Panikattacken und der Garten Gottes – 26. Sonntag im Jahreskreis Lesejahr A

Es gibt sie, die Menschen, die alles „wissen“ und an ihren Überzeugungen festhalten, obwohl sie damit krank werden. Sie sind wie dieser Mensch, der sich in der Wüste verirrte und dann eine Oase mit Wasser sah. Er dachte sich: „Das ist nur eine Fata Morgana. Mein Hirn spielt verrückt.“ Beduinen fanden ihn verdurstet knapp vor dem Wasser der Oase liegen. Sie wunderten sich, dass er nicht die paar Schritte zum Wasser gemacht hatte. Das wäre seine Rettung gewesen. Ich kenne einige, die ständig Panikattacken haben. Gott möchte ihnen ihre Angst nehmen, aber sie öffnen nicht ihr Herz. Sie haben die fixe Idee, Gott sei nur die Projektion der menschlichen Wünsche. In Wirklichkeit existiere er nicht. Dabei ist er ihnen näher als sie denken. Er könnte sie von den Panikattacken befreien. Dabei müssten sie nur einen Schritt machen.

Wir laden ein:
Sonntag, 27. September 2020
Gottesdienst 9:30. 26. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr A. + Sacré-Coeur-Gespräche mit Abstand und Masken. Wir feiern in der Kirche mit 1m Abstand und Masken. Sie liegen am Eingang auf.
27.Sep.2020 18:00 Ich lade dich /Sie zum Sonntagsaustausch über Zoom ein. Zum Zoom-Meeting anmelden: h(at)daxbacher.net
Sonntag, 4. Oktober 2020 Gottesdienst 9:30. 27. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr A. + Sacré-Coeur-Gespräche mit Abstand und Masken. Wir feiern in der Kirche mit 1m Abstand und Masken. Sie liegen am Eingang auf.

Geh in den Weinberg

Im Vater Unser beten wir: Dein Reich komme. Dieses Reich Gottes ist das große Geschenk Gottes: Glück, Frieden und Erfüllung der Sehnsucht. Es ist wie ein Weinberg. Danach beten wir: Dein Wille geschehe. Was ist der Wille Gottes? Bei Jesus ist es die Arbeit im Weinberg Gottes. Geh, arbeite in meinem Weinberg. Tu es. Das ist die Rettung.

Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus:
In jener Zeit sprach Jesus zu den Hohepriestern und den Ältesten des Volkes: Was meint ihr? Ein Mann hatte zwei Söhne. Er ging zum ersten und sagte: Mein Kind, geh und arbeite heute im Weinberg! Er antwortete: Ich will nicht. Später aber reute es ihn und er ging hinaus. Da wandte er sich an den zweiten und sagte zu ihm dasselbe. Dieser antwortete: Ja, Herr – und ging nicht hin. Wer von den beiden hat den Willen seines Vaters erfüllt? Sie antworteten: Der erste. Da sagte Jesus zu ihnen: Amen, ich sage euch: Die Zöllner und die Dirnen gelangen eher in das Reich Gottes als ihr. Denn Johannes ist zu euch gekommen auf dem Weg der Gerechtigkeit und ihr habt ihm nicht geglaubt; aber die Zöllner und die Dirnen haben ihm geglaubt. Ihr habt es gesehen und doch habt ihr nicht bereut und ihm nicht geglaubt. (Erklärungen im Bibelwerk: Mt 21, 28-32)

Leben oder Tod

Für Israel ist der Wille Gottes festgeschrieben in den Gesetzen, dem mosaischen Recht und der Gerechtigkeit. Ezechiels Botschaft von Gott ist eindeutig: Wer sich abkehrt von den Gesetzen Gottes, wird sterben. Wer die Gesetze Gottes erfüllt, wird leben. Ich frage mich, ob dabei nicht die Gefahr einer Funktionalisierung Gottes besteht.

Lesung aus dem Buch Ezechiel:
So spricht der Herr: Ihr sagt: Der Weg des Herrn ist nicht richtig. Hört doch, ihr vom Haus Israel: Mein Weg soll nicht richtig sein? Sind es nicht eure Wege, die nicht richtig sind? Wenn ein Gerechter sich abkehrt von seiner Gerechtigkeit und Unrecht tut, muss er dafür sterben. Wegen des Unrechts, das er getan hat, wird er sterben. Wenn ein Schuldiger von dem Unrecht umkehrt, das er begangen hat, und nach Recht und Gerechtigkeit handelt, wird er sein Leben bewahren. Wenn er alle seine Vergehen, die er verübt hat, einsieht und umkehrt, wird er bestimmt am Leben bleiben. Er wird nicht sterben. (Erklärungen im Bibelwerk: Ez 18,25-28)

Bilden wir eine Gemeinschaft des Geistes

Paulus ermahnt die Gemeinde, nicht zu prahlen und zu streiten und bringt als Vorbild Christus Jesus, der seine göttliche Position aufgab und ein einfacher Mensch wurde. Er war gehorsam seinem Vater gegenüber, wurde ermordet und Gott hat ihn erhöht. Er wurde im Hintergrund Weltenherrscher. 

Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Philippi:
Schwestern und Brüder!
Wenn es eine Ermahnung in Christus gibt, einen Zuspruch aus Liebe, eine Gemeinschaft des Geistes, ein Erbarmen und Mitgefühl, dann macht meine Freude vollkommen, dass ihr eines Sinnes seid, einander in Liebe verbunden, einmütig, einträchtig, dass ihr nichts aus Streitsucht und nichts aus Prahlerei tut. Sondern in Demut schätze einer den andern höher ein als sich selbst. Jeder achte nicht nur auf das eigene Wohl, sondern auch auf das der anderen. Seid untereinander so gesinnt, wie es dem Leben in Christus Jesus entspricht:

Der Christushymnus

Er war Gott gleich, hielt aber nicht daran fest, Gott gleich zu sein, sondern er entäußerte sich und wurde wie ein Sklave und den Menschen gleich. Sein Leben war das eines Menschen; er erniedrigte sich und war gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz. Darum hat ihn Gott über alle erhöht und ihm den Namen verliehen, der größer ist als alle Namen, damit alle im Himmel, auf der Erde und unter der Erde ihr Knie beugen vor dem Namen Jesu und jeder Mund bekennt: Jesus Christus ist der Herr zur Ehre Gottes, des Vaters. (Erklärungen im Bibelwerk: Phil 2,1-11)

Liebe Grüße, für dich: Gott ist dir mit seiner Kraft nahe!
Hannes Daxbacher, Sacré Coeur Cafétier und Ostiarius (Türöffner), +43 69910058658
Katholische Gottesdienstgemeinde Sacré Coeur, 3021 Pressbaum, Klostergasse 12, Österreich

Der Glaube war stärker als der Körper – 25. Sonntag im Jahreskreis Lesejahr A

Dominic Thiem gewann das große Tennisturnier US Open 2020 in New York City. Nachdem er den Deutschen Alexander Zverev in einem dramatischen Schlagabtausch niedergerungen hatte, regierte bei Thiem nach Kampf und Krampf vor allem die Erleichterung: „Irgendwie war heute der Glaube stärker als der Körper.“
Es sah am Anfang so aus, als würde Dominic Thiem den Kürzeren ziehen, doch er kämpfte sich zurück und gewann. Das ist Durchhaltevermögen, das ich bewundere.

Jesus erzählt, dass es mit dem Himmelreich wie mit einem Gutsbesitzer ist, der früh am Morgen hinausging, um Arbeiter für seinen Weinberg zu holen. Es sind Tagelöhner, die keine fixe Arbeit hatten. Einige Tagelöhner sind deprimiert, sodass sie erst spät zum Marktplatz kommen. Auch denen geht der Weinbergbesitzer nach und holt sie in seinen Weinberg. Er versucht es immer wieder und lässt nicht locker. Das ist Durchhaltevermögen, das ich bewundere

Gott lässt nicht locker. Er geht mir nach, lässt mich nicht allein, holt mich in seinen Weinberg. Das ist Durchhaltevermögen, wofür ich sehr dankbar bin.

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Blind vor Rache – 24. Sonntag im Jahreskreis Lesejahr A

Ihm wurde vergeben, er aber vergibt nicht

Mahatma Gandhi sagte: „Auge um Auge macht die ganze Welt blind.“ Ein Wort ergibt das andere, ein Schlag ergibt den anderen Schlag. Zum Schluss liegen alle am Boden. Wer beim Teufelskreis der Gewalt nicht mitmachen möchte, kann seinem Feind aus dem Weg gehen. Als Kinder haben wir gelernt: Der Gescheitere gibt nach, der Esel fliegt in den Bach. Aber es gibt Kränkungen, die tiefe Wunden in uns gerissen haben. Wir bemerken plötzlich, dass wir von einer wichtigen Person nicht geliebt werden. Dann ist Verzeihen sehr schwer. Verzeihen ist die schwerste Liebe nach Albert Schweitzer. Im Verzeihen liegt wahre Stärke (Roswitha Bloch). Es bringt Freude ins Herz (Marianne Einfeldt) und reißt mich aus der Vereinsamung heraus (Stefan Fleischer). Der Prophet Nehemia lobt Gott, der ihm ein Vorbild ist: Du bist ein Gott, der verzeiht! (Nehemia 9,17b). Ich habe die Erfahrung gemacht, dass mir Gott beim Verzeihen hilft.

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Was tun gegen den Neid? – 23. Sonntag im Jahreskreis Lesejahr A

„Mein größter Fehler ist der Neid“ sagte mir ein Freund. Der Neid ist die Ursache der meisten Konflikte. Ich sehe das bei Simson, der eine Philisterin heiratete. Als er nach längerer Zeit zurückkam, war sie mit seinem Freund verheiratet. Daraufhin verbrannte er die Felder der Philister. Der Konflikt begann schon, als sein Freund bemerkte, dass Simson die Philisterin begehrte. Dieses Begehren ahmte er nach. Auch sein Freund begehrte jetzt die Frau. Dadurch wurde aber für Simson die Philisterin noch begehrenswerter. Beide Freunde wurden jetzt Rivalen. Der Streit wurde immer brutaler und die Begehrte wurde immer unwichtiger. Wichtiger war der Kampf und die Rache. Es kam sogar soweit, dass die Philister die Frau und ihren Vater ermordeten. (Richter 14,1ff)

Den Konflikt kann ich nicht vermeiden, wohl aber die Art, wie der Konflikt ausgetragen wird. Jene haben es leichter, die eine gute Beziehung zu Gott haben, der schenkt und der begehrt wird. Ich kann mein Begehren auf Gott lenken. Die Frau bleibt begehrenswert, aber auch Gott. – Das sagt sich so leicht. Es hängt alles von der Beziehung zu Gott ab. Wenn Simson sieht, dass sein Freund seine Frau geheiratet hat, dann wäre es gut, er lässt die beiden in Ruh. Er kann leichter loslassen, wenn er etwas Größeres begehren kann, nämlich Gott, der ihm alles schenkt. Gott ist kein knappes Gut, sodass niemand neidisch sein muss. Gott ist nicht knapp, trotzdem ist er dir und mir liebend, schenkend, heilend nahe.

Wir laden ein:
Sonntag, 6. September 2020
Gottesdienst 9:30. 23. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr A. + Sacré Coeur Kaffee mit Abstand und eventuell Masken. Wir feiern in der Kirche mit 1m Abstand. Ich empfehle Masken, vor allem beim Singen. Sie liegen am Eingang auf.
Sonntag, 13. September 2020 Gottesdienst 9:30. 24. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr A. + Sacré Coeur Kaffee mit Abstand und eventuell Masken. Wir feiern in der Kirche mit 1m Abstand. Ich empfehle Masken, vor allem beim Singen. Sie liegen am Eingang auf.

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Sie bleiben Freunde – 22. Sonntag im Jahreskreis Lesejahr A

Petrus und Jesus

Wenn ich das Gespräch zwischen Jesus und Petrus lese, bin ich irritiert. Es beginnt damit, dass Petrus Jesus zurechtweist, er soll nicht zu den Hohenpriestern nach Jerusalem gehen. Dort könnte es ihm schlecht gehen. Das solle Gott verhindern. Darauf antwortete Jesus ungewohnt scharf: Tritt hinter mich, du Satan! Denn du hast nicht das im Sinn, was Gott will, sondern was die Menschen wollen.
Petrus nimmt sich die Frechheit heraus, Jesus in seiner Messias-Aufgabe zu belehren: „Das soll Gott verhüten!“ Da ist es verständlich, dass Petrus in die Schranken gewiesen wird. Jesus sagt zu ihm: „Tritt hinter mich!“ Petrus soll ihm nachgehen (Mk 8,34; Joh 21,22) und ihn nicht zurechtweisen.
Jesus ärgert sich und es wirkt, als suche er gerade seine neue heilsgeschichtliche Aufgabe und kann noch keinen Widerspruch gebrauchen. Vielleicht hat er dem Petrus auch signalisiert, dass er seine Sorge versteht.
Das Überraschende für mich ist, dass Jesus und Petrus Freunde bleiben, auch wenn Jesus ihm vorwirft, der Versucher zu sein. Es zeigen sich zwei Seiten. Auf heilsgeschichtlicher Seite muss Petrus den Willen Gottes im Sinn haben. Auf persönlicher Seite sind sie Freunde.
Beide haben sehr unterschiedliche heilsgeschichtliche Aufgaben: Petrus als Fels, auf dem Jesus seine Kirche baut und Jesus als heilender und mitleidender Menschen- und Gottessohn.
Auch wir Christinnen und Christen haben verschiedene Aufgaben. Einerseits sind wir Privatmenschen mit unseren Verwandten und Freunden, andererseits haben wir eine heilsgeschichtliche Aufgabe, Gottes Liebe erfahrbar zu machen. Manchmal können wir das verbinden. Auf jeden Fall hilft uns das Feuer des Heiligen Geistes.

Wir laden ein:
Sonntag, 30. August 2020
Gottesdienst 9:30. 22. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr A. + Sacré Coeur Kaffee mit Abstand und eventuell Masken. Wir feiern in der Kirche mit 1m Abstand. Ich empfehle Masken, vor allem beim Singen. Sie liegen am Eingang auf.
Sonntag, 6. September 2020 Gottesdienst 9:30. 23. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr A. + Sacré Coeur Kaffee mit Abstand und eventuell Masken. Wir feiern in der Kirche mit 1m Abstand. Ich empfehle Masken, vor allem beim Singen. Sie liegen am Eingang auf.

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Die Pforten der Unterwelt werden sie nicht überwältigen – 21. Sonntag im Jahreskreis Lesejahr A

Mit gefällt die Geschichte vom Haus, das auf Fels gebaut ist. Stürme und Fluten konnten ihm nichts antun. Daneben steht das Haus, das auf Sand gebaut ist. Als ein Gewitter kommt, kracht das Haus ein. Mein Lebenshaus möchte ich auf Gott bauen. Er ist mein Fels.
Jesus war zwar ein Lehrer, der wie Sokrates weise Dinge lehrte, aber sein Hauptanliegen war das Umdenken. Dazu rief er auf: Kehrt um, das Reich Gottes ist nahe. Baut euer Haus auf Fels.
Er baute auf seinen Vater im Himmel. Als es aber um seine Gemeinschaft ging, da baute er auch auf Menschen.
Seine Kirche, die auf der Erde und im Himmel sein soll, baute er auf dem Felsen Petrus. Das einzige Kriterium, das für Petrus sprach, war, dass der lebendige Gott sich dem Petrus geoffenbart hat und er dadurch zu Jesus „Sohn Gottes“ sagen konnte.
Zu dieser neuen Gemeinschaft rief er alle Verlorenen und – ja, auch alle Distanzierten.
Er und Gott wollten eine bunte Gemeinschaft, eine Ekklesia der Liebenden. Die Gemeinschaft soll sich um Christus versammeln, der zum außergewöhnlichen Brot und Wein für alle wird. Die Gemeinschaft hat eine weltbewegende Aufgabe: Nächstenliebe und Gottesliebe zu leben. Gott zeigt sich dabei als ein anwesender Gott, der die gelebte Liebe vergrößert.

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Gott agiert in unserem Leben – 20. Sonntag im Jahreskreis Lesejahr A

Gottes Handeln macht mich frei. Er schränkt mich nicht ein, sondern macht mich freier. Ich habe sein Handeln schon erlebt, als ich Schwierigkeiten hatte und er mir mein Handeln erleichterte. Ich habe sein Handeln erlebt, als mein kleines Tun in unerklärlicher Weise zu einer großen Wirkung wurde. Ich glaube, dass er bis jetzt auf meine Gesundheit achtgegeben hat und mich von der Halsverletzung geheilt hat. Auch habe ich sein Handeln erfahren, als jemand, für den ich gebetet habe, sich für ein neues Handeln entscheiden konnte.

Sein Handeln in der Gottesdienstgemeinde

Ich habe auch in unserer Gottesdienstgemeinde sein Handeln erlebt. Im Gottesdienst selbst verwandelt er das Brot und den Wein und wir können ihn empfangen. Aber es gibt auch immer Menschen, die er zu Neuem beruft. Ich habe sein Handeln bemerkt, als die kleinen Handlungen – wie ein Lächeln oder eine schöne Vorbereitung – größere heilsame und liebevolle Auswirkungen auf andere hatten. Ich bemerke, dass Gott in unserer Familie und in unserem Bekannten- und Freundeskreis handelt, indem er sehr oft das gute Tun verstärkt. Er schränkt uns durch sein Handeln nicht ein, sondern macht uns freier, kreativer und das hat Auswirkung auf andere. Gerade in den dramatischen Geschichten von diesem Sonntag kann man das Handeln Gottes sehen:

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Gott handelt – Mariä Himmelfahrt

Gott handelt neben mir. Sein Handeln macht mich frei. Er schränkt mich nicht ein, sondern macht mich freier. Ich habe sein Handeln schon erlebt, als ich Schwierigkeiten hatte und er mir mein Handeln erleichterte. Ich habe sein Handeln erlebt, als mein kleines Tun unerklärlicher Weise zu einer großen Wirkung wurde. Ich glaube, dass er bis jetzt auf meine Gesundheit achtgegeben hat und mich von der Halsverletzung geheilt hat. Auch habe ich sein Handeln erfahren, als jemand, für den ich gebetet habe, sich für ein neues Handeln entscheiden konnte. Gerade in den spannenden Geschichten von Mariä Himmelfahrt kann man das Handeln Gottes sehen. (Information zu Mariä Himmelfahrt: Wien + Linz + Ök.Lex.)

Mein Geist jubelt über Gottes Handeln

Das Kind hüpfte im Leib der Elisabet, als die ebenfalls schwangere Maria zu ihr kam. Es ist ein Zeichen, dass Gott Kommunikation zwischen Kindern aktiv fördert. Maria stimmte ein Lob für Gott an, der machtvolle Taten an ihr und den Armen vollbringt. Er stürzt die Mächtigen von Thron und erhöht die Niedrigen.

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Ich gehe zu dir übers Wasser – 19. Sonntag im Jahreskreis Lesejahr A

Er lässt niemanden untergehen

Mit Freunden sprachen wir gestern über Gott und die Welt. „Gott ist außerhalb der Welt.“ „Gott agiert aber auch in der Welt.“ Unklar ist, wie wir bemerken können, dass Gott in der Welt handelt. Wenn Krebspatienten über Nacht geheilt sind, spricht die Medizin von Spontanremission und von einer Ausnahme. Normalerweise können Menschen nicht übers Wasser gehen. Ich glaube, dass Jesus als Mensch gewordener Gott das in einer Ausnahmesituation gemacht hat. Er agierte nicht, damit alle ihn bestaunen, sondern – wie ich glaube – damit wir ein Zeichen der Erlösung und der Liebe bekommen. Das Ereignis am See Genesaret zeigt einige solcher Ausnahmesituationen.
Jesus sah, wie sich die Jünger am See gegen den Wind beim Rudern abmühten. Er kam ihnen auf dem See entgegen, stieg in ihr Boot und der Sturm legte sich. Es ist eine Aktion Jesu, die zeigt, dass Gott helfend anwesend ist.
Als die Jünger glaubten, der übers Wasser kommende Jesus sei ein Gespenst, beruhigte er sie mit „Habt Vertrauen, ich bin es; fürchtet euch nicht!“ Es ist eine Aktion, bei dem Jesus als anwesender Gott die Furcht und die Angst nimmt.
Als Petrus Jesus bat, ihn über das Wasser zu ihm gehen zu lassen, sagte Jesus nur: „Komm!“ Darauf stieg Petrus aus dem Boot und ging auf Jesus zu. Nichts lenkte ihn ab und er konnte die Hilfe Gottes annehmen. Diese Aktion zeigt, dass Gott im Einklang mit Menschen handelt.
Erst als er nicht mehr auf Jesus, sondern auf den Wind schaute, verlor er die Hilfe Gottes und ging unter. Aber auch da half Jesus. Diese Aktion zeigt mir, dass er niemanden untergehen lässt.
Interessant wäre es, wenn wir uns austauschen könnten, inwiefern wir solche Ausnahme-Aktionen Gottes in unserem Leben schon bemerkt haben.

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Jesus, Vollkorn und Omega 3 – 18. Sonntag im Jahreskreis Lesejahr A

Ich liebe gesundes Essen. Aber ich habe mich bis jetzt nicht für die biologischen Hintergründe interessiert. Begonnen hat dieses Interesse, als meine Schwester von einem Buch schwärmte, das die aktuellen wissenschaftlichen Untersuchungen zum Thema Ernährung auswertet. Als der Wissenschaftsjournalist Bas Kast gerade 40-jährig mit Schmerzen in der Brust zusammenbrach, stellte sich ihm die existentielle Frage: Hatte er mit Junkfood seine Gesundheit ruiniert? Ich wurde ein Fan seiner Auswertung der vielen Mega-Studien und kaufte gleich am Brunnenmarkt Linsen, Kichererbsen, Vollkornbulgur und Hummus. Meine Frau machte köstliche Gerichte daraus, sagte aber, dass sie nicht nur diese Sachen verarbeiten möchte.
Im Evangelium vom Sonntag gibt es die Geschichte, wo Jesus mit fünf Broten und zwei Fischen tausende Menschen satt machte. Das war eine großartige Sache. Er zeigte, dass wir Hungrige speisen und auf Gott schauen sollen, der der Spender von allem Guten ist.
Menschen machten schon immer die Erfahrung, dass die Schöpfung uns nicht nur manche Medizin schenkt, sondern auch gesunde Nahrung. Die Brote waren zurzeit Jesu nicht aus Auszugsmehl, sondern aus Vollkornmehl gebacken. Sie machten satt. Die Fische brachten gesunde Omega 3 Fette den Menschen, die vor tödlichen Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützten. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Gott für uns gerne sorgt und uns im Brot der Hostie begegnen möchte. Er schenkt uns gesunde Nahrung, Liebe und Inspiration.

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