Rache oder Verzeihen? – am 24. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr A

Ich werde von Gott beschenktIch erlebe mich in den ersten Tagen meiner Pension als Beschenkter. Ich bin erfüllt von Dankbarkeit. Ich denke, wir alle werden soooooo beschenkt von Gott, wir sind im Strom der Gnade! Gott, ich danke dir für die vielen Geschenke in meinem Leben!
Auch dir, Heiliger Geist, möchte ich für die Weisheit danken, für die Weisheit der Liebe, der Vernunft und des Verzeihens. Das Verzeihen löst von Verstrickung und eröffnet neue Perspektiven.

Hier kommt das Evangelium zum Sonntag: Ich will verzeihen.
Die Matthäusgemeinde erinnert daran, dass Jesus den Auftrag gibt, dem Anderen zu verzeihen. Wer nicht verzeiht wird vom König verlassen und das schmerzt.

In jener Zeit trat Petrus zu Jesus und fragte: Herr, wie oft muss ich meinem Bruder vergeben, wenn er sich gegen mich versündigt? Siebenmal? Jesus sagte zu ihm: Nicht siebenmal, sondern siebenundsiebzigmal. Mit dem Himmelreich ist es deshalb wie mit einem König, der beschloss, von seinen Dienern Rechenschaft zu verlangen. Als er nun mit der Abrechnung begann, brachte man einen zu ihm, der ihm zehntausend Talente schuldig war. Weil er aber das Geld nicht zurückzahlen konnte, befahl der Herr, ihn mit Frau und Kindern und allem, was er besaß, zu verkaufen und so die Schuld zu begleichen. Da fiel der Diener vor ihm auf die Knie und bat: Hab Geduld mit mir! Ich werde dir alles zurückzahlen. Der Herr hatte Mitleid mit dem Diener, ließ ihn gehen und schenkte ihm die Schuld. Als nun der Diener hinausging, traf er einen anderen Diener seines Herrn, der ihm hundert Denare schuldig war. Er packte ihn, würgte ihn und rief: Bezahl, was du mir schuldig bist! Da fiel der andere vor ihm nieder und flehte: Hab Geduld mit mir! Ich werde es dir zurückzahlen. Er aber wollte nicht, sondern ging weg und ließ ihn ins Gefängnis werfen, bis er die Schuld bezahlt habe. Als die übrigen Diener das sahen, waren sie sehr betrübt; sie gingen zu ihrem Herrn und berichteten ihm alles, was geschehen war. Da ließ ihn sein Herr rufen und sagte zu ihm: Du elender Diener! Deine ganze Schuld habe ich dir erlassen, weil du mich so angefleht hast. Hättest nicht auch du mit jenem, der gemeinsam mit dir in meinem Dienst steht, Erbarmen haben müssen, so wie ich mit dir Erbarmen hatte? Und in seinem Zorn übergab ihn der Herr den Folterknechten, bis er die ganze Schuld bezahlt habe. Ebenso wird mein himmlischer Vater jeden von euch behandeln, der seinem Bruder nicht von ganzem Herzen vergibt.(Evangelium nach Matthäus 18, 21-35)

  1. Lesung aus Buch Jesus Sirach: Ich denke an das Ende. Das gibt mir Kraft.
    Die Lebensweisheit besteht darin, keine Rache zu üben.

Groll und Zorn, auch diese sind abscheulich, nur der Sünder hält daran fest. Wer sich rächt, an dem rächt sich der Herr; dessen Sünden behält er im Gedächtnis. Vergib deinem Nächsten das Unrecht, dann werden dir, wenn du betest, auch deine Sünden vergeben. Der Mensch verharrt im Zorn gegen den andern, vom Herrn aber sucht er Heilung zu erlangen? Mit seinesgleichen hat er kein Erbarmen, aber wegen seiner eigenen Sünden bittet er um Gnade? Obwohl er nur ein Wesen aus Fleisch ist, verharrt er im Groll, wer wird da seine Sünden vergeben? Denk an das Ende, lass ab von der Feindschaft, denk an Untergang und Todund bleib den Geboten treu! Denk an die Gebote und grolle dem Nächsten nicht, denk an den Bund des Höchsten und verzeih die Schuld!(Jesus Sirach 27, 30 – 28,7)

  1. Lesung aus dem Brief des Apostel Paulus an die Römer: Ich lebe für jemanden.
    Paulus ermahnt die römische Gemeinde, auf Christus zu schauen, denn wir leben immer in Beziehung.

Keiner von uns lebt sich selber und keiner stirbt sich selber: Leben wir, so leben wir dem Herrn, sterben wir, so sterben wir dem Herrn. Ob wir leben oder ob wir sterben, wir gehören dem Herrn. Denn Christus ist gestorben und lebendig geworden, um Herr zu sein über Tote und Lebende.(Römer 14,7-9)

Wir laden ein:

  1. Sonntag im Jahreskreis, 17. September 2017, 9:00 Gottesdienst +SC Kaffee im Barat-Saal, Lesejahr A
  2. Sonntag im Jahreskreis, 24. September 2017, 9:00 Gottesdienst +SC Kaffee im Barat-Saal, Lesejahr A

Informationen:

  • Die Charismatische Erneuerung lässt sich auf den Heiligen Geist ein
  • Al Massira – ein Glaubenskurs für Muslime eröffnet neue Perpsektiven: Al Massira: Ein offener Raum, den Propheten zu folgen und dem Messias zu begegnen, Al Massira (arab. „Die Reise“) ist ein neuer Grundlagenkurs, der hilft, gemeinsam mit Freunden den Glauben an den Messias zu entdecken. Dieser Kurs ist besonders ansprechend für Menschen aus dem kulturellen Hintergrund des Nahen Ostens oder Nordafrikas, aber auch darüber hinaus.Al Massira ist:
    Ein chronologischer Einblick in die Bibel, der die Heilsgeschichte Gottes und seines Messias vom Alten Testament her erklärt
    · Eine Serie von 13 Kurzfilmen mit anschließender strukturierter Diskussion anhand vorbereiteter Fragen und Kursunterlagen
    · Entwickelt für kleine Gruppen mit Freunden
    · Tonspur in Arabisch und Englisch (Türkisch & Persisch in Vorbereitung)
    · mit Untertiteln in Deutsch, Englisch, Französisch, u. v. m.
    Das nächste Training zum Durchführen eines Kurses ist am16. – 17. 09. 2017 in Wien.

Liebe Grüße und für dich: Gottes Herrlichkeit in der Natur!
Hannes Daxbacher

Sacré Coeur Cafétier und Ostiarius

Katholische Gottesdienstgemeinde Sacré Coeur, 3021 Pressbaum, Klostergasse 12, Österreich

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Soll ich es persönlich nehmen? Dreifaltigkeitssonntag – Sonntag nach Pfingsten, Lesejahr A

Auch Kellner können sich irrenGestern hatte ich ein komisches Erlebnis. Ich war mit Freunden in einem Lokal und das Essen für einen von uns kam und kam nicht. Unser Freund regte sich ungemein auf und meinte: „Eine halbe Stunde warte ich schon!“ Ich holte den Kellner und dieser entschuldigte sich. Er habe bei der Eingabe einen Fehler gemacht. Unser Freund beruhigte sich aber nicht und nahm es persönlich: „Wir kommen nur zum Zahlen!“ Der Kellner meinte: „Jeder kann einmal einen Fehler machen.“ Beim Zahlen wurde uns der Kaffee erlassen. Danach gab es ein ehrliches Gespräch darüber, warum wir etwas persönlich nehmen. Im Gottesdienst hören wir, dass Gott einiges nicht persönlich nimmt.

Hier kommt das Evangelium zum Sonntag: Gott befreit mich von meinem eigenen Todesurteil

Die Gemeinde des Johannes erinnert sich an die ursprüngliche Absicht Gottes. Der Mensch schließt sich aus der der Liebe aus und spricht über sich selber das Todesurteil. Deswegen schickt Gott seinen Sohn, damit die Glaubenden das Leben haben und es in Fülle haben.

Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat. Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird. Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer nicht glaubt, ist schon gerichtet, weil er an den Namen des einzigen Sohnes Gottes nicht geglaubt hat. (Evangelium nach Johannes, Erklärungen im Bibelwerk: Johannes 3,16-18)

  1. Lesung aus dem Buch Exodus: Jahwe kommt Moses und uns entgegen.

Die jüdischen Gemeinden erinnern sich beim Pfingstfest Schawuot an den neuerlichen Empfang der Zehn Gebote am Berg Sinai und der Begegnung Mose mit Gott, der dem Volk die Schuld und die Sünden verzeiht.

In jenen Tagen stand Mose am Morgen zeitig auf und ging auf den Sinai hinauf, wie es ihm der Herr aufgetragen hatte. Die beiden steinernen Tafeln nahm er mit. Der Herr aber stieg in der Wolke herab und stellte sich dort neben ihn hin. Er rief den Namen Jahwe aus. Der Herr ging an ihm vorüber und rief: Jahwe ist ein barmherziger und gnädiger Gott, langmütig, reich an Huld und Treue. Sofort verneigte sich Mose bis zur Erde und warf sich zu Boden. Er sagte: Wenn ich deine Gnade gefunden habe, mein Herr, dann ziehe doch mein Herr mit uns. Es ist zwar ein störrisches Volk, doch vergib uns unsere Schuld und Sünde und lass uns dein Eigentum sein! (Erklärungen im Bibelwerk: Exodus 34,4b-6.8-9)

  1. Lesung aus dem zweiten Brief des Apostel Paulus an die Korinther: Die Gnade Jesu Christi, des Herrn, die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen.
    Paulus gibt der zerstrittenen Gemeinde in Korinth die Ermahnung, eines Sinnes zu sein. Dann kann auch Gott anwesend sein.

Liebe Schwestern und Brüder! Freut euch, kehrt zur Ordnung zurück, lasst euch ermahnen, seid eines Sinnes und lebt in Frieden! Dann wird der Gott der Liebe und des Friedens mit euch sein. Grüßt einander mit dem heiligen Kuss! Es grüßen euch alle Heiligen. Die Gnade Jesu Christi, des Herrn, die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen! (Erklärungen im Bibelwerk: 2Korinther 13,11-13)

Wir laden ein:

Dreifaltigkeitssonntag – 1. Sonntag nach Pfingsten 11. Juni 2017 9:00 Gottesdienst +SC Kaffee im Barat-Saal, Vatertag
(Fronleichnam Donnerstag, 15. Juni 2017. Bitte besuchen Sie die Pfarrgemeinden der Umgebung)

  1. Sonntag im Jahreskreis 18. Juni 2017 9:00 Gottesdienst +SC Kaffee im Barat-Saal

Liebe Grüße und für dich: Gottes Geist!
Hannes Daxbacher

 

Sacré Coeur Cafétier und Ostiarius

Katholische Gottesdienstgemeinde Sacré Coeur, 3021 Pressbaum, Klostergasse 12, Österreich
Gottesdienst an Sonn- und Feiertagen: 9:00