Oh Gott, ist mir das peinlich! 24. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr C

BarmherzigerVaterIch habe mich verlaufen. Ich weiß nicht, wo meine Freunde sind, wo meine Familie ist, wo mein Gott ist. Ich fühl mich so etwas von allein. Oh Gott, Angst habe ich. Ich fühle mich bedroht. Jetzt rufe ich. Da ist jemand Bekannter. Eine liebe Person kommt. Wow. Mein Herz hüpft voll Freude.
Ich schaue in der Tasche nach. Da fehlt mir eine Stück. Ich bin aufgeregt. Oh, wo ist das? Ich suche in jedem Eck. Leuchte in jede Ritze. Stundenlang suche ich schon. Ah, da ist das teure Stück. Juchhu! Ich laufe zu den Nachbarn und muss es ihnen unbedingt erzählen.
Es ist ein Wahnsinn. Ich halte es nicht mehr aus. Ich muss raus. Mein Vater zahlt mir das Erbe aus und endlich bin ich weg. So wunderbarer Freunde habe ich und wir können Festivitäten feiern, bis wir umfallen. Ups, ich habe nichts mehr am Konto. Ich frag die Freunde, ob sie mir etwas borgen. Man muss ja schließlich essen. Ich verstehe nicht, warum mir niemand etwas borgt. Hunger habe ich auch. Verdammt, da will mich niemand. Da muss ich diese blöden Säue hüten. Nicht einmal Essen krieg ich. Nein, da gehe ich lieber zum Papa. Ich kann nur hoffen, dass er einen Hilfsarbeiter braucht. Aber es ist mir urpeinlich. Ich muss zugeben, dass ich einen Blödsinn gemacht habe.

Wir laden ein:
15. September 2019, 24. Sonntag im Jahreskreis, 9:30, Lieder der Firmmesse, Probe um 8:30 Uhr beim Klavier
22.September 2019, 25. Sonntag im Jahreskreis, 9:30, Sieben Mädchen werden gefirmt. Musik: SAXO Union Quartett.

Hier kommt das Evangelium zum Sonntag: Gott findet mich.
Jesus erzählt von einem Hirten, der ein Schaf sucht, von eine Frau, die eine Drachme sucht und einem Mann, der auf einen weggelaufenen Sohn wartet und die Freude mit dem zweiten Sohn teilen möchte. Es ist Gott, der uns sucht und der ganze Himmel freut sich, wenn wir zu ihm umkehren.
In jener Zeit kamen alle Zöllner und Sünder zu Jesus, um ihn zu hören. Die Pharisäer und die Schriftgelehrten empörten sich darüber und sagten: Dieser nimmt Sünder auf und isst mit ihnen.

Das Verlorene retten

Da erzählte er ihnen dieses Gleichnis und sagte: Wenn einer von euch hundert Schafe hat und eins davon verliert, lässt er dann nicht die neunundneunzig in der Wüste zurück und geht dem verlorenen nach, bis er es findet? Und wenn er es gefunden hat, nimmt er es voll Freude auf die Schultern, und wenn er nach Hause kommt, ruft er die Freunde und Nachbarn zusammen und sagt zu ihnen: Freut euch mit mir, denn ich habe mein Schaf wiedergefunden, das verloren war! Ich sage euch: Ebenso wird im Himmel mehr Freude herrschen über einen einzigen Sünder, der umkehrt, als über neunundneunzig Gerechte, die keine Umkehr nötig haben. Weiterlesen

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In meinem Herzen – 23. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr C

Jesus möchte mit den Menschen reden. Einer sagt: Ich kann nicht, ich muss meine Mutter besuchen. Eine Frau sagt: Ich muss auf Kur fahren. Ein Jugendlicher sagt: Ich muss auf die Geburtstagsparty.
Da sagt Jesus: Wenn du deine Mutter besuchst, wenn du auf Kur fährst, wenn du zu einer Geburtstagsparty gehst, dann nimm mich in deinem Herzen mit. Dann kannst du meine befreite Jüngerin, mein erlöster Jünger sein.
Lieber Jesus! Mit einem Herzen bin ich bei meiner Familie und den Freunden und mit dem anderen Herzen bin ich bei dir, Jesus, mein Gott. „Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust“ (J. W. von Goethe, 1749 – 1832). Diese doppelte Existenz sehe ich auch im Alltag, wenn ich Notwendiges mache und dann wieder Kreatives. Anscheinend sind wir Menschen so gestrickt. Sonst würden wir krank werden. Meist vergessen wir die Gottesbeziehung und werden krank. Der Politologe und Philosoph Eric Voegelin (1901-1985) sagte: Pneumapathologie, Geisteskrankheit kommt von der Transzendenzlosigkeit. Ich, Hannes, würde sagen: von der Ablehnung der Jesusbeziehung. Weiterlesen

Kein Kampf um die Ehrenplätze – 22. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr C

14431_fulltextEin Bekannter kam von einer Reise zu einer Hochzeit zurück und erzählte, dass seine Reisegruppe über die Feier immer wieder abfällige Bemerkungen fallen ließ. Er selbst fühlte sich in der Gruppe unwohl, weil er Angst hatte, etwas falsch zu machen. Könnte es sein, dass die Teilnehmer untereinander misstrauisch waren, rivalisierten und einen Außenfeind suchten, der die Gruppe zusammenschweißt? Vielleicht.
Jesus sieht in die Herzen der Menschen und bemerkt ihre Rivalität bei einem Mahl im Haus eines führenden Pharisäers. Er bemerkte, wie sich die Gäste die Ehrenplätze aussuchten und sich gegenseitig genau beobachten.
Hilfreich, so meinte Jesus, sind dabei in seinen Augen drei Sachen:
1. Ich steige nicht in den Rivalitätskampf ein und nehme beim Fest einen unteren Platz ein.
2. Ich lade Arme ein. Das bewahrt mich vor dem Blick auf die Berühmten.
3. Ich pflege eine gute Nächstenliebe und Gottesliebe. Ich lasse mich von Gott beschenken.
Diese Handlungen machen uns zu erlösten und befreiten Menschen, die einen Platz in der Welt und bei Gott haben.

Wir laden ein:
1. September 2019 22. Sonntag im Jahreskreis, 9:00 Gottesdienst, gestaltet von einer ehemaligen BAKIP Klasse (Jubiläumstreffen) + Sacré Coeur Kaffee
8. September 2019 23. Sonntag im Jahreskreis, 9:00 Gottesdienst + goldene Hochzeit Wiesinger + Sacré Coeur Kaffee
Ab Sonntag, 15. September 2019 ist der Gottesdienst um 9:30. Weiterlesen

Den Teufelskreis der Gewalt durchbrechen und eine Liebesbeziehung mit Gott eingehen. 21. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr C

Wenn ich die Nachrichten höre, bin ich schwer enttäuscht. Die Staaten und Nationen streiten sich und kündigen die Verträge. Die USA kündigen die Verträge mit dem Iran und mit Russland. Großbritannien kündigt den Vertrag mit der EU. Es ist überall überhebliche Blindheit, die nur zu Kämpfen führt. Auch im Islam glauben Sunniten im Auftrag Gottes gegen Schiiten kämpfen zu müssen. In St. Pölten wird ein Parteilokal der FPÖ von verirrten Linksextremen angezündet und in Deutschland der Politiker Walter Lübcke von einem verblendeten Rechtsextremen ermordet. Jedes Opfer ist zu viel. Gewalttäter sind auch jene, die mit ihren Worten abfällig urteilen und anderen die Menschenwürde absprechen. Da kann sich niemand davon ausnehmen. Jesus klärt uns auf, dass wir Menschen ohne diesen Gott gewaltbereit sind. Er ruft zur Umkehr zu Gott und zum Gewaltverzicht auf. Es sind dies zwei Aufforderungen an uns.
Die erste ist: Kehren wir zu Gott um. Lassen wir uns von ihm beschenken. Auch über den Tod hinaus. Der Wissenschaftler Hans Joas sagt: Wenn ich überzeugt bin, dass Gott mich liebt, kann ich nicht glauben, dass Gott die Liebesbeziehung im Augenblick meines physischen Todes abbricht. Es wird nach dem physischen Tod eine Gottesbeziehung geben. Darin liegt die Hoffnung des Christentums.
Die zweite Aufforderung ist: Leisten wir dem, der uns etwas Böses antut, keinen Widerstand. Lieben wir unsere Feinde und beschimpfen wir niemanden. Die moralische zweite Forderung allein würde sinnlos überfordern. Erst durch die Beziehung zu Gott ist sie möglich. In der Liebesbeziehung mit ihm können wir einen der vielen Teufelskreise der Gewalt brechen. So kann das Gute wachsen und Frucht bringen. Weiterlesen

Hass oder Liebe 20. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr C

Die Krimis sind für mich faszinierend. Jeder kann der Mörder oder die Mörderin sein. Am Ende wird aufgedeckt, wer die Schuld hat. Das Motiv der Tat liegt meist im Zorn und im Neid. Typischer Krimi ist der erste Mord in der Bibel. Kain wird neidisch auf Abel und erschlägt ihn aus Zorn. Das Unheil breitet sich dann wie die Pest aus. Nur einer wie Noah, der an Gott festhält und auf ihn hört, wird aus dem Meer von Hass gerettet.
In einem nächsten Schritt decken die Propheten und Jesus die Neigung zur Gewalt auf, die in unserem Herzen steckt. Jesus sagt in seiner berühmten Bergpredigt: „Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt worden ist: Du sollst nicht töten; wer aber jemanden tötet, soll dem Gericht verfallen sein. Ich aber sage euch: Jeder, der seinem Bruder auch nur zürnt, soll dem Gericht verfallen sein.“ Jesus deckt den Anfang des Verbrechens auf. Der Zornige spricht sich damit selbst das Urteil. Jesus sieht schon im Keim des Zornes den angepeilten Mord.
Er ruft in einem nächsten Schritt dazu auf, die Feinde zu lieben und nicht aus Ärger zurückzuschlagen. Das gelingt, wie er zeigt, nur in einer festen Gottesbeziehung. Dann laufen die Freundschaften und die Familien nicht in Gefahr, gespalten zu werden. Sie werden durch die Inspirationen und Geschenke Gottes gefestigt.

Wir laden ein:
18. August 2019 20. Sonntag im Jahreskreis, 9:00 Gottesdienst + Sacré Coeur Kaffee
25. August 2019 21. Sonntag im Jahreskreis, 9:00 Gottesdienst + Sacré Coeur Kaffee Weiterlesen

Der Himmel kann zärtlich sein. Danke, Maria! Mariä Himmelfahrt, Lesejahr ABC

Maria wurde in den Himmel aufgenommen

Maria wurde liebevoll in den Himmel aufgenommen

Das Christentum wurde von einigen Kritikern als leibfeindlich kritisiert. Das bezog sich aber hauptsächlich auf die Sexuallehre vor dem 2. Vatikanischen Konzil. Die Geschichte von der Aufnahme Marias mit Leib und Seele in den Himmel zeigt mir, dass wir Menschen mit Leib und Seele in den Himmel kommen und nicht nur mit einer durchsichtigen Flatterseele. Leib und Seele ist ja eine Einheit und kann nicht einfach so getrennt werden. So ist die ganzheitliche Aufnahme Mariens in den Himmel für mich etwas ganz Normales.
Ich denke mir, dass Maria für Gott sehr wichtig war. Mit ihr bereitete er seine Menschwerdung vor. Ihre Eltern, Anna und Joachim, freuten sich sehr, als sie noch im hohen Alter ein Mädchen bekamen. Als der Engel Gabriel die erwachsene Maria fragte, war sie nach Rückfragen bereit, Gott als Mensch auf die Welt zu bringen. Als Schwangere besuchte sie ein verwandtes älteres Ehepaar, Zacharias und Elisabeth, die den kleinen Johannes bekam. Sie erlebte das Auftreten ihres Sohnes in Israel, seine Passion in Jerusalem und zu Pfingsten den Heiligen Geist, hebräisch die Ruach, sodass sie das Herz der ersten christlichen Gemeinden wurde. Als sie im Kreise der Apostel starb, nahm sie Christus liebevoll und zärtlich mit Leib und Seele in den Himmel auf. Dieses Fest feiern wir am 15. August.

Wir laden ein:
15. August 2019 Mariä Himmelfahrt, 9:00 Gottesdienst + Sacré Coeur Kaffee + Kräuterweihe
18. August 2019 20. Sonntag im Jahreskreis, 9:00 Gottesdienst + Sacré Coeur Kaffee Weiterlesen

Wachsam und lebendig durch Liebe – Neunzehnter Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr C

Jesus kommt von dem, über den nichts Größeres zu denken ist.

Von einem bekannten Philosophen wird erzählt, dass für ihn der Glaube an Gott deswegen so wichtig wurde, weil er sich dadurch besser der Wirklichkeit widmen kann. Ich habe eine ähnliche Erfahrung gemacht. Es gibt so viel Ungereimtes in der Welt, sodass ich mich oft nach dem Sinn des Ganzen gefragt habe. Meine Antwort war, dass Gott und seine Hilfe den Sinn des Ganzen erschließt. Das hat mich veranlasst, mich besser den Einzelheiten widmen zu können.
Heute in der Früh bin ich mit dem Bewusstsein aufgewacht, dass Gott mit mir etwas vorhat. Ich bin neugierig, welche Begegnungen ich heute mache. Auch wenn ich am Abend in einer sozialen Einrichtung einen ehrenamtlichen Dienst mache.
Ich sehe: Wenn jemand Gottes Geschenke nicht beachtet, verliert er sich im Stress des Alltags und kann in depressive Verzweiflung fallen. Es kommt mir so vor, dass Gott mit allen Menschen etwas Großes vorhat. Er schenkt uns überfließende Freude, Liebe, Heilung und Hoffnung.

Wir laden ein:
11. August 2019 19. Sonntag im Jahreskreis, 9:00 Gottesdienst + Sacré Coeur Kaffee
15. August 2019 Mariä Himmelfahrt, 9:00 Gottesdienst + Sacré Coeur Kaffee
18. August 2019 20. Sonntag im Jahreskreis, 9:00 Gottesdienst + Sacré Coeur Kaffee Weiterlesen