Keine Zukunft ohne Jesus – Zweiundzwanzigster Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr B

Ich liebe ein Lied, das im Religionsunterricht gern gesungen wird:
„Höre, Israel, der Herr ist ein einiger Gott, und du sollst den Herrn, deinen Gott, liebhaben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, mit allen deinen Kräften, und deinen Nächsten so wie dich selbst. Diese Worte, die ich dir gebiete, sollst du dir zu Herzen nehmen. Diese Worte, die ich dir gebiete, sollst du deinen Kindern lehren. Wenn du im Haus sitzt oder auf dem Weg gehst, sollst du davon reden.“
Jesus hebt einige Worte der jüdischen Bibel auf und legt den Wert auf die Liebe und das Herz.
Darf er das? Seine Geschichte zeigt, dass er nicht nur ein Mensch war. Er war auch Gott. Er hat eine menschliche und eine göttliche Natur. Er wurde Mensch und blieb Gott. Deswegen darf er das. Es geht ihm um uns Menschen. Wir sollen nicht äußere Reinheitsgebote befolgen, sondern unser Herz ausrichten.
Ich sehe bei orthodoxen Juden, orthodoxen Moslems und orthodoxen Hindus, dass äußere religiöse Reinheitsgebote unvernünftig sind. Alle drei Gruppen fesseln die kreativen Kräfte und vertrauen nicht auf die unerschöpfliche Erfindungskraft des Heiligen Geistes.
Die Wirkgeschichte von Jesus ist weltweit sichtbar. Ich wage zu behaupten, dass der technische Fortschritt ohne Jesus nicht möglich wäre. Auch gibt es keine Zukunft ohne Christus. Er bleibt der Orientierungspunkt für alle wichtigen Entscheidungen. Weiterlesen

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Abenteuer mit Gott – Siebzehnter Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr B

Abenteuer Mit GottAls Kind las ich gerne ein Mecki-Buch vom Schlaraffenland, in dem man Köstliches essen konnte.
Hoffmann von Fallersleben schreibt in seinem Gedicht „Vom Schlaraffenlande“: Ja, das mag ein schönes Leben und ein herrlich Ländchen sein! Mancher hat sich hinbegeben, aber keiner kam hinein.
Ja, und habt ihr keine Flügel, nie gelangt ihr bis ans Tor, denn es liegt ein breiter Hügel ganz von Pflaumenmus davor. – Ins Schlaraffenland ist in dieser Version noch niemand hineingekommen und wenn, wäre es ein Land der Süchte und der Langeweile.
Bei Jesus konnten die hungrigen Menschen einmalig Brot und Fisch essen so viel sie wollten. Das war für Jesus der Appetitanreger für mehr. Er möchte uns den Hunger nach seinem Gott-Vater zeigen.
Der Sprung in den Glauben kann ein Abenteuer sein und ein Sprung wie beim Bungee-Jumping. Aber keine Angst. Jesus springt mit. Weiterlesen

Die Dynamik Gottes offenbart sich für dich – am Dreifaltigkeitssonntag, Lesejahr B

Das ist ein Ding. Ich danke Gott, dass ich gesund bin. Ich habe keine Allergien, keinen Krebs, keine Herzbeschwerden. Ich weiß nicht, worüber ich klagen soll. Ich danke Gott, dass ich in diesem Land und in dieser Zeit lebe.
Ich werde sicher einmal sterben. Was ist dann? Ich möchte dann bei Gott sein. Sterben ist für mich eine Reise zu Gott. Ich sterbe zwar alleine, aber ich möchte, dass ich auch meine Familie und meine Freunde dort treffe.
Wer gibt mir Sicherheit, dass ich zu Gott komme? Jesus. Er ist als einziger nach seinem Tod wiedergekommen. Er hat eine Botschaft von Gott gebracht: „Ich bin für euch da.“ Das glaube ich.

Wir laden ein: Lange Nacht der Kirchen, Freitag, 25. Mai 2018
Dreifaltigkeitssonntag
, 27. Mai 2018, 9:00 Gottesdienst + Sacré Coeur Kaffee im Barat-Saal, Kirtag in der Pfarre Pressbaum. 

Fronleichnam – 2. Donnerstag nach Pfingsten, 31. Mai 2018, Gottesdienste der Pfarren und 1000Kirchen-App
9. Sonntag im Jahreskreis, 3. Juni 2018, 9:00 Gottesdienst + Sacré Coeur Kaffee im Barat-Saal Weiterlesen

Die Liebe wird sichtbar – Sonntag nach Christi Himmelfahrt

Er ist wieder im Himmel

Er ist wieder im Himmel

Ich lege das Kreuz vor mich hin. Es hat Flügel und hebt sich in die Luft. Der unsichtbare Christus zeigt sich mir im schwebenden Kreuz.
Die Liebe ist zwar unsichtbar, ich kann ihre Spuren im Verhalten der Menschen sehen. Vieles, was sichtbar ist, wird unsichtbar und vieles, was unsichtbar ist, wird sichtbar. Gott ist unsichtbar und er macht sich in den Spuren der Natur sichtbar. Gott wurde ein Mensch und wurde den Menschen dadurch sichtbar. Er starb und wurde im leeren Grab unsichtbar. Er erschien den Jüngerinnen und Jüngern und wurde sichtbar. Jesus wechselte in den Himmel und wurde unsichtbar. Gott zeigte sich als Heiliger Geist in den Feuerzungen. Nach dem Pfingstereignis ist der Heilige Geist unsichtbar. Der Mut der Christinnen und Christen macht ihn sichtbar. Christus verwandelt sich in Brot und wird sichtbar. Wenn ich ihn esse, wird er unsichtbar. Wenn wir als Kirche Zeichen der Liebe Gottes sind, wird sie sichtbar. Wenn wir als Kirche die Liebe Gottes verdunkeln, wird die Liebe Gottes unsichtbar. Was dann?

Wir laden ein:
7. Sonntag der Osterzeit,
13. Mai 2018, 9:00 Gottesdienst + Sacré Coeur Kaffee im Barat-Saal.
Pfingstsonntag, 20. Mai 2018, 9:00 Gottesdienst + Sacré Coeur Kaffee im Barat-Saal.
Pfingstmontag, 21. Mai 2018, 9:00 Gottesdienst + Sacré Coeur Kaffee im Barat-Saal. Weiterlesen

Christus wird unsichtbar – Christi Himmelfahrt, Lesejahr B

Christi HimmelfahrtIch bin oft in der Entscheidung. In der Früh entscheide ich mich: Setze ich mich in die Stille um mich auf Gott auszurichten oder stürze ich mich gleich in die Aufgaben des Morgens. Wenn ich dann in der Gegenwart Gottes sitze, frage ich mich, ob ich Gott wirklich liebe. Am Abend ist die Entscheidung schwerer. Soll ich Zeit im Bild anschauen, soll ich mir einen Krimi ansehen? Oder soll ich mich in die Stille zurückziehen und den unsichtbaren Gott anbeten? Wer ist in meinem Herzen wichtiger, Krimi oder Christus? Kann ich nicht beides haben? Leichter wäre die Entscheidung, wenn er sichtbar wäre.

Als Jesus dem ungläubigen Thomas erschien, sagte er: „Selig sind die, die nicht sehen und doch glauben.“ Das erinnert mich daran, dass wir in der Zeit nach Christi Himmelfahrt leben. Jesus wechselte in den Himmel und wurde unsichtbar. Aber: Wo bleibt noch etwas von Jesus sichtbar?
OK, ich sehe drei sichtbare Spuren von Jesus, die mir helfen:

  1. Die Feuerzungen kommen von seinem Heiligen Geist auf die Jünger herab und sie werden mutig.
    2. Christus verwandelt sich in Brot und Wein und wird sichtbar.
    3. Wir sind als heilige Kirche ein Zeichen der Liebe Gottes und damit sichtbar.

Vielleicht kommt der Heilige Geist im nächsten Gottesdienst erlebbar auf uns herab.

Wir laden zum 7. Sonntag der Osterzeit ein. 13. Mai 2018, 9:00 Gottesdienst + Sacré Coeur Kaffee im Barat-Saal. Weiterlesen

Christus stillt den Durst – am sechster Sonntag der Osterzeit, Lesejahr B

Innerlich verdursten?

Innerlich verdursten?

Ein Mensch verirrte sich in der Wüste. Die unbarmherzige Sonnenglut hatte ihn ausgedörrt. Da sah er in einiger Entfernung eine Oase.
Aha, eine Fata Morgana, dachte er, eine Luftspiegelung, die mich narrt. In Wirklichkeit ist da nichts. Kurze Zeit später fanden ihn zwei Beduinen tot. „Kannst du so etwas verstehen?“, sagte der eine zum anderen, „Neben der Quelle liegt er verdurstet. Wie ist das möglich?“ Der Mensch musste sich entscheiden. Fata Morgana und verdursten oder zur Quelle gehen und trinken.

Wir leben in der Krise. Dieser Satz eines befreundeten Philosophen führte mich dazu, dem nachzugehen. Krise kommt aus dem Griechischen und heißt Entscheidung. Wir werden vor die Entscheidung gestellt. Es ist die Entscheidung zwischen dem Trinken aus der Quelle und dem Verdursten daneben. Seit sich der Grund von allem in Jesus Christus gezeigt hat, führt er uns in die Krise. Nehmen wir seine Liebe an? Oder ziehen wir uns zurück und nehmen die Gefahr auf uns innerlich zu vertrocknen? Weiterlesen

Das unbekannte Lebewesen – 4. Sonntag der Osterzeit

Lebendig mit JesusEs gibt viele Lebewesen, die beschützt werden müssen. Bienen sind gefährdet, sie brauchen wir, damit unsere Obstblüten bestäubt werden.
Unsere Haustiere beschützen wir. Sie sind uns ans Herz gewachsen. Sorgen bereiten uns unsere Kinder, die wir fördern, fordern und beschützen. Ein Lebewesen ist mir bis jetzt in Vergessenheit geraten. Ich bin so froh, dass mich Romano Guardini daran erinnert hat. Es ist ein Lebewesen, das im Zentrum den Sohn Gottes hat. Ich bilde mit anderen dieses Lebewesen, indem wir, Christinnnen und Christen, eine Beziehung zu Jesus pflegen. Aber vor allem beatmet Christus dieses Lebewesen, weil er in diesen Freundschaften lebt.
Paulus nennt es den mystischen Leib Christi. Er ist wie ein Lebewesen, das atmet und das seit 2000 Jahren – und vielleicht die nächsten 2000 Jahre. Das Atmen ist ein Geben und Nehmen. Im Evangelium sagt Jesus: „Mein Vater liebt mich, weil ich das Leben für euch hingebe und es wieder nehme.“ In diesem Lebewesen leben wir, atmen wir, weinen wir, lachen wir, geben wir und nehmen wir – verbunden mit Christus. Ich möchte dir für so vieles danken, Gott! Weiterlesen