendig.“
Auch beim nächsten Sonntagsevangelium kommt so ein Satz vor, bei dem man sich leicht gedrängt fühlen kann: Wieder ein anderer sagte: „Ich will dir nachfolgen, Herr. Zuvor aber lass mich Abschied nehmen von denen, die in meinem Hause sind.“ Jesus erwiderte ihm: „Keiner, der die Hand an den Pflug gelegt hat und nochmals zurückblickt, taugt für das Reich Gottes.“ Hoppala, tauge ich nicht für das Reich Gottes? Meine Antwort ist: Meine Nachfolge geschieht im Herzen. Und das jetzt.
Und: Ich freue mich schon auf das himmlische Brot im Gottesdienst, durch das die Liebe in unsere Herzen ausgegossen wird.
Bild: Am 3. Wochenende nach Pfingsten gibt es in Tirol Herz-Jesu-Feuer.

Wir laden ein:
30. Juni 2019 13. Sonntag im Jahreskreis, 9:00 Gottesdienst + Sacré Coeur Kaffee
7. Juli 2019 14. Sonntag im Jahreskreis, 9:00 Gottesdienst + Sacré Coeur Kaffee Weiterlesen