Pfingsten: Abenteuer mit dem Geist – Pfingstsonntag der Osterzeit Lesejahr A

Wir können planen, aber was passiert, wissen wir nicht.

Verbunden mit dem Heiligen Geist

Ich atme federleichte unsichtbare Aerosole aus und wenn sie nicht mit dem Coronavirus behaftet sind, dann sind sie ungefährlich. Auch Jesus atmete aus, als er die Jünger anhauchte. Er schenkte ihnen damit den Heiligen Geist. Vielleicht haucht auch uns Jesus an. Den Atem Gottes werden wir am Sonntag herbeirufen, er soll in uns atmen: Atme in uns, Heiliger Geist, brenne in uns, Heiliger Geist, wirke in uns, Heiliger Geist, Atem Gottes komm!  (Link zum Lied)
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass mir die Verbindung mit dem Geist Gottes Freiheit und große Freude bringt.
Im Gottesdienst haben wir seit Ostern ein Lied, das gerne und begeistert als Schlusslied gesungen wird. Im Lied „Tanzen, ja tanzen wollen wir“ bewegen sich die Tiere, die Sterne und die Engel vor Gott. Auch wir, die Menschen, tanzen, weil Gott uns gern hat. Ein Ensemble in St. Pölten singt und spielt das fetzige Lied (Link zum Lied). Es ist eine gute Antwort auf den Heiligen Geist. Wir müssen uns nicht fürchten, wenn wir singen: Der Geist des Herrn erfüllt das All mit Sturm und Feuersgluten (Link zum Lied). Es ist geistiges Feuer und ein Liebessturm, der inspiriert und begeistert.

Weil der Heilige Geist uns bewegt, lade ich zu einer Stunde der spirituellen Musik und der geistlichen Gedanken am Abend des Pfingstsonntages ein. Um 22:00 über Zoom kann jede und jeder etwas vorlesen, singen, mitteilen und hören. Diese eine Stunde widmen wir dem Heiligen Geist. Wir können planen, aber was dann passiert, wissen wir nicht.
Hannes

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Starke Spiritualität: – Siebenter Sonntag der Osterzeit Lesejahr A

Wir erkennen Gott durch Jesus

Der große Kunstphilosoph Bazon Brock findet, dass nur dadurch, dass Gott Mensch wurde, die Christenheit einen Eindruck von ihm haben kann. Das sei das Herausragende des Christentums. Alle anderen Religionen sehen in Gott nur ihre eigenen Fantasien. (Johannes Kaup im Gespräch mit Bazon Brock, ORF) So provokant sehe ich es nicht, aber die Menschwerdung Gottes ist ja wirklich unüberbietbar. Der Mensch gewordene Gott Jesus wurde zum Lehrer, Vorbild und Weg zu Gott für Milliarden Menschen.
Hannes

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Die Partnerschaft geht weiter. Christus wird unsichtbar und … – Christi Himmelfahrt Lesejahr A

Der erste Gottesdienst mit mehr Feiernden im Kirchenraum war ein schönes Erlebnis. Viele kamen in die Kirche und ebenso viele haben über Zoom mitgefeiert. Ich bemühe mich als Zoomadministrator den Ton zu Christi Himmelfahrt noch ein wenig zu verfeinern. So können wir Gott preisen, bitten, danken und hoffen, dass die Gnade fließen kann. Sei willkommen!
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es schön ist, wenn ich jemanden aus unserer Gemeinde anrufe, den ich schon lange nicht gefragt habe, wie es ihm (oder ihr) geht.
Hannes

Wir laden ein:
Sonntag 24. Mai 2020 Gottesdienst 9:30 zum sechsten Sonntag der Osterzeit, Lesejahr A, Wir feiern zu Hause, mit mehr Feiernden in der Kirche und über Zoom. Ich bin schon um 9:00 online. Tipp: Besorgen Sie sich ein Gotteslob.

Ich bin mit euch alle Tage bis zum Ende der Welt

Matthäus und seine Gemeinde erinnern an das Ereignis, als Jesus den elf Jüngern auf einem Berg erschienen ist. Sie sind 11, weil sich Judas Iskariot das Leben genommen. Jesus sendet die elf Jünger zu allen Völkern mit der Zusicherung.

Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus
In jener Zeit gingen die elf Jünger nach Galiläa auf den Berg, den Jesus ihnen genannt hatte. Und als sie Jesus sahen, fielen sie vor ihm nieder, einige aber hatten Zweifel. Da trat Jesus auf sie zu und sagte zu ihnen: Mir ist alle Vollmacht gegeben im Himmel und auf der Erde. Darum geht und macht alle Völker zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe. Und siehe, ich bin mit euch alle Tage bis zum Ende der Welt. (Erklärungen im Bibelwerk: Mt 28,16-20)

Ich bin bei euch

Kann es schönere und wichtigere letzte Worte geben, als die, die Jesus heute den Seinen sagt?
Das heutige Evangelium ist das Ende des Matthäusevangeliums. Jesus erscheint den elf Jüngern, sie fallen vor ihm nieder und huldigen ihm. Dennoch, oder immer noch haben einige Zweifel. In diesem Moment, der von Huldigung, Hingabe und Verehrung einerseits und Zweifel andererseits geprägt ist, sendet Jesus seine Jünger aus, alle Völker zu Jüngern zu machen. Es sind die huldigend zweifelnden, zweifelnd verehrenden Jünger. Ihnen erteilt Jesus den großen Auftrag, alle Völker zu Jüngern zu machen. Das Ziel ist Jüngerschaft, hingegebene Nachfolge Jesu Christi. Der Weg dieses Ziel zu erreichen, ist zu taufen und alles zu befolgen, lehren, was Jesus uns geboten hat. Taufe und Lehre führen in die Jüngerschaft, in die Nachfolge. Ein Dienst, den wir aneinander zu tun berufen sind.
Und nach diesem Auftrag kommen die schönen und wichtigen letzten Worte. Schönere und wichtigere sind kaum denkbar: und siehe, ich bin bei Euch alle Tage bis zum Ende der Welt.
„Siehe“, heißt für mich, es ist erlebbar, spürbar, merkbar, sichtbar, dass Jesus da ist.
Er ist da – jeden Tag, jeden einzelnen Tag meines Lebens bis zum Ende der Welt, bis in alle Ewigkeit.
Jesus ist da!
Wie äußert sich meine Hingabe an Jesus?
Gibt es Zweifel in meinem Leben?
Wie kann ich den Auftrag Jesus leben?
Wie erlebe ich, dass Jesus bei mir ist, jeden Tag?
Michael

Ihr werdet Kraft empfangen

Lukas erfährt von seinen Gemeinden, was Jesus getan und gelehrt hat, wie er gestorben, auferstanden, den Jüngerinnen und Jüngern erschienen ist und ihnen den Auftrag gab, auf den Heiligen Geist zu warten. Das schrieb Lukas in seinem Evangelienbuch auf. Sein zweites Buch, die Apostelgeschichte beginnt mit der endgültigen Aufnahme Jesu in den Himmel.

Lesung aus der Apostelgeschichte.
Im ersten Buch, lieber Theophilus, habe ich über alles berichtet, was Jesus von Anfang an getan und gelehrt hat, bis zu dem Tag, an dem er in den Himmel aufgenommen wurde. Vorher hat er den Aposteln, die er sich durch den Heiligen Geist erwählt hatte, Weisung gegeben. Ihnen hat er nach seinem Leiden durch viele Beweise gezeigt, dass er lebt; vierzig Tage hindurch ist er ihnen erschienen und hat vom Reich Gottes gesprochen. Beim gemeinsamen Mahl gebot er ihnen: Geht nicht weg von Jerusalem, sondern wartet auf die Verheißung des Vaters, die ihr von mir vernommen habt! Denn Johannes hat mit Wasser getauft, ihr aber werdet schon in wenigen Tagen mit dem Heiligen Geist getauft werden. Als sie nun beisammen waren, fragten sie ihn: Herr, stellst du in dieser Zeit das Reich für Israel wieder her? Er sagte zu ihnen: Euch steht es nicht zu, Zeiten und Fristen zu erfahren, die der Vater in seiner Macht festgesetzt hat. Aber ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch herabkommen wird; und ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an die Grenzen der Erde. Als er das gesagt hatte, wurde er vor ihren Augen emporgehoben und eine Wolke nahm ihn auf und entzog ihn ihren Blicken. Während sie unverwandt ihm nach zum Himmel emporschauten, siehe, da standen zwei Männer in weißen Gewändern bei ihnen und sagten: Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und schaut zum Himmel empor? Dieser Jesus, der von euch fort in den Himmel aufgenommen wurde, wird ebenso wiederkommen, wie ihr ihn habt zum Himmel hingehen sehen. (Erklärungen und Text  im Bibelwerk: Apg 1,1-11)

Christus führt uns zusammen

In der Gemeinde in Ephesos gibt es zerstrittene Gruppen. Wie können die zusammen Kirche sein? Können sie das durch einen weiten Geist, durch die Ermächtigung aller und durch die Absage an alle Gewalt?

Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Ephesus.
Schwestern und Brüder!
Der Gott Jesu Christi, unseres Herrn, der Vater der Herrlichkeit, gebe euch den Geist der Weisheit und Offenbarung, damit ihr ihn erkennt. Er erleuchte die Augen eures Herzens, damit ihr versteht, zu welcher Hoffnung ihr durch ihn berufen seid, welchen Reichtum die Herrlichkeit seines Erbes den Heiligen schenkt und wie überragend groß seine Macht sich an uns, den Gläubigen, erweist durch das Wirken seiner Kraft und Stärke. Er ließ sie wirksam werden in Christus, den er von den Toten auferweckt und im Himmel auf den Platz zu seiner Rechten erhoben hat, hoch über jegliche Hoheit und Gewalt, Macht und Herrschaft und über jeden Namen, der nicht nur in dieser Weltzeit, sondern auch in der künftigen genannt wird. Alles hat er ihm zu Füßen gelegt und ihn, der als Haupt alles überragt, über die Kirche gesetzt. Sie ist sein Leib, die Fülle dessen, der das All in allem erfüllt. (Erklärungen im Bibelwerk: Eph 1,17-23

Liebe Grüße, für dich: Sei geliebt!
Hannes Daxbacher, Sacré Coeur Cafétier und Ostiarius (Türöffner)
Katholische Gottesdienstgemeinde Sacré Coeur, A-3021 Pressbaum, Klostergasse 12
Schulseelsorger und Kirchenrektor Mag. Michael Scharf

Beginn einer wunderbaren Partnerschaft?

Meine Partnerin hat mich verlassen. Das erzählte mir ein Freund und fügte hinzu: Nach einer Woche hatte ich einen Zusammenbruch. Ich weinte und konnte zwei Tage nicht schlafen.
Verlassen werden ist für viele eine Katastrophe. Eine Trennung kann aber auch langsam passieren. Für die ersten Christinnen und Christen war der Abschied von Jesus eine Hochschaubahn. Zuerst sein grauenhafter Tod, danach die wunderbaren Erscheinungen und dann die endgültige Aufnahme in den Himmel – das war ein langsames Abschiednehmen mit Auf und Ab. Es zeigt von Liebe, dass Jesus einen zweiten Partner schickte, der bei ihnen blieb. Zum bald unsichtbaren Jesus kam der unsichtbare starke Heilige Geist. Beide, Jesus und der Heilige Geist werden unsichtbar hilfreich inspirierend anwesend sein.
Es zeigt, wie sich Gott um uns sorgt. Es zeigt aber auch, dass er uns als seine Partner und Partnerinnen sieht, uns mit seinem Geist bewegt und uns kreativ inspiriert. Für uns kann das bedeuten, dass diese Partnerschaft uns ein Leben lang beschäftigt. In der Ehe versprechen wir die Treue bis der Tod uns scheidet. Die Partnerschaft mit Gott geht hingegen über den Tod hinaus.
Hannes

Mund- und Nasenschutz in der Kirche. Gott steht uns bei – Sechster Sonntag der Osterzeit Lesejahr A

Liebe Gemeinde,
am Sonntag ist es so weit, wir dürfen wieder in etwas größerer Anzahl in der Kirche Messe feiern. In der Kirche (Sacré Coeur Klosterkirche Pressbaum, Österreich) stehen 34 Plätze zur Verfügung (40 mit der Orgelempore), weiters können wir den Baratsaal und einige Klassenräume nutzen. Die Messe wird dorthin mit Bild und Ton übertragen. Für die Gottesdienste gelten folgende Regelungen:

  • Ein Mund-Nasenschutz ist verpflichtend
  • Vor Betreten der Schule ist der Mund-Nasenschutz anzulegen (und darf erst nach Verlassen der Schule wieder abgenommen werden)
  • Im Eingangsbereich der Volksschule befinden sich Desinfektionsmittel für die Handdesinfektion
  • In der Kirche dürfen maximal 34 Personen Platz nehmen – alle anderen weichen bitte in den Baratsaal und die Klassenräume aus
  • Zwischen den Personen ist ein Mindestabstand von 2 Metern einzuhalten (nur Personen, die im gleichen Haushalt leben, dürfen den Mindestabstand unterschreiten)
  • Die Regelungen für den Kommunionempfang erkläre ich vor der Kommunion
  • Alle, die von zu Hause über Zoom die Messe mitfeiern, sind nach der Messe eingeladen zur Kommunion in die Kirche zu kommen (ich bin bis 11:45 in der Kirche)
  • Vor und nach der Messe sind wir gebeten Gruppenbildung zu vermeiden und weiter auf den Mindestabstand zu achten (Distanzplaudern ist angesagt)
  • Es wird kein Sacré Coeur Café geben.
    Michael

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Gelungene Partnerschaft

Nachtrag zum Fünften Sonntag der Osterzeit Lesejahr A

Wer mich sieht, sieht den Vater

Liebe Gemeinde,
am 17.5. dürfen wir erstmals wieder mit mehr als fünf in der Kirche anwesenden Personen Messe feiern. Die Bischofskonferenz und die Diözese hat dazu detaillierte Vorschriften erlassen.

  • Es gibt nach wie vor eine Befreiung von der Sonntagspflicht.
  • Wer lieber daheim bleibt und die Messe über Radio oder Fernsehen mitfeiert, darf und soll das tun.
  • Wir werden unsere Sonntagsmesse weiter über Zoom übertragen.
  • In unserer Kirche (Kirchenraum und Orgelempore) dürfen 40 Personen mitfeiern.
  • Wir möchten primär jenen von Euch das Mitfeiern in der Kirche ermöglichen, die keinen Internetzugang haben.
  • Zusätzlich zur Kirche stehen uns der Baratsaal und mehrere Klassenräume zur Verfügung. Die Messe wird direkt dorthin übertragen. Wir müssten somit ausreichend Platz haben.
  • Für jene von Euch, die weiter von zu Hause aus Messe feiern wollen, biete ich an, von 10:45-11:45 in der Kirche die Kommunion zu empfangen.
  • Die genauen Verhaltensregeln und Hygienevorschriften fürs Mitfeiern schreibe ich Euch kommende Woche.

Ich hoffe, dass sich die Situation weiter gut entwickelt und wir mehr und mehr wieder so feiern können, wie wir es gewohnt sind.
Einen ersten Schritt dürfen wir dankbar am 17.5. gehen.
Wenn ihr Fragen habt, meldet Euch bei mir.
Michael

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Wie jetzt Gottesdienst feiern? In Ö

Biko_schwarz

Rahmenordnung
der Österreichischen Bischofskonferenz
zur stufenweisen Wiederaufnahme der Feier öffentlicher Gottesdienste
(zB.: Kommunion, Taufe, Trauung, Begräbnis, Beichte, Krankensalbung)
ab 15. Mai 2020

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Welche Tür ist die richtige? – Vierter Sonntag der Osterzeit Lesejahr A

Die sichere Gotteserfahrung

Jesus ist die sichere Tür

Für Johannes und seine Gemeinde ist Jesus ein Medium, eine Tür, durch die kein Verbrecher, sondern nur Gott zu den Menschen kommt. Die Menschen sind im Gleichnis gewaltlose Schafe und keine Wölfe im Schafspelz. Sie gehen durch Jesus hindurch und werden „Weide“ finden. David preist Gott im Psalm 23: Der HERR ist mein Hirt, nichts wird mir fehlen. Er lässt mich lagern auf grünen Auen und führt mich zum Ruheplatz am Wasser (siehe unten).

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