Auf dem Weg zum Weihnachtsereignis – 1. Adventsonntag Lesejahr B

Die Zeit des Advent beginnt wenig besinnlich, ruhig und adventlich. Der erste Adventsonntag steht in der Folge der letzten Sonntagsevangelien, die uns an das Ende der Welt erinnert haben.
Auch heute spricht Jesus vom jüngsten Tag, von dem Tag, an dem die Sonne sich verfinstert, der Mond nicht mehr scheint, die Sterne vom Himmel fallen und die Kräfte des Himmels erschüttert werden. Es ist der Tag, an dem Christus mit großer Macht und Herrlichkeit auf den Wolken kommen wird und die Seinen aus allen Windrichtungen zusammenholen wird.
Dieser letzte Tag wird kommen.
Deshalb lädt uns Jesus ein, aus dem Vergleich mit dem Feigenbaum zu lernen. Die Menschen damals konnten anhand des Feigenbaums die Jahreszeit ablesen, erkennen, wann bzw. dass der Sommer nahe ist.
Genau so sollen wir erkennen, dass der jüngste Tag kommen wird, und bereit sein.
Den Tag und die Stunde kennt nur der Vater. Wir wissen nicht, wann dieser Tag kommen wird, wir wissen nur dass er kommen wird.
Umso wichtiger ist es, stets so zu leben, als könnte er heute oder morgen kommen, stets bereit zu sein, um Christus zu begegnen.
Wir sollen wachsam sein.
Lebe ich derzeit so, dass Jesus Christus jederzeit wiederkommen könnte?
Müsste ich in meinem Leben etwas ändern, um für Christus bereit zu sein?
Michael

Wir laden ein:
Freies Abendgebet jeden Tag um 18:30-18:45 über Zoom: Folgen wir der Stimme der Hoffnung. 15 Minuten Rückblick auf den Tag, Segen für die Nacht, Ausblick für den Morgen, mit Liedern, im Zoom-Meeting.
1. Adventsonntag, 29. November 2020 Gottesdienst 9:30., Lesejahr B. Wir feiern über Zoom. Wir feiern über Zoom. Nach der Messe können Gläubige einzeln zur Kommunion kommen. Nach der Messe werden vor der Kirche die ADVENTKRÄNZE gesegnet. Bitte ruft einander an und betet füreinander.
2. Adventsonntag, 6. Dezember 2020 Gottesdienst 9:30., Lesejahr B. Wir feiern über Zoom.

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Hoffnung und Hilfe – Christkönig, 34. Sonntag im Jahreskreis Lesejahr A

Mit dem heutigen Christkönigssonntag kommt das Kirchenjahr zum Abschluss. Jesus Christus ist König, auf dieses Ziel läuft die ganze Heilsgeschichte hinaus.
Diesem Ziel dient die Verkündigung eines ganzen Jahres, alle Sonntage und Feiertage, alle Lesungen und Evangelien wären heute nochmals zu wiederholen, um recht verstehen zu können, dass und vor allem wie Jesus Christus König ist und sein will.
Jesus Christus ist König. Er soll und will auch König in meinem persönlichen Leben sein. Auch mein persönliches Leben soll auf dieses Ziel hinauslaufen, dass Jesus Christus König ist.
Das heutige Evangelium stellt uns einen Aspekt vor Augen.
Zunächst spricht das Evangelium von der absoluten Identifikation Jesu Christi mit den Armen, Kranken und Notleidenden. Jesus Christus it in ihnen präsent. Er identifiziert sich so absolut mit ihnen, dass ich Christus begegne, wenn ich den Armen, Kranken, Notleidenden begegne.
Wenn ich Christus begegnen möchte, dann gibt es neben der Eucharistie den Weg zu den Armen, Kranken und Notleidenden. In ihnen ist Jesus Christi für mich real präsent.
Das bedeutet, dass es nicht belanglos ist, wie ich ihnen begegne. Was ich ihnen getan habe, habe ich Christus getan, was ich für sie nicht getan habe, habe ich auch für Christus nicht getan.
Das ist der Weg Jesus Christus als König zu ehren.
Wie begegne ich Armen, Kranken und Notleidenden?
Kann ich in ihnen Christus erkennen?
(Michael)

Zoomgottesdienste

Ich bin froh, dass wir in diesem Lockdown Zoomgottesdienste feiern können. Michael leitet den Gottesdienst, eine Lesung wird in der Kirche gelesen, eine von Zuhause. Die Musik wird in der Kirche mit Gitarre begleitet oder eingespielt. Zuhause kann man mit Hilfe des Gotteslobs mitsingen. Die Kommunion kann nach dem Gottesdienst einzeln empfangen werden.
Täglich wird der Gottesdienst aus dem Stephansdom übertragen. Mo – Sa: 12 Uhr, So: 10.15 Uhr. Radio Stephansdom und Youtube (Hannes)

Wir laden ein:
Freies Abendgebet jeden Tag um 18:30-18:45 über Zoom: Folgen wir der Stimme der Hoffnung. 15 Minuten Rückblick auf den Tag, Segen für die Nacht, Ausblick für den Morgen, mit Liedern, im Zoom-Meeting.
Christkönigsonntag, 22. November 2020 Gottesdienst 9:30., 34. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr A. Wir feiern über Zoom. Bitte ruft einander an und betet füreinander.
1. Adventsonntag, 29. November 2020 Gottesdienst 9:30., Lesejahr B. Wir feiern über Zoom. Bitte ruft einander an und betet füreinander.

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Unsere Hoffnung: Das Kleine wächst – 33. Sonntag im Jahreskreis Lesejahr A

Talente zum Wachsen bringen
Gott lässt deine Talente mit dir wachsen

Wir feiern im Lockdown über Zoom!

Wenn ich etwas nicht machen kann, dann tut es gut, wenn ich es vor Gott hinlege. Ich kann nicht alles ändern. Auch mit anderen zusammen kann ich nicht alles ändern. Das meiste entzieht sich meiner Kontrolle. Das ist typisch für das Leben. Dahinter wirkt Gott. Er hält alles in seiner Hand zusammen und lässt es wachsen. Paulus schreibt an die Korinther: Ich habe gepflanzt, Apollos hat begossen, Gott aber ließ es wachsen. Gott lässt auch sein Reich wachsen. Er ist ein Vorbild für mich. Er schenkt uns Talente, aber wir können sie entwickeln. Bei Jesus geht es um das Kleine, um den kleinen Samen, der wächst. Es geht ihm um die kleinen Talente, die bei den Menschen wachsen.
Es geht ihm um die kleinen Gemeinschaften, die wachsen. Auch unsere Gottesdienstgemeinde war eine kleine Gemeinde. Auch sie ist mit Gottes Hilfe gewachsen. Es gibt aber auch innerhalb der Gemeinde kleine Gemeinschaften, die wachsen. Das ist wunderbar. Es zeigt mir, dass wir wie Paulus mit Kleinem beginnen können. Wir können wie Apollos das Kleine begießen. Wir können darauf vertrauen, dass Gott das Kleine beschützt, sodass es wachsen kann – unsere kleinen Gemeinschaften und unsere kleinen Talente.

Wir laden ein:
Freies Abendgebet jeden Tag um 18:30-18:45 über Zoom: Folgen wir der Stimme des Kleinen. 15 Minuten Rückblick auf den Tag, Segen für die Nacht, Ausblick für den Morgen, mit Liedern.
Sonntag, 15. November 2020 9:30. Messe für verfolgte Christen, gestaltet von Schülerinnen und Schülern. Leopolditag. Wir feiern in der Kirche mit großem Abstand und Masken. Bitte ruft einander an.
Sonntag, 22. November 2020 Gottesdienst 9:30. 34. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr A. Wir feiern mit Zoom.

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Angst, Verzweiflung: Du bist das Licht der Hoffnung – 32. Sonntag im Jahreskreis Lesejahr A

Es dauerte einige Zeit, bis ich etwas bemerkte. Ich glaubte an Gott und an Jesu Auferstehung, aber etwas fehlte mir. Jesus sagt zu uns: Ihr seid die Hoffnung der Welt. Ihr seid das Licht der Welt. Aber so kam ich mir nicht vor. Ich sah mich wie eine Glühbirne, die nicht leuchtet. Ich brauchte Strom. Aber wie bekomme ich Strom, wenn er nicht da ist? Wie kann ich für Gott und Jesus Licht sein, wenn ich keinen Strom in meiner Lampe habe? Da hörte ich von den fünf Jungfrauen, die das Öl für ihre Lampen vergaßen. Der Bräutigam wies sie ab mit der Begründung: Ich kenne euch nicht. Da erkannte ich, dass das Öl der Jungfrauen und der Strom für meine Lampe die Beziehungskultur zu Gott ist. Wer nicht in die Beziehungskultur investiert, kann kein Licht der Welt sein. Erst durch die Beziehung zu Gott können wir leuchten. Ich machte mich daran, in die Beziehung zu Gott zuerst eine Regelmäßigkeit zu bringen.

Kontaktbeschränkung und Hoffnung

Jetzt ergab sich, dass unsere Gemeinschaft im Sacré Coeur unter der Kontaktbeschränkung durch Corona leidet. Dann kam auch dieser perfide Terroranschlag hinzu, der viele so in Angst versetzte, dass sie nicht schlafen konnten. Ein Gespräch mit Gott um seinen Segen, ein Rückblick auf den Tag und eine Vorschau auf den nächsten Tag erschienen mir sinnvoll. Zoom kenne ich schon und so bot ich jetzt ein freies Abendgebet um 18:30 mit Liedern über Zoom an. Das half mir.
Wer sich Zeit nimmt, kann dabei sein. Wer ein Gebetsanliegen hat, kann mir auch schreiben. Wem Zoom zu aufwändig ist, kann zu dieser Zeit ein Abendgebet machen. Wie haben es in der Hand.
Hannes

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Glücklich trotz Einschränkungen – Allerheiligen und Allerseelen, Lesejahr ABC

Die Coronapandemie fordert von mir, dass ich meine Kontakte einschränke. In so einer Situation such ich nach anderen Arten der Kommunikation. Ich telefoniere mehr. Ich schicke Nachrichten und Fotos. Ich besinne mich auf das, was mir wichtig ist. Meine Mitchristen sagen mir, dass wir Gottes Söhne und Töchter sind. Als solche hören wir auf ihn, auf Jesus. Er sagt uns nicht: Glücklich, die viele Leistungen vor Gott vorweisen können, sondern er sagt: Glücklich, die nichts vorweisen können. Glücklich, die arm sind vor Gott. Wenn ich das höre, spüre ich, dass das wahr ist. Ich brauche vor Gott nichts beweisen. Er umarmt mich. Jesus sagt nicht: Glücklich, die ein zorniges Herzen haben, sondern er sagt: Glücklich, die ein reines Herz haben. Zorn und Ärger sind angesichts der Pandemie verständlich. Sie sind Gefühle, die ich wahrnehme, aber sie sind keine Werte für mich. Bedeutsamer sind mir Güter wie Freundschaft, Mitgefühl und Vergebung. Das bringt‘s. Jesus, so sehe ich, predigt nicht nur, er lebt dies auch. Immer wieder zieht er sich zurück, um mit seinem Vater zu reden. Ich glaube, dass dieser Lebensstil vor allem in einer guten Beziehung zu Gott möglich ist.

Wir laden ein: Allerheiligen, 1. November 2020 Gottesdienst 9:30 + Sacré-Coeur-Gespräche im Baratsaal mit Abstand und Masken. Wir feiern in der Kirche mit 1m Abstand und Masken.
Auch am Allerheiligen-Sonntag um 18:00: Ich lade dich /Sie zu einem Gespräch ein – über Zoom. Welche Erfahrungen mache ich? Zoomanmeldung h(at)daxbacher.net
Sonntag, 8. November 2020 Gottesdienst 9:30. 32. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr A. + Gespräche im Baratsaal mit Abstand, Masken. Wir feiern in der Kirche mit großem Abstand und Masken.

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Ich soll lieben – wie geht das? – 30. Sonntag im Jahreskreis Lesejahr A

Wenn ich mich verliebe, ist das eine Sache des Gefühls. Diese Liebe vergeht. Die Liebe zu Gott und zu meinem Nächsten ist keine Sache des Bauchgefühls. Da wäre die Liebe nach einiger Zeit erloschen. Es ist auch keine Sache des Kopfes. Da wäre die Liebe nur ein Gedanke, hätte aber keine Auswirkung. Nein, Liebe ist eine Sache des Herzens. Im Herzen entscheide ich mich. Im Herzen sage ich: Ich will dich lieben. Im Herzen sage ich: Ich will, dass es dir gut geht. Ich will, dass du glücklich bist. Ich will, dass deine Sehnsucht sich erfüllt.
Ich sage das in meinem Herzen zu meinem Nächsten, ich sage das in meinem Herzen zu meiner Frau. Ich sage in meinem Herzen zu Gott: Ich liebe dich und ich möchte, dass dein Wille geschieht.
Lieben kann ich, weil Gott mir dabei hilft.

Wir laden ein:
Sonntag, 25. Oktober 2020
Gottesdienst 9:30. 30. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr A. + Sacré-Coeur-Gespräche im Baratsaal mit Abstand und Masken. Wir feiern in der Kirche mit 1m Abstand und Masken.
Auch am Sonntag um 18:00: Ich lade dich /Sie zu einem Gespräch über die Liebe ein – über Zoom. Welche Erfahrungen mache ich? h(at)daxbacher.net
Sonntag, 1. November 2020 Gottesdienst 9:30. Allerheiligen, Lesejahr A. + Sacré-Coeur-Gespräche im Baratsaal mit Abstand und Masken. Wir feiern in der Kirche mit 1m Abstand und Masken.

Rätsel:
Eines der zwei Liebesgebote sind: Du sollst
A. die Tiere lieben
B. Gott lieben
C. deine Eltern lieben
Lösung weiter unten

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Sicherer Gottesdienstbesuch – 29. Sonntag im Jahreskreis Lesejahr A

Wir hoffen, dass niemand an Corona erkrankt und es soll sich niemand bei der Feier des Gottesdienstes anstecken. Im Kirchenraum machen wir einerseits sichere Vorkehrungen, wie in anderen Kirchen auch. Andererseits müssen wir gewährleisten, dass ein Nachverfolgen, wer wo gesessen ist, möglich ist.

  1. Wir sperren jede zweite Bankreihe, damit genug Abstand ist. In jeder Bank können drei sitzen.
  2. Wir sperren die erste Reihe vor dem Chorgestühl. Im Chorgestühl muss ein Platz rechts und links frei bleiben.
  3. Wenn die Personen in einem Haushalt leben, gilt der Abstand nicht und es können alle zusammen sitzen.
  4. Die Sitze sind nummeriert und jede Person schreibt auf einen Namenszettel ihre Sitznummer.
  5. Die Zettel werden gesammelt und 28 Tage aufbewahrt.

Ich liebe diese Trennung von Religion und Staat, wie sie sich in der Westkirche durchgesetzt hat. Der heilige Augustinus hat als erster irdischen Staat und Gottesstaat durchdacht. Den irdischen Staat erlebe ich, wenn es heißt: Masken tragen oder Abstand halten. Den Gottesstaat erlebe ich in der Messe, wenn wir durch Gott im Brot und durch die Sehnsucht danach eine tiefe Gemeinschaft werden.
Könnte es sein, dass Gott und sein Geist in diesen Tagen beginnt, unsere Gemeinschaft zu erneuern?

Wir laden ein:
Sonntag, 18. Oktober 2020
Gottesdienst 9:30. 29. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr A. + Sacré-Coeur-Gespräche im Baratsaal mit Abstand und Masken. Wir feiern in der Kirche mit 1m Abstand und Masken.
Auch am Sonntag um 18:00: Ich lade dich /Sie zu dem Gespräch über den Glauben ein – über Zoom. Was bedeutet die gute Nachricht für mich und die Menschheit? h(at)daxbacher.net
Sonntag, 25. Oktober 2020 Gottesdienst 9:30. 30. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr A. + Sacré-Coeur-Gespräche im Baratsaal mit Abstand und Masken. Wir feiern in der Kirche mit 1m Abstand und Masken.

Rätsel:
Welches Bild befindet sich auf der österreichischen 1-Euro-Münze?
A: Bertha von Suttner
B: Wolfgang Amadeus Mozart
C: Stephansdom
Lösung

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Gott reißt die Decke weg. Eine aufregende Sache – 28. Sonntag im Jahreskreis Lesejahr A

Beim Begräbnisgottesdienst meiner Mutter sagte ich: Liebe Mutter Inge, du hast dich in die Hände des gütigen Gottes fallen lassen. Ich hoffe, du kommst auf der anderen Seite lebendig heraus und kannst über die Herrlichkeit Gottes nur staunen.
Jetzt überlege ich mir, was ich selbst erleben werde, wenn ich sterbe und auf die andere Seite komme. Kommt mir dann Gott in seiner Güte wirklich entgegen? Fängt er mich auf, macht er mich lebendig, kann ich über seine Herrlichkeit nur staunen? Es ist eine aufregende Sache. Ja, ich hoffe auf ihn.
Ich kann mir nicht vorstellen, was wäre, wenn ich ein Leben ohne Gott führe. Was wäre dann meine Hoffnung? Vielleicht würde ich einer von Menschen gemachten Ideologie anhängen, zynisch werden oder vor Angst krank werden.
Der Prophet Jesaja schreibt, dass Gott die Decke „verschlingt“, die über den Nationen liegt. Für mich besteht diese Decke aus falschen Ideologien und selbstgemachten Religionen. Diese „verschlingt“ Gott. Er hat einen guten Magen. Die Decke reißt er weg, damit wir ein Stück der Wahrheit erkennen. – Damit wir mit ihm ein Fest feiern können, mit den feinsten Speisen, ein Gelage mit erlesensten Weinen.

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Gott baut für uns einen Garten – 27. Sonntag im Jahreskreis Lesejahr A

Gott offenbart sich in der Geschichte der Menschheit und gibt ihr starke Impulse. Es ist wie in der Geschichte, in der ein Gutsbesitzer einen Weinberg anlegt, einen Zaun herumzieht, eine Kelter aushebt, einen Turm baut und ihn an Winzer, an Fachleute verpachtet. In der Erntezeit schickt er seine Knechte, um seine Früchte holen zu lassen. Die Winzer aber bringen die Boten um und auch seinen Sohn ermorden sie.

Übertragen auf Gott, seine Schöpfung und uns Menschen bedeutet das: Gott schuf für uns ein Universum und richtete einen Planeten für uns ein. Wir Menschen sind seine Fachleute für die Erde, die gut mit diesem Planeten umgehen können. Er gab uns die Möglichkeit, Krankheiten zu heilen, gesunde Nahrung zu essen und schenkte uns auch die Möglichkeit, nach dem Tod bei ihm lebendig zu sein. Als er aber Früchte wie Liebe und Güte von uns Menschen erwartete, wurden seine Boten umgebracht und als er selbst Mensch wurde, wurde auch er ermordet. Aber er wäre nicht Gott, wenn er nicht vom Grab auferstanden wäre und seinen Geist gesandt hätte. Wenn er als Mensch sagt: „Was ihr dem Geringsten meiner Brüder oder Schwestern getan habt, das habt ihr mir getan“, dann wird bei jedem Mord auch er umgebracht. Und er macht die Toten auf der anderen Seite lebendig. Ich habe den Eindruck, dass durch diese Identifikation vom lebenspendenden Gott mit den Opfern unsere Geschichte einen starken Dreh bekam: Liebe und Verzeihen statt Hass und Rache werden von Gott stark gemacht. Es ist, als baue er an seinem Garten der Liebe weiter – für uns.

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Panikattacken und der Garten Gottes – 26. Sonntag im Jahreskreis Lesejahr A

Es gibt sie, die Menschen, die alles „wissen“ und an ihren Überzeugungen festhalten, obwohl sie damit krank werden. Sie sind wie dieser Mensch, der sich in der Wüste verirrte und dann eine Oase mit Wasser sah. Er dachte sich: „Das ist nur eine Fata Morgana. Mein Hirn spielt verrückt.“ Beduinen fanden ihn verdurstet knapp vor dem Wasser der Oase liegen. Sie wunderten sich, dass er nicht die paar Schritte zum Wasser gemacht hatte. Das wäre seine Rettung gewesen. Ich kenne einige, die ständig Panikattacken haben. Gott möchte ihnen ihre Angst nehmen, aber sie öffnen nicht ihr Herz. Sie haben die fixe Idee, Gott sei nur die Projektion der menschlichen Wünsche. In Wirklichkeit existiere er nicht. Dabei ist er ihnen näher als sie denken. Er könnte sie von den Panikattacken befreien. Dabei müssten sie nur einen Schritt machen.

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