Das Coronavirus und die Angst vor dem Verhungern – Erster Fastensonntag Lesejahr A

Händewaschen ist wichtiger als Hamsterkäufe.

Es kann in diesen Tagen sein, dass Menschen in Hysterie verfallen und glauben, sie müssten riesige Vorratslager anlegen. Jesus bekam großen Hunger als er 40 Tage in der Wüste lebte. Der Versucher kam auf ihn zu und meinte, dass er doch befehlen könne, dass die Steine zu Brot werden. Jesus meisterte die Angst vor dem Verhungern und der Versuchung mit dem Vertrauen auf Gott. Er sagte: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von jedem Wort, das aus Gottes Mund kommt. Dorothee Sölle meinte dazu: Am Brot allein stirbt sogar der Mensch.

Wenn einige in dieser Zeit aus der Angst zu Verhungern unsinnige Hamsterkäufe machen, kann es übel ausgehen. Wie es einem erging, der einen riesigen Vorrat anlegen wollte, zeigt ein eher lustiger Vorfall in Innsbruck, wo ein Mann mit großer Atemmaske und weißen Handschuhen in zwei Supermärkten riesige Mengen einkaufte und sein Motorrad so stark belud, dass er nicht wegfahren konnte. Ein Passant konnte ihm helfen, sodass der Motorradständer hochklappte. Kaum war das Hinterrad am Boden, kippte das Motorrad um und die Fracht knallte auf den Asphalt. Er selbst rollte sich zusammen und kullerte über den Boden. Von solchen Hamsterkäufen ist abzuraten. Hier ist der Link zum Kurier.

Der christliche Glaube hat drei hilfreiche Prinzipien: Hoffnung, Vertrauen und Liebe. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich dadurch realistisch die Probleme angehen kann. Die Orientierung auf Gott hilft mir, nicht in Hysterie zu verfallen.
(Mehr Informationen zum Koronavirus weiter unten)

Wir laden ein:  
1. März 2020 Erster Fastensonntag 9:30 Familienmesse mit der Volksschule, Empfang des Aschenkreuzes, Impuls um 11:00 mit Wolfgang Aumann
8. März 2020 Zweiter Fastensonntag 9:30 Gottesdienst Impuls um 11:00 mit Günter Lenzenhofer

Das ist die gute Nachricht zum Sonntag:
Die Versuchung

Keine Angst vor dem Verhungern!

Jesus wurde vom Heiligen Geist in die Wüste geführt. Er widersteht drei Versuchungen: Steine in Brot verwandeln, sich hinunter stürzen und die Welt beherrschen. Die Gottesbeziehung darf nicht pervertiert werden:

In jener Zeit wurde Jesus vom Geist in die Wüste geführt; dort sollte er vom Teufel versucht werden.

Als er vierzig Tage und vierzig Nächte gefastet hatte, hungerte ihn. Da trat der Versucher an ihn heran und sagte: Wenn du Gottes Sohn bist, so befiehl, dass aus diesen Steinen Brot wird. Er aber antwortete: In der Schrift heißt es: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von jedem Wort, das aus Gottes Mund kommt.

Darauf nahm ihn der Teufel mit sich in die Heilige Stadt, stellte ihn oben auf den Tempel und sagte zu ihm: Wenn du Gottes Sohn bist, so stürz dich hinab; denn es heißt in der Schrift: Seinen Engeln befiehlt er um deinetwillen, und: Sie werden dich auf ihren Händen tragen, damit dein Fuß nicht an einen Stein stößt. Jesus antwortete ihm: In der Schrift heißt es auch: Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht auf die Probe stellen.

Wieder nahm ihn der Teufel mit sich und führte ihn auf einen sehr hohen Berg; er zeigte ihm alle Reiche der Welt mit ihrer Pracht und sagte zu ihm: Das alles will ich dir geben, wenn du dich vor mir niederwirfst und mich anbetest. Da sagte Jesus zu ihm: Weg mit dir, Satan! Denn in der Schrift steht: Den Herrn, deinen Gott, sollst du anbeten und ihm allein dienen.

Darauf ließ der Teufel von ihm ab und siehe, es kamen Engel und dienten ihm. (Evangelium nach Matthäus, Erklärungen im Bibelwerk: Matthäus 4, 1-11)

Gott gibt uns Nahrung.

Den tropischen Wirbelstürmen im vergangenen Jahr hielt in Mosambik vielerorts nur ein Baum stand: der Moringa. So begannen die Menschen, seine Blätter zu essen. Und entdeckten, wie nährstoffreich sie sind. Danke, Gott, du sorgst für uns.

Lesung aus dem Buch Genesis (1):
Da formte Gott, der HERR, den Menschen, Staub vom Erdboden, und blies in seine Nase den Lebensatem. So wurde der Mensch zu einem lebendigen Wesen. Dann pflanzte Gott, der HERR, in Eden, im Osten, einen Garten und setzte dorthin den Menschen, den er geformt hatte. Gott, der HERR, ließ aus dem Erdboden allerlei Bäume wachsen, begehrenswert anzusehen und köstlich zu essen, in der Mitte des Gartens aber den Baum des Lebens und den Baum der Erkenntnis von Gut und Böse.
(Erklärungen im Bibelwerk: Genesis 2,7-9; 3,1-7)

Die Lüge und die Angst vor dem Verhungern

Die Schlange beginnt mit einer Lüge ein Gespräch mit Eva, die eine Symbolfigur für uns Menschen ist. Sie bekommt Angst zu verhungern und übertreibt das Verbot. Da hat die Schlange leichtes Spiel, Misstrauen zwischen Gott und den Menschen zu säen: Wenn ihr davon esst, werdet ihr wie Gott.

Lesung aus dem Buch Genesis (2):
Die Schlange war schlauer als alle Tiere des Feldes, die Gott, der HERR, gemacht hatte. Sie sagte zu der Frau: Hat Gott wirklich gesagt: Ihr dürft von keinem Baum des Gartens essen? Die Frau entgegnete der Schlange: Von den Früchten der Bäume im Garten dürfen wir essen; nur von den Früchten des Baumes, der in der Mitte des Gartens steht, hat Gott gesagt: Davon dürft ihr nicht essen und daran dürft ihr nicht rühren, sonst werdet ihr sterben. Darauf sagte die Schlange zur Frau: Nein, ihr werdet nicht sterben. Gott weiß vielmehr: Sobald ihr davon esst, gehen euch die Augen auf; ihr werdet wie Gott und erkennt Gut und Böse. Da sah die Frau, dass es köstlich wäre, von dem Baum zu essen, dass der Baum eine Augenweide war und begehrenswert war, um klug zu werden. Sie nahm von seinen Früchten und aß; sie gab auch ihrem Mann, der bei ihr war, und auch er aß. Da gingen beiden die Augen auf und sie erkannten, dass sie nackt waren. Sie hefteten Feigenblätter zusammen und machten sich einen Schurz. (Erklärungen im Bibelwerk: Genesis 2,7-9; 3,1-7)

Jesus stellt die Beziehung zu Gott her

Paulus stellte Adam Jesus gegenüber. Als Jude nahm er an, dass Adam als erster Mensch die Distanzierung (Absonderung, Sünde) zu Gott in die Welt brachte. Jesus löste diese Distanzierung auf indem er die Beziehung zu Gott wiederherstellte. Dadurch fließt ein Gnadenstrom von Gott zu uns.  

Lesung aus dem ersten Brief des Apostel Paulus an die Gemeinde in Rom.
Schwestern und Brüder!
Durch einen einzigen Menschen kam die Sünde in die Welt und durch die Sünde der Tod und auf diese Weise der Tod zu allen Menschen gelangte, weil alle sündigten. Sünde war nämlich schon vor dem Gesetz in der Welt, aber Sünde wird nicht angerechnet, wo es kein Gesetz gibt; dennoch herrschte der Tod von Adam bis Mose auch über die, welche nicht durch Übertreten eines Gebots gesündigt hatten wie Adam, der ein Urbild des Kommenden ist.
Doch anders als mit der Übertretung verhält es sich mit der Gnade; sind durch die Übertretung des einen die vielen dem Tod anheimgefallen, so ist erst recht die Gnade Gottes und die Gabe, die durch die Gnadentat des einen Menschen Jesus Christus bewirkt worden ist, den vielen reichlich zuteilgeworden. Und anders als mit dem, was durch den einen Sünder verursacht wurde, verhält es sich mit dieser Gabe: Denn das Gericht führt wegen eines Einzigen zur Verurteilung, die Gnade führt aus vielen Übertretungen zur Gerechtsprechung.
Denn ist durch die Übertretung des einen der Tod zur Herrschaft gekommen, durch diesen einen, so werden erst recht diejenigen, denen die Gnade und die Gabe der Gerechtigkeit reichlich zuteilwurde, im Leben herrschen durch den einen, Jesus Christus. Wie es also durch die Übertretung eines Einzigen für alle Menschen zur Verurteilung kam, so kommt es auch durch die gerechte Tat eines Einzigen für alle Menschen zur Gerechtsprechung, die Leben schenkt. Denn wie durch den Ungehorsam des einen Menschen die vielen zu Sündern gemacht worden sind, so werden auch durch den Gehorsam des einen die vielen zu Gerechten gemacht werden. (Erklärungen im Bibelwerk: Römer 5,12-19)

Liebe Grüße, für dich: Vertrauen in die Zukunft!
Hannes Daxbacher
Sacré Coeur Cafétier und Ostiarius (Türöffner)
Katholische Gottesdienstgemeinde Sacré Coeur, A-3021 Pressbaum, Klostergasse 12

Wie schützen Sie sich vor dem Koronavirus?
Ganz wichtig ist in diesen Tagen Hände waschen, mindestens 20 Sekunden, besser sind 30 Sekunden, wenn Sie währenddessen zweimal Happy Birthday singen oder einmal ein Vater Unser beten, dann sind Sie auf der sicheren Seite. Das sagen mir die medizinischen Fachleute.

ÖSTERREICH: Zwei Telefonnummern sind wichtig: Die Gesundheitsberatung ist mit Tel. 1450 erreichbar. Die Hotline des Sozialministeriums (AGES) zu den Informationen ist Tel. 0800 555621. Die häufig gestellten Fragen finden Sie im Link zum Sozialministerium hier.

Coronavirus in den großen Domen
Der Wiener Stephansdom und der Salzburger Dom haben wegen des Coronavirus Vorsichtsmaßnahmen veranlasst: Um eine Übertragung des Covid-19-Virus möglichst zu verhindern, ist in den beiden Touristenmagneten vorerst das Weihwasser aus den Weihwasserbecken entfernt worden. Es handle sich um ein „erstes symbolisches Zeichen, da das Weihwasserbecken für viele Gläubige und Touristen die erste Kontaktstelle im Dom ist“, und soll die Dombesucher beruhigen, erklärte Christian Herrlich, Kanzleileiter der Wiener Dompfarre, im Gespräch mit der Nachrichtenagentur „Kathpress“ am Mittwoch. Als zusätzliche Maßnahme seien alle Priester und Kommunionspender dazu angehalten, sich vor und nach der Messe die Hände zu desinfizieren.
Quelle: Kathpress
Weiter gehende Maßnahmen hat bislang nur der Salzburger Dom gesetzt. Damit die stark frequentierte Kirche „bestmöglich ‚Corona-sicher‘ gemacht“ wird, verzichte man dort auf die Mundkommunion und den Händedruck beim Friedensgruß, erklärte Domkustos Johann Reißmeier in einer Aussendung am Mittwoch.
Bis auf Weiteres werde im Dom nur mehr die Handkommunion praktiziert, so Reißmeier. Wer die Kommunion spendet, muss zudem im Vorfeld die Hände desinfizieren. Um Körperkontakt zu vermeiden, raten die Salzburger Domverantwortlichen beim Friedensgruß einstweilen zu einem Nicken oder Verbeugen statt des Händeschüttelns. Als weitere Hygienemaßnahme desinfizieren Mesner im Dom mehrmals pro Tag jene Stellen, die Gottesdienstbesucher oder Touristen häufig berühren, beispielsweise Türklinken und Handläufe. Die Erzdiözese Salzburg betont, dass sich diese Maßnahmen nur auf die Domkirche beziehen. Eine Ausweitung auf andere Kirchen sei derzeit nicht notwendig.

In einigen katholischen Gemeinden wird auf die allgemeine Kelchkommunion verzichtet.

Informationen zum Coronavirus
Die Gesundheitsberatung ist über die Telefonnummer 1450 ist erreichbar. Wichtig dann,  
1. wenn Sie sich in den vergangenen 14 Tagen in einem der Risikogebieten (Norditalien, China) aufgehalten haben und
2. wenn Sie grippeähnliche Krankheitssymptome (Fieber, Schwäche, Atemnot) haben.
3. wenn Sie Kontakt mit einem Kranken haben, der diese zwei Kriterien erfüllt.
Coronavirus Hotline des Sozialministeriums (Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH, kurz AGES, 1220 Wien, Spargelfeldstrasse 191) ist 0800 555 621.
Info zur Lage
Fragen zum Coronavirus
INFO zum Coronavirus mit Videos bei der Ö. Agentur f. G. u. E. AGES:

Wie kann ich mich schützen?
Jeanne Turczynski von der Wissenschaftsredaktion des Bayrischen Rundfunks, am Ende des Videos „Die Wahrheit über den neuartigen Coronavirus

Symptome
Das neue Coronavirus, inzwischen von der WHO auf den Namen „2019-nCoV“ getauft, kann die unteren Atemwege befallen und verursacht bei einem Teil der Infizierten Lungenentzündungen. Typische Symptome sind trockener Husten, Fieber und Atemnot. Todesfälle traten bisher vor allem bei Patienten mit Vorerkrankungen auf.

Vorbeugung
Der Virus wird vermutlich ähnlich wie die Grippe per Tröpfcheninfektion übertragen. Um sich vor einer Ansteckung zu wappnen, raten die Behörden, auf Händeschütteln zu verzichten, auf eine gute Handhygiene zu achten und sich oft die Hände zu waschen. In möglicherweise betroffenen Gebieten ist es ratsam, größere Menschenansammlungen zu meiden und Abstand zu Infizierten zu halten. Um selbst andere zu schützen, sollte man beim Husten oder Niesen stets ein Taschentuch verwenden, das man gleich wegwirft; Husten und Niesen zur Not in die Ellenbeuge. Ein Mundschutz hilft kaum gegen Ansteckung, ist aber für Infizierte absolut notwendig.

Behandlung
Bisher sind noch keine Medikamente oder Impfungen bekannt, die 2019-nCoV direkt stoppen können. Deshalb werden Erkrankte vor allem in Bezug auf ihre Beschwerden unterstützt. Sie erhalten, wenn nötig Antibiotika, um bakterielle Zweitinfektionen abzuwehren, Sauerstoff, um das Atmen zu erleichtern, oder auch eine unterstützende Beatmung.
Apotheken-Umschau
Frankfurter Rundschau
WHO

DIE ÖSTERLICHE BUßZEIT IM SACRÉ COEUR      2020
1.Fastensonntag
1.März            9,30     Familienmesse mit der Volksschule Empfang des Aschenkreuzes IMPULS um 11,00 Wolfgang Aumann
2.Fastensonntag 8.März        9,30     Hl. Messe IMPULS um 11,00 Günter Lenzenhofer
3.Fastensonntag 15.März      9,30     Familienmesse – Tauferneuerung der Erstkommunionkinder IMPULS um 11,00 Ingrid Denner-Heinisser
4.Fastensonntag 22.März      9,30     Hl. Messe (Chor + Musikerinnen) Wolfgang möchte wieder die Hl. Messe musikalisch gestalten. IMPULS um 11,00 Michael Scharf
5.Fastensonntag 29.März      9,30     Hl Messe IMPULS um 11,00 Johanna Czech

DIE KARWOCHE
Palmsonntag, 5.April  9,30     Feier des Einzugs Christi in Jerusalem Palmweihe im Birkenhof – Prozession in die Kirche – Passion
Gründonnerstag, 9.April         18,00   Messe vom Letzten Abendmahl
Karfreitag, 10.April     18,00   Die Feier vom Leiden und Sterben Christi

OSTERN
(Kar)Samstag, 11.April           19 Uhr DIE FEIER DER OSTERNACHT
Ostersonntag, 12.April        9,30     HOCHFEST VON DER AUFERSTEHUNG DES HERRN, Taufe von Michael Kilian Heuböck
Ostermontag, 13.April            9,30     Hl. Messe

Wir wünschen eine gute österliche Bußzeit und gesegnete Ostern!

Würz das Leben der Menschen – Fünfter Sonntag im Jahreskreis Lesejahr A

Ich liebe den Spruch von Jesus: Ihr seid das Salz der Erde!

Studien belegen: Menschen, die ihre Speisen salzen, leben gesünder und länger. https://science.orf.at/stories/2929311/

Das Salz ist wie das Leben der Christinnen und Christen.

  • Das Salz würzt die Speisen, damit sie nicht fad schmecken. Wenn wir Christinnen und Christen das Salz der Erde sind, so würzen wir das Leben und stoppen unter anderem die Fadess und das Bore-out.
  • Das Salz ist als weißer Stoff sichtbar und wird in den Speisen unsichtbar. So werden wir, wenn wir die Welt würzen, unsichtbar. Wir geben uns der Aufgabe hin (Hingabe).
  • Wir sind Salz, weil wir in einer Beziehung zu Gott leben. Durch diese Beziehung wird die Welt genießbarer. Wir sind Mitschöpferinnen und Mitschöpfer Gottes.
  • Zum Würzen braucht es wenig Salz. So braucht es auch wenige Christinnen und Christen, um eine große Wirkung zu erzielen.
  • Das Salz weist durch den guten Geschmack auf das Gute und Schöne hin. So weisen wir Christinnen und Christen mit unserem Leben auf das große Du, auf Gott und sein Paradies hin.

Ähnlich ist es mit dem Spruch „Ihr seid das Licht der Welt.

  • Das Licht macht die Welt für uns sichtbar. Ohne Licht würden wir in der Finsternis verkommen. Wir Christinnen und Christen machen als Licht vieles sichtbarer. Das Licht der Aufklärung und der Wissenschaft ist uns nicht fremd.
  • Lange in die Lichtquelle zu schauen ist sinnlos. Wichtiger wird das, was angeschienen wird. So treten wir Christinnen und Christen zurück, aber das, was wir anscheinen, wird sichtbarer. Wenn wir dabei andere Menschen ansehen, sollten wir sie würdigen.
  • Bertolt Brecht schreibt über die Armen: „Denn die einen sind im Dunkeln und die andern sind im Licht, und man siehet die im Lichte, die im Dunkeln sieht man nicht.“ Unsere Aufgabe ist es, in die dunklen Ecken zu leuchten und den Armen in die Augen zu sehen.
  • Wir Christinnen und Christen klagen gerne über die Kirche. Aber wir sind ein Licht, das leuchten will. Es ist besser ein kleines Licht anzuzünden als über die Dunkelheit zu klagen.
  • Unser Licht ist auch immer ein Wegweiser. Wenn wir das Licht nicht verdunkeln, weist es den Weg zu Gott, der alles mit seinem liebevollen Licht durchdringt.

Wir laden ein:
9. Februar 2020, 5. Sonntag im Jahreskreis 9:30 Gottesdienst + Sacré Coeur Kaffee
16. Februar 2020, 6. Sonntag im Jahreskreis 9:30 Gottesdienst + Sacré Coeur Kaffee

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Wenn dein Pferd nicht mehr kann, steig ab – und sattle ein neues – 3. Sonntag der Osterzeit. Lesejahr C

ieva-vizule-1083489-unsplashMit Walter habe ich mich am Bahnhof über die Zukunft der Christenheit unterhalten. Danach fragte ich mich, was mir geholfen hat, meinen Glauben zu bewahren und das waren Freunde und Freundinnen, mit denen ich darüber sprechen konnte. Ich bin auch gern in meinen zwei Bibelrunden, in denen wir das Evangelium zum nächsten Sonntag lesen und meditieren. Vieles können wir hinter uns lassen. Ein Sprichwort sagt: „Wenn dein Pferd nicht mehr kann, steig ab.“ Ich ergänze: „und sattle ein neues“ .
Wir können neu beginnen! – So, ich habe eine Idee. Ich stelle Ihnen drei Fragen:

1. Wie wäre es, wenn Sie einmal einen Menschen fragen würden: „Woran glaubst du zurzeit?“
2. Wie wäre es, wenn Sie Verwandte oder Freunde zu einem Glaubensgespräch einladen würden, um über Gott und die Welt zu reden?
3. Wie wäre es, wenn Sie sich regelmäßig mit Freunden oder Bekannten zu einer Glaubensgruppe treffen? Die Einladenden können dann wechseln.

Beim Treffen könnte man drei Fragen stellen, die man reihum beantworten kann:
A) Wie ist gerade heute deine Situation?
B) Woran glaubst du zurzeit?
C) Welche Sache in der Religion, im Gottesdienst, in der Bibel oder bei Vorbildern hat dir geholfen?

Es gab in Wien einen guten Inspirationstag über Glaubensgespräche, bei dem dieser Satz fiel: „Brennende Herzen machen eine Gemeinde lebendig.“ Hier der Link zum Bericht. Im nächsten Sonntagsevangelium fragt Jesus Petrus: „Hast du mich lieb?“

Wir laden ein:
5. Mai 2019   Dritter Sonntag nach Ostern,
9:00 Gottesdienst + Sacré Coeur Kaffee

5. Mai 2019   Familienmesse, 18:00 + Ministrantenaufnahme, vorbereitet von 4. Klassen.
12. Mai 2019 Vierter Sonntag nach Ostern,
9:00 Gottesdienst + Sacré Coeur Kaffee
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Gefangen in mir selbst? – Zweiter Sonntag nach Ostern. Lesejahr C

Schiele Prediger„Ich bin mitten im Abgrund. Ich spüre meine Haut wie eine Grenze.“ So beschreibt der Ich-Erzähler vor seinem Selbstmord im Roman „Die Ausweitung der Kampfzone“ von Michel Houellebecq seine Situation. „Die Außenwelt ist das, was mich zermalmt. Heilloses Gefühl der Trennung: von nun an bin ich ein Gefangener in mir selbst“. Ich halte es mit dem Philosophen Eric Voegelin, der meint, dass da der Bezug zum göttlichen Grund, zum großen Du und damit auch zur Welt fehlt.

Ähnlich ergeht es Jugendlichen, die sich ritzen. Sie ritzen sich mit spitzen Gegenständen meist in die Unterarme. Grund ist oft eine Traumatisierung durch Missbrauch und Misshandlung. Die Betroffenen beschreiben das Ritzen als verzweifelten Versuch, ein Ventil, eine Öffnung zu schaffen, wieder atmen zu können.

Dies zeigt mir, welche Kraft und Sehnsucht nach Öffnung wir Menschen haben. Aber wenn wir nur in dieser Welt suchen, bleibt die innere Leere und im Extremfall die Sucht. Erst wenn ich den unbegrenzten Gott zulasse, komme ich aus der Gefangenschaft in mir selbst heraus.

Eine Ähnlichkeit zu dieser Ich-Abgeschlossenheit beschreibt das Evangelium des Sonntags. Die Jünger haben die Türen abgeschlossen. Sie fürchteten sich vor der Außenwelt. Was kann ihnen helfen? Weiterlesen

Diese heiligen Tage mit Jesus gehen – Kartage und Osterfest. Lesejahr C

Ich möchte diese heiligen Tage mit Jesus gehen. Er begleitet mich und geht mit mir in meine tiefste Verzweiflung. Mit ihm kann ich seine Verlassenheit in Jerusalem und die Verlassenheit der Menschen um mich herum wahrnehmen. Mit ihm kann ich alles vor unseren Gott-Vater hinlegen: Mein freudig pochendes Herz, mein Leiden und meine Schmerzen. Ich sehne mich mit ihm nach Heilung. Die Welt soll geheilt werden. Die Beziehungen sollen geheilt werden. Die Ängstlichen sollen Mut fassen. Ich sehne mich danach, dass die Finsternis der Gottferne mit dem Licht des Glaubens erhellt wird. Ich möchte, dass alle Menschen nicht nur nach dem Tod eine Auferstehung erfahren, sondern in der Gegenwart. Die Auferstehung schenkt Gott jetzt. Ich kann mit Jesus auferstehen und ein neues Leben beginnen. Ja, mit ihm werde ich mutig und – froh.

Wir laden ein: Gründonnerstag 18. April.2019, 18:00 Gottesdienst (Michael Scharf)
Karfreitag 19. April.2019, 18:00 Gottesdienst (Michael Scharf)
Karsamstag 20. April.2019, Jesus führt die Toten aus dem Totenreich. Ende der Fastenzeit
Osternacht Samstag, 20. April.2019, 19:00 Gottesdienst (Michael Scharf) + Brot und Wein
Ostersonntag 21. April 2019, 9:00 Gottesdienst (Michael Scharf) + Sacré Coeur Kaffee
Ostermontag 22. April 2019, 9:00 Gottesdienst (Karl Rühringer) + Sacré Coeur Kaffee Weiterlesen

Gott ist auferstanden! Ostersonntag, Lesejahr B

Der Auferstandene bei Jüngern in Emmaus

Der Auferstandene bei Jüngern in Emmaus

Jesus zeigt sich in seinem Auftreten als Gott. Bei seiner Taufe, bei den Heilungen, bei der Verklärung. Trotzdem wird er geschlagen. Gott wird ausgelacht und verspottet. Gott bekommt eine Dornenkrone aufgesetzt. Gott wird verurteilt. Gott wird gegeißelt. Gott muss sein Kreuz tragen. Gott fällt unter dem Kreuz. Gott begegnet seiner irdischen Mutter. Simon von Cyrene hilft Gott das Kreuz tragen. Gott begegnet den weinenden Frauen. Gott wird seiner Kleider beraubt. Gott wird ans Kreuz geschlagen. Gott stirbt als Mensch am Kreuz. Gott wird vom Kreuz abgenommen und in den Schoß seiner irdischen Mutter gelegt. Der heilige Leichnam wird in das Grab gelegt.
Am dritten Tag steht Gott mit seinem menschlichen Leib auf. Das Grab ist leer. Gott kommt als Paradiesgärtner (wie zu Adam und Eva) zu Maria Magdalena. Gott erscheint den Jüngerinnen und Jüngern, bricht das Brot und isst mit ihnen Brot und Fisch. Gott ist auferstanden!
Die Royal Choral Society in England singt seit 1876 jeden Karfreitag Händels Messias in der Royal Albert Hall. Hier das Halleluja. Der Text: Halleluja! Denn Gott der Herr regieret allmächtig. Das Königreich der Welt ist fortan das Königreich des Herrn und seines Christ; und er regiert auf immer und ewig: Herr der Herrn, der Welten Gott. Halleluja! Weiterlesen

Palmkätzchen für Jesus! Palmsonntag der Fastenzeit, Lesejahr B

Simon von Cyrene hilft Jesus das Kreuz tragen. 5. Kreuzwegstation. Bild von Sieger Köder

Ich freue mich so für den Lehrer Akoto in Ghana: Der EDV-Lehrer hatte keinen Computer für seine Schüler und zeichnete stattdessen das Programm „Word“ an die Tafel. Eine Freundin machte das bekannt und es fanden sich Menschen, die seine Klassen mit Computern unterstützten. Microsoft lud Richard Appiah Akoto sogar zu einer Tagung für digitale Bildung nach Singapur ein. Er hat auf Facebook unter Owura Kwadwo Hottish ein Lied veröffentlicht: Singing Hallelujah, Amen, Amen. Jesus standing as the conquerer. … Saved by grace, not by might. … Singing Hallelujah, Amen, Amen.
Das Lied könnte am Palmsonntag gesungen werden, wenn Jesus unter Hosianna als Erlöser in Jerusalem und in die Kirche einzieht. In der folgenden Passionsgeschichte gefällt mir, dass Simon von Cyrene dem Sohn Gottes half das Kreuz zu tragen. Wenn ich an die Leidenden in meiner Umgebung denke, dann gibt es einige, die solche Simon von Cyrene sind. Weiterlesen