Er kommt zu dir in liebevoller Herrlichkeit – 1. Adventsonntag im Lesejahr C

Lichterkranz in unserer DunkelheitDie erste Kerze können wir am Adventkranz anzünden. Der Adventkranz wird zum Lichterkranz in unserer Dunkelheit. Es ist eine gute Nachricht. Der heilende Erlöser kommt. Er kommt unsichtbar im Hintergrund immer näher. Wir sehen nicht nur Zeichen der Katastrophe, sondern auch die Zeichen in der Welt, dass er sich nähert: Menschen helfen einander. Einige verzeihen den anderen. Einige können sich sogar versöhnen. Einige verbinden tiefe Wunden. Einige entwickeln Mitgefühl mit den Leidenden. Einige besuchen die Kranken. Einige stehen den Trauernden bei. Einige erwarten den Erlöser in ihrem Herzen. Einige singen Lieder der Sehnsucht. Einige gehen in die Stille der Erwartung. Weiterlesen

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Wenn ich falle, halte ich mich an ihm fest – Christkönigssonntag 44. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr B

kreuz__von_Hitlerjugend_zerstochen_beim_Sturm_auf_das_Erzb._palais_im_November1938._Konsistoriensaal1 Das Bild zeigt das von der Hitlerjugend zerstochene Kreuz beim Sturm auf das Erzbischöfliche Palais im November 1938. Es zeigt mir, dass Jesus nicht daran festhielt, ein ferner Gott zu sein, sondern er wurde unser Bruder.
Einen Tag vor der Schandtat, am 7. Oktober 1938 singen 7.000 Jugendliche im Wiener Stephansdom: „Ein Haus voll Glorie schauet!“. Kardinal Innitzer ruft die Jugendlichen auf: „Meine liebe katholische Jugend Wiens, wir wollen gerade jetzt in dieser Zeit umso fester und standhafter unseren Glauben bekennen, uns zu Christus bekennen, unserem Führer, unserem König und zu seiner Kirche…“ Das Christus-Bekenntnis Innitzers gipfelt in den Worten: „Einer ist euer Führer, euer Führer ist Christus, wenn ihr ihm die Treue haltet, werdet ihr niemals verloren gehen.“ Da kommt die Meldung, dass die Hitlerjugend an den Toren des Domes stehe. Organist Alois Holzhacker greift schwungvoll in die Tasten und spielt: „Auf zum Schwure, Volk und Land…“ Plötzlich klingt in den Dom herein aus einer Ecke des Stephansplatzes ein mageres, vielleicht von fünfzig oder hundert Stimmen getragenes „Sieg Heil, Sieg Heil, Sieg Heil…“ Die katholischen Jugendlichen singen: „Auf zum Schwure, Volk und Land, heb zum Himmel Herz und Hand …“ Der ganze Stephansplatz ist ein einziger feierlicher Chorgesang tausender junger Menschen mit erhobener Schwurhand. Sie wissen: Wenn sie fallen fängt ihr Bruder Christus sie auf. Weiterlesen

Mein Reich ist nicht von diesem Universum – Dreiunddreißigster Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr B

AndromedanebelIch staune. Das Universum ist vor 13,8 Milliarden Jahren entstanden. Es dehnt sich immer weiter aus. Das ist das Standardmodell der Naturwissenschaft. Ich staune immer wieder über die Größe des Universums. Es hat Milliarden von Galaxien und jede Galaxie hat Milliarden von Sonnen. Im jüdischen und christlichen Glauben ist der Schöpfer des Universums noch größer. Das erstaunt mich noch mehr, kann ich doch mit ihm eine Du-Beziehung pflegen.
Dass dieser große Gott Mensch geworden ist, kann ich kaum glauben. Wenn man das Universum genauer ansieht, erkennt man, dass es immer kälter wird. Die Lebewesen in ihm sind dem Sterben und dem Tod ausgeliefert. Aus diesem dem Tod verfallenen Universum rettet uns, ich staune, gerade Jesus. Er kam nach seinem Tod aus dem Bereich der Toten zurück. Das feiern wir jeden Sonntag. Wir glauben, dass er derjenige ist, der uns vom endgültigen Tod befreit. Die Panikattacken sind vorbei. Er kommt aus der Tiefe des Universums zu uns und schenkt uns die ewige Heimat. Wow! Weiterlesen

Jesus gibt mir alles – Zweiunddreißigster Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr B

„Ich habe erfahren, wie wichtig die christlichen Weisheiten sind.“ Das sagte ein Freund, als er von seinem Widerstand gegen den Hass erzählte. „Ich habe zu meiner Frau gesagt, dass wir lieben und verzeihen können.“ Verzeihen ist aber nicht immer leicht. Trotzdem gibt es Familien, die den Feinden verzeihen. Martin Mosebach hat die Familien in Ägypten besucht, deren 21 Söhne in Libyen vom IS umgebracht wurden. Sie wollen nicht hassen und sind stolz auf ihre Söhne, die als Heilige im Himmel sind. Martin Mosebach gab ein Interview in der Wiener Zeitung und ich las es beim Gehen und war davon so angetan, dass ich zweimal den falschen Weg gegangen bin. Als ich das gemerkt habe, dankte ich Gott, dass ich überhaupt gehen konnte. Durch dieses unbewusste Herumgehen habe ich auch einen ehemaligen Schüler getroffen. Auch dafür dankte ich Gott. Dankbarkeit und Verzeihenkönnen ist etwas Wunderbares.

Wir laden ein:
32. Sonntag im Jahreskreis, 11. November 2018, 9:00 Gottesdienst + Sacré Coeur Kaffee Weltgebetstag für verfolgte Christen. Stellvertretend für alle verfolgten Christen beten wir dabei besonders für die Christen in Nordkorea und Pakistan.
33. Sonntag im Jahreskreis, 18. November 2018, 9:00 Gottesdienst + Sacré Coeur Kaffee Weiterlesen

Im Kreise der Heiligen – Allerheiligen und einunddreißigster Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr B

Wir feiern die Messe am Allerheiligenfest mit allen Heiligen und Verstorbenen im Himmel

Wir feiern die Messe am Allerheiligenfest mit allen Heiligen und Verstorbenen im Himmel

Ein Freund erzählte, dass ihm ein elfjähriger Junge gesagt hätte, dass Menschen ohne Religion Schwierigkeiten bekämen. Er meinte, dass es ihnen nach dem Tod schlecht gehen würde. Ich hingegen glaube, dass Gott sehr barmherzig ist, dass aber Menschen sich oft falsch entscheiden. Ich kann mich ja fragen, welchen Anteil ich daran habe, dass es mir nicht so gut geht. Ich kann mich prüfen, ob ich im Geist der Liebe lebe oder nicht. Mir hilft es, wenn ich weiß, dass ich für Gott lebe. Nicht nur Bewegung, ausgewogene Ernährung und gute soziale Beziehungen sind für mein Leben wichtig. Meine Erfahrung sagt mir, dass auch die Liebe zum dreifaltigen Gott hilfreich ist. Für die zwei Gebote bin ich Jesus sehr dankbar: Liebe Gott und liebe den Nächsten.

Wir laden ein:
Allerheiligen, 1. November
2018, 9:00 Gottesdienst mit Domdekan Karl Rühringer + Sacré Coeur Kaffee

31. Sonntag im Jahreskreis, 4. November 2018: Dankmesse zum 70.Geburtstag von Fr. Dr. Inge Dirnbacher, die Jahrzehnte das SC mitgeprägt hat. Treffpunkt 8 Uhr beim Klavier (mit Philipp an den weißen und schwarzen Tasten)
32. Sonntag im Jahreskreis, 11. November 2018, 9:00 Gottesdienst + Sacré Coeur Kaffee Weltgebetstag für verfolgte Christen. Stellvertretend für alle verfolgten Christen beten wir dabei besonders für die Christen in Nordkorea und Pakistan. In Pakistan wurde Asia Bibi freigelassen! Weiterlesen

Ich bin kein Engel – Dreißigster Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr B

Jesus heilt BlindeEin Bekannter meinte, dass wir früher alle Engel waren. Ich glaube das nicht. Es gibt vielleicht Schutzengel, die mich beschützen. Aber dass ich vor meiner Geburt ein Engel war, glaube ich nicht. Ich nehme an, dass ich auf der Erde entstanden bin und meine Eltern mich gezeugt haben. Aber ich glaube, dass wir unser Herz öffnen können und dann wird Gott in uns gegenwärtig. So wie er zu Moses sagte: Ich bin, der ich da bin.
Ich nehme an, dass im Herzen des blinden Bartimäus Gott im Spiel war. Deshalb konnte er erkennen, dass Jesus nicht irgendwer, sondern der Messias und der große Lehrer ist. Der blinde Bartimäus ist mein Bruder geworden. Durch ihn spricht der Geist Gottes. Er zeigt mir meinen Erlöser und macht mich Blinden sehend. In manchen meiner Mitmenschen ist mehr als ich vermutete.

Wir laden ein:
30. Sonntag im Jahreskreis, 28. Oktober 2018, 9:00 Gottesdienst + Sacré Coeur Kaffee
Wolfgang Aumann schreibt: Liebe Sängerinnen & Musikerinnen, liebe Musiker & Sänger, wieder darf ich euch zu einer Messe einladen, wo wir im Sacré Coeur zur Ehre Gottes und zur Freude der Mitfeiernden singen und musizieren wollen/werden: Es gibt eine kleine Schola – ich orgle – Treffpunkt 8:30 Uhr Orgel. ACHTUNG: ZEITUMSTELLUNG!!!!!!  Eine Stunde länger schlafen!!!!
31. Sonntag im Jahreskreis, 4. November: Dankmesse zum 70.Geburtstag von Fr. Dr. Inge Dirnbacher, die Jahrzehnte das SC mitgeprägt hat. Treffpunkt 8 Uhr beim Klavier (mit Philipp an den weißen und schwarzen Tasten) Weiterlesen

Soll ich Papst werden? – Neunundzwanzigster Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr B

Das letzte Abendmahl. Confessio
Ich bekenne, ich möchte nicht der Größte in der christlichen Gemeinschaft sein. Ich möchte einfach nur der Hannes unter anderen sein. Die zwei Söhne des Zebedäus wollen rechts und links von Jesus sitzen und die Welt regieren. Das will ich auf keinen Fall. Jesus spricht einen Satz gelassen aus, der es in sich hat: „Wer bei euch groß sein will, der soll euer Diener sein“ Mit dem zweiten Teil könnte ich mich anfreunden, wenn es nicht eine Überforderung ist. Gebraucht zu werden, nützlich zu sein und anderen behilflich zu sein ist wunderbar. Aber man muss sich auch Ruhe gönnen. Da hilft schon der Hinweis auf Jesu Handlungen. Einerseits heilt er Kranke, lehrt die Menschen und dann zieht er sich in die Einsamkeit mit Gott-Vater zurück. Das könnte ich jetzt auch machen. Weiterlesen