Was tun? Dritter Sonntag der Osterzeit, Lesejahr B

Ein Satz kann einem die Augen öffnen. Am Sonntag sprach ich mit einer Freundin über meinen Bruder, der im Bett liegt, kaum reden kann und den ich betreue. Sie meinte, dass ich in meinem Bruder Jesus diene. Das hat mich gefreut. Ich bin jetzt mit anderen Augen durch den Alltag gegangen.
Ich habe gesehen, wie in einer Nebenstraße ein älterer Herr mit Rollator sich zu Buschwindröschen hinunterbeugte. Ich bemerkte, dass er sich nicht bücken konnte. Ich bin mit dem Auto stehen geblieben und habe ihm einen Buschen Blumen gepflückt. Er freute sich: „Buschwindröschen habe ich so gern.“
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es in schwierigen Entscheidungen sinnvoll ist, den Beistand des Heiligen Geistes zu erbeten. Ich musste mich entscheiden, meinen 53jährigen Bruder in einem Pflegeheim anzumelden. Zurzeit bekommt er eine 24 Stunden-Pflege und muss wegen Entzündungen immer wieder ins Krankenhaus. Seine Wohnung im 2. Stock hat keinen Lift und ist für einen Rollstuhl zu eng. Ich muss immer wieder weite Strecken fahren, um ihn zu besuchen und die Pflegerinnen zu betreuen. Als ein Bett frei wurde, musste ich mich schnell entscheiden. Jetzt bin ich froh, dass er Morgen in ein sehr schönes „Sozialzentrum“ geführt wird, das ich auch leicht erreichen kann. Ich habe Bilder in sein Zimmer gebracht und hoffe, er lebt sich dort gut ein.

Wir laden ein:
3. Sonntag der Osterzeit,
15. April 2018, 9:00 Gottesdienst + Sacré Coeur Kaffee im Barat-Saal.
4. Sonntag der Osterzeit, 22. April 2018, 9:00 Gottesdienst + Sacré Coeur Kaffee im Barat-Saal. Wolfgang Aumann schreibt: Liebe Sängerinnen und Musikerinnen, liebe Sänger und Musiker, ich möchte diese Hl. Messe mit Chor + Instrumentalisten gestalten. Treffpunkt: 8 Uhr beim Klavier. Das gemeinsame Singen & Musizieren mit Euch ist einfach schön. Liebe Grüße und gute Tage! Wolfgang

Jesus erscheint und isst von einem FischHier kommt die gute Nachricht: Jesus Christus ist mit Leib und Seele erschienen.
Stellen wir uns vor, in unsere Sonntagsgemeinde tritt Jesus in unsere Mitte und sagt: „Der Friede sei mit euch!“ Wären wir auch bestürzt und hätten Angst? Was wäre, wenn der Auferstandene dann in den Baratsaal gehen würde und mit uns Kuchen essen würde?
Die Jünger, die vom Emmaus zurückgekehrt waren, erzählten den Elf und den anderen Jüngern, was sie unterwegs erlebt und wie sie ihn erkannt hatten, als er das Brot brach.
Während sie noch darüber redeten, trat er selbst in ihre Mitte und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch! Sie erschraken und hatten große Angst, denn sie meinten, einen Geist zu sehen.
Da sagte er zu ihnen: Was seid ihr so bestürzt? Warum lasst ihr in eurem Herzen solche Zweifel aufkommen? Seht meine Hände und meine Füße an: Ich bin es selbst. Fasst mich doch an und begreift: Kein Geist hat Fleisch und Knochen, wie ihr es bei mir seht. Bei diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und Füße.
Sie staunten, konnten es aber vor Freude immer noch nicht glauben. Da sagte er zu ihnen: Habt ihr etwas zu essen hier? Sie gaben ihm ein Stück gebratenen Fisch; er nahm es und aß es vor ihren Augen.
Dann sprach er zu ihnen: Das sind die Worte, die ich zu euch gesagt habe, als ich noch bei euch war: Alles muss in Erfüllung gehen, was im Gesetz des Moses, bei den Propheten und in den Psalmen über mich gesagt ist. Darauf öffnete er ihnen die Augen für das Verständnis der Schrift. Er sagte zu ihnen: So steht es in der Schrift: Der Messias wird leiden und am dritten Tag von den Toten auferstehen, und in seinem Namen wird man allen Völkern, angefangen in Jerusalem, verkünden, sie sollen umkehren, damit ihre Sünden vergeben werden.
Ihr seid Zeugen dafür. (Evangelium nach Lukas 24, 35-48)

Die erste Lesung aus der Apostelgeschichte: Kehrt um!
Petrus hält den Menschen in Jerusalem vor, sie hätten aus Unwissenheit den Urheber des Lebens getötet. Er fordert sie auf, umzukehren und Buße zu tun.
In jenen Tagen wandte sich Petrus an das Volk: Der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, der Gott unserer Väter, hat seinen Knecht Jesus verherrlicht, den ihr verraten und vor Pilatus verleugnet habt, obwohl dieser entschieden hatte, ihn freizulassen. Ihr aber habt den Heiligen und Gerechten verleugnet und die Freilassung eines Mörders gefordert. Den Urheber des Lebens habt ihr getötet, aber Gott hat ihn von den Toten auferweckt. Dafür sind wir Zeugen.
Nun, Brüder, ich weiß, ihr habt aus Unwissenheit gehandelt, ebenso wie eure Führer. Gott aber hat auf diese Weise erfüllt, was er durch den Mund aller Propheten im Voraus verkündigt hat: dass sein Messias leiden werde. Also kehrt um und tut Buße, damit eure Sünden getilgt werden. (Lesung Apg 3,12a.13-15.17-19)

Die zweite Lesung nach dem ersten Brief des Johannes: In uns vollendet sich die Gottesliebe
Johannes fordert von seinen Gemeindemitgliedern, dass sie die Gebote halten. Wenn sie es tun und an seinem Wort halten, haben sie eine vollendete Gottesliebe.
Meine Kinder, ich schreibe euch dies, damit ihr nicht sündigt. Wenn aber einer sündigt, haben wir einen Beistand beim Vater: Jesus Christus, den Gerechten. Er ist die Sühne für unsere Sünden, aber nicht nur für unsere Sünden, sondern auch für die der ganzen Welt. Wenn wir seine Gebote halten, erkennen wir, dass wir ihn erkannt haben. Wer sagt: Ich habe ihn erkannt!, aber seine Gebote nicht hält, ist ein Lügner und die Wahrheit ist nicht in ihm. Wer sich aber an sein Wort hält, in dem ist die Gottesliebe wahrhaft vollendet. (Lesung 1Joh 2, 1-5a)

Informationen:
Zehn Tage kontemplative Exerzitien und Tage der Stille 2018 im Kapuzinerkloster Irdning
Fünf Tage Schweigeexerzitien im Stift Göttweig
Mission Manifest 10 Thesen für das Comeback der Kirche
Tagesevangelium der Erzabtei St. Martin in Beuron
Evangelium Tag für Tag, für Handys gibt es davon eine APP (Evangelizo).
Die Gottesdienst-App „1000 Kirchen“ gibt es kostenlos in den App-Stores der Handys und Tablets. 1400 Kirchen in Wien, Weinviertel und Industrieviertel von NÖ mit ihren Gottesdiensten.
Die Bischöfe Österreichs laden ein, jeden Tag für einen Jugendlichen zu beten.
Das Key2Life Festival 2018 findet von Do 23. bis So 26. August 2018 im Schlosspark Marchegg statt.

Liebe Grüße und für dich: Jesus an deiner Seite!
Hannes Daxbacher
Sacré Coeur Cafétier und Ostiarius (Türöffner)
Katholische Gottesdienstgemeinde Sacré Coeur, 3021 Pressbaum, Klostergasse 12, Österreich

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Die Grenzen der Naturwissenschaft 5. Sonntag der Fastenzeit, Lesejahr B

Der Naturwissenschaftler Stephen Hawking sagte in seinem letzten Interview: „Versucht einen Sinn zu erkennen in dem, was ihr seht und fragt euch, was das Universum existieren lässt.“ Er glaubte, dass es ein Gesetz gibt, das aus der Schwerkraft das Universum entstehen lässt. Der Physiker Anton Zeilinger fragte daraufhin: „Wer hat das Gesetz erschaffen?“ Die Naturwissenschaft kann die Frage nach dem großen Sinnzusammenhang nicht beantworten. Gott kommt uns dabei entgegen. Die Menschwerdung Gottes hilft mir, in Beziehung zu dem großen Grund zu kommen und ihn mit „Du“ anzusprechen. Diese Augenblicke haben einen kleinen oder großen Vorgeschmack des Himmels in sich. Stephen Hawking wird in diesen Stunden „seinen“ Augenblick haben. Er wird vor seinem Schöpfer stehen und erkennen, wer das Universum existieren lässt und welchen Sinn das Ganze hat.
Jesus hatte vor dem Osterfest Augenblicke, in denen er sich ganz intensiv mit seinem Vater austauschte. Dies erlebte er so stark, dass es seine Seele erschütterte.

Wir laden ein:
5. Sonntag in der Fastenzeit 18. März 2018, 9:00, Gottesdienst + SC Kaffee im Barat-Saal
Palmsonntag 25. März 2018, 9:00, Palmweihe und Einzug in die Klosterkirche, Gottesdienst mit Lesung der Markuspassion + SC Kaffee im Barat-Saal, Beginn der Sommerzeit

Hier kommt die gute Nachricht zum Sonntag: Wir können Gott in den Augenblicken begegnen.
Die Griechen nannten Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft Chronos und den Augenblick Kairos. Die Christenheit erlebt in den Augenblicken, in den Kairoi, die Begegnung mit dem dreifaltigen Gott. Von so einem Augenblick erzählt das Evangelium. Gott-Vater antwortete mit einer Stimme vom Himmel und die Ungläubigen hörten nur einen Donner. Die Gläubigen hörten die Stimme des Vaters: Ich habe Jesus verherrlicht und werde ihn wieder verherrlichen.
In jener Zeit traten einige Griechen, die beim Osterfest Gott anbeten wollten, an Philippus heran, der aus Betsaida in Galiläa stammte, und sagten zu ihm: Herr, wir möchten Jesus sehen. Philippus ging und sagte es Andreas; Andreas und Philippus gingen und sagten es Jesus. Jesus aber antwortete ihnen: Die Stunde ist gekommen, dass der Menschensohn verherrlicht wird.
Amen, amen, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein; wenn es aber stirbt, bringt es reiche Frucht. Wer an seinem Leben hängt, verliert es; wer aber sein Leben in dieser Welt geringachtet, wird es bewahren bis ins ewige Leben. Wenn einer mir dienen will, folge er mir nach; und wo ich bin, dort wird auch mein Diener sein. Wenn einer mir dient, wird der Vater ihn ehren.
Jetzt ist meine Seele erschüttert. Was soll ich sagen: Vater, rette mich aus dieser Stunde? Aber deshalb bin ich in diese Stunde gekommen. Vater, verherrliche deinen Namen! Da kam eine Stimme vom Himmel: Ich habe ihn schon verherrlicht und werde ihn wieder verherrlichen. Die Menge, die dabeistand und das hörte, sagte: Es hat gedonnert. Andere sagten: Ein Engel hat zu ihm geredet. Jesus antwortete und sagte: Nicht mir galt diese Stimme, sondern euch. Jetzt wird Gericht gehalten über diese Welt; jetzt wird der Herrscher dieser Welt hinausgeworfen werden. Und ich, wenn ich über die Erde erhöht bin, werde alle zu mir ziehen. Das sagte er, um anzudeuten, auf welche Weise er sterben werde. Joh 12,20-33

1.Lesung aus dem Buch Jeremia: Keiner wird den anderen belehren.
In einem Klima totaler Sündenvergebung schließt Gott einen neuen Bund mit uns Menschen. Es wird ein Bund sein, der in die Herzen geschrieben wird.
Seht, es werden Tage kommen – Spruch des Herrn -, in denen ich mit dem Haus Israel und dem Haus Juda einen neuen Bund schließen werde, nicht wie der Bund war, den ich mit ihren Vätern geschlossen habe, als ich sie bei der Hand nahm, um sie aus Ägypten herauszuführen. Diesen meinen Bund haben sie gebrochen, obwohl ich ihr Gebieter war – Spruch des Herrn. Denn das wird der Bund sein, den ich nach diesen Tagen mit dem Haus Israel schließe – Spruch des Herrn: Ich lege mein Gesetz in sie hinein und schreibe es auf ihr Herz. Ich werde ihr Gott sein und sie werden mein Volk sein. Keiner wird mehr den andern belehren, man wird nicht zueinander sagen: Erkennt den Herrn!, sondern sie alle, Klein und Groß, werden mich erkennen – Spruch des Herrn. Denn ich verzeihe ihnen die Schuld, an ihre Sünde denke ich nicht mehr. (Bibelwerk: Jer 31,31-34)

2. Lesung aus dem Hebräerbrief: Mit lautem Schreien und unter Tränen bitte ich Gott.
Christus hat durch Leiden hindurch gelernt, dem Willen seines Vaters in sich Raum zu geben, und vorbehaltlos auf ihn zu hören. Wenn wir auf ihn hören und seiner Spur folgen werden wir ewig glücklich sein.
Als Christus auf Erden lebte, hat er mit lautem Schreien und unter Tränen Gebete und Bitten vor den gebracht, der ihn aus dem Tod retten konnte, und er ist erhört und aus seiner Angst befreit worden. Obwohl er der Sohn war, hat er durch Leiden den Gehorsam gelernt; zur Vollendung gelangt, ist er für alle, die ihm gehorchen, der Urheber des ewigen Heils geworden. (Bibelwerk: Hebr 5,7-9)

Informationen
Zehn Tage kontemplative Exerzitien und Tage der Stille 2018 im Kapuzinerkloster Irdning
Fünf Tage Schweigeexerzitien im Stift Göttweig
Mission Manifest 10 Thesen für das Comeback der Kirche
Tagesevangelium der Erzabtei St. Martin in Beuron
Evangelium Tag für Tag, für Handys gibt es davon eine APP (Evangelizo).
Die Gottesdienst-App „1000 Kirchen“ gibt es kostenlos in den App-Stores der Handys und Tablets. 1400 Kirchen in Wien, Weinviertel und Industrieviertel von NÖ mit ihren Gottesdiensten.
Die Bischöfe Österreichs laden ein, jeden Tag für einen Jugendlichen zu beten.
Lesungen und Evangelium des Sonntags und der Feiertage im Bibelwerk.

Liebe Grüße und für dich: Die glückliche Begegnung mit Christus!
Hannes Daxbacher
Sacré Coeur Cafétier und Ostiarius (Türöffner)
Katholische Gottesdienstgemeinde Sacré Coeur, 3021 Pressbaum, Klostergasse 12, Österreich

Der Tanz der göttlichen Dreifaltigkeit am 2. Sonntag der Fastenzeit, Lesejahr B

Verklärung Jesu RaphaelIch erinnere mich noch gut an eine Schülerin, deren Vater bei den Zeugen Jehovas war. Sie behauptete, dass in der Bibel nichts davon steht, dass Jesus auch Gott sei. Auch ein Freund vermutete, dass man das nicht in der Bibel findet. Das Evangelium zum Sonntag spricht da eine andere Sprache.
Anders als Moses wurde Jesus vor ihren Augen verwandelt; seine Kleider wurden strahlend weiß, so weiß, wie sie auf Erden kein Bleicher machen kann. Aus der Wolke rief eine Stimme: „Das ist mein geliebter Sohn, auf ihn sollt ihr hören.“ Das ist einer der vielen Hinweise, dass Jesus Gott ist.
Als Büchernarr habe ich mir heute das neue Buch von Richard Rohr „Der göttliche Tanz“ gekauft. Er erinnert an die Wüstenväter, die die Dreifaltigkeit als Kreistanz der Liebe beschreiben. Dieser Tanz ist voll liebevoller Begegnungen von Vater, Sohn und Heiligem Geist. Ich glaube, dass wir in diese Liebesbeziehungen kommen, wenn wir unser Herz öffnen – und dann endgültig, wenn wir sterben.

Wir laden ein:
2. Sonntag in der Fastenzeit 25. Februar 2018, 9:00, Gottesdienst + SC Kaffee im Barat-Saal
3. Sonntag in der Fastenzeit 4. März 2018, 9:00, Gottesdienst + SC Kaffee im Barat-Saal
4. Sonntag in der Fastenzeit = Laetare (sich freuen) 11. März 2018, 9:00, Gottesdienst, Gestaltung mit Chor + Instrumentalisten, + SC Kaffee im Barat-Saal

Hier kommt die gute Nachricht zum Sonntag: Ist das dein geliebter Sohn?
Für einen Augenblick sahen die Jünger etwas von der verborgenen Herrlichkeit Jesu.
In jener Zeit nahm Jesus Petrus, Jakobus und Johannes beiseite und führte sie auf einen hohen Berg, aber nur sie allein. Und er wurde vor ihren Augen verwandelt; seine Kleider wurden strahlend weiß, so weiß, wie sie auf Erden kein Bleicher machen kann. Da erschien vor ihren Augen Elija und mit ihm Mose, und sie redeten mit Jesus. Petrus sagte zu Jesus: Rabbi, es ist gut, dass wir hier sind. Wir wollen drei Hütten bauen, eine für dich, eine für Mose und eine für Elija. Er wusste nämlich nicht, was er sagen sollte; denn sie waren vor Furcht ganz benommen. Da kam eine Wolke und warf ihren Schatten auf sie, und aus der Wolke rief eine Stimme: Das ist mein geliebter Sohn, auf ihn sollt ihr hören. Als sie dann um sich blickten, sahen sie auf einmal niemand mehr bei sich außer Jesus. Während sie den Berg hinabstiegen, verbot er ihnen, irgendjemand zu erzählen, was sie gesehen hatten, bis der Menschensohn von den Toten auferstanden sei. Dieses Wort beschäftigte sie, und sie fragten einander, was das sei: von den Toten auferstehen. (Evangelium nach Markus 9, 2-10)

1.Lesung aus dem Buch Genesis: Hier bin ich, Gott!
Das Opfer Isaaks ist eine abgründige Geschichte. Abraham soll sein Liebstes hergeben: Isaak, das lang ersehnte Kind der Verheißung, die Zukunft Israels, Inbegriff der Menschenfreundlichkeit Gottes. Gott selber hatte diese Zukunft geschenkt. Jetzt scheint er sie zurück zu nehmen. Abraham muss deshalb nicht nur Isaak hergeben, sondern auch das vertraute Bild von Gott. Gott erscheint plötzlich fremd, widersprüchlich, ganz anders. „Hier bin ich“ sagt Abraham trotzdem. Er stellt sich dem Anruf des abgründigen Gottes. Er stellt sich auch dem Anruf Isaaks, auch wenn er beide Anrufe nicht mehr zusammenbekommt. Er bleibt im Drama seines Lebens ein sensibel Hörender, offen für Überraschungen, Wandlungen: „Hier bin ich!
In jenen Tagen stellte Gott Abraham auf die Probe. Er sprach zu ihm: Abraham! Er antwortete: Hier bin ich. Gott sprach: Nimm deinen Sohn, deinen einzigen, den du liebst, Isaak, geh in das Land Morija, und bring ihn dort auf einem der Berge, den ich dir nenne, als Brandopfer dar. Als sie an den Ort kamen, den ihm Gott genannt hatte, baute Abraham den Altar und schichtete das Holz auf. Schon streckte Abraham seine Hand aus und nahm das Messer, um seinen Sohn zu schlachten. Da rief ihm der Engel des Herrn vom Himmel her zu: Abraham, Abraham! Er antwortete: Hier bin ich. Jener sprach: Streck deine Hand nicht gegen den Knaben aus, und tu ihm nichts zuleide! Denn jetzt weiß ich, dass du Gott fürchtest; du hast mir deinen einzigen Sohn nicht vorenthalten. Als Abraham aufschaute, sah er: Ein Widder hatte sich hinter ihm mit den Hörnern im Gestrüpp verfangen. Abraham ging hin, nahm den Widder und brachte ihn statt seines Sohnes als Brandopfer dar. Der Engel des Herrn rief Abraham zum zweiten Mal vom Himmel her zu und sprach: Ich habe bei mir geschworen – Spruch des Herrn: Weil du das getan hast und deinen einzigen Sohn mir nicht vorenthalten hast, will ich dir Segen schenken in Fülle und deine Nachkommen zahlreich machen wie die Sterne am Himmel und den Sand am Meeresstrand. Deine Nachkommen sollen das Tor ihrer Feinde einnehmen. Segnen sollen sich mit deinen Nachkommen alle Völker der Erde, weil du auf meine Stimme gehört hast. (Bibelwerk: Gen 22,1-2.9a.10-13.15-18)

2. Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Römer: Gott, du schenkst uns deinen Sohn?
Nichts kann uns von der Liebe Gottes trennen, sagt uns der Apostel Paulus, weder Tod noch Dunkelheit. Weil er für uns ist, kann nichts mehr gegen uns sein. Dass er für uns ist, hat Gott uns in Jesus gezeigt. Christus ist der Kostbarste im Innersten Gottes. Gott hat ihn hergegeben für uns. Er hat ihn auch dann nicht zurückgenommen, als Menschen diesen Kostbarsten mit Füßen traten und töteten. Bedingungsloser konnte sich Gott nicht auf unsere Seite stellen.

Brüder und Schwestern! Ist Gott für uns, wer ist dann gegen uns? Er hat seinen eigenen Sohn nicht verschont, sondern ihn für uns alle hingegeben – wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken? Wer kann die Auserwählten Gottes anklagen? Gott ist es, der gerecht macht. Wer kann sie verurteilen? Christus Jesus, der gestorben ist, mehr noch: der auferweckt worden ist, sitzt zur Rechten Gottes und tritt für uns ein. (Bibelwerk: Römer 8, 31b-34)

Informationen:
Zehn Tage Kontemplative Exerzitien und Tage der Stille 2018 im Kapuzinerkloster Irdning
Fünf Tage Schweigeexerzitien im Stift Göttweig
Mission Manifest 10 Thesen für das Comeback der Kirche
Tagesevangelium der Erzabtei St. Martin in Beuron
Evangelium Tag für Tag, für Handys gibt es davon eine APP (Evangelizo).
Die Gottesdienst-App „1000 Kirchen“ gibt es kostenlos in den App-Stores der Handys und Tablets. 1400 Kirchen in Wien, Weinviertel und Industrieviertel von NÖ mit ihren Gottesdiensten.
Die Bischöfe Österreichs laden ein, jeden Tag für einen Jugendlichen zu beten.
Lesungen und Evangelium des Sonntags und der Feiertage im Bibelwerk.

Liebe Grüße und für dich: Die Liebe der Dreifaltigkeit!
Hannes Daxbacher
Sacré Coeur Cafétier und Ostiarius (Türöffner)
Katholische Gottesdienstgemeinde Sacré Coeur, 3021 Pressbaum, Klostergasse 12, Österreich

Gott im Kind anbeten – nicht nur zu Weihnachten

La Tour: Die Anbetung der Hirten

La Tour: Die Anbetung der Hirten

Ich liebe diese Hirten, die auf dem Feld Nachtwache bei ihrer Herde hielten. Als der Engel kam umstrahlte die Hirten der Glanz Gottes. Das war ein Schrecken. Wenn ich wie jetzt vor meinem Computer sitze und der Glanz Gottes würde mich umstrahlen, wäre das eine tiefe Erschütterung. Ich wäre entsetzt und fassungslos. Ich weiß nicht, ob mich der Engel mit „Fürchte dich nicht!“ beruhigen könnte. Eher mit dem Zweiten: Ich verkünde dir eine große Freude. Heute ist dir der Retter geboren. Du wirst ein Kind finden, das, in Windeln gewickelt, in einer Krippe liegt. Wenn dann noch die Engel und ein himmlisches Heer Gott lobt, kann es sein, dass ich beschließe, es den Hirten nachzumachen und Gott zu rühmen, ihn zu loben und ihn im Kind anzubeten. Was kann mich davon abhalten?

Wir laden ein:
4.Adventsonntag
, 24.Dezember 2017, 9:00 Gottesdienst +SC Kaffee im Barat-Saal, Lesejahr B, Zelebrant: P. Markus – Heiligenkreuz, 20:30 musikalische Einstimmung
CHRISTMETTE 24.Dezember 2017, 21:00, mit emer. Domdekan Karl Rühringer, + Brot & Wein – Agape im Barat-Saal.
CHRISTTAG Montag, 25.12.2017, HOCHFEST DER GEBURT JESU, 9:00 Festmesse mit emer. Domdekan Karl Rühringer +SC Kaffee im Barat-Saal
Dienstag, 26.12.2017 keine Heilige Messe im Sacré Coeur.

Liebe Gottesdienstgemeinde im Sacré Coeur!

Hier kommt das Weihnachtsevangelium: Heute ist uns der Retter geboren
Nicht im großen Rom, im Zentrum des römischen Reiches, sondern im kleinen Betlehem an dessen Rand, nicht im Palast, sondern in der Futterkrippe, nicht von den Starken und Mächtigen begrüßt, sondern von den armen Hirten – so kommt unser Retter zur Welt:
In jenen Tagen erließ Kaiser Augustus den Befehl, alle Bewohner des Reiches in Steuerlisten einzutragen. Dies geschah zum ersten Mal; damals war Quirinius Statthalter von Syrien. Da ging jeder in seine Stadt, um sich eintragen zu lassen. So zog auch Josef von der Stadt Nazaret in Galiläa hinauf nach Judäa in die Stadt Davids, die Betlehem heißt; denn er war aus dem Haus und Geschlecht Davids. Er wollte sich eintragen lassen mit Maria, seiner Verlobten, die ein Kind erwartete. Als sie dort waren, kam für Maria die Zeit ihrer Niederkunft, und sie gebar ihren Sohn, den Erstgeborenen. Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein Platz für sie war. In jener Gegend lagerten Hirten auf freiem Feld und hielten Nachtwache bei ihrer Herde. Da trat der Engel des Herrn zu ihnen, und der Glanz des Herrn umstrahlte sie. Sie fürchteten sich sehr, der Engel aber sagte zu ihnen: Fürchtet euch nicht, denn ich verkünde euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteil werden soll: Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren; er ist der Messias, der Herr. Und das soll euch als Zeichen dienen: Ihr werdet ein Kind finden, das, in Windeln gewickelt, in einer Krippe liegt. Und plötzlich war bei dem Engel ein großes himmlisches Heer, das Gott lobte und sprach: Verherrlicht ist Gott in der Höhe, und auf Erden ist Friede bei den Menschen seiner Gnade. Evangelium nach Lukas (Lk 2, 1-14)

Die Lesungen am vierten Adventsonntag, 24.Dezember 2017 stimmen ein:
1.Lesung aus dem zweiten Buch Samuel (2 Sam 7,1-5.8b-12.14a.16)
Die Offenbarung Gottes an Natan ergeht in einer Zeit, als der Jerusalemer Tempel noch nicht errichtet ist. Die Bundeslade befindet sich in einem „mobilen“ Zeltheiligtum, dem „Vorgänger“ des Tempels. In David drückt sich ein Urbedürfnis aller Menschen aus. Gott soll im Tempel aus Stein eine Wohnung bereitet werden, um darin selbst eine Bleibe zu finden, in der sich der Mensch geborgen und sicher fühlen kann. Aber David muss lernen, was das Geheimnis des Glaubens ist. Gott selbst ist es, der sich sein Haus, seinen Tempel baut: aus lebendigen Menschen, in ihrem Glauben und Lieben:
In jenen Tagen, als König David in seinem Haus wohnte und der Herr ihm Ruhe vor allen seinen Feinden ringsum verschafft hatte, sagte er zu dem Propheten Natan: „Ich wohne in einem Haus aus Zedernholz, die Lade Gottes aber wohnt in einem Zelt. Natan antwortete dem König: Geh nur und tu alles, was du im Sinn hast; denn der Herr ist mit dir.“ Aber in jener Nacht erging das Wort des Herrn an Natan: „Geh zu meinem Knecht David, und sag zu ihm: So spricht der Herr:
Du willst mir ein Haus bauen, damit ich darin wohne? Ich habe dich von der Weide und von der Herde weggeholt, damit du Fürst über mein Volk Israel wirst, und ich bin überall mit dir gewesen, wohin du auch gegangen bist. Ich habe alle deine Feinde vor deinen Augen vernichtet, und ich will dir einen großen Namen machen, der dem Namen der Großen auf der Erde gleich ist. Ich will meinem Volk Israel einen Platz zuweisen und es einpflanzen, damit es an seinem Ort sicher wohnen kann und sich nicht mehr ängstigen muss und schlechte Menschen es nicht mehr unterdrücken wie früher und auch von dem Tag an, an dem ich Richter in meinem Volk Israel eingesetzt habe. Ich verschaffe dir Ruhe vor allen deinen Feinden. Nun verkündet dir der Herr, dass der Herr dir ein Haus bauen wird. Wenn deine Tage erfüllt sind und du dich zu deinen Vätern legst, werde ich deinen leiblichen Sohn als deinen Nachfolger einsetzen und seinem Königtum Bestand verleihen. Ich will für ihn Vater sein, und er wird für mich Sohn sein. Dein Haus und dein Königtum sollen durch mich auf ewig bestehen bleiben; dein Thron soll auf ewig Bestand haben.

  1. Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Römer. (Röm 16,25-27)
    Der Schlusslobpreis des Römerbriefes drückt die Freude am Geheimnis Gottes aus, zu dem uns in Jesus Christus ein Zugang erschlossen wurde. Wir können Gott nicht erkennen, aber er gibt sich uns zu erkennen in Jesus Christus:
    Ehre sei dem, der die Macht hat, euch Kraft zu geben – gemäß meinem Evangelium und der Botschaft von Jesus Christus, gemäß der Offenbarung jenes Geheimnisses, das seit ewigen Zeiten unausgesprochen war, jetzt aber nach dem Willen des ewigen Gottes offenbart und durch prophetische Schriften kundgemacht wurde, um alle Heiden zum Gehorsam des Glaubens zu führen. Ihm, dem einen, weisen Gott, sei Ehre durch Jesus Christus in alle Ewigkeit!

Evangelium nach Lukas (Lk 1,26-38)
Im Evangelium hören wir die Geburtsankündigung Jesu. Im Alten Testament spricht der Engel Gabriel große prophetische Verheißungen. Sie werden sich in Jesus erfüllen, den Maria gebären soll. Maria wird wie die alttestamentlichen Prophetenberufungen von Gott in Anspruch genommen. Sie sagt zu den Plänen Gottes Ja und stellt sich in seinen Dienst.
In jener Zeit wurde der Engel Gábriel von Gott in eine Stadt in Galiläa namens Nazaret zu einer Jungfrau gesandt. Sie war mit einem Mann namens Josef verlobt, der aus dem Haus David stammte. Der Name der Jungfrau war Maria. Der Engel trat bei ihr ein und sagte: „Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit dir.“ Sie erschrak über die Anrede und überlegte, was dieser Gruß zu bedeuten habe. Da sagte der Engel zu ihr: „Fürchte dich nicht, Maria; denn du hast bei Gott Gnade gefunden. Du wirst ein Kind empfangen, einen Sohn wirst du gebären: dem sollst du den Namen Jesus geben. Er wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden. Gott, der Herr, wird ihm den Thron seines Vaters David geben. Er wird über das Haus Jakob in Ewigkeit herrschen und seine Herrschaft wird kein Ende haben. Maria sagte zu dem Engel: Wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkenne? Der Engel antwortete ihr: „Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Deshalb wird auch das Kind heilig und Sohn Gottes genannt werden. Auch Elisabet, deine Verwandte, hat noch in ihrem Alter einen Sohn empfangen; obwohl sie als unfruchtbar galt, ist sie jetzt schon im sechsten Monat. Denn für Gott ist nichts unmöglich.“ Da sagte Maria: „Ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast.“ Danach verließ sie der Engel.

Die Lesungstexte schreiten in den Messen fort. In der Messe am Heiligen Abend steht noch die Erwartung im Vordergrund (Jes 62,1–5 EU; Apg 13,16–26 EU und Mt 1,1–25 EU). In der Christmette wird die Freude ausgedrückt (Jes 9,1–6 EU; Tit 2,11–14 EU und Lk 2,1–14 EU). Die Hirtenmesse am Morgen handelt von der Hoffnung auf Erlösung durch die Menschwerdung (Jes 62,11 f. EU, Tit 3,4–7 EU und Lk 2,15–20 EU). Das Hochamt bzw. die Tagesmesse hat Gottes Heilsplan zum Gegenstand, wie er im Prolog des Johannesevangeliums (Joh 1,1–18 EU) zum Ausdruck kommt; vorausgehende Lesungen sind Jes 52,7–10 EU und Hebr 1,16 EU.

Heilige Nacht, 24. Dezember 2017

21:00 Christmette, Abendgottesdienst. Der Abend ist seit alters her der Beginn des nächsten Tages, des Geburtstages von Jesus, dem Sohn Gottes.

  1. Lesung aus dem Buch Jesaja (Jesaja 9,1-6)
    Der Friedens- und Freiheitstraum des Propheten Jesaja hat ein ganzes Volk in der Dunkelheit von Unterdrückung und Unfrieden vor der Verzweiflung bewahrt. Dieser Traum kann auch uns in unserer friedlosen Zeit Mut und Hoffnung schenken:
    Das Volk, das im Dunkel lebt, sieht ein helles Licht; über denen, die im Land der Finsternis wohnen, strahlt ein Licht auf. Du erregst lauten Jubel und schenkst große Freude. Man freut sich in deiner Nähe, wie man sich freut bei der Ernte, wie man jubelt, wenn Beute verteilt wird. Denn wie am Tag von Midian zerbrichst du das drückende Joch, das Tragholz auf unserer Schulter und den Stock des Treibers. Jeder Stiefel, der dröhnend daherstampft, jeder Mantel, der mit Blut befleckt ist, wird verbrannt, wird ein Fraß des Feuers. Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns geschenkt. Die Herrschaft liegt auf seiner Schulter; man nennt ihn: Wunderbarer Ratgeber, Starker Gott, Vater in Ewigkeit, Fürst des Friedens. Seine Herrschaft ist groß, und der Friede hat kein Ende. Auf dem Thron Davids herrscht er über sein Reich; er festigt und stützt es durch Recht und Gerechtigkeit, jetzt und für alle Zeiten. Der leidenschaftliche Eifer des Herrn der Heere wird das vollbringen.
  2. Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an Titus (Tit 2,11-14)
    Was Jesaja erhofft – das Ende von Unterdrückung und Unfrieden – wird nicht ohne uns Wirklichkeit. Die Gnade Gottes will uns bewegen, besonnen, gerecht und fromm zu leben. So ermahnt uns der Verfasser des Titusbriefes aus dem 2. Jahrhundert nach Christus:
    Denn die Gnade Gottes ist erschienen, um alle Menschen zu retten. Sie erzieht uns dazu, uns von der Gottlosigkeit und den irdischen Begierden loszusagen und besonnen, gerecht und fromm in dieser Welt zu leben, während wir auf die selige Erfüllung unserer Hoffnung warten: auf das Erscheinen der Herrlichkeit unseres großen Gottes und Retters Christus Jesus. Er hat sich für uns hingegeben, um uns von aller Schuld zu erlösen und sich ein reines Volk zu schaffen, das ihm als sein besonderes Eigentum gehört und voll Eifer danach strebt, das Gute zu tun.

Evangelium nach Lukas – Weihnachtsevangelium (Lk 2, 1-14) (siehe oben)
Im Sonntagsblatt stehen alle Lesungen. Über den Kalenderlink kommt man zu den anderen Tagen: http://www.sonntagsblatt.at/?m=315&date=2017-12-25
Im Katholischen Bibelwerk stehen die Lesungen mit den Erklärungen: https://www.bibelwerk.de/home/sonntagslesungen

Hochfest des Herrn, 25. Dezember 2017

 1. Lesung aus dem Buch Jesaja (Jes 52,7-10)
Das Volk Israel steht in Erwartung des erlösenden Tuns Gottes. Im Exil in Babylon kündigt es ihnen der Prophet Deuterojesaja an. In Jesus von Nazaret findet diese Erwartung für uns Christen Erfüllung jenseits aller politischen Anstrengungen:
Wie willkommen sind auf den Bergen die Schritte des Freudenboten, der Frieden ankündigt, der eine frohe Botschaft bringt und Rettung verheißt, der zu Zion sagt: Dein Gott ist König. Horch, deine Wächter erheben die Stimme, sie beginnen alle zu jubeln. Denn sie sehen mit eigenen Augen, wie der Herr nach Zion zurückkehrt. Brecht in Jubel aus, jauchzt alle zusammen, ihr Trümmer Jerusalems! Denn der Herr tröstet sein Volk, er erlöst Jerusalem. Der Herr macht seinen heiligen Arm frei vor den Augen aller Völker. Alle Enden der Erde sehen das Heil unseres Gottes.

  1. Lesung aus dem Hebräerbrief (Hebr 1,1-6)
    Der Verfasser legt das christliche Bekenntnis zu Jesus Christus neu. Bereits in den Anfangsworten des Briefes, die in die „Endzeit“ hineingesprochen werden, kommt Gottes unüberbietbare und abschließende Offenbarung durch den Sohn zum Ausdruck:
    Viele Male und auf vielerlei Weise hat Gott einst zu den Vätern gesprochen durch die Propheten; in dieser Endzeit aber hat er zu uns gesprochen durch den Sohn, den er zum Erben des Alls eingesetzt und durch den er auch die Welt erschaffen hat; er ist der Abglanz seiner Herrlichkeit und das Abbild seines Wesens; er trägt das All durch sein machtvolles Wort, hat die Reinigung von den Sünden bewirkt und sich dann zur Rechten der Majestät in der Höhe gesetzt; er ist um so viel erhabener geworden als die Engel, wie der Name, den er geerbt hat, ihren Namen überragt. Denn zu welchem Engel hat er jemals gesagt: Mein Sohn bist du, heute habe ich dich gezeugt, und weiter: Ich will für ihn Vater sein, und er wird für mich Sohn sein? Wenn er aber den Erstgeborenen wieder in die Welt einführt, sagt er: Alle Engel Gottes sollen sich vor ihm niederwerfen.

Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes. Joh 1,1-18
„Das Wort ist Fleisch geworden“, der Sohn ist ein zerbrechlicher, sterblicher Mensch. In diesem Menschen spricht Gott sich selber aus. Licht, Leben, Herrlichkeit Gottes leuchten in ihm auf und geben Zeugnis von einem Gott, der das Leben des Menschen teilen und ihn zu höchster Würde erheben will, zur Gotteskindschaft. Mehr kann uns nicht mehr geschenkt werden:
Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Im Anfang war es bei Gott. Alles ist durch das Wort geworden, und ohne das Wort wurde nichts, was geworden ist. In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht leuchtet in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht erfasst. Es trat ein Mensch auf, der von Gott gesandt war; sein Name war Johannes. Er kam als Zeuge, um Zeugnis abzulegen für das Licht, damit alle durch ihn zum Glauben kommen. Er war nicht selbst das Licht, er sollte nur Zeugnis ablegen für das Licht. Das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, kam in die Welt. Er war in der Welt, und die Welt ist durch ihn geworden, aber die Welt erkannte ihn nicht. Er kam in sein Eigentum, aber die Seinen nahmen ihn nicht auf. Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, allen, die an seinen Namen glauben, die nicht aus dem Blut, nicht aus dem Willen des Fleisches, nicht aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind. Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt, und wir haben seine Herrlichkeit gesehen, die Herrlichkeit des einzigen Sohnes vom Vater, voll Gnade und Wahrheit. Johannes legte Zeugnis für ihn ab und rief: Dieser war es, über den ich gesagt habe: Er, der nach mir kommt, ist mir voraus, weil er vor mir war. Aus seiner Fülle haben wir alle empfangen, Gnade über Gnade. Denn das Gesetz wurde durch Mose gegeben, die Gnade und die Wahrheit kamen durch Jesus Christus. Niemand hat Gott je gesehen. Der Einzige, der Gott ist und am Herzen des Vaters ruht, er hat Kunde gebracht.

Fest des heiligen Stephanus, 26.12.2017
Keine Heilige Messe im Sacré Coeur, Gottesdienste der Umgebung:  https://www.erzdioezese-wien.at/mobile/gottesdienste_search.siteswift?so=site_gottesdienstsuche_search&do=site_gottesdienstsuche_search&c=find&s=7088

1.Lesung aus der Apostelgeschichte (Apg 6,8-10; 7,54-60)
Wer die Weihnachtsbotschaft kennt und über die Geburtsnacht hinaus denkt, weiß, diese Nacht ist kein idyllisches Spiel, sondern todernster Wegbeginn eines Lebens, das zur Konsequenz des Kreuzes führt. Leben in der Nachfolge dieses Kindes führt zum Blutzeugnis – im Fall des Diakons Stephanus zum Blutzeugnis für das Bekenntnis: Christus sitzt zur Rechten Gottes!
In jenen Tagen, tat Stephanus, voll Gnade und Kraft, Wunder und große Zeichen unter dem Volk. Doch einige von der sogenannten Synagoge der Libertiner und Zyrenäer und Alexandriner und Leute aus Zilizien und der Provinz Asien erhoben sich, um mit Stephanus zu streiten; aber sie konnten der Weisheit und dem Geist, mit dem er sprach, nicht widerstehen. Als sie seine Rede hörten, waren sie aufs Äußerste über ihn empört und knirschten mit den Zähnen. Er aber, erfüllt vom Heiligen Geist, blickte zum Himmel empor, sah die Herrlichkeit Gottes und Jesus zur Rechten Gottes stehen und rief: Ich sehe den Himmel offen und den Menschensohn zur Rechten Gottes stehen. Da erhoben sie ein lautes Geschrei, hielten sich die Ohren zu, stürmten gemeinsam auf ihn los, trieben ihn zur Stadt hinaus und steinigten ihn. Die Zeugen legten ihre Kleider zu Füßen eines jungen Mannes nieder, der Saulus hieß. So steinigten sie Stephanus; er aber betete und rief: Herr Jesus, nimm meinen Geist auf! Dann sank er in die Knie und schrie laut: Herr, rechne ihnen diese Sünde nicht an!

Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus. (Mt 10,17-22)
Als Evangelium hören wir heute einen Ausschnitt der Aussendungsrede Jesu, nachdem er die Zwölf als seine Gesandten für Israel ausgewählt hat. Sie werden zu furchtlosem Bekenntnis trotz drohender Gewalttaten aufgefordert.
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Nehmt euch vor den Menschen in Acht! Denn sie werden euch vor die Gerichte bringen und in ihren Synagogen auspeitschen. Ihr werdet um meinetwillen vor Statthalter und Könige geführt, damit ihr vor ihnen und den Heiden Zeugnis ablegt. Wenn man euch vor Gericht stellt, macht euch keine Sorgen, wie und was ihr reden sollt; denn es wird euch in jener Stunde eingegeben, was ihr sagen sollt. Nicht ihr werdet dann reden, sondern der Geist eures Vaters wird durch euch reden. Brüder werden einander dem Tod ausliefern und Väter ihre Kinder, und die Kinder werden sich gegen ihre Eltern auflehnen und sie in den Tod schicken. Und ihr werdet um meines Namens willen von allen gehasst werden; wer aber bis zum Ende standhaft bleibt, der wird gerettet.

Informationen
Tagesevangelium der Erzabtei St. Martin in Beuron
Evangelium Tag für Tag, für Handys gibt es davon eine APP (Evangelizo).
Die Gottesdienst-App „1000 Kirchen“ gibt es kostenlos in den App-Stores der Handys und Tablets. 1400 Kirchen in Wien, Weinviertel und Industrieviertel von NÖ mit ihren Gottesdiensten.
Die Bischöfe Österreichs laden ein, jeden Tag für einen Jugendlichen zu beten.
Lesungen und Evangelium des Sonntags und der Feiertage im Bibelwerk.

Liebe Grüße und für dich: Frohe Weihnacht!
Hannes Daxbacher
Sacré Coeur Cafétier und Ostiarius
Katholische Gottesdienstgemeinde Sacré Coeur, 3021 Pressbaum, Klostergasse 12, Österreich

Nur dem Mächtigsten! Am 3. Adventsonntag

Christophorus will dem Mächtigsten dienen

Christophorus will dem Mächtigsten dienen

Ich liebe den Heiligen Christoph. Er hat vieles gemeinsam mit Johannes dem Täufer, der auch nur dem mächtigen Messias dienen wollte.
Der Heilige Christophorus hieß ursprünglich Phorus, das heißt Träger. Zuerst diente er einem mächtigen Herzog
.
Da merkte er, dass der Herzog sich vor dem König niederwarf und dieser mächtiger war. Er ging zum König, um bei ihm Dienst zu tun. Aber beim Lied eines durchreisenden Sängers beobachtete er, wie der König beim Wort „Teufel“ zusammenzuckte. Zur Rede gestellt, bekannte der König, dass er nur vor einem in der Welt Angst habe, vor dem Satan.
Phorus machte sich auf die Suche nach dem Teufel. Er trat in den Dienst Satans, der mit seiner Truppe raubend und mordend durch die Lande zog. Bis auch dieser Angst bekam. Er wich einem Kreuz am Weg aus. Phorus bemerkte es und trennte sich von Satan. Jetzt suchte Phorus nach dem, der noch stärker war.
Aber die Suche gestaltete sich schwierig. Erst ein Einsiedler gab ihm den Hinweis, er solle die Menschen durch den angrenzenden reißenden Fluss tragen, weil er doch so groß und stark sei. Dann diene er Christus, dem höchsten Herrn.
Eines Nachts hörte er eine Kinderstimme rufen: „Phorus, trage mich hinüber!“ Vor seiner Hütte konnte er aber niemanden finden. Erst beim dritten Ruf sah er ein Kind, das er auf seine Schultern setzte. Im Wasser wurde ihm die Last immer schwerer, das Wasser wurde höher und höher; er fürchtete zu ertrinken und glaubte, die ganze Welt läge auf seinen Schultern. „Mehr als die Welt trägst du auf deinen Schultern“, sagte ihm das Kind, „du trägst den Herrn, der diese Welt erschaffen hat. Ich bin Jesus Christus, dem du in dieser Arbeit dienst.“ Und es drückte ihn unter Wasser und taufte ihn.
Er hatte jetzt den Namen Christo-Phorus, das bedeutet Christusträger. Auf Christi Geheiß hin steckte er seinen Stab in den Boden. Am nächsten Morgen grünte und blühte er und trug Früchte.
            Ich liebe dieses Kind, das unter uns geboren wird, mächtiger als das Universum ist, unser Leben aufblühen und Früchte tragen lässt.

Wir laden ein:
Rorate am Freitag, 15. Dezember 2016
, 7:00 bei Kerzenschein + einfachem Frühstück
Adventsonntag, 17. Dezember 2017, 9:00 Gottesdienst +SC Kaffee im Barat-Saal, Lesejahr B, Zelebrant: Schulseelsorger Michael Scharf
Folgende Lieder hat Wolfgang Aumann für den Chor ausgesucht: Beginn: 223.3 Wir sagen euch an 3.Str., Kyrie: 156, Psalm: Nr. 984, Halleluja : 744 + Vers, Fürbittruf: 754 Du Licht der Welt, erhöre uns, Gabenbereitung: Freuet euch im Herrn (Zettel), Sanktus: 772 Zebaoth – Heilig, Vater unser: 779, Agnus: beten. Während der Kommunion: Wait for the Lord (Zettel), Dank: 228 Tochter Zion. Nach dem Segen: 897: Von guten Mächten, 1.4.5. Str. (diese Hl. Messe ist auch Gedenkmesse für Fr. Lisi Straka, die vor 20 Jahren verstorben ist). Eine schöne Woche und herzliche Grüße, Wolfgang. PS.: Nicht vergessen: Probe schon um 8 Uhr beim Klavier!! Danke Roswitha, Connie und Gerhard für die Zusage.
Rorate am Freitag, 22.Dezember 2017, 7:00 bei Kerzenschein + einfaches Frühstück
4.Adventsonntag, 24.Dezember 2017, 9:00 Gottesdienst +SC Kaffee im Barat-Saal, Lesejahr B, Zelebrant: P. Markus – Heiligenkreuz, 20:30 musikalische Einstimmung
CHRISTMETTE 24.Dezember 2017, 21:00, mit emer. Domdekan Karl Rühringer, + Brot & Wein – Agape im Barat-Saal.
CHRISTTAG Montag, 25.12.2017, HOCHFEST DER GEBURT JESU, 9:00 Festmesse mit emer. Domdekan Karl Rühringer +SC Kaffee im Barat-Saal

Hier kommt das Evangelium zum 2. Adventsonntag: Mitten unter uns steht er unerkannt.
Johannes bezeichnet sich als Stimme in der Wüste. Die Wüste ist der Ort der Stille, an dem Menschen ihre Gottesbeziehung finden. Sie erhalten dort den Auftrag. Abt Jakobus sagte: Wie eine Kerze eine dunkle Kammer erhellt, so erleuchtet die Ausrichtung auf Gott des Menschen Herz und zeigt ihm, wie es um ihn steht und was er zu tun hat. Blaise Pascal meinte: Das ganze Unglück der Menschen rührt allein daher, dass sie nicht ruhig in einem Zimmer zu bleiben vermögen.

Es trat ein Mensch auf, der von Gott gesandt war; sein Name war Johannes. Er kam als Zeuge, um Zeugnis abzulegen für das Licht, damit alle durch ihn zum Glauben kommen. Er war nicht selbst das Licht, er sollte nur Zeugnis ablegen für das Licht.
Dies ist das Zeugnis des Johannes: Als die Juden von Jerusalem aus Priester und Leviten zu ihm sandten mit der Frage: Wer bist du?, bekannte er und leugnete nicht; er bekannte: Ich bin nicht der Messias. Sie fragten ihn: Was bist du dann? Bist du Elija? Und er sagte: Ich bin es nicht. Bist du der Prophet? Er antwortete: Nein. Da fragten sie ihn: Wer bist du? Wir müssen denen, die uns gesandt haben, Auskunft geben. Was sagst du über dich selbst? Er sagte: Ich bin die Stimme, die in der Wüste ruft: Ebnet den Weg für den Herrn!, wie der Prophet Jesaja gesagt hat. Unter den Abgesandten waren auch Pharisäer. Sie fragten Johannes: Warum taufst du dann, wenn du nicht der Messias bist, nicht Elija und nicht der Prophet? Er antwortete ihnen: Ich taufe mit Wasser. Mitten unter euch steht der, den ihr nicht kennt und der nach mir kommt; ich bin es nicht wert, ihm die Schuhe aufzuschnüren. Dies geschah in Betanien, auf der anderen Seite des Jordan, wo Johannes taufte. (Evangelium nach Johannes 1,6-8.19-28 Link zum Bibelwerk)

  1. Lesung aus Buch des Propheten Jesaja: Der Heilige Geist hat mich gesalbt.
    Die Freudenbotin Zion meldet sich zu Wort. Sie ist mit dem prophetischen Gottesgeist ausgestattet und sagt das Ende aller sozialen Ungerechtigkeit, Trauer und Not an. Jesus hat diese Worte auf sich bezogen. Er ist der Gesalbte, der Messias, der „Christos“. Hören wir diese Worte heute einmal so, als ob sie von uns sprächen. Denn wir sind in Taufe und Firmung gesalbt worden.

Der Geist Gottes, des Herrn, ruht auf mir; denn der Herr hat mich gesalbt. Er hat mich gesandt, damit ich den Armen eine frohe Botschaft bringe und alle heile, deren Herz zerbrochen ist, damit ich den Gefangenen die Entlassung verkünde und den Gefesselten die Befreiung, damit ich ein Gnadenjahr des Herrn ausrufe. Von Herzen will ich mich freuen über den Herrn. Meine Seele soll jubeln über meinen Gott. Denn er kleidet mich in Gewänder des Heils, er hüllt mich in den Mantel der Gerechtigkeit, wie ein Bräutigam sich festlich schmückt und wie eine Braut ihr Geschmeide anlegt. Denn wie die Erde die Saat wachsen lässt und der Garten die Pflanzen hervorbringt, so bringt Gott, der Herr, Gerechtigkeit hervor und Ruhm vor allen Völkern. (Bibelwerk: Jes 61,1-2a.10-11)

  1. Lesung aus dem ersten Brief des Apostels Paulus an die Thessalonicher: Löscht den Geist nicht aus!
    „Das erste, was getan, was zu Herzen genommen werden müsste, wäre die Sorge, es könne der Geist ausgelöscht werden. Und darum muss uns alle die Sorge quälen, dass wir es sein könnten, die den Geist auslöschen.“ Karl Rahner beim Österreichischen Katholikentag 1962. Papst Johannes XXIII in seinem Grußwort dazu: „Dieser heilige Geist Christi … durchglühe euer privates und öffentliches Leben.“

Freut euch zu jeder Zeit! Betet ohne Unterlass! Dankt für alles; denn das will Gott von euch, die ihr Christus Jesus gehört. Löscht den Geist nicht aus! Verachtet prophetisches Reden nicht! Prüft alles, und behaltet das Gute! Meidet das Böse in jeder Gestalt! Der Gott des Friedens heilige euch ganz und gar und bewahre euren Geist, eure Seele und euren Leib unversehrt, damit ihr ohne Tadel seid, wenn Jesus Christus, unser Herr, kommt. Gott, der euch beruft, ist treu; er wird es tun. (Bibelwerk: 1 Thess 5,16-24)

Informationen und Links:
Tagesevangelium der Erzabtei St. Martin in Beuron
Evangelium Tag für Tag, für Handys gibt es davon eine APP (Evangelizo).
Die Gottesdienst-App „1000 Kirchen“ gibt es kostenlos in den App-Stores der Handys und Tablets. 1400 Kirchen in Wien, Weinviertel und Industrieviertel von NÖ mit ihren Gottesdiensten.
Die Bischöfe Österreichs laden ein, jeden Tag für einen Jugendlichen zu beten.
Lesungen und Evangelium des Sonntags und der Feiertage im Bibelwerk.

Liebe Grüße und für dich: Heilung durch die Liebe Gottes!

Hannes Daxbacher
Sacré Coeur Cafétier und Ostiarius
Katholische Gottesdienstgemeinde Sacré Coeur, 3021 Pressbaum, Klostergasse 12, Österreich

Erkenne die unsichtbaren Hinweise Am 1. Adventsonntag, Lesejahr B

Herr M. ist traumatisiert. Ein Unfall hat ihn aus der Bahn geworfen. Er steht neben sich. Seine Lebendigkeit ist ihm abhandengekommen.
Frau S. fällt in tiefe Depression. Sie ist antriebslos und schaut ins Leere. Sie kann sich nicht spüren. Die Kälte umfasst sie.
Herr K. ist Manager einer Firma und sieht nur auf die Gewinne und die Verkaufserfolge. Die Mitarbeiter sind für ihn Faktoren der Produktivität. Er kommt sich perfekt und allmächtig vor. Ein Fehler stürzt ihn ins Burn-out. Er sieht nur noch eine große Leere vor sich.
Trauma, Depression und Narzissmus bekommen durch Therapien einen Verband. Eine sichere Rückbindung ans Leben braucht auch eine Verankerung im allumfassenden göttlichen Urgrund.
Herr K.: „Gott, du bist der tiefe Anker in meinem Leben. Auf dich schaue ich. Da blühe ich auf.“
Frau S.: „Ich öffne mein Herz für dich. Du bist meine Liebe.“
Herr M.: „Du ziehst mich jeden Tag hoch und setzt mich ins Leben.“
Die heilende Hand Gottes greift in die Geschichte ein. Teilhard de Chardin sah in der Entwicklung des ganzen Universums eine Richtung, die in Christus seine Vollendung findet. Schon auf dem Weg dorthin lässt er die Beziehungsfähigkeit und Lebendigkeit in unserem Leben wachsen.

Hier kommt das Evangelium zum Sonntag:
Jesus fordert uns auf, die Zeichen der Zeit zu erkennen. Wenn man sie in der Natur ansiedelt, protestieren die Naturwissenschaftler. Wenn Sonne, Mond und Sterne kulturelle, politische Symbolfiguren sind, dann ist es ein mächtiger Politiker oder eine kulturelle Bewegung, die Finsternis hervorbringt oder die Liebe zum Leuchten bringt. Jesus lädt ein, das Kommen Gottes im Leben wahrzunehmen.

Aber in jenen Tagen, nach der großen Not, wird sich die Sonne verfinstern und der Mond wird nicht mehr scheinen; die Sterne werden vom Himmel fallen und die Kräfte des Himmels werden erschüttert werden. Dann wird man den Menschensohn mit großer Macht und Herrlichkeit auf den Wolken kommen sehen. Und er wird die Engel aussenden und die von ihm Auserwählten aus allen vier Windrichtungen zusammenführen, vom Ende der Erde bis zum Ende des Himmels. Lernt etwas aus dem Vergleich mit dem Feigenbaum! Sobald seine Zweige saftig werden und Blätter treiben, wisst ihr, dass der Sommer nahe ist. Genauso sollt ihr erkennen, wenn ihr all das geschehen seht, dass das Ende vor der Tür steht. Amen, ich sage euch: Diese Generation wird nicht vergehen, bis das alles eintrifft. Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen. Doch jenen Tag und jene Stunde kennt niemand, auch nicht die Engel im Himmel, nicht einmal der Sohn, sondern nur der Vater. Seht euch also vor und bleibt wach! Denn ihr wisst nicht, wann die Zeit da ist. Es ist wie mit einem Mann, der sein Haus verließ, um auf Reisen zu gehen: Er übertrug alle Verantwortung seinen Dienern, jedem eine bestimmte Aufgabe; dem Türhüter befahl er, wachsam zu sein. Seid also wachsam! Denn ihr wisst nicht, wann der Hausherr kommt, ob am Abend oder um Mitternacht, ob beim Hahnenschrei oder erst am Morgen. Er soll euch, wenn er plötzlich kommt, nicht schlafend antreffen. Was ich aber euch sage, das sage ich allen: Seid wachsam! (Evangelium nach Markus 13, 24-47 Link zum Bibelwerk)

  1. Lesung aus Buch des Propheten Jesaja: Ich kann mein Trauma nicht heilen.
    Traumatisiert und in schmerzlicher Verzweiflung schauen wir auf Gott, der uns doch als Vater Liebe und Geborgenheit schenken kann. „Zeig dich und heile uns! Mach endlich, Gott!“ rufen wir ihm zu.

Du, Herr, bist unser Vater, «Unser Erlöser von jeher» wirst du genannt. Warum lässt du uns, Herr, von deinen Wegen abirren und machst unser Herz hart, sodass wir dich nicht mehr fürchten? Kehre zurück um deiner Knechte willen, um der Stämme willen, die dein Eigentum sind. Reiß doch den Himmel auf und komm herab, sodass die Berge zittern vor dir. Seit Menschengedenken hat man noch nie vernommen, kein Ohr hat gehört, kein Auge gesehen, dass es einen Gott gibt außer dir, der denen Gutes tut, die auf ihn hoffen. Ach, kämst du doch denen entgegen, die tun, was recht ist, und nachdenken über deine Wege. Ja, du warst zornig; denn wir haben gegen dich gesündigt, von Urzeit an sind wir treulos geworden. Wie unreine Menschen sind wir alle geworden, unsere ganze Gerechtigkeit ist wie ein schmutziges Kleid. Wie Laub sind wir alle verwelkt, unsere Schuld trägt uns fort wie der Wind. Niemand ruft deinen Namen an, keiner rafft sich dazu auf, fest zu halten an dir. Denn du hast dein Angesicht vor uns verborgen und hast uns der Gewalt unserer Schuld überlassen. Und doch bist du, Herr, unser Vater. Wir sind der Ton und du bist unser Töpfer, wir alle sind das Werk deiner Hände. (Bibelwerk: Jesaja 63,16b-17.19b; 64,3-7)

  1. Lesung aus dem ersten Brief des Apostel Paulus an die Korinther: Wir sind reich an Erkenntnis.
    Dankbar unterstreicht der Apostel Paulus, wie viel in der von ihm gegründeten Gemeinde Korinth schon an Glauben, Hoffnung und Liebe gewachsen ist. Ein solides Fundament ist gelegt.

Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus. Ich danke Gott jederzeit euretwegen für die Gnade Gottes, die euch in Christus Jesus geschenkt wurde, dass ihr an allem reich geworden seid in ihm, an aller Rede und aller Erkenntnis. Denn das Zeugnis über Christus wurde bei euch gefestigt, sodass euch keine Gnadengabe fehlt, während ihr auf die Offenbarung Jesu Christi, unseres Herrn, wartet. Er wird euch auch festigen bis ans Ende, sodass ihr schuldlos dasteht am Tag Jesu, unseres Herrn. Treu ist Gott, durch den ihr berufen worden seid zur Gemeinschaft mit seinem Sohn Jesus Christus, unserem Herrn. (Bibelwerk: 1Korinther 1,3-9)

Wir luden ein:
1. Adventsonntag, 3. Dezember 2017
, 9:00 Gottesdienst +SC Kaffee im Barat-Saal, Lesejahr B, Zelebrant:  Emer. Domdekan Karl Rühringer. Segnung der Adventkränze
Familienmesse 3. Dezember 2017 18:00 im Sacré Coeur Zelebrant ist Michael Scharf
Wir laden ein:
Hochfest Mariä Empfängnis Freitag, 8. Dezember 9:00. Zelebrant ist P. Markus, Heiligenkreuz
2. Adventsonntag, 10. Dezember 2017, 9:00 Gottesdienst +SC Kaffee im Barat-Saal, Lesejahr B, Zelebrant:  Emer. Domdekan Karl Rühringer
3. Adventsonntag, 17. Dezember 2017, 9:00 Gottesdienst +SC Kaffee im Barat-Saal, Lesejahr B, Zelebrant: Schulseelsorger Michael Scharf

Informationen:

Liebe Grüße und für dich: Gottes großen Segen!
Hannes Daxbacher
Sacré Coeur Cafétier und Ostiarius
Katholische Gottesdienstgemeinde Sacré Coeur, 3021 Pressbaum, Klostergasse 12, Österreich

Alles läuft auf Christus zu Am 34. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr A

Alles läuft auf Christus zu

Ich liebe das Universum. Es hat noch viele Geheimnisse. Aber ob es sich immer weiter und weiter ausdehnt oder sich wieder zusammenzieht ist noch unklar.
Jedenfalls dehnt es sich immer schneller aus und die dunkle Materie gibt Rätsel auf. Die Naturwissenschaft löst immer mehr Rätsel. In unserem christlichen Glauben fördert Gott die Wissenschaft.
Dadurch ändert sich das Weltbild, aber nicht der Glaube. Der Glaube sagt: Das Universum hat sein Ziel in Gott. Die Schöpfung hat sein Ziel im kosmischen Christus.
In unserer Religion ist Gott der Anfang und das Ende, das Alpha und das Omega, der Urheber des Urknalls und der Vollender des Universums. Er ist der Urgrund der biologischen Evolution und der Inspirator der kulturellen Geschichte. Jeder Mensch ist Teil der Evolution und Teil der Geschichte und wir alle haben das Ziel in Gott und dem kosmischen Christus.

Die Liebe in der Evolution

Hier kommt das Evangelium zum Sonntag: Ich war krank und du hast mich besucht.
Jesus lädt jene Menschen ein, die den Hungrigen zu essen geben, die Fremden und Obdachlosen aufnehmen und die Kranken und Gefangenen besuchen. Im Armen kommt uns allen Jesus Christus entgegen.

Wenn der Menschensohn in seiner Herrlichkeit kommt und alle Engel mit ihm, dann wird er sich auf den Thron seiner Herrlichkeit setzen. Und alle Völker werden vor ihm zusammengerufen werden und er wird sie voneinander scheiden, wie der Hirt die Schafe von den Böcken scheidet. Er wird die Schafe zu seiner Rechten versammeln, die Böcke aber zur Linken. Dann wird der König denen auf der rechten Seite sagen: Kommt her, die ihr von meinem Vater gesegnet seid, nehmt das Reich in Besitz, das seit der Erschaffung der Welt für euch bestimmt ist. Denn ich war hungrig und ihr habt mir zu essen gegeben; ich war durstig und ihr habt mir zu trinken gegeben; ich war fremd und obdachlos und ihr habt mich aufgenommen; ich war nackt und ihr habt mir Kleidung gegeben; ich war krank und ihr habt mich besucht; ich war im Gefängnis und ihr seid zu mir gekommen. Dann werden ihm die Gerechten antworten: Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen und dir zu essen gegeben, oder durstig und dir zu trinken gegeben? Und wann haben wir dich fremd und obdachlos gesehen und aufgenommen, oder nackt und dir Kleidung gegeben? Und wann haben wir dich krank oder im Gefängnis gesehen und sind zu dir gekommen? Darauf wird der König ihnen antworten: Amen, ich sage euch: Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan. Dann wird er sich auch an die auf der linken Seite wenden und zu ihnen sagen: Weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das für den Teufel und seine Engel bestimmt ist! Denn ich war hungrig und ihr habt mir nichts zu essen gegeben; ich war durstig und ihr habt mir nichts zu trinken gegeben; ich war fremd und obdachlos und ihr habt mich nicht aufgenommen; ich war nackt und ihr habt mir keine Kleidung gegeben; ich war krank und im Gefängnis und ihr habt mich nicht besucht. Dann werden auch sie antworten: Herr, wann haben wir dich hungrig oder durstig oder obdachlos oder nackt oder krank oder im Gefängnis gesehen und haben dir nicht geholfen? Darauf wird er ihnen antworten: Amen, ich sage euch: Was ihr für einen dieser Geringsten nicht getan habt, das habt ihr auch mir nicht getan. Und sie werden weggehen und die ewige Strafe erhalten, die Gerechten aber das ewige Leben. (Evangelium nach Matthäus 25, 31-46 Link zum Bibelwerk)

  1. Lesung aus Buch des Propheten Ezechiel: Ich kümmere mich um sie.
    Gott sucht die Verlorenen, bringt die Vertriebenen zurück und verbindet die Verletzten.

Denn so spricht Gott, der Herr: Jetzt will ich meine Schafe selber suchen und mich selber um sie kümmern. Wie ein Hirt sich um die Tiere seiner Herde kümmert an dem Tag, an dem er mitten unter den Schafen ist, die sich verirrt haben, so kümmere ich mich um meine Schafe und hole sie zurück von all den Orten, wohin sie sich am dunklen, düsteren Tag zerstreut haben. Ich werde meine Schafe auf die Weide führen, ich werde sie ruhen lassen – Spruch Gottes, des Herrn. Die verloren gegangenen Tiere will ich suchen, die vertriebenen zurückbringen, die verletzten verbinden, die schwachen kräftigen, die fetten und starken behüten. Ich will ihr Hirt sein und für sie sorgen, wie es recht ist. Ihr aber, meine Herde – so spricht Gott, der Herr -, ich sorge für Recht zwischen Schafen und Schafen, zwischen Widdern und Böcken. (Bibelwerk: Ezechiel 34,11-12.15-17)

  1. Lesung aus dem ersten Brief des Apostel Paulus an die Korinther: Der letzte Feind ist der Tod.
    Paulus beschreibt den Weg des Messias und damit den Weg derer, die zum Messias gehören. Messias heißt im Griechischen Christos. Er errichtet am Ende die Herrschaft über die bösen Mächte und übergibt die Herrschaft seinem geliebten Vater.

Nun aber ist Christus von den Toten auferweckt worden als der Erste der Entschlafenen. Da nämlich durch einen Menschen der Tod gekommen ist, kommt durch einen Menschen auch die Auferstehung der Toten. Denn wie in Adam alle sterben, so werden in Christus alle lebendig gemacht werden. Es gibt aber eine bestimmte Reihenfolge: Erster ist Christus; dann folgen, wenn Christus kommt, alle, die zu ihm gehören. Danach kommt das Ende, wenn er jede Macht, Gewalt und Kraft vernichtet hat und seine Herrschaft Gott, dem Vater, übergibt. Denn er muss herrschen, bis Gott ihm alle Feinde unter die Füße gelegt hat. Der letzte Feind, der entmachtet wird, ist der Tod. Wenn ihm dann alles unterworfen ist, wird auch er, der Sohn, sich dem unterwerfen, der ihm alles unterworfen hat, damit Gott herrscht über alles und in allem. (Bibelwerk: 1Korinther 15,20-26.28)

Wir laden ein:
Christkönig, 34. Sonntag im Jahreskreis, 26. November 2017
, 9:00 Gottesdienst +SC Kaffee im Barat-Saal, Lesejahr A, Wolfgang Aumann lädt zum Chorgesang
1. Adventsonntag im Jahreskreis, 3. Dezember 2017, 9:00 Gottesdienst +SC Kaffee im Barat-Saal, Lesejahr B, Zelebrant:  Emer. Domdekan Karl Rühringer. Segnung der Adventkränze
Familienmesse 3. Dezember 2017 18:00 im Sacré Coeur. Zelebrant ist Michael Scharf

Informationen:

Liebe Grüße und für dich: Gottes große Zukunft!
Hannes Daxbacher
Sacré Coeur Cafétier und Ostiarius
Katholische Gottesdienstgemeinde Sacré Coeur, 3021 Pressbaum, Klostergasse 12, Österreich