Er bereitet mit Liebe seine Ankunft vor – am 2. Adventsonntag, Lesejahr B

Die Eltern von Maria, Anna und Joachim. Die Geschichte stammt aus dem Evangelium von Jakobus, aus der Legenda Aurea des Jacobus de Voragine und vom Hl. Hieronymus

Die Eltern von Maria, Anna und Joachim. Die Geschichte stammt aus dem Evangelium von Jakobus, aus der Legenda Aurea des Jacobus de Voragine und vom Hl. Hieronymus

Was würden Sie Gott raten, wenn er als Mensch und Erlöser auf die Erde kommen möchte? Soll er von einer berühmten Frau geboren werden? Wie würden Sie diese Frau auswählen? Soll sie liebevoll sein, eine gute Mutter sein? Soll sie von ihren Eltern, ihren Lehrern und Lehrerinnen eine gute Bildung bekommen?
So ähnlich hat es auch Gott gemacht. Die Eltern von Maria waren gebildete kinderlose Juden. Joachim und Anna hatten aber schon resigniert, als sie von einem Engel die Hoffnung auf ein Kind erhielten. Sie sollen sich beim goldenen Tor in Jerusalem treffen. Sie hörten auf den Engel und gingen zum Hoffnungstor. Gott erneuerte dort ihre Beziehung und voll Freude und Liebe gingen sie nach Hause. Anna wurde mit einem Mädchen schwanger. Dieses Kind wurde von Gott mit allem beschenkt, was er geben konnte. Dieses Ereignis feiern wir am 8. Dezember.
Wenn wir diese göttliche Geschichte feiern, dann wird diese Geschichte zur göttlichen Gegenwart. Dann zeugt Joachim mit Anna dieses Mädchen Maria jetzt, weil Gott als Befreier gegenwärtig ist. Gott lässt mit diesem Fest von Mariä Empfängnis die Beziehungsfähigkeit und Lebendigkeit auch in unserem Leben wachsen.
Es ist die Bedeutung jedes christlichen Gottesdienstes, dass Gott mit seinen Geschichten so gegenwärtig ist, dass sich alles Vergangene im Jetzt abspielt. Diese Erlösung spielt sich in uns ab. Angelus Silesius sagt zur Geburt Jesu ganz richtig: Und wäre Christus tausendmal in Bethlehem geboren, und nicht in dir: Du bliebest doch in alle Ewigkeit verloren.

Wir laden ein:
Hochfest Mariä Empfängnis
Freitag, 8. Dezember 9:00 Gottesdienst +SC Kaffee im Barat-Saal Zelebrant ist P. Markus, Heiligenkreuz; (Gen 3,9-15.20; Eph 1,3-6.11-12; Evangelium Lk 1, 26-38)

Besuch der serbisch-orthodoxen Gemeinde am 8. Dezember 2017. Pfarrer Johann Georg Herberstein heißt im Sinne der Ökumene Pfarrmitglieder der serbisch orthodoxen Kirche willkommen. Es wird um 10.00 eine Hl. Messe mit der Teilnahme von S.Ex. Bischof Andrej und der serbisch orthodoxen Gemeinde Tulln gefeiert. Im Anschluss werden alle zu einer gemeinsamen Agape mit serbischen Fastenspeisen, Kaffee und Kuchen sehr herzlich eingeladen. Markus
2. Adventsonntag, 10. Dezember 2017, 9:00 Gottesdienst +SC Kaffee im Barat-Saal, Lesejahr B, Zelebrant:  Emer. Domdekan Karl Rühringer
Rorate am Freitag, 15. Dezember 2016, 7:00 bei Kerzenschein + einfachem Frühstück
Jugendgottesdienst am Samstag, 16. Dezember 2017, 18:30
3. Adventsonntag, 17. Dezember 2017, 9:00 Gottesdienst +SC Kaffee im Barat-Saal, Lesejahr B, Zelebrant: Schulseelsorger Michael Scharf

Hier kommt das Evangelium zum 2. Adventsonntag: Er wird mich mit dem Heiligen Geist taufen.
Gott bereitet sein Kommen vor indem er Johannes zum Propheten beruft. Er soll den Messias voraussagen, der uns mit dem Heiligen Geist taufen wird.

Anfang des Evangeliums von Jesus Christus, dem Sohn Gottes: Es begann, wie es bei dem Propheten Jesaja steht: Ich sende meinen Boten vor dir her; er soll den Weg für dich bahnen. Eine Stimme ruft in der Wüste: Bereitet dem Herrn den Weg! Ebnet ihm die Straßen! So trat Johannes der Täufer in der Wüste auf und verkündigte Umkehr und Taufe zur Vergebung der Sünden. Ganz Judäa und alle Einwohner Jerusalems zogen zu ihm hinaus; sie bekannten ihre Sünden und ließen sich im Jordan von ihm taufen. Johannes trug ein Gewand aus Kamelhaaren und einen ledernen Gürtel um seine Hüften und er lebte von Heuschrecken und wildem Honig. Er verkündete: Nach mir kommt einer, der ist stärker als ich; ich bin es nicht wert, mich zu bücken, um ihm die Schuhe aufzuschnüren. Ich habe euch nur mit Wasser getauft, er aber wird euch mit dem Heiligen Geist taufen! (Evangelium nach Markus 1,1-8 Link zum Bibelwerk)

  1. Lesung aus Buch des Propheten Jesaja: Meine Problemberge baut Gott ab.
    In den folgenden Visionen sprechen mehrere Gestalten zu den verzweifelten Menschen im babylonischen Exil. Sie sprechen auch zu uns und den Verzweifelten in der Gegenwart. Die Probleme türmen sich wie Berge auf und Gott baut sie ab. Die Seele ist eine Wüste, durch die für Gott eine Straße gebaut wird. Die Freudenbotin Zion soll das Kommen Gottes verkünden.

Tröstet, tröstet mein Volk, spricht euer Gott. Redet Jerusalem zu Herzen und verkündet der Stadt, dass ihr Frondienst zu Ende geht, dass ihre Schuld beglichen ist; denn sie hat die volle Strafe erlitten von der Hand des Herrn für all ihre Sünden. Eine Stimme ruft: Bahnt für den Herrn einen Weg durch die Wüste! Baut in der Steppe eine ebene Straße für unseren Gott! Jedes Tal soll sich heben, jeder Berg und Hügel sich senken. Was krumm ist, soll gerade werden, und was hüglig ist, werde eben. Dann offenbart sich die Herrlichkeit des Herrn, alle Sterblichen werden sie sehen. Ja, der Mund des Herrn hat gesprochen. Steig auf einen hohen Berg, Zion, du Botin der Freude! Erheb deine Stimme mit Macht, Jerusalem, du Botin der Freude! Erheb deine Stimme, fürchte dich nicht! Sag den Städten in Juda: Seht, da ist euer Gott. Seht, Gott der Herr, kommt mit Macht, er herrscht mit starkem Arm. Seht, er bringt seinen Siegespreis mit: Alle, die er gewonnen hat, gehen vor ihm her. (Bibelwerk: Jes 40,1-5.9-11)

  1. Lesung aus dem zweiten Brief des Apostels Petrus: Gott sorgt sich um mich.
    Der folgende Text aus dem 2. Petrusbrief spricht davon, was Gott in der Zukunft machen will. Dieses Universum und diese Erde werden vergehen, weil Gott ein Universum und eine Erde errichten will, in denen Gerechtigkeit wohnt. Das zeigt, wie sehr er sich um uns sorgt.

Das eine aber, liebe Brüder und Schwestern, dürft ihr nicht übersehen: dass beim Herrn ein Tag wie tausend Jahre und tausend Jahre wie ein Tag sind. Der Herr zögert nicht mit der Erfüllung der Verheißung, wie einige meinen, die von Verzögerung reden; er ist nur geduldig mit euch, weil er nicht will, dass jemand zugrunde geht, sondern dass alle sich bekehren. Der Tag des Herrn wird aber kommen wie ein Dieb. Dann wird der Himmel prasselnd vergehen, die Elemente werden verbrannt und aufgelöst, die Erde und alles, was auf ihr ist, werden nicht mehr gefunden. Wenn sich das alles in dieser Weise auflöst: wie heilig und fromm müsst ihr dann jetzt leben, den Tag Gottes erwarten und seine Ankunft beschleunigen! An jenem Tag wird sich der Himmel im Feuer auflösen und die Elemente werden im Brand zerschmelzen. Dann erwarten wir, seiner Verheißung gemäß, einen neuen Himmel und eine neue Erde, in denen die Gerechtigkeit wohnt. Weil ihr das erwartet, liebe Brüder und Schwestern, bemüht euch darum, von ihm ohne Makel und Fehler und in Frieden angetroffen zu werden. Wie ein Hirt führt er seine Herde zur Weide, er sammelt sie mit starker Hand. Die Lämmer trägt er auf dem Arm, die Mutterschafe führt er behutsam. (Bibelwerk: 2 Petr 3,8-14)

 

Information:
Bischofsweihe in Innsbruck:
Am letzten Samstag wurde der 52-jährige Steirer Hermann Glettler in der Innsbrucker Olympiaworld zum fünften Bischof der Diözese Innsbruck geweiht. Rund 8.000 Gläubige nahmen an der Zeremonie teil. Es wurde ein fröhliches Fest, bei dem auch Tränen der Freude flossen.

Bischof Hermann Glettler stammte von steirischen Bergbauern ab, war Künstlerseelsorger, setzte sich für behinderte Kinder ein und war Seelsorger der Gemeinschaft Emmanuel, dem auch Wolfgang und Maria Aumann angehörten. Gelobt wurde die Ansprache des Nuntius für Österreich, Glettlers Einsatz für die Obdachlosen, für Afrika und die Ökumene.
Die Bischofsweihe von Hermann Glettler am 2. Dezember führte nicht nur zahlreiche Bischöfe aus dem In- und Ausland nach Innsbruck, sondern wurde vor allem auch ein großes Ereignis für Kinder und Jugendliche. Die Evangelische Kirche war eingeladen und Olivier Dantine las aus dem Paulusbrief vor.
http://www.dibk.at/Themen/Bischofsweihe
http://tvthek.orf.at/profile/Bischofsweihe-Hermann-Glettler/13888108/Bischofsweihe-Hermann-Glettler/13955582
http://tvthek.orf.at/topic/Chronik/13869252/Tirol-Heute/13955761/Bischofsweihe-in-Innsbruck/14187502

Liebe Grüße und für dich: Heilung durch die Liebe Gottes!
Hannes Daxbacher
Sacré Coeur Cafétier und Ostiarius
Katholische Gottesdienstgemeinde Sacré Coeur, 3021 Pressbaum, Klostergasse 12, Österreich

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Erkenne die unsichtbaren Hinweise Am 1. Adventsonntag, Lesejahr B

Herr M. ist traumatisiert. Ein Unfall hat ihn aus der Bahn geworfen. Er steht neben sich. Seine Lebendigkeit ist ihm abhandengekommen.
Frau S. fällt in tiefe Depression. Sie ist antriebslos und schaut ins Leere. Sie kann sich nicht spüren. Die Kälte umfasst sie.
Herr K. ist Manager einer Firma und sieht nur auf die Gewinne und die Verkaufserfolge. Die Mitarbeiter sind für ihn Faktoren der Produktivität. Er kommt sich perfekt und allmächtig vor. Ein Fehler stürzt ihn ins Burn-out. Er sieht nur noch eine große Leere vor sich.
Trauma, Depression und Narzissmus bekommen durch Therapien einen Verband. Eine sichere Rückbindung ans Leben braucht auch eine Verankerung im allumfassenden göttlichen Urgrund.
Herr K.: „Gott, du bist der tiefe Anker in meinem Leben. Auf dich schaue ich. Da blühe ich auf.“
Frau S.: „Ich öffne mein Herz für dich. Du bist meine Liebe.“
Herr M.: „Du ziehst mich jeden Tag hoch und setzt mich ins Leben.“
Die heilende Hand Gottes greift in die Geschichte ein. Teilhard de Chardin sah in der Entwicklung des ganzen Universums eine Richtung, die in Christus seine Vollendung findet. Schon auf dem Weg dorthin lässt er die Beziehungsfähigkeit und Lebendigkeit in unserem Leben wachsen.

Hier kommt das Evangelium zum Sonntag:
Jesus fordert uns auf, die Zeichen der Zeit zu erkennen. Wenn man sie in der Natur ansiedelt, protestieren die Naturwissenschaftler. Wenn Sonne, Mond und Sterne kulturelle, politische Symbolfiguren sind, dann ist es ein mächtiger Politiker oder eine kulturelle Bewegung, die Finsternis hervorbringt oder die Liebe zum Leuchten bringt. Jesus lädt ein, das Kommen Gottes im Leben wahrzunehmen.

Aber in jenen Tagen, nach der großen Not, wird sich die Sonne verfinstern und der Mond wird nicht mehr scheinen; die Sterne werden vom Himmel fallen und die Kräfte des Himmels werden erschüttert werden. Dann wird man den Menschensohn mit großer Macht und Herrlichkeit auf den Wolken kommen sehen. Und er wird die Engel aussenden und die von ihm Auserwählten aus allen vier Windrichtungen zusammenführen, vom Ende der Erde bis zum Ende des Himmels. Lernt etwas aus dem Vergleich mit dem Feigenbaum! Sobald seine Zweige saftig werden und Blätter treiben, wisst ihr, dass der Sommer nahe ist. Genauso sollt ihr erkennen, wenn ihr all das geschehen seht, dass das Ende vor der Tür steht. Amen, ich sage euch: Diese Generation wird nicht vergehen, bis das alles eintrifft. Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen. Doch jenen Tag und jene Stunde kennt niemand, auch nicht die Engel im Himmel, nicht einmal der Sohn, sondern nur der Vater. Seht euch also vor und bleibt wach! Denn ihr wisst nicht, wann die Zeit da ist. Es ist wie mit einem Mann, der sein Haus verließ, um auf Reisen zu gehen: Er übertrug alle Verantwortung seinen Dienern, jedem eine bestimmte Aufgabe; dem Türhüter befahl er, wachsam zu sein. Seid also wachsam! Denn ihr wisst nicht, wann der Hausherr kommt, ob am Abend oder um Mitternacht, ob beim Hahnenschrei oder erst am Morgen. Er soll euch, wenn er plötzlich kommt, nicht schlafend antreffen. Was ich aber euch sage, das sage ich allen: Seid wachsam! (Evangelium nach Markus 13, 24-47 Link zum Bibelwerk)

  1. Lesung aus Buch des Propheten Jesaja: Ich kann mein Trauma nicht heilen.
    Traumatisiert und in schmerzlicher Verzweiflung schauen wir auf Gott, der uns doch als Vater Liebe und Geborgenheit schenken kann. „Zeig dich und heile uns! Mach endlich, Gott!“ rufen wir ihm zu.

Du, Herr, bist unser Vater, «Unser Erlöser von jeher» wirst du genannt. Warum lässt du uns, Herr, von deinen Wegen abirren und machst unser Herz hart, sodass wir dich nicht mehr fürchten? Kehre zurück um deiner Knechte willen, um der Stämme willen, die dein Eigentum sind. Reiß doch den Himmel auf und komm herab, sodass die Berge zittern vor dir. Seit Menschengedenken hat man noch nie vernommen, kein Ohr hat gehört, kein Auge gesehen, dass es einen Gott gibt außer dir, der denen Gutes tut, die auf ihn hoffen. Ach, kämst du doch denen entgegen, die tun, was recht ist, und nachdenken über deine Wege. Ja, du warst zornig; denn wir haben gegen dich gesündigt, von Urzeit an sind wir treulos geworden. Wie unreine Menschen sind wir alle geworden, unsere ganze Gerechtigkeit ist wie ein schmutziges Kleid. Wie Laub sind wir alle verwelkt, unsere Schuld trägt uns fort wie der Wind. Niemand ruft deinen Namen an, keiner rafft sich dazu auf, fest zu halten an dir. Denn du hast dein Angesicht vor uns verborgen und hast uns der Gewalt unserer Schuld überlassen. Und doch bist du, Herr, unser Vater. Wir sind der Ton und du bist unser Töpfer, wir alle sind das Werk deiner Hände. (Bibelwerk: Jesaja 63,16b-17.19b; 64,3-7)

  1. Lesung aus dem ersten Brief des Apostel Paulus an die Korinther: Wir sind reich an Erkenntnis.
    Dankbar unterstreicht der Apostel Paulus, wie viel in der von ihm gegründeten Gemeinde Korinth schon an Glauben, Hoffnung und Liebe gewachsen ist. Ein solides Fundament ist gelegt.

Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus. Ich danke Gott jederzeit euretwegen für die Gnade Gottes, die euch in Christus Jesus geschenkt wurde, dass ihr an allem reich geworden seid in ihm, an aller Rede und aller Erkenntnis. Denn das Zeugnis über Christus wurde bei euch gefestigt, sodass euch keine Gnadengabe fehlt, während ihr auf die Offenbarung Jesu Christi, unseres Herrn, wartet. Er wird euch auch festigen bis ans Ende, sodass ihr schuldlos dasteht am Tag Jesu, unseres Herrn. Treu ist Gott, durch den ihr berufen worden seid zur Gemeinschaft mit seinem Sohn Jesus Christus, unserem Herrn. (Bibelwerk: 1Korinther 1,3-9)

Wir luden ein:
1. Adventsonntag, 3. Dezember 2017
, 9:00 Gottesdienst +SC Kaffee im Barat-Saal, Lesejahr B, Zelebrant:  Emer. Domdekan Karl Rühringer. Segnung der Adventkränze
Familienmesse 3. Dezember 2017 18:00 im Sacré Coeur Zelebrant ist Michael Scharf
Wir laden ein:
Hochfest Mariä Empfängnis Freitag, 8. Dezember 9:00. Zelebrant ist P. Markus, Heiligenkreuz
2. Adventsonntag, 10. Dezember 2017, 9:00 Gottesdienst +SC Kaffee im Barat-Saal, Lesejahr B, Zelebrant:  Emer. Domdekan Karl Rühringer
3. Adventsonntag, 17. Dezember 2017, 9:00 Gottesdienst +SC Kaffee im Barat-Saal, Lesejahr B, Zelebrant: Schulseelsorger Michael Scharf

Informationen:

Liebe Grüße und für dich: Gottes großen Segen!
Hannes Daxbacher
Sacré Coeur Cafétier und Ostiarius
Katholische Gottesdienstgemeinde Sacré Coeur, 3021 Pressbaum, Klostergasse 12, Österreich

Alles läuft auf Christus zu Am 34. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr A

Alles läuft auf Christus zu

Ich liebe das Universum. Es hat noch viele Geheimnisse. Aber ob es sich immer weiter und weiter ausdehnt oder sich wieder zusammenzieht ist noch unklar.
Jedenfalls dehnt es sich immer schneller aus und die dunkle Materie gibt Rätsel auf. Die Naturwissenschaft löst immer mehr Rätsel. In unserem christlichen Glauben fördert Gott die Wissenschaft.
Dadurch ändert sich das Weltbild, aber nicht der Glaube. Der Glaube sagt: Das Universum hat sein Ziel in Gott. Die Schöpfung hat sein Ziel im kosmischen Christus.
In unserer Religion ist Gott der Anfang und das Ende, das Alpha und das Omega, der Urheber des Urknalls und der Vollender des Universums. Er ist der Urgrund der biologischen Evolution und der Inspirator der kulturellen Geschichte. Jeder Mensch ist Teil der Evolution und Teil der Geschichte und wir alle haben das Ziel in Gott und dem kosmischen Christus.

Die Liebe in der Evolution

Hier kommt das Evangelium zum Sonntag: Ich war krank und du hast mich besucht.
Jesus lädt jene Menschen ein, die den Hungrigen zu essen geben, die Fremden und Obdachlosen aufnehmen und die Kranken und Gefangenen besuchen. Im Armen kommt uns allen Jesus Christus entgegen.

Wenn der Menschensohn in seiner Herrlichkeit kommt und alle Engel mit ihm, dann wird er sich auf den Thron seiner Herrlichkeit setzen. Und alle Völker werden vor ihm zusammengerufen werden und er wird sie voneinander scheiden, wie der Hirt die Schafe von den Böcken scheidet. Er wird die Schafe zu seiner Rechten versammeln, die Böcke aber zur Linken. Dann wird der König denen auf der rechten Seite sagen: Kommt her, die ihr von meinem Vater gesegnet seid, nehmt das Reich in Besitz, das seit der Erschaffung der Welt für euch bestimmt ist. Denn ich war hungrig und ihr habt mir zu essen gegeben; ich war durstig und ihr habt mir zu trinken gegeben; ich war fremd und obdachlos und ihr habt mich aufgenommen; ich war nackt und ihr habt mir Kleidung gegeben; ich war krank und ihr habt mich besucht; ich war im Gefängnis und ihr seid zu mir gekommen. Dann werden ihm die Gerechten antworten: Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen und dir zu essen gegeben, oder durstig und dir zu trinken gegeben? Und wann haben wir dich fremd und obdachlos gesehen und aufgenommen, oder nackt und dir Kleidung gegeben? Und wann haben wir dich krank oder im Gefängnis gesehen und sind zu dir gekommen? Darauf wird der König ihnen antworten: Amen, ich sage euch: Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan. Dann wird er sich auch an die auf der linken Seite wenden und zu ihnen sagen: Weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das für den Teufel und seine Engel bestimmt ist! Denn ich war hungrig und ihr habt mir nichts zu essen gegeben; ich war durstig und ihr habt mir nichts zu trinken gegeben; ich war fremd und obdachlos und ihr habt mich nicht aufgenommen; ich war nackt und ihr habt mir keine Kleidung gegeben; ich war krank und im Gefängnis und ihr habt mich nicht besucht. Dann werden auch sie antworten: Herr, wann haben wir dich hungrig oder durstig oder obdachlos oder nackt oder krank oder im Gefängnis gesehen und haben dir nicht geholfen? Darauf wird er ihnen antworten: Amen, ich sage euch: Was ihr für einen dieser Geringsten nicht getan habt, das habt ihr auch mir nicht getan. Und sie werden weggehen und die ewige Strafe erhalten, die Gerechten aber das ewige Leben. (Evangelium nach Matthäus 25, 31-46 Link zum Bibelwerk)

  1. Lesung aus Buch des Propheten Ezechiel: Ich kümmere mich um sie.
    Gott sucht die Verlorenen, bringt die Vertriebenen zurück und verbindet die Verletzten.

Denn so spricht Gott, der Herr: Jetzt will ich meine Schafe selber suchen und mich selber um sie kümmern. Wie ein Hirt sich um die Tiere seiner Herde kümmert an dem Tag, an dem er mitten unter den Schafen ist, die sich verirrt haben, so kümmere ich mich um meine Schafe und hole sie zurück von all den Orten, wohin sie sich am dunklen, düsteren Tag zerstreut haben. Ich werde meine Schafe auf die Weide führen, ich werde sie ruhen lassen – Spruch Gottes, des Herrn. Die verloren gegangenen Tiere will ich suchen, die vertriebenen zurückbringen, die verletzten verbinden, die schwachen kräftigen, die fetten und starken behüten. Ich will ihr Hirt sein und für sie sorgen, wie es recht ist. Ihr aber, meine Herde – so spricht Gott, der Herr -, ich sorge für Recht zwischen Schafen und Schafen, zwischen Widdern und Böcken. (Bibelwerk: Ezechiel 34,11-12.15-17)

  1. Lesung aus dem ersten Brief des Apostel Paulus an die Korinther: Der letzte Feind ist der Tod.
    Paulus beschreibt den Weg des Messias und damit den Weg derer, die zum Messias gehören. Messias heißt im Griechischen Christos. Er errichtet am Ende die Herrschaft über die bösen Mächte und übergibt die Herrschaft seinem geliebten Vater.

Nun aber ist Christus von den Toten auferweckt worden als der Erste der Entschlafenen. Da nämlich durch einen Menschen der Tod gekommen ist, kommt durch einen Menschen auch die Auferstehung der Toten. Denn wie in Adam alle sterben, so werden in Christus alle lebendig gemacht werden. Es gibt aber eine bestimmte Reihenfolge: Erster ist Christus; dann folgen, wenn Christus kommt, alle, die zu ihm gehören. Danach kommt das Ende, wenn er jede Macht, Gewalt und Kraft vernichtet hat und seine Herrschaft Gott, dem Vater, übergibt. Denn er muss herrschen, bis Gott ihm alle Feinde unter die Füße gelegt hat. Der letzte Feind, der entmachtet wird, ist der Tod. Wenn ihm dann alles unterworfen ist, wird auch er, der Sohn, sich dem unterwerfen, der ihm alles unterworfen hat, damit Gott herrscht über alles und in allem. (Bibelwerk: 1Korinther 15,20-26.28)

Wir laden ein:
Christkönig, 34. Sonntag im Jahreskreis, 26. November 2017
, 9:00 Gottesdienst +SC Kaffee im Barat-Saal, Lesejahr A, Wolfgang Aumann lädt zum Chorgesang
1. Adventsonntag im Jahreskreis, 3. Dezember 2017, 9:00 Gottesdienst +SC Kaffee im Barat-Saal, Lesejahr B, Zelebrant:  Emer. Domdekan Karl Rühringer. Segnung der Adventkränze
Familienmesse 3. Dezember 2017 18:00 im Sacré Coeur. Zelebrant ist Michael Scharf

Informationen:

Liebe Grüße und für dich: Gottes große Zukunft!
Hannes Daxbacher
Sacré Coeur Cafétier und Ostiarius
Katholische Gottesdienstgemeinde Sacré Coeur, 3021 Pressbaum, Klostergasse 12, Österreich

Deine Talente können wachsen Am 33. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr A

Talente zum Wachsen bringen

Talente zum Wachsen bringen

Das bringt nichts, sagen einige. So reden viele und verhindern, dass unsere Talente wachsen.
Beim letzten Glaubensgespräch ging es um unsere Talente: „Gott gibt uns sehr unterschiedliche Talente.“ „Wie erkenne ich sie?“
„Meine Erfahrung ist, dass ich im Ausprobieren erkenne, welche Fähigkeiten ich bekommen habe.“
„Ich bin so dankbar. Ich danke Gott, dass ich wirklich so viele Talente bekommen habe.“
„Ich habe zwei linke Hände bekommen.“ „Dafür hast du ein musikalisches Talent bekommen.“
„Wenn wir uns gegenseitig zuhören und ermuntern, wachsen die Talente.“

Hier kommt das Evangelium zum Sonntag: Ich setze meine Talente ein.
Jesus lobt Menschen, die die Talente für Gott und die Mitmenschen einsetzen. Sie beweisen Treue zu ihm. Wer sein Talent vergräbt, bleibt in der gottfernen Finsternis. Er muss sich die Angst vor Gott nehmen lassen und zu ihm umkehren. „Gott liebt dich und macht dir Mut. Er gibt dir Aufgaben, die zu dir passen. Gott ermächtigt dich!“

In jener Zeit erzählte Jesus seinen Jüngern folgendes Gleichnis. Das Himmelreich ist wie mit einem Mann, der auf Reisen ging: Er rief seine Diener und vertraute ihnen sein Vermögen an. Dem einen gab er fünf Talente Silbergeld, einem anderen zwei, wieder einem anderen eines, jedem nach seinen Fähigkeiten. Dann reiste er ab. Sofort begann der Diener, der fünf Talente erhalten hatte, mit ihnen zu wirtschaften, und er gewann noch fünf dazu. Ebenso gewann der, der zwei erhalten hatte, noch zwei dazu. Der aber, der das eine Talent erhalten hatte, ging und grub ein Loch in die Erde und versteckte das Geld seines Herrn. Nach langer Zeit kehrte der Herr zurück, um von den Dienern Rechenschaft zu verlangen. Da kam der, der die fünf Talente erhalten hatte, brachte fünf weitere und sagte: Herr, fünf Talente hast du mir gegeben; sieh her, ich habe noch fünf dazugewonnen. Sein Herr sagte zu ihm: Sehr gut, du bist ein tüchtiger und treuer Diener. Du bist im Kleinen ein treuer Verwalter gewesen, ich will dir eine große Aufgabe übertragen. Komm, nimm teil an der Freude deines Herrn! Dann kam der Diener, der zwei Talente erhalten hatte, und sagte: Herr, du hast mir zwei Talente gegeben; sieh her, ich habe noch zwei dazugewonnen. Sein Herr sagte zu ihm: Sehr gut, du bist ein tüchtiger und treuer Diener. Du bist im Kleinen ein treuer Verwalter gewesen, ich will dir eine große Aufgabe übertragen. Komm, nimm teil an der Freude deines Herrn! Zuletzt kam auch der Diener, der das eine Talent erhalten hatte, und sagte: Herr, ich wusste, dass du ein strenger Mann bist; du erntest, wo du nicht gesät hast, und sammelst, wo du nicht ausgestreut hast; weil ich Angst hatte, habe ich dein Geld in der Erde versteckt. Hier hast du es wieder. Sein Herr antwortete ihm: Du bist ein schlechter und fauler Diener! Du hast doch gewusst, dass ich ernte, wo ich nicht gesät habe, und sammle, wo ich nicht ausgestreut habe. Hättest du mein Geld wenigstens auf die Bank gebracht, dann hätte ich es bei meiner Rückkehr mit Zinsen zurückerhalten. Darum nehmt ihm das Talent weg und gebt es dem, der die zehn Talente hat! Denn wer hat, dem wird gegeben, und er wird im Überfluss haben; wer aber nicht hat, dem wird auch noch weggenommen, was er hat. Werft den nichtsnutzigen Diener hinaus in die äußerste Finsternis! Dort wird er heulen und mit den Zähnen knirschen. (Evangelium nach Matthäus 25, 14-30 Link zum Bibelwerk)

  1. Lesung aus Buch der Sprüche: Eine starke Frau.
    Dieses Gedicht an die tüchtige Frau ist nach dem hebräischen Alphabet geschrieben. Es ist ein Lob auf die tüchtige Frau von A-Z, von Aleph bis Taw. Die starke Frau ist mutig, gütig und klug. Gott ermächtigt alle Frauen.

Eine tüchtige Frau, wer findet sie? Sie übertrifft alle Perlen an Wert. Das Herz ihres Mannes vertraut auf sie und es fehlt ihm nicht an Gewinn. Sie tut ihm Gutes und nichts Böses alle Tage ihres Lebens. Sie sorgt für Wolle und Flachs und schafft mit emsigen Händen. Sie gleicht den Schiffen des Kaufmanns: Aus der Ferne holt sie ihre Nahrung. Noch bei Nacht steht sie auf, um ihrem Haus Speise zu geben und den Mägden, was ihnen zusteht. Sie überlegt es und kauft einen Acker, vom Ertrag ihrer Hände pflanzt sie einen Weinberg. Sie gürtet ihre Hüften mit Kraft und macht ihre Arme stark. Sie spürt den Erfolg ihrer Arbeit, auch des Nachts erlischt ihre Lampe nicht. Nach dem Spinnrocken greift ihre Hand, ihre Finger fassen die Spindel. Sie öffnet ihre Hand für den Bedürftigen und reicht ihre Hände dem Armen. Ihr bangt nicht für ihr Haus vor dem Schnee; denn ihr ganzes Haus hat wollene Kleider. Sie hat sich Decken gefertigt, Leinen und Purpur sind ihr Gewand. Ihr Mann ist in den Torhallen geachtet, wenn er zu Rat sitzt mit den Ältesten des Landes. Sie webt Tücher und verkauft sie, Gürtel liefert sie dem Händler. Kraft und Würde sind ihr Gewand, sie spottet der drohenden Zukunft. Öffnet sie ihren Mund, dann redet sie klug und gütige Lehre ist auf ihrer Zunge. Sie achtet auf das, was vorgeht im Haus, und isst nicht träge ihr Brot. Ihre Söhne stehen auf und preisen sie glücklich, auch ihr Mann erhebt sich und rühmt sie: Viele Frauen erwiesen sich tüchtig, doch du übertriffst sie alle. Trügerisch ist Anmut, vergänglich die Schönheit, nur eine gottesfürchtige Frau verdient Lob. Preist sie für den Ertrag ihrer Hände, ihre Werke soll man am Stadttor loben.
(Im Gottesdienst wird nur ein Teil des Gedichtes vorgelesen. Bibelwerk: Sprüche 31,10-13.19-20.30-31)

  1. Lesung aus dem ersten Brief des Apostel Paulus an die Thessalonicher: Ich lasse mich überraschen.
    Wachen ist bei Jesus und Paulus ein Wahrnehmen. Paulus gibt dazu einen guten Rat: Sei nüchtern, nicht abgestumpft. Nimm es wahr: Gott will in deinem Leben liebevoll eingreifen.

Über Zeit und Stunde, Brüder und Schwestern, brauche ich euch nicht zu schreiben. Ihr selbst wisst genau, dass der Tag des Herrn kommt wie ein Dieb in der Nacht. Während die Menschen sagen: „Friede und Sicherheit!“, kommt plötzlich Verderben über sie wie die Wehen über eine schwangere Frau, und es gibt kein Entrinnen. Ihr aber, Brüder, lebt nicht im Finstern, sodass euch der Tag nicht wie ein Dieb überraschen kann. Ihr alle seid Söhne des Lichts und Söhne des Tages. Wir gehören nicht der Nacht und nicht der Finsternis. Darum wollen wir nicht schlafen wie die anderen, sondern wach und nüchtern sein. (Bibelwerk: 1Thessalonicher 5,1-6)

Wir laden ein:
33. Sonntag im Jahreskreis, 19. November 2017
, 9:00 Gottesdienst +SC Kaffee im Barat-Saal, Lesejahr A, Organist ist diesmal Univ. Prof. Peter Hrncirik, ein ehemaliger Professor des Sacré Coeurs. Welttag der Armen, Caritas Inlandssammlung
Christkönig, 34. Sonntag im Jahreskreis, 26. November 2017, 9:00 Gottesdienst +SC Kaffee im Barat-Saal, Lesejahr A, Wolfgang Aumann lädt zum Chorgesang

Informationen:

Liebe Grüße und für dich: Gottes großen Segen!
Hannes Daxbacher
Sacré Coeur Cafétier und Ostiarius
Katholische Gottesdienstgemeinde Sacré Coeur, 3021 Pressbaum, Klostergasse 12, Österreich

Nachtrag:
Die 1. Lesung wird verkürzt vorgelesen:
Eine tüchtige Frau, wer findet sie? Sie übertrifft alle Perlen an Wert. Das Herz ihres Mannes vertraut auf sie und es fehlt ihm nicht an Gewinn. Sie tut ihm Gutes und nichts Böses alle Tage ihres Lebens. Sie sorgt für Wolle und Flachs und schafft mit emsigen Händen. Nach dem Spinnrocken greift ihre Hand, ihre Finger fassen die Spindel. Sie öffnet ihre Hand für den Bedürftigen und reicht ihre Hände dem Armen. Trügerisch ist Anmut, vergänglich die Schönheit, nur eine gottesfürchtige Frau verdient Lob. Preist sie für den Ertrag ihrer Hände, ihre Werke soll man am Stadttor loben. (Sprüche 31,10-13.19-20.30-31)

Was ist, wenn ich sterbe? Am 32. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr A

Ich hänge eine Lampe für meine Tochter auf

Ich hänge eine Lampe für meine Tochter auf

Es hat mich nachdenklich gemacht. Ich kochte gerade Pasta asciutta, als Saskia Jungnikl im Radio über den Tod sprach. Ihr Vater hat sich im Juli 2008 das Leben genommen.
In ihrem neuen Buch konfrontierte sie sich ein zweites Mal mit dem Tod. Es gab Anrufe und ich dachte mir, vielleicht sollte ich auch anrufen. Ich würde meinen Glauben schildern, warum ich nicht sterben will und dass ich auf ein Leben in der großen Herrlichkeit Gottes vertraue. Gott hat mir schon eine Wohnung eingerichtet. Dieser Glaube macht mich ruhig und ich kann gut schlafen. Ich habe doch nicht angerufen. Ich habe die Pasta asciutta fertiggemacht und den Paradeiser-Salat mit Zucker-Marinade versüßt. Fast ein Paradies-Salat. Die fünf klugen jungen Frauen nehmen Öl mit.

Hier kommt das Evangelium zum Sonntag: Ich bereite mich auf das Fest mit Jesus vor.
Jesus kritisierte die Menschen, die sich auf das Fest mit ihm und Gott-Vater nicht vorbereiten. Sie werden dann nicht eingelassen werden.

In jener Zeit erzählte Jesus seinen Jüngern folgendes Gleichnis: Mit dem Himmelreich wird es sein wie mit zehn Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen und dem Bräutigam entgegengingen. Fünf von ihnen waren töricht und fünf waren klug. Die törichten nahmen ihre Lampen mit, aber kein Öl, die klugen aber nahmen außer den Lampen noch Öl in Krügen mit. Als nun der Bräutigam lange nicht kam, wurden sie alle müde und schliefen ein. Mitten in der Nacht aber hörte man plötzlich laute Rufe: Der Bräutigam kommt! Geht ihm entgegen! Da standen die Jungfrauen alle auf und machten ihre Lampen zurecht. Die törichten aber sagten zu den klugen: Gebt uns von eurem Öl, sonst gehen unsere Lampen aus. Die klugen erwiderten ihnen: Dann reicht es weder für uns noch für euch; geht doch zu den Händlern und kauft, was ihr braucht. Während sie noch unterwegs waren, um das Öl zu kaufen, kam der Bräutigam; die Jungfrauen, die bereit waren, gingen mit ihm in den Hochzeitssaal und die Tür wurde zugeschlossen. Später kamen auch die anderen Jungfrauen und riefen: Herr, Herr, mach uns auf! Er aber antwortete ihnen: Amen, ich sage euch: Ich kenne euch nicht. Seid also wachsam! Denn ihr wisst weder den Tag noch die Stunde. (Evangelium nach Matthäus 25, 1-13)

  1. Lesung aus Buch der Weisheit: Weisheit möchtest du mir schenken, Gott
    Gottes Weisheit befreit von Sorgen. Sie wird sehr gelobt.

Strahlend und unvergänglich ist die Weisheit; wer sie liebt, erblickt sie schnell, und wer sie sucht, findet sie. Denen, die nach ihr verlangen, gibt sie sich sogleich zu erkennen. Wer sie am frühen Morgen sucht, braucht keine Mühe, er findet sie vor seiner Türe sitzen. Über sie nachzusinnen ist vollkommene Klugheit; wer ihretwegen wacht, wird schnell von Sorge frei. Sie geht selbst umher, um die zu suchen, die ihrer würdig sind; freundlich erscheint sie ihnen auf allen Wegen und kommt jenen entgegen, die an sie denken. (Weisheit 6, 13-16)

  1. Lesung aus dem Brief des Apostel Paulus an die Thessalonicher: Ich werde dann für immer bei Jesus Christus sein.
    Paulus gibt hier eine Antwort auf die Frage, ob es die Toten nicht besser haben. Er sagt: Die Toten haben nichts voraus zu uns, die wir leben. Alle kommen zu Jesus Christus.

Wir wollen euch über die Verstorbenen nicht in Unkenntnis lassen, damit ihr nicht trauert wie die anderen, die keine Hoffnung haben. Wenn Jesus – und das ist unser Glaube – gestorben und auferstanden ist, dann wird Gott durch Jesus auch die Verstorbenen zusammen mit ihm zur Herrlichkeit führen. Denn dies sagen wir euch nach einem Wort des Herrn: Wir, die Lebenden, die noch übrig sind, wenn der Herr kommt, werden den Verstorbenen nichts voraushaben. Denn der Herr selbst wird vom Himmel herabkommen, wenn der Befehl ergeht, der Erzengel ruft und die Posaune Gottes erschallt. Zuerst werden die in Christus Verstorbenen auferstehen; dann werden wir, die Lebenden, die noch übrig sind, zugleich mit ihnen auf den Wolken in die Luft entrückt, dem Herrn entgegen. Dann werden wir immer beim Herrn sein. Tröstet also einander mit diesen Worten! (1Thessalonicher 4,13-18)

Wir laden ein:
32. Sonntag im Jahreskreis, 12. November 2017
, 9:00 Gottesdienst +SC Kaffee im Barat-Saal, Lesejahr A

33. Sonntag im Jahreskreis, 19. November 2017, 9:00 Gottesdienst +SC Kaffee im Barat-Saal, Lesejahr A

Informationen:

Liebe Grüße und für dich: Gottes großen Segen!
Hannes Daxbacher
Sacré Coeur Cafétier und Ostiarius
Katholische Gottesdienstgemeinde Sacré Coeur, 3021 Pressbaum, Klostergasse 12, Österreich

Marcel Hirscher und Lewis Hamilton. Am 31. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr A

Ich gratuliere!!!! Marcel Hirscher und Anna Gasser sind Sportler des Jahres 2017 geworden. Marcel ist zum dritten Mal in Serie Österreichs „Sportler des Jahres“.
David Alaba, der in Jesus seine Stärke sieht, wurde zweimal Sportler des Jahres. Bei den Damen ging die Auszeichnung mit Anna Gasser erstmals an eine Snowboarderin: „Ich glaube an Gott, weil ich glaube an eine höhere Macht.“ Als „Mannschaft des Jahres“ wurde das Frauen-Fußball-Nationalteam geehrt.

Lewis Hamilton: Ich danke Gott!

Lewis Hamilton: Ich danke Gott!

Mein Sohn machte mich darauf aufmerksam, dass der Weltmeister in der Formel 1 Lewis Hamilton Katholik ist und sich nach dem Sieg in Mexiko bei Gott überschwänglich bedankte: „Ich danke Gott, meiner Familie und meinem Team. Gott segne euch alle!“
Vor kurzem sagte er in einem Interview: „Das Wichtigste in meinem Leben ist das Gebet zu Gott. Ich versuche möglichst oft zu beten, nicht nur dann, wenn es mir schlecht geht. Wenn ich einen guten Tag habe, danke ich Gott dafür.“
Wenn er etwas mit den Paradise-Papers zu tun hat, muss er das ändern

Hier kommt das Evangelium zum Sonntag: Der Größte von euch soll euer Diener sein.
Jesus kritisierte die Handlungen der Schriftgelehrten und Pharisäer, setzte sie aber nicht als Personen herab. Sie lassen sich groß ehren und wollen Titel und Ehrenplätze und überfordern mit ihren Gesetzen das Volk:
In jener Zeit wandte sich Jesus an das Volk und an seine Jünger und sagte: Die Schriftgelehrten und die Pharisäer haben sich auf den Stuhl des Mose gesetzt. Tut und befolgt also alles, was sie euch sagen, aber richtet euch nicht nach dem, was sie tun; denn sie reden nur, tun selbst aber nicht, was sie sagen. Sie schnüren schwere Lasten zusammen und legen sie den Menschen auf die Schultern, wollen selber aber keinen Finger rühren, um die Lasten zu tragen. Alles, was sie tun, tun sie nur, damit die Menschen es sehen: Sie machen ihre Gebetsriemen breit und die Quasten an ihren Gewändern lang, bei jedem Festmahl möchten sie den Ehrenplatz und in der Synagoge die vordersten Sitze haben, und auf den Straßen und Plätzen lassen sie sich gern grüßen und von den Leuten Rabbi (Meister) nennen. Ihr aber sollt euch nicht Rabbi nennen lassen; denn nur einer ist euer Meister, ihr alle aber seid Brüder. Auch sollt ihr niemand auf Erden euren Vater nennen; denn nur einer ist euer Vater, der im Himmel. Auch sollt ihr euch nicht Lehrer nennen lassen; denn nur einer ist euer Lehrer, Christus. Der Größte von euch soll euer Diener sein. Denn wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt, und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden. (Evangelium nach Matthäus 23, 1-12)

  1. Lesung aus Buch Maleachi: Schaut bei der Belehrung wem ihr das sagt!
    Gott kritisiert die Priester, weil sie nicht mit dem Herzen bei Gott sind:
    Ein großer König bin ich, spricht der Herr der Heere, und mein Name ist bei den Völkern gefürchtet. Jetzt ergeht über euch dieser Beschluss, ihr Priester: Wenn ihr nicht hört und nicht von Herzen darauf bedacht seid, meinen Namen in Ehren zu halten spricht der Herr der Heere -, dann schleudere ich meinen Fluch gegen euch. Ihr seid abgewichen vom Weg und habt viele zu Fall gebracht durch eure Belehrung; ihr habt den Bund Levis zunichte gemacht, spricht der Herr der Heere. Darum mache ich euch verächtlich und erniedrige euch vor dem ganzen Volk, weil ihr euch nicht an meine Wege haltet und auf die Person seht bei der Belehrung. Haben wir nicht alle denselben Vater? Hat nicht der eine Gott uns alle erschaffen? Warum handeln wir dann treulos, einer gegen den andern, und entweihen den Bund unserer Väter? (Maleachi 1,14b-2,2b.8-10)
  1. Lesung aus dem Brief des Apostel Paulus an die Thessalonicher: Ich habe gearbeitet.
    Paulus lobte die Thessalonicher, dass sie die gute Nachricht nicht als Menschenwort, sondern als Gotteswort angenommen haben:
    Wir sind euch freundlich begegnet: Wie eine Mutter für ihre Kinder sorgt, so waren wir euch zugetan und wollten euch nicht nur am Evangelium Gottes teilhaben lassen, sondern auch an unserem eigenen Leben; denn ihr wart uns sehr lieb geworden. Ihr erinnert euch, Brüder und Schwestern, wie wir uns gemüht und geplagt haben. Bei Tag und Nacht haben wir gearbeitet, um keinem von euch zur Last zu fallen, und haben euch so das Evangelium Gottes verkündet. Darum danken wir Gott unablässig dafür, dass ihr das Wort Gottes, das ihr durch unsere Verkündigung empfangen habt, nicht als Menschenwort, sondern – was es in Wahrheit ist – als Gottes Wort angenommen habt; und jetzt ist es in euch, den Gläubigen, wirksam. (1Thessalonicher 2,7b-9.13)

Wir laden ein:
31.
Sonntag im Jahreskreis, 5. November 2017, 9:00 Gottesdienst +SC Kaffee im Barat-Saal, Lesejahr A
32. Sonntag im Jahreskreis, 12. November 2017, 9:00 Gottesdienst +SC Kaffee im Barat-Saal, Lesejahr A

Informationen:

Liebe Grüße und für dich: Gottes großen Segen!
Hannes Daxbacher
Sacré Coeur Cafétier und Ostiarius
Katholische Gottesdienstgemeinde Sacré Coeur, 3021 Pressbaum, Klostergasse 12, Österreich

Liebe, Tod und Halloween – Allerheiligen und Allerseelen 1. November 2017 A

Jesus ist für dich auferstanden

Jesus ist für dich auferstanden

Eines ist sicher: Das Leben hier auf Erden hat ein Ende. Aber Gott will nicht, dass es endet. Er zeigt uns ein Leben nach dem Tod, in seiner Herrlichkeit, in seinem Paradies, in seiner himmlischen Stadt, in der er uns schon Wohnungen gesichert hat.

Denn das könnte einigen so passen, dass mit dem Tod alles aus ist. Dann wären das Leid und die Ungerechtigkeit für immer fixiert. Die Auferstehung ist die Antwort Gottes gegen Leid und Ungerechtigkeit. Sie ist der Protest Gottes gegen den oberflächlichen Umgang mit dem Tod. Er möchte auch noch ein Wörtchen mitreden, das nicht nur beim Wörtchen bleibt.
Diese zwei Tage erinnern uns an die Verstorbenen. An jene, die uns sehr nahe waren und noch sind.
Sie erinnern uns aber auch an unseren eigenen Tod.
Wir halten an Jesus Christus fest und halten damit unsere Hoffnung auf die Auferstehung wach.

Jesus öffnete die Tür in die Herrlichkeit

Jesus öffnet die Tür in die Herrlichkeit

Christus ist für jeden von uns von den Toten auferstanden und hat die Toten mit in die Herrlichkeit genommen. Er schloss die Tür der Herrlichkeit für alle Menschen auf, den Toten und den Lebenden. Allerheiligen und Allerseelen ist damit ein kleines Osterfest im Herbst.
Heilige werden verehrt (nicht angebetet), weil man gesehen hat, dass sie intensiv mit Gott und Christus gelebt haben. Das Volk Gottes, die Kirche nimmt an, dass sie relativ sicher schon in der Herrlichkeit Gottes sind.
Man muss nicht sterben um heilig zu sein. Alle, die in der Gegenwart mit Jesus Christus und dem Hl. Geist leben und Gott und den Nächsten lieben, sind jetzt schon heilig.
Viele bitten Gott in diesen Tagen, dass er den Verstorbenen und ihnen selber einen guten Übergang in die Herrlichkeit schenken möge.
Das Fest mit Gott ist ein Gemeinschaftsfest. Gott ist in sich selber Vater, Sohn und Geist. Wenn dann noch die Heiligen, die Verstorbenen, die Engel und alle mitfeiern, die zum Gottesdienst in der Kirche kommen, ist das dann ein großes wunderbares Volksfest.

Hier kommt das Evangelium, die gute Nachricht zu Allerheiligen:
In jener Zeit, als Jesus die vielen Menschen sah, stieg er auf einen Berg. Er setzte sich, und seine Jünger traten zu ihm. Dann begann er zu reden und lehrte sie. Er sagte: Selig, die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Himmelreich. Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden. Selig, die keine Gewalt anwenden; denn sie werden das Land erben. Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit; denn sie werden satt werden. Selig die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden. Selig, die ein reines Herz haben; denn sie werden Gott schauen. Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Söhne Gottes genannt werden. Selig, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihnen gehört das Himmelreich. Selig seid ihr, wenn ihr um meinetwillen beschimpft und verfolgt und auf alle mögliche Weise verleumdet werdet. Freut euch und jubelt: Euer Lohn im Himmel wird groß sein. Matthäus 5,1-12a Lesejahr A

Das Wort Halloween kommt von All Hallows‘ Eve, dem Abend vor Allerheiligen. Halloween ist ein nach seriösen historischen Studien urchristliches Fest, das mit vielen falschen Sagen fast zu einem heidnischen Fest gemacht wurde.

Wir brauchen Trauerzeiten und Trauerorte

Wir brauchen Trauerzeiten und Trauerorte

Trotz der christlichen Hoffnung, dass wir nach dem Tod in Gottes Herrlichkeit volles Leben haben, ist die Trauerzeit eine sehr wichtige Phase, in der wir einen Ort und eine Zeit brauchen, um Abschied von einer oder einem Verstorbenen zu nehmen und um uns neu in der Welt zu orientieren.

Wir laden ein:
Mittwoch, 1. November 2017, Allerheiligen, 9:00 Gottesdienst +SC Kaffee im Barat-Saal, Lesejahr A
Diakon Wolfgang Aumann lädt alle Sängerinnen und Sänger ein – er ist  diesmal Organist – eine kleine Schola zu bilden. Treffpunkt: 8:30 Uhr bei der Orgel.
31. Sonntag im Jahreskreis, 5. November 2017, 9:00 Gottesdienst +SC Kaffee im Barat-Saal, Lesejahr A

Liebe Grüße und für dich Gottes nicht vom Tod begrenzte Liebe!
Hannes Daxbacher
Sacré Coeur Cafétier und Ostiarius

Katholische Gottesdienstgemeinde Sacré Coeur, 3021 Pressbaum, Klostergasse 12, Österreich