Es bricht eine andere Welt herein – Heiliger Abend und Christtag Lesejahr C

Das Licht Gottes: Ein Kind in der Krippe

Das Licht Gottes: Ein Kind in der Krippe

Ich liebe diese Hirten, die auf dem Feld Nachtwache bei ihrer Herde hielten. Dass ein Engel kommt und der Glanz Gottes sie umstrahlt, war für sie nicht vorhersehbar. Denn das war etwas entgegen aller bekannten physikalischen Gesetze und die Hirten waren arm, aber nicht blöd. Dass ihnen ein Engel erscheint, konnten sie in ihren kühnsten Träumen nicht erwarten. Ich kenne Mitmenschen, die solche Engelerscheinungen nicht wollen. Sie wollen, dass alles planbar bleibt. Wenn Engel erscheinen, dann bricht eine andere Welt herein und vieles ist nicht mehr verfügbar und kontrollierbar. Ich wäre auch fassungslos, wenn der Glanz Gottes um mich herum strahlt. Ich weiß nicht, ob mich der Engel mit „Fürchte dich nicht!“ beruhigen könnte. Auch nicht mit dem Zweiten: „Ich verkünde dir eine große Freude. Heute kommt Gottes Sohn.“ Ich wäre tief erschüttert. Der große Theologe Romano Guardini kniete allein schon bei solch einem Gedanken vor Anbetung nieder. Vielleicht sollte ich doch das Unerwartete erwarten. Vielleicht sollte ich doch zur Krippe gehen. Weiterlesen

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Mein Reich ist nicht von diesem Universum – Dreiunddreißigster Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr B

AndromedanebelIch staune. Das Universum ist vor 13,8 Milliarden Jahren entstanden. Es dehnt sich immer weiter aus. Das ist das Standardmodell der Naturwissenschaft. Ich staune immer wieder über die Größe des Universums. Es hat Milliarden von Galaxien und jede Galaxie hat Milliarden von Sonnen. Im jüdischen und christlichen Glauben ist der Schöpfer des Universums noch größer. Das erstaunt mich noch mehr, kann ich doch mit ihm eine Du-Beziehung pflegen.
Dass dieser große Gott Mensch geworden ist, kann ich kaum glauben. Wenn man das Universum genauer ansieht, erkennt man, dass es immer kälter wird. Die Lebewesen in ihm sind dem Sterben und dem Tod ausgeliefert. Aus diesem dem Tod verfallenen Universum rettet uns, ich staune, gerade Jesus. Er kam nach seinem Tod aus dem Bereich der Toten zurück. Das feiern wir jeden Sonntag. Wir glauben, dass er derjenige ist, der uns vom endgültigen Tod befreit. Die Panikattacken sind vorbei. Er kommt aus der Tiefe des Universums zu uns und schenkt uns die ewige Heimat. Wow! Weiterlesen

Nur dem Mächtigsten! Am 3. Adventsonntag

Christophorus will dem Mächtigsten dienen

Christophorus will dem Mächtigsten dienen

Ich liebe den Heiligen Christoph. Er hat vieles gemeinsam mit Johannes dem Täufer, der auch nur dem mächtigen Messias dienen wollte.
Der Heilige Christophorus hieß ursprünglich Phorus, das heißt Träger. Zuerst diente er einem mächtigen Herzog
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Da merkte er, dass der Herzog sich vor dem König niederwarf und dieser mächtiger war. Er ging zum König, um bei ihm Dienst zu tun. Aber beim Lied eines durchreisenden Sängers beobachtete er, wie der König beim Wort „Teufel“ zusammenzuckte. Zur Rede gestellt, bekannte der König, dass er nur vor einem in der Welt Angst habe, vor dem Satan.
Phorus machte sich auf die Suche nach dem Teufel. Er trat in den Dienst Satans, der mit seiner Truppe raubend und mordend durch die Lande zog. Bis auch dieser Angst bekam. Er wich einem Kreuz am Weg aus. Phorus bemerkte es und trennte sich von Satan. Jetzt suchte Phorus nach dem, der noch stärker war.
Aber die Suche gestaltete sich schwierig. Erst ein Einsiedler gab ihm den Hinweis, er solle die Menschen durch den angrenzenden reißenden Fluss tragen, weil er doch so groß und stark sei. Dann diene er Christus, dem höchsten Herrn.
Eines Nachts hörte er eine Kinderstimme rufen: „Phorus, trage mich hinüber!“ Vor seiner Hütte konnte er aber niemanden finden. Erst beim dritten Ruf sah er ein Kind, das er auf seine Schultern setzte. Im Wasser wurde ihm die Last immer schwerer, das Wasser wurde höher und höher; er fürchtete zu ertrinken und glaubte, die ganze Welt läge auf seinen Schultern. „Mehr als die Welt trägst du auf deinen Schultern“, sagte ihm das Kind, „du trägst den Herrn, der diese Welt erschaffen hat. Ich bin Jesus Christus, dem du in dieser Arbeit dienst.“ Und es drückte ihn unter Wasser und taufte ihn.
Er hatte jetzt den Namen Christo-Phorus, das bedeutet Christusträger. Auf Christi Geheiß hin steckte er seinen Stab in den Boden. Am nächsten Morgen grünte und blühte er und trug Früchte.
            Ich liebe dieses Kind, das unter uns geboren wird, mächtiger als das Universum ist, unser Leben aufblühen und Früchte tragen lässt. Weiterlesen

Alles läuft auf Christus zu Am 34. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr A

Alles läuft auf Christus zu

Ich liebe das Universum. Es hat noch viele Geheimnisse. Aber ob es sich immer weiter und weiter ausdehnt oder sich wieder zusammenzieht ist noch unklar.
Jedenfalls dehnt es sich immer schneller aus und die dunkle Materie gibt Rätsel auf. Die Naturwissenschaft löst immer mehr Rätsel. In unserem christlichen Glauben fördert Gott die Wissenschaft.
Dadurch ändert sich das Weltbild, aber nicht der Glaube. Der Glaube sagt: Das Universum hat sein Ziel in Gott. Die Schöpfung hat sein Ziel im kosmischen Christus.
In unserer Religion ist Gott der Anfang und das Ende, das Alpha und das Omega, der Urheber des Urknalls und der Vollender des Universums. Er ist der Urgrund der biologischen Evolution und der Inspirator der kulturellen Geschichte. Jeder Mensch ist Teil der Evolution und Teil der Geschichte und wir alle haben das Ziel in Gott und dem kosmischen Christus. Weiterlesen