Allerheiligen: Die Gräber und die Heiligen im Himmel

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Ich liebe die Seligpreisungen von Jesus. Sie beginnen mit der Situation, in der ich arm bin vor Gott. Das ist die Situation der Ohnmacht. Ich bin arm an Leistung, ich kann nichts vorweisen. Trotzdem werde ich mit dem Himmelreich beschenkt. Wenn eine geliebte Person gestorben ist oder jemand mich verlassen hat, trauere ich, und schreie meinen Schmerz ohnmächtig zu Gott. Oh Wunder, ich werde von ihm getröstet. Wenn ich keine Gewalt anwenden wollte, vor der Aggression geflohen bin, bin ich verzweifelt und erlebe die Ohnmacht. Doch oh Wunder, Gott schenkt mir neues Land.

Das Fest Allerheiligen zeigt, dass wir nicht nur eine Versammlung von Christinnen und Christen auf der Erde sind, sondern dass die Menschen im Himmel, Heilige und Verstorbene, auch zur Kirche gehören. Wir feiern die Messe mit ihnen.

Link zu Liebe, Tod und Halloween

Wir laden ein:
Freitag, 1. November 2019, Allerheiligen, 9:30 Gottesdienst + Sacré Coeur Kaffee
3. November 2019, 31. Sonntag im Jahreskreis, 9:30 Gottesdienst + Sacré Coeur Kaffee

Hier kommt die gute Nachricht zum Allerheiligenfest:
Wir sind selig
Jesus beglückwünscht die Jüngerinnen und Jünger. Das griechische Wort makários bedeutet glücklich. Glücklich gepriesen werden Menschen, weil sie nicht nur das Richtige tun, sondern weil Gott sie bei diesem Tun machtvoll unterstützt und ihnen die Fülle des Lebens schenkt.
In jener Zeit, als Jesus die vielen Menschen sah, stieg er auf den Berg. Er setzte sich und seine Jünger traten zu ihm. Und er öffnete seinen Mund, er lehrte sie und sprach: Selig, die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Himmelreich. Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden. Selig die Sanftmütigen; denn sie werden das Land erben. Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit; denn sie werden gesättigt werden. Selig die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden. Selig, die rein sind im Herzen; denn sie werden Gott schauen. Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Kinder Gottes genannt werden. Selig, die verfolgt werden um der Gerechtigkeit willen; denn ihnen gehört das Himmelreich. Selig seid ihr, wenn man euch schmäht und verfolgt und alles Böse über euch redet um meinetwillen. Freut euch und jubelt: Denn euer Lohn wird groß sein im Himmel. So wurden nämlich schon vor euch die Propheten verfolgt. (Evangelium nach Matthäus 5,1-12a und Erklärung im Bibelwerk)

So schön und großartig ist es bei Gott!
Im Hintergrund unseres Universums liegt die Welt Gottes, in der sich das Eigentliche und Wesentliche vollzieht und wo sich abzeichnet, wie Gott rettet und heilt. Der Seher Johannes wirft einen Blick darauf und soll uns mitteilen, wie gut und schön es Menschen bei Gott haben.
Lesung aus der Offenbarung des Johannes:
Ich, Johannes, sah vom Aufgang der Sonne her einen anderen Engel emporsteigen; er hatte das Siegel des lebendigen Gottes und rief den vier Engeln, denen die Macht gegeben war, dem Land und dem Meer Schaden zuzufügen, mit lauter Stimme zu und sprach: Fügt dem Land, dem Meer und den Bäumen keinen Schaden zu, bis wir den Knechten unseres Gottes das Siegel auf die Stirn gedrückt haben! Und ich erfuhr die Zahl derer, die mit dem Siegel gekennzeichnet waren. Es waren hundertvierundvierzigtausend aus allen Stämmen der Söhne Israels, die das Siegel trugen. Danach sah ich und siehe, eine große Schar aus allen Nationen und Stämmen, Völkern und Sprachen; niemand konnte sie zählen.
Sie standen vor dem Thron und vor dem Lamm, gekleidet in weiße Gewänder, und trugen Palmzweige in den Händen. Sie riefen mit lauter Stimme und sprachen: Die Rettung kommt von unserem Gott, der auf dem Thron sitzt, und von dem Lamm. Und alle Engel standen rings um den Thron, um die Ältesten und die vier Lebewesen. Sie warfen sich vor dem Thron auf ihr Angesicht nieder, beteten Gott an und sprachen: Amen, Lob und Herrlichkeit, Weisheit und Dank, Ehre und Macht und Stärke unserem Gott in alle Ewigkeit. Amen. Da nahm einer der Ältesten das Wort und sagte zu mir: Wer sind diese, die weiße Gewänder tragen, und woher sind sie gekommen? Ich erwiderte ihm: Mein Herr, du weißt das. Und er sagte zu mir: Dies sind jene, die aus der großen Bedrängnis kommen; sie haben ihre Gewänder gewaschen und im Blut des Lammes weiß gemacht. (Erklärung im Bibelwerk: Offb 7,2-4.9-14)

Gott, ich sehne mich nach deiner Überraschung!
Wir Christinnen und Christen sind Söhne und Töchter Gottes, die noch auf die Überraschung warten. Mit uns passiert noch etwas Liebevolles und wir werden auch Gott Vater dann sehen.
Lesung aus dem ersten Johannesbrief:
Schwestern und Brüder!
Seht, welche Liebe uns der Vater geschenkt hat: Wir heißen Kinder Gottes und wir sind es. Deshalb erkennt die Welt uns nicht, weil sie ihn nicht erkannt hat. Geliebte, jetzt sind wir Kinder Gottes. Doch ist noch nicht offenbar geworden, was wir sein werden. Wir wissen, dass wir ihm ähnlich sein werden, wenn er offenbar wird; denn wir werden ihn sehen, wie er ist. Jeder, der diese Hoffnung auf ihn setzt, heiligt sich, so wie er heilig ist. (Bibelwerk: 1 Joh 3,1-3)

INFORMATIONEN:
. In einer politisch turbulenten Zeit wird für die Politiker und Politikerinnen Österreichs gebetet, damit der Heilige Geist sie inspiriert: www.prayforaustria.at. W. Sandler: Wenn wir beten, kann Gott helfen.
. Hilfe für Arme, angeregt von Heiligen Geist: Caritas
. Hilfe für Christinnen und Christen in Not. Der Heilige Geist ist ihr Beistand in der Not.
. Glauben. Leben heißt die App für Handys der Erzdiözese Wien mit Evangelium zum Tag, den Gottesdiensten der Umgebung, interaktiven Gebeten und den Tagesheiligen.
. Die Bischöfe Österreichs laden ein, jeden Tag für einen Jugendlichen zu beten.

Liebe Grüße, mein Wunsch für dich: Liebe!
Hannes Daxbacher

Sacré Coeur Cafétier und Ostiarius (Türöffner)

Katholische Gottesdienstgemeinde Sacré Coeur, 3021 Pressbaum, Klostergasse 12

Es bricht eine andere Welt herein – Heiliger Abend und Christtag Lesejahr C

Das Licht Gottes: Ein Kind in der Krippe

Das Licht Gottes: Ein Kind in der Krippe

Ich liebe diese Hirten, die auf dem Feld Nachtwache bei ihrer Herde hielten. Dass ein Engel kommt und der Glanz Gottes sie umstrahlt, war für sie nicht vorhersehbar. Denn das war etwas entgegen aller bekannten physikalischen Gesetze und die Hirten waren arm, aber nicht blöd. Dass ihnen ein Engel erscheint, konnten sie in ihren kühnsten Träumen nicht erwarten. Ich kenne Mitmenschen, die solche Engelerscheinungen nicht wollen. Sie wollen, dass alles planbar bleibt. Wenn Engel erscheinen, dann bricht eine andere Welt herein und vieles ist nicht mehr verfügbar und kontrollierbar. Ich wäre auch fassungslos, wenn der Glanz Gottes um mich herum strahlt. Ich weiß nicht, ob mich der Engel mit „Fürchte dich nicht!“ beruhigen könnte. Auch nicht mit dem Zweiten: „Ich verkünde dir eine große Freude. Heute kommt Gottes Sohn.“ Ich wäre tief erschüttert. Der große Theologe Romano Guardini kniete allein schon bei solch einem Gedanken vor Anbetung nieder. Vielleicht sollte ich doch das Unerwartete erwarten. Vielleicht sollte ich doch zur Krippe gehen. Weiterlesen

Mein Reich ist nicht von diesem Universum – Dreiunddreißigster Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr B

AndromedanebelIch staune. Das Universum ist vor 13,8 Milliarden Jahren entstanden. Es dehnt sich immer weiter aus. Das ist das Standardmodell der Naturwissenschaft. Ich staune immer wieder über die Größe des Universums. Es hat Milliarden von Galaxien und jede Galaxie hat Milliarden von Sonnen. Im jüdischen und christlichen Glauben ist der Schöpfer des Universums noch größer. Das erstaunt mich noch mehr, kann ich doch mit ihm eine Du-Beziehung pflegen.
Dass dieser große Gott Mensch geworden ist, kann ich kaum glauben. Wenn man das Universum genauer ansieht, erkennt man, dass es immer kälter wird. Die Lebewesen in ihm sind dem Sterben und dem Tod ausgeliefert. Aus diesem dem Tod verfallenen Universum rettet uns, ich staune, gerade Jesus. Er kam nach seinem Tod aus dem Bereich der Toten zurück. Das feiern wir jeden Sonntag. Wir glauben, dass er derjenige ist, der uns vom endgültigen Tod befreit. Die Panikattacken sind vorbei. Er kommt aus der Tiefe des Universums zu uns und schenkt uns die ewige Heimat. Wow! Weiterlesen

Nur dem Mächtigsten! Am 3. Adventsonntag

Christophorus will dem Mächtigsten dienen

Christophorus will dem Mächtigsten dienen

Ich liebe den Heiligen Christoph. Er hat vieles gemeinsam mit Johannes dem Täufer, der auch nur dem mächtigen Messias dienen wollte.
Der Heilige Christophorus hieß ursprünglich Phorus, das heißt Träger. Zuerst diente er einem mächtigen Herzog
.
Da merkte er, dass der Herzog sich vor dem König niederwarf und dieser mächtiger war. Er ging zum König, um bei ihm Dienst zu tun. Aber beim Lied eines durchreisenden Sängers beobachtete er, wie der König beim Wort „Teufel“ zusammenzuckte. Zur Rede gestellt, bekannte der König, dass er nur vor einem in der Welt Angst habe, vor dem Satan.
Phorus machte sich auf die Suche nach dem Teufel. Er trat in den Dienst Satans, der mit seiner Truppe raubend und mordend durch die Lande zog. Bis auch dieser Angst bekam. Er wich einem Kreuz am Weg aus. Phorus bemerkte es und trennte sich von Satan. Jetzt suchte Phorus nach dem, der noch stärker war.
Aber die Suche gestaltete sich schwierig. Erst ein Einsiedler gab ihm den Hinweis, er solle die Menschen durch den angrenzenden reißenden Fluss tragen, weil er doch so groß und stark sei. Dann diene er Christus, dem höchsten Herrn.
Eines Nachts hörte er eine Kinderstimme rufen: „Phorus, trage mich hinüber!“ Vor seiner Hütte konnte er aber niemanden finden. Erst beim dritten Ruf sah er ein Kind, das er auf seine Schultern setzte. Im Wasser wurde ihm die Last immer schwerer, das Wasser wurde höher und höher; er fürchtete zu ertrinken und glaubte, die ganze Welt läge auf seinen Schultern. „Mehr als die Welt trägst du auf deinen Schultern“, sagte ihm das Kind, „du trägst den Herrn, der diese Welt erschaffen hat. Ich bin Jesus Christus, dem du in dieser Arbeit dienst.“ Und es drückte ihn unter Wasser und taufte ihn.
Er hatte jetzt den Namen Christo-Phorus, das bedeutet Christusträger. Auf Christi Geheiß hin steckte er seinen Stab in den Boden. Am nächsten Morgen grünte und blühte er und trug Früchte.
            Ich liebe dieses Kind, das unter uns geboren wird, mächtiger als das Universum ist, unser Leben aufblühen und Früchte tragen lässt. Weiterlesen

Alles läuft auf Christus zu Am 34. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr A

Alles läuft auf Christus zu

Ich liebe das Universum. Es hat noch viele Geheimnisse. Aber ob es sich immer weiter und weiter ausdehnt oder sich wieder zusammenzieht ist noch unklar.
Jedenfalls dehnt es sich immer schneller aus und die dunkle Materie gibt Rätsel auf. Die Naturwissenschaft löst immer mehr Rätsel. In unserem christlichen Glauben fördert Gott die Wissenschaft.
Dadurch ändert sich das Weltbild, aber nicht der Glaube. Der Glaube sagt: Das Universum hat sein Ziel in Gott. Die Schöpfung hat sein Ziel im kosmischen Christus.
In unserer Religion ist Gott der Anfang und das Ende, das Alpha und das Omega, der Urheber des Urknalls und der Vollender des Universums. Er ist der Urgrund der biologischen Evolution und der Inspirator der kulturellen Geschichte. Jeder Mensch ist Teil der Evolution und Teil der Geschichte und wir alle haben das Ziel in Gott und dem kosmischen Christus. Weiterlesen