Er hüpft mit uns 4. Adventsonntag im Lesejahr C

Maria und Elisabet freuen sichIch freue mich. Wenn Beziehungen auseinander gehen kommt es vor, dass man einer Seite die Schuld gibt. Umso mehr freue ich mich, als eine Bekannte erzählte, dass sie sich aufmachte und eine Verwandte mit ihrer Tochter besuchte. Sie musste sich sicher überwinden. Aber es wurde eine schöne und gute Begegnung.
Als Maria aus Nazaret ihre Verwandte besuchte, hüpfte das Kind im Bauch der schwangeren Elisabet. Das „Hüpfen“ des kleinen Johannes wird meistens einfach als Kindsbewegung gedeutet. Das Hüpfen und die große Freude sind aber die einzig angemessene Reaktion auf das Kommen von Christus. So hüpfen die Widder, die Berge und auch die Menschen. Die Lukasgemeinde erinnert sich an das Hüpfen gerade dann, wenn andere sie hassen: „Freut euch und hüpft an jenem Tag; euer Lohn im Himmel wird groß sein.“
Ich freue mich, wenn ich andern helfen kann. Ich bin aber schon lange nicht vor Freude gehüpft. Vielleicht kommt das wieder. Nachtrag: Ich werde doch zur Krippe gehen müssen. Weiterlesen

Advertisements

Ich fühle mich von guten Mächten wunderbar geborgen – Mariä Empfängnis und 2. Adventsonntag im Lesejahr C

Joachim und Anna freuen sich über ihr Mädchen Maria

Joachim und Anna freuen sich über ihr Mädchen Maria

Die zweite Kerze kann ich am Adventkranz entzünden. Ich bin traurig. Mein Bruder ist gestorben. Einerseits trauere ich, andererseits freue ich mich für ihn, dass er seine langwierige Krankheit hinter sich gelassen hat und dass er jetzt beim guten Gott angekommen ist. Viele wünschen mir Beileid und es ergeben sich tröstende Gespräche der Anteilnahme. Ich habe den Eindruck, dass jetzt eine Zeit kommt, in der ich mich neu orientiere. Da passt es gut, dass es Advent ist. Ich singe im Stillen: Von guten Mächten wunderbar geborgen erwarten wir getrost, was kommen mag. Gott ist mit uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag. Weiterlesen

Mitten unter uns steht er unerkannt.

Was ihr dem geringsten Menschen tut, das habt ihr ihm getan;
Denn er nahm als unser Bruder jedes Menschen Züge an.
Refrain: Mitten unter uns steht er unerkannt.
Man verhöhnt ihn bei den Leuten;
Böses dichtet man ihm an.
Er wird überall verdächtigt, wo er sich nicht wehren kann.
Refrain: Mitten unter uns steht er unerkannt.
Immer ist er unter denen, die gekreuzigt worden sind;
in unmenschlichen Systemen lebt er wehrlos wie ein Kind.
Refrain: Mitten unter uns steht er unerkannt.

Dieses Lied war im alten Gotteslob Nr. 619. Im neuen Gotteslob ist es nicht mehr zu finden. Es passt zum 3. Adventsonntag, Lesejahr B, weil das Johannesevangelium Johannes den Täufer zitiert: „Mitten unter euch steht der, den ihr nicht kennt und der nach mir kommt“. Auch passt es zu Weihnachten, weil es von einem spricht, der wehrlos wie ein Kind ist und vor Unmenschlichkeit fliehen muss.

Danke Herbert Schaal für den Text (1968/1972)
Musik kommt aus Island